AT158402B - Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben. - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben.

Info

Publication number
AT158402B
AT158402B AT158402DA AT158402B AT 158402 B AT158402 B AT 158402B AT 158402D A AT158402D A AT 158402DA AT 158402 B AT158402 B AT 158402B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
glass
frosted
colored
hollow bodies
paraffin
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Maczejka
Original Assignee
Rudolf Maczejka
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rudolf Maczejka filed Critical Rudolf Maczejka
Application granted granted Critical
Publication of AT158402B publication Critical patent/AT158402B/de

Links

Landscapes

  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben, bei welcher die klar bleibende
Oberfläche mit einer Schutzschicht aus Paraffin od. dgl. Schutzstoffen versehen und hernach die   ungeschützte Obsrfläche angeätzt   wird. Das Aufbringen der Schutzschicht geschieht bisher in der
Weise, dass der Glaskolben unter senkrechter Führung direkt in das geschmolzene Paraffin od. dgl. eingetaucht wird, wobei dieses sowohl die Innen-als auch die   Aussenfläche   des Glaskolbens bis zur gewünschten Höhe berührt und der Luft Gelegenheit gegeben wird, durch ein feststehendes Ent- lüftungsrohr zu entweichen.

   Die auf diese Weise hergestellten Glaskolben haben zufolge der senkrechten Führung des Kolbens einen symmetrisch zur Längsachse des Kolbens sitzenden kappenförmigen mattierten Teil. Es herrscht nun aber oft Nachfrage nach Lampen mit einer unsymmetrischen, also schräg sitzenden kappenförmigen Mattierung bzw. einer musterförmigen Mattierung. Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist deshalb, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine solche Mattierung ermöglicht. 



   Im Sinne der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass der zu behandelnde Hohlkörper schwenkbar gelagert ist, so dass seine Achse im Verhältnis zur Oberfläche des flüssigen Schutzstoffes schräg gestellt und ihre Lage bis zur Horizontalstellung verändert werden kann, und das Entlüftungrohr, das zur Entfernung der verdrängten Luft und allenfalls auch zur Zuführung der flüssigen Schutzstoffe dient, gleichfalls schwenkbar ist. Die Deckschicht kann in der Weise aufgebracht werden, dass der Lampenkolben u. dgl. in das Bad aus geschmolzenem Paraffin od. dgl. eingetaucht oder das geschmolzene Paraffin in den Kolben eingepumpt wird.

   Im letztgenannten Falle wird vorzugsweise ein verschwenkbarer Träger vorgesehen, auf den der Kolben mit seiner Öffnung luftdicht aufgesetzt werden kann und durch den die Verbindungsleitung zwischen dem Behälter und dem Lampenkolben hindurchgeht. 



   Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform im Schnitt, Fig. 2 eine abgeänderte Ausführungsform in grösserem Massstab im Schnitt, Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 2 und Fig. 4-7 zeigen Lampenkolben mit verschiedenen Mattierungen. 



   Nach Fig. 1 ist ein Gefäss   1,   das geschmolzenes Paraffin od. dgl. enthält, in einen Behälter 2 eingesetzt, der mit heissem Wasser gefüllt ist. Am Behälter 2 ist ein Halter 3 für den Lampenkolben 4 verschwenkbar angeordnet, der am Halter 2 befestigt und mit ihm verschwenkbar ist. Durch Verschwenken des Halters kann die Schräglage des Lampenkolbens und zugleich die des Entlüftungsrohres verändert werden. 



   Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der Vorrichtung, bei der das Paraffin od. dgl. in den Kolben gepumpt wird. Der Lampenkolben 4 sitzt auf einem Gummiring   8,   der am Rande einer trichterförmigen Erweiterung 9 des Verbindungsrohres 10 zum Paraffinbehälter 11 befestigt ist. Auf dem Verbindungsrohr ist ein Gummischlauch 12 aufgesteckt, der in den Behälter 11 taucht. Das Entlüftungsrohr 15 für den Kolben ist winkelförmig abgebogen und im erweiterten Teil 9 des Verbindungsrohres 10 drehbar gelagert. An das Rohr 15 ist über das Ventil 16 eine Pumpe angeschlossen, die nach der Darstellung von einem mit Rückschlagventil 17 ausgestatteten Gummiball 18 gebildet wird. Am Entlüftungsrohr ist ein gewichtsbelasteter Arm 19 befestigt. 



   Der als Halter für den Lampenkolben dienende Arm 20 sitzt auf einer Achse   21,   die an dem Teil 9 des Verbindungsrohres 10 befestigt ist. Die Achse ist in dem in der Höhenrichtung verstellbaren 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Lagerkörper 22 drehbar. 25 ist eine auf der Achse 21 befestigte Scheibe, die an ihrem Umfang mit Löchern versehen ist, in welche ein Bolzen 26 eingesteckt werden kann. Mit 27 ist ein Anschlag für den Bolzen bezeichnet. 



