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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 15794. GEORGE GORDON MARTIN IN PECOS (TEXAS, V. ST. V. A. ).
Vorrichtung zum Festhalten lockerer natürlicher Zähne im Kiefer.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Festhalten lockerer natürlicher Zähne im Kiefer, bei welcher es darauf ankommt, dass eine Reihe von zusammenhängenden, auf die lockeren Zähne aufzuschiebenden Kränzen vorhanden ist, welche sich an die Zähne entsprechend deren natürlicher Winkelstellung anschmiegen und dieselben umklammern.
Die einzelnen Kränze sind starr miteinander verbunden, so dass sie eine widerstandsfähige, die Zähne in der natürlichen Lage haltende Brücke bilden. Die Brücke kann dadurch gestützt worden, dass sie auch noch über einen oder mehrere gesunde, also feststellende Zähne greift. Ausserdem ist es wesentlich, dass die miteinander verbundenen Kränze dornartige, der Zahnwurzelform angepasste Fortsätze besitzen, welche unter die obere Kante des Zahn-
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liche Vorteile erreicht. Es ist bekannt, dass beim Lockern der natürlichen Zähne das Zahnfleisch zurücktritt und die Wurzeln unter dem Schmelz blosslegt, so dass die Zähne schnell verfaulen und grosse Unannehmlichkeiten verursachen.
Da die Zähne in verschiedenen Winkeln zueinander stehen und da ein Zahn nur in der Richtung seiner Höhlung herausgezogen werden kann, so ergibt sich durch die Anordnung der starren, einzelne Zähne ode. ganze Zahnreihen miteinander verbindenden Kränze, die die Zähne umklammern, ein Mittel, die verloren gegangene Unbeweglichkeit der Zähne wieder herzustellen. Hiedurch werden Entzündungen vermieden, welche bekanntlich durch die Bewegung locker gewordener Zähne entstehen ; es wird eine baldige Heilung erzielt und das Unbehagen beseitigt.
Wenn dornartige Fortsätze zum Bedecken der Wurzeln angebracht sind, so ist dadurch ein Verfall derselben verhütet, da das zurückgetretene Zahnfleisch künstlich ersetzt ist : es kann sich auf den Wurzeln auch kein Zahnstein bilden.
In Fig. 1 der Zeichnung ist die Vorrichtung dargestellt, wie sie für die beiden unteren Eckzähne mit den dazwischenliegenden Zähnen verwendet werden kann. Die Kränze dienen dazu, die Wurzeln der Zähne zu umschliessen, von denen das Zahnfleisch zurück-
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Kränze B für die Eckzähne sind an der Spitze b geschlossen und bilden Kronen. Dies ist erforderlich, wenn der obere Teil der Eckzähne verletzt oder abgebrochen ist oder wenn eine besonders feste Verankerung der Enden der Befestigungsbrücke erreicht werden soll. Da die Kriinze A die Wurzeln der Zähne umschliessen, so sind sie, was sehr erwünscht ist, nicht sichtbar. Es kommt zuweilen vor, dass die Zähne am Oberteil krank und durch Zurückgehen des Zahnfleisches locker geworden sind.
In diesem Fall werden Kränze verwendet, die auch die Aussenteile des Zahnes bedecken, wie Fig. 2 dies an den unteren Backenzähnen zeigt. Die Kränze C umgeben die Aussenflächen der Zähne, lassen aber bei (" die natürlichen Kronen frei und sind nach unten mit Fortsätzen C2, C3, C4, C5 versehen, die die hlossliegenden Wurzeln bedecken, das Zahnfleisch, wie schon erwähnt, ersetzen und die Zähne vor Vorfall bewahren. In Fig. 3 ist die Brücke für sich ohne Zähne dargestellt ; Fig. 4 zeigt einen Schnitt nach Linie 411, der Fig. 3.
Die Anfertigung und Anbringung der Vorrichtung geschieht folgendermassen : Die Zähne worden mittels eines Drahtes oder anderer geeigneter Mittel abgemessen und die
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genommen und wieder in die betreffenden Stellen des Abdruckes eingeiegt. Nun werden die Kränze verlötet oder in anderer Weise untereinander verbunden. Ist die Verbindungsbrücke fertig und poliert, so wird sie, nachdem die Zähne in Stand gesetzt sind, auf die Zahngruppe aufgesetzt. Sind die Zähne sehr konisch, so kann man die einzelnen Kränze, um das Üborschiebon über die Zähne zu erleichtern, ein klein wonig weiter machen, als dem unteren Durchmesser der Zähne entspricht.
Zur Beseitigung von Ungleichheiten, zum Halten der Befestigungsvorrichtung und zum Schliessen von Fugen wird Zement verwendet.
Durch diese Befestigung wird eine, Bewegung der Zähne im Kinnbacken vollkommen verhindert. Beim Aufsetzen der Befestigungskronen auf die Zähne werden sie soweit nieder- gedrückt, dass die Kanten der Kränze sich dicht an das Zahnfleisch anlegen, so dass ein dichter Abschluss erzielt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Festhalten lockerer natürlicher Zähne im Kiefer, gekennzeichnet durch eine Reihe von zusammenhängenden, auf die lockeren Zähne aufzuschiebenden und dieselben umklammernden Kränzen, die, entsprechend der Natürlichen Winkelstellung der Zähne, derart starr untereinander verbunden sind, dass sie eine widerstandsfähige, die Zähne in ihrer natürlichen Lage haltende Brücke bilden.
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