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Klinkensehaltwerk für Gattersägen.
Bei Klinkenschaltwerken für Gattersägen od. dgl. mit unter Federwirkung einrückbaren Klinken unterscheidet man Anordnungen, bei denen jedes Klinkenpaar aus einer zusammenhängenden, ein starres Ganzes bildenden Doppelklinke besteht, gegenüber solchen Anordnungen, bei denen jedes
Klinkenpaar aus zwei besonderen, jede für sich drehbar gelagerten Einzelklinken, die nachgiebig mit- einander gekuppelt sein können, zusammengesetzt ist. Die Einzelklinkenanordnung hat gegenüber den Doppelklinken vor allem den Vorteil, dass bei einem Verschleiss der Klinkenbacken jede Klinke für sich auswechselbar ist, was wegen der stärkeren Abnutzung der Vorschubklinke wirtschaftlicher ist.
Die Erfindung bezieht sich nun auf ein Klinkenschaltwerk mit getrennt angeordneten, paarweise zusammengestellten Einzelklinken, welche nachgiebig miteinander gekuppelt sind. Bei den bisher bekannten Klinkenschaltwerken dieser Art benötigt jedes Klinkenpaar zwei Federn, welche bei einer bekannten Einrichtung als Doppelfeder ausgebildet ist, wobei jede Einzelklinke unter der Wirkung einer besonderen, unabhängig von der andern Klinkenfeder arbeitenden Feder steht, welche die Klinke einzurücken sucht. Wenn bei dieser Einrichtung beide Klinken ausser Eingriff stehen, so sind beide Klinkenfedern am stärksten gespannt, während beim Einrücken einer Klinke die betreffende Klinkenfeder entspannt wird, so dass sich bei Abnutzung der Klinken die Federkraft an der arbeitenden Klinke immer mehr verringert.
Bei der Entfernung der Klinken vom Schaltrad muss das Stellzeug hier die erforderlichen Einzugskräfte aufnehmen. Bei einer andern Einrichtung ist auch bereits vorgeschlagen worden, die erste Klinke des Klinkenpaares unter die Wirkung einer Feder zu stellen und an eine Steuerstange anzulenken, während die zweite Klinke durch eine zweite Feder unter Zwischenschaltung eines Abstandstüekes nachgiebig mit der ersten Klinke gekuppelt ist. Bei dieser Anordnung ist die Feder der ersten Klinke bei der Arbeitsstellung der zweiten Klinke in doppelter Weise gespannt, so dass das Steuergestänge diese doppelte Spannung aufnehmen muss. Auch in der Mittelstellung bei ausgerückten Klinken unterliegt das Steuergestänge dieser doppelten Federspannung. Beim Einrücken der unmittelbar gesteuerten ersten Klinke dagegen wird die Federspannung verringert.
Eine gleichmässige Schaltarbeit ist infolgedessen nicht möglich, auch kann hier ein Kräfteausgleich und eine Schaltzeugentlastung nicht erzielt werden.
Demgegenüber besteht das wesentliche Merkmal der Erfindung darin, dass sich die beiden Klinken eines Klinkenpaares unter der Wirkung einer sie kuppelnden Feder gegen zwei entgegengesetzt aussehlagende Glieder einer Steuerschwinge legen, die in ihrer Mittelstellung beide Klinken ausser Eingriff hält, dagegen bei einem Ausschlag in der einen bzw. andern Richtung jeweils die eine mit dem Schaltrad in Berührung gelangende Klinke des Klinkenpaares freigibt und der einrückenden Wirkung der Feder überlässt, welche hiebei von der andern, durch die Steuerschwinge vom Schaltrad abgedruckten Klinke gespannt wird. Die Steuerschwinge besteht vorzugsweise aus einem doppelarmigen Hebel, kann aber auch durch an jeder einzelnen Klinke angreifende, entsprechend gesteuerte Steuerstangen ersetzt werden.