   Um die in Fig. 2,3 dargestellte Vorrichtung in Betrieb zu setzen, wird zuerst der Kolben auf den Gummiring 8 aufgesetzt und durch den Halter 20 festgehalten. Hierauf wird der Lampenkolben schräg gestellt (Fig. 3), indem die Scheibe 25 verdreht und dadurch die Achse   21,   der Lampenträger 9 und der Halter 20 für die Lampe gemeinsam verschwenkt werden. Die   Schrägstellung   wird durch 
 EMI2.1 
 da der gewichtsbelastete Arm 19 das Rohr in die lotrechte Stellung zu verdrehen sucht. Um eine Verletzung des Glaskolbens zu verhindern, ist der mit dem Kolben in Berührung kommende Teil des Rohres 15 mit einer Gummihülse   19'überzogen.   Nun wird bei geschlossenem   Ventil 16   der Gummiball zusammengedrückt und die darin enthaltene Luft durch sein Ventil 17 ausgetrieben.

   Hierauf wird das Ventil 16 geöffnet. Der Gummiball saugt nun Luft aus dem Kolben heraus. Durch den so geschaffenen Unterdruck wird nun das Paraffin aus dem Behälter 11 in den Kolben gefördert, wobei die Höhe des Paraffinspiegels im Kolben von der Grösse des Unterdruckes abhängig ist. Um bei mehreren zu behandelnden Lampenkolben immer den gleichen Unterdruck zu erzielen, kann eine Einrichtung vorgesehen werden, die die Pumpe bei dem erwünschten Unterdruck abstellt oder die, wie beispielsweise in Fig. 2 strichliert dargestellt ist, aus zwei zusammenwirkenden Schalen von der Grösse des Gummiballes besteht, mit deren Hilfe der Gummiball nur bis zu einem bestimmten Grad   zusammengedrückt   werden kann. 



   Um das Paraffin vor dem Abnehmen des Kolbens aus diesem wieder zu entfernen, wird der Kolben durch das Entlüftungsrohr wieder mit Luft gefüllt und dadurch das Paraffin in den Behälter wieder abfliessen. 



   Die Pumpe bzw. der Gummiball kann in Wegfall kommen, wenn der Behälter 11 als mit dem Kolben kommunizierendes Gefäss in der Höhe des Lampenkolbens angeordnet wird (strichliert in Fig. 2 dargestellt). Durch Heben und Senken des Behälters kann dann der Kolben gefüllt und entleert werden. Die Anordnung kann auch so getroffen werden, dass der Behälter 11 als kommunizierendes Gefäss feststehend angeordnet und eine Pumpe zum   Herausdrücken   des Paraffins aus dem Kolben verwendet wird ; in diesem Falle ist die Einschaltung eines Ventils in das Verbindungsrohr zwischen Behälter und Kolben notwendig, um das Ausfliessen des Paraffins bei abgenommenem Kolben zu verhindern. 



   Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung lassen sich nicht nur kappenartige Mattierungen herstellen, wie Fig. 4 zeigt, sondern auch Musterungen verschiedenster Art anbringen, von denen einige in den Fig.   5-7   dargestellt sind. Die Schraffierung soll die mattierten Stellen andeuten. 



   Fig. 5 zeigt eine längsstreifenförmige Mattierung. Um diese herzustellen, wird der Lampenkolben in die horizontale Stellung verschwenkt und der Paraffinspiegel unterhalb der Längsachse des Kolbens eingestellt. Hierauf wird derselbe Vorgang in der um   1800 versetzten   horizontalen Stellung des Kolbens wiederholt, so dass ein Längsstreifen in der Kolbenmitte vom Paraffin nicht abgedeckt und bei der nachfolgenden Ätzung mattiert wird. Auf dieselbe Weise kann man durch Schrägstellen des Kolbens nach links und rechts ein durch zwei Halbkreise gebildetes Zweieck erzeugen (Fig. 6). 



  Ein sternförmiges Muster   (Fig.   7) kann man aus zwei solchen   Zweieeken,   die senkrecht zueinander stehen, bilden, indem man zuerst das eine Zweieck durch den Paraffinüberzug bildet und mattiert und hierauf das zweite Zweieck in gleicher Weise anbringt. 



   Anstatt den gemäss der Erfindung behandelten Kolben anzuätzen kann man ihn auch färben, indem man eine Farbe auf den mit der Schutzschicht überzogenen Kolben aufbringt und die die Schutzschicht   überdeckende   Farbe mit dieser wieder entfernt, wobei die am Glas haftende Farbe am Glas verbleibt. Auf diese Weise kann man auch vielfarbige gemusterte Hohlkörper erzeugen. 



   Obwohl die Erfindung an Hand der Bearbeitung eines Lampenkolbens beschrieben wurde, ist   sie anwendbar auf Hohlkörper aus Glas beliebiger Art, z. B. Zylinder für Petroleumlampen, Glaskörper für Luster, Trinkgläser, Vasen usw.   

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben, durch Überziehen der klar bleibenden Oberfläche mit einer Schutzschicht aus Paraffin od. dgl. Schutzstoffen und Anätzung oder Färbung der ungeschützten Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (4) schwenkbar gelagert ist, so dass seine Achse im Verhältnis zur Oberfläche des flüssigen Schutzstoffes schräg gestellt und ihre Lage bis zur horizontalen Stellung verändert werden kann, und dass das Entlüftungsrohr (5 oder 15), das zur Entfernung der verdrängten Luft und gegebenenfalls auch zur Zuführung der flüssigen Schutzstoffe dient, gleichfalls verschwenkbar ist. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen verschwenkbaren Träger (8, 9), auf den der Kolben mit seiner Öffnung luftdicht aufgesetzt werden kann und durch den die Verbindungleitung zwischen Behälter und Lampenkolben hindurchgeht.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Entlüftungsrohr im Träger (9) drehbar gelagert ist und unter der Einwirkung eines gewichtsbelasteten Armes (19) steht.
    4. Vorrichtung mit einem als Pumpe wirkenden Gummiball gemäss den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, welche das Ausmass des Zusammendrückens des Gummiballs begrenzt. EMI3.1
AT158402D 1938-03-23 1938-03-23 Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben. AT158402B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT158402T 1938-03-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158402B true AT158402B (de) 1940-04-10

Family

ID=3649806

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158402D AT158402B (de) 1938-03-23 1938-03-23 Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158402B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2110960A1 (de) Fluessigkeitsfoerderrohr mit Belueftungseinrichtung
DE2160233C3 (de) Vorrichtung zur Zuführung von Leim
DE112019007456T5 (de) Produktionseinrichtung mehrschichtiger, mit UV-Licht ausgehärteter Aromaperlen
DE2506222A1 (de) Vorrichtung zum ueberziehen von tabletten oder anderem gut
AT131646B (de) Vorrichtung zum Bezeichnen eines Käselaibes od. dgl.
AT158402B (de) Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter oder farbiger, offener Hohlkörper aus Glas, insbesondere mattierter Lampenkolben.
DE692370C (de) Vorrichtung zur Herstellung teilweise mattierter ondere mattierter Lampenkolben
DE686831C (de) Selbsttaetiger Heber
DE964735C (de) Vorrichtung zum Durchspuelen von Melkmaschinenteilen
DE2015047C2 (de) Vorrichtung zum Aufbereiten und Aufbringen von Überzugsmaterial, insbesondere von Schlichten für Gießereiformen und -kerne
DE2162267C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen bestimmter Flächenteile eines Gegenstandes mit einer Flüssigkeit
DE2803117A1 (de) Verfahren zur trocknung von massenteilen in einer galvanisiertrommel und einrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE746897C (de) Vorrichtung zur Nassbehandlung von Kunstseidespinnkuchen
DE708090C (de) Verfahren zum gleichmaessigen Beschichten von Zylindern, insbesondere Druckformzylindern, mit lichtempfindlichen Massen
DE2555470A1 (de) Pflanzenbehaelter
DE746961C (de) Vorrichtung zum Aufbringen lichtempfindlicher Schichten auf insbesondere lichtdurchlassige Traeger
DE466127C (de) Giessrinne mit Stuetzvorrichtung fuer Schleuderguss von zylindrischen Hohlkoerpern
DE690050C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bemustern von Stoffbahnen mittels Schablonenwalzen
DE1284325B (de) Fuellfederhalter
AT158959B (de) Vorrichtung zur Herstellung von blechartigen Bahnen, insbesondere für die Bildung von gitteroder rasterartigen Körpern aus Metall.
DE1877490U (de) Tragbares wasserdestilliergeraet.
DE562583C (de) Vorrichtung zum Auftragen von Farb-, Lackstreifen u. dgl., z. B. auf Automobilwagenkaesten
DE358438C (de) Zerstaeuber
DE584162C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren aus Glas oder einer anderen in der Hitze plastischen Masse
DE543104C (de) Vorrichtung und Verfahren zum Eindicken und Eintrocknen von Fluessigkeiten