Der durch die Erfindung erzielte technische Fortschritt besteht vor allem in folgendem :
Solange bei dem Erfindungsgegenstand die beiden Klinken eines Klinkenpaares ausser Eingriff sind, bleibt die Federspannung gleich und wird vollständig von der Steuerschwinge aufgenommen, welche hiebei den von der Feder auf die Klinken ausgeübten Einzugskräften das Gleichgewicht hält und infolgedessen einen Rückdruck auf die Klinkenstellvorrichtung verhindert. Bis zum Eingriff einer Klinke ist also von der Stellvorrichtung kein Federzug zu überwinden, so dass sich das aus der
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Steuerschwinge. den beiden Klinken und der die letzteren elastisch kuppelnden Feder bestehende schwingbare System leicht verschwenken lässt und eine sehr geringe Kraft zur Umsteuerung der Klinken erforderlich ist.
In der Mittelstellung des Systems, wenn die Klinken ausser Eingriff gehalten werden, kann die gemeinsame Feder völlig entspannt sein. Eine zunehmende Federspannung tritt erfindungsgemäss erst dann ein, wenn die Spannung wirklich erforderlich ist, nämlich wenn eine Klinke zum Eingriff kommt.
Die Grösse der Federspannung kann hiebei durch entsprechende Bemessung des Ausschlages der Steuerschwinge beliebig geregelt werden, was vor allem im Hinblick auf die wachsende Abnutzung der Verschubklinke wichtig ist. Auch Ermüdungserscheinungen der Feder können auf diese Weise herabgemindert werden.
Wegen des erzielten Kräfteausgleiches ist zur Einstellung des neuen Klinkenschaltwerkes die Anwendung eines Schaltbügels möglich, dessen Rasten mit einfachen Federbolzensicherungen zusammenarbeiten, welche nicht besonders festgestellt werden brauchen. Um die Spannung der Klinkenfeder verändern zu können, sind diese Rasten vorteilhaft verstellbar auf dem Schaltbügel angeordnet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Klinkenschaltwerk in Vorderansicht in Arbeitsstellung entgegengesetzt dem Drehsinne des Uhrzeigers, Fig. 2 ein Klinkenschaltwerk in Vorderansicht mit entgegengesetzter Anordnung der Sicherungsklinken und gleichzeitig in Arbeitsstellung im Drehsinne des Uhrzeigers, Fig. 3 ein Klinkenschaltwerk in Vorderansicht mit Doppelvorschub nach beiden Richtungen, bei welchem eine fast ununterbrochene Drehung des Sehaltrades durch einander gegenüberliegend angeordnete Schaltklinkenpaare erreicht ist, Fig. 4 einen waagrechten Schnitt A-B von Fig. 3, Fig. 5 einen senkSchnitt C-D von Fig. 3, Fig.
6 und 7 den Doppelhebel in Vorder-und Seitenansicht in vergrössertem Massstabe, Fig. 8 und 9 einen verstellbaren Doppelhebel in Vorder-und Seitenansicht, Fig. 10 und 11 das symmetrische Klinkenpaar in Vorder-und Seitenansicht und die dazugehörige gemeinsame Einzugsfeder, u. zw. in Form einer endlosen, um beide Klinken geschlungene Zugfeder, Fig. 12 und 13 die Klinkenstellvorrichtung in Vorder-und Seitenansicht, Fig. 14-18 ein Klinkenschaltwerk wie Fig. 3-5, jedoch in Anwendung einer besonderen Steuerstange für jede Klinke.
Gemäss Fig. 1 und 2 besitzt das mit 1 bezeichnete übliche Schaltrad die bekannte V-förmige eingedrehte Ringnut, in welche die entsprechend keilförmig gestalteten Klinken eingreifen können. Der Klinkenhebel 2 ist schwingbar um die Schaltradaehse angeordnet und wird durch eine angelenkte Schubstange 3 auf-und abwärts bewegt. In diesem Klinkenhebel sind die beiden Bolzen 4 und 5 befestigt, auf welchen die beiden Schaltklinke 6 und 7 gelagert sind. Um die beiden Schaltklinke ist die endlose Einzugsfeder 8 so gelegt, dass diese das Bestreben hat, die Schaltklinke 6 und 7 ständig zum Eingriff in das Schaltrad 1 zu ziehen.
Auf dem Bolzen 9, der im Klinkenhebel 2 zwischen den Klinkenbolzen 4 und 5 befestigt ist, ist der Doppelhebel 10 gelagert, dessen Hebelstellung so gewählt ist, dass er in seiner Mittellage beide Klinken durch Einwirkung auf die Anschläge 11 und 12 dieser Klinken gleichmässig ausschaltet.
An den Doppelhebel 10 ist eine Steuerstange 13 angelenkt, die anderseits mit dem Ende des doppelarmigen Stellhebels 14 verbunden ist, welcher um den Bolzen 15 schwingt. Dieser Bolzen ist an dem Lager 16 der Schaltradachse angebracht.
An dem feststehenden Gestellarm 17, der vom Lager 16 ausgeht, sind die bekannten Sicherungklinken 18, 19 auf den Bolzen 20 und 21 gelagert. Die Anordnung der beiden Klinken 18 und 19 ist genau so wie bei den Schaltklinke 6 und 7. Um die beiden Sicherungsklinken 18 und 19 ist ebenfalls eine endlose Zugfeder 8 so gelegt, dass diese das Bestreben hat, die Sicherungsklinken 18 und 19 ständig zum Eingriff in das Schaltrad 1 zu ziehen. Dabei ist wieder zwischen den Klinkenbolzen 20 und 21 auf dem Bolzen 22 ein Doppelhebel 23 gelagert, dessen Hebestellung so wie bei den Schaltklinke 6 und 7 gewählt ist und der daher in seiner Mittellage gleichmässig auf die Anschläge 24 und 25 der Sicherungklinken wirkt. Der Doppelhebel 23 ist gleichfalls mit einer Steuerstange 26 gekuppelt, die anderseits an den Auslader des Stellhebels 14 angelenkt ist.
Die Angriffspunkte der beiden Steuerstangen 13 und 26 liegen entgegengesetzt in bezug auf den Drehbolzen 15 des Stellhebels 14. Der Kopf des Stellhebels 14 ist mit einem Schaltbügel 27 versehen, dessen Enden zu den Griffen 28 und 29 ausgebildet sind. In Arbeitsstellung bleibt der Stellhebel infolge seiner Gewichtsverlagerung je nach der Schaltrichtung am Anschlag 30 oder 31 für Vorwärts-oder Rückwärtsgang stehen, wo er durch den Federbolzen 32 gesichert wird. Bei Ausserbetriebstellung des Schaltwerkes wirkt der Federbolzen 32 in der
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bei Einschaltung des Schaltwerkes durch einen entsprechenden Druck mit der Hand auf den Griff 28 oder 29 sich der Federbolzen 32 selbsttätig heraushebt, ohne dass ein weiterer Handgriff dazu erforderlich ist.
Der Stellhebel 14 ist in der Fig. 1 bei der gezeigten Stellung der Klinkenstellvorrichtungsteile so eingestellt, dass die Schaltklinke 6 und die zugehörige Sicherungsklinke 18, dem Zuge ihrer Federn 8 und der Freigabe durch die Doppelhebel 10 und 23 folgend, sich in das Schaltrad 1 einlegen, wobei bis zum Eingriff der Klinken 6 und 18 in das Schaltrad die Federspannung gleichbleibt und die hiedurch verursachten Einzugskräfte der Klinken 6 und 18 von den Doppelhebeln 10 und 23 im Gleichgewicht
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gehalten werden, so dass sich die Doppelhebel leicht drehen lassen und das Umsteuern des Schaltwerkes sehr wenig Arbeitsaufwand erfordert, weil bis zum Eingriff kein Federzug zu überwinden ist und nach erfolgtem Eingriff nur die Federeinzugskräfte wirken,
die für die im Eingriff befindlichen Klinken erforderlich sind. Wenn nun ein Ausschlag des Klinkenhebels 2 nach oben erfolgt, so dreht sich das
Schaltrad 1 entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers gemäss dem eingezeichneten Pfeil in Fig. 1, wobei die Sicherungsklinke 18 während des Leerlaufes, wo der Klinkenhebel 2 in seine Anfangslage nach unten zurückgeht, eine Rückdrehung des Schaltrades verhütet.
Bei senkrechter Stellung des Stellhebels, bei welcher sich der Federbolzen 32 in die Raste 33 einlegt, sind sämtliche Klinken ausgehoben, so dass das Schaltrad 1 frei verdreht werden kann. Hiebei sind die Einzugskräfte der Klinken durch die Doppelhebel jeden Klinkenpaares wieder im Gleich- gewicht, so dass kein Rückdruck auf die Klinkenstellvorrichtung erfolgen kann und dadurch die Lage des Federbolzens 32 in der Raste 33 gesichert bleibt.
Bei weiterer Umlegung des Stellhebels 14 bis an den Anschlag 31 werden die Klinken 7 und 19 durch die Doppelhebel 10 und 23 an das Schaltrad herangeführt in der bereits beschriebenen leichten
Weise ohne Überwindung eines Federzuges. Dann geben die Doppelhebel 10 und 23 die Klinken 7 und 19 frei, worauf diese unter Federzug in Arbeitseingriff gehalten werden. Bei Ausschlag des Klinken- hebels 2 nach unten dreht sich nun das Schaltrad umgekehrt, also im Sinne des Uhrzeigers und bei
Rückkehr des Klinkenhebels 2 in seine Anfangslage wird eine Rückdrehung des Schaltrades verhindert durch die Sicherungsklinke 19.
In den Fig. 3 und 5 ist ein Schaltwerk mit Doppelvorschub dargestellt, das zwei sich diametral gegenüberstehende Schaltklinkenpaare und ein gemeinsames Paar Sicherungsklinken hat. Durch diesen Doppelvorschub wird ein fast ununterbrochener und in zweckmässigster Weise regelbarer Vor- schub erreicht, dessen Vorteile gegenüber dem diskontinuierlichen Vorschub bekannt sind.
Der Klinkenhebel 2, welcher durch die Schubstange 3 zur Ausschwingung gebracht wird, trägt das Schaltklinkenpaar 6 und 7. Der zweite vorgesehene Klinkenhebel 34, welcher durch die Schubstange 35 zur Ausschwingung gebracht wird und gleichfalls um die Achse des Schaltrades schwingt, trägt das Klinkenpaar 36 und 37, die auf den Bolzen 38 und 39 drehbar angeordnet sind. Diese Schaltklinken sind hinsichtlich ihrer gegenseitigen Einstellbarkeit und hinsichtlich der Federanordnung genau so ausgebildet wie die Schaltklinke 6 und 7. Die Steuerstange 40, welche an dem Doppelhebel 41 angreift, ist wie die Steuerstange 13 an den Stellhebel 14 angelenkt. Die Sicherheitsklinken 18 und 19 sind gemeinsam für beide Schaltklinkenpaare und genau so ausgeführt und angeordnet wie in der Fig. 1.
Der Doppelhebel 23 ist hier gleichfalls durch die Steuerstange 26 mit dem Stellhebel 14 verbunden.
Bringt man den Stellhebel 1 in die gleiche Stellung wie in Fig. 1, dann ist die Schaltklinke 6 mit der zugehörigen Sicherungsklinke 18 eingelegt, so dass eine Verdrehung des Schaltrades entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers erfolgen muss, gemäss dem eingezeichneten Pfeil in Fig. 1, wenn eine Aufwärtsbewegung der Schubstange 3 eintritt.
Nach Vollendung des aufwärtigen Arbeitshubes geht die Schubstange 3 nach unten zurück und befindet sich das Schaltwerk im Leerlauf, wobei eine Rückdrehung des Schaltrades durch die
Sicherungsklinke 18 verhindert wird. Dieser Leerlauf des Schaltwerkes wird nun unterbrochen, wenn sich die Schubstange 35 und der Klinkenhebel 34 nach unten bewegen. Hiebei bewirkt die Schaltklinke 37, welche durch die Steuerstange 40 und den Doppelhebel 41 zum Eingriff in das Schaltrad gebracht ist, die Weiterdrehung des Schaltrades in der gleichen Richtung, also entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers, wie in Fig. 1 gemäss dem dort eingezeichneten Pfeil.
Bringt man den Stellhebel. M nach Fig. 3 in die senkrechte Mittelstellung, so dass seine Federbolzensicherung in die mittlere Raste 33 des Schaltbügels gelangt, so sind sämtliche Klinken unter gleichmässiger Federspannung ausgehoben und das Schaltrad kann daher frei verdreht werden.
Wird der Stellhebel 14 weiter nach links an den Anschlag 31 gebracht, so heben sich die Schaltklinken 6 und 37 sowie die Sicherungsklinke 18 aus, während die Schaltklinke 7 und 36 und die Sicherungsklinke 19 eingelegt werden. Das Schaltrad 1 wird nun fast ununterbrochen mit Doppelvorschub im Sinne des Uhrzeigers gedreht.
Der senkrechte Schnitt C-D nach Fig. 5 zeigt die Anordnung des Stellhebels 14 auf dem Bolzen15, welcher von dem Lager 16 getragen wird. Unterhalb des Bolzens 15 greifen gemäss Fig. l und 3 die Steuerstangen 13 und 40 für die Schaltklinke an, oberhalb des Bolzens 15 die Steuerstange 26 für die Sicherungsklinken. Der Stellhebel14 wird durch den Schaltbügel 27 geführt, u. zw. im Kopf 54 des Gestellarmes 17, und wirkt mit dem darüber befindlichen Federbolzen 32 zusammen. An dem Gestellarm 17 ist der Bolzen 22 für den Doppelhebel 23 gelagert, welcher entsprechend der jeweiligen Schaltrichtung die Sicherungsklinken 18 oder 19 mit ihren Keilflächen in die dazu passende V-förmige Ringnut des Schaltrades 1 zum Eingriff bringt. Die Nabe 11 des Schaltrades 1 ist auf der Buchse 12 festgekeilt.
Diese Buchse bildet mit dem Stirngetriebe 13 ein Stück, das frei drehbar auf der Schaltradachse 42 sitzt und die Schaltradbewegung weiterleitet.
Die Fig. 4 zeigt, wie die gegabelten Klinkenhebel 2 und 34 um die Nabe 11 des Sehaltrades 1 und um das Lager 16 der Schaltradachse frei drehbar angeordnet sind.
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Die Fig. 6 und 7 der Doppelhebel 10, 23 und 41 zeigen die Anordnung der Hebelarme 43 an der Nabe 44 und die Anschlagflächen 45 an den Hebelenden, welche auf die Anschlagstifte der Klinken wirken. Ausserdem sind die Hebelenden mit den Anlenlungsaugen 46 für die Steuerstangen versehen.
Wie bereits mehrfach beschrieben, hält jeder Doppelhebel entweder beide Klinken eines Klinkenpaares ausser Eingriff des Sehaltrades, wobei der Doppelhebel die von der gemeinsamen Einzugsfeder hervorgerufenen Einzugskräfte beider Klinken im Gleichgewicht hält, oder der Doppelhebel bringt eine der beiden Klinken durch Freigabe des Anschlagstifte dieser Klinke in Arbeitseingriff mit dem Schaltrad, wobei durch den Druck des Doppelhebels auf den Anschlagstift der andern Klinke und die dadurch bewirkte weitere Abdrehung dieser Klinke vom Schaltrad die Spannung der Einzugsfeder noch erhöht wird.
Die Fig. 8 und 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines verstellbaren Doppelhebels, der zu diesem Zweck zweiteilig so ausgeführt ist, dass jeder Hebelarm für sieh hergestellt wird. An der Nabe haben diese beiden Hebelarme radiale Schlitzlappen 57, die übereinander zu liegen kommen und mit einer Schraube zu einem starren ganzen Doppelhebel in jeder erforderlichen Hebelwinkelstellung verbunden werden können.
Durch die Verstellbarkeit des Hebelwinkels wird es möglich, ein Nachspannen der Einzugsfeder entsprechend den Abnutzungen der Anschlagflächen an den Doppelhebeln und der An- sehlagstifte an den Klinken durchzuführen. Anderseits kann hiedurch sowohl die Stellung der Klinken eines Klinkenpaares zueinander wie auch die gegenseitige Einstellung der Klinkenpaare geregelt werden zur Erzielung eines genau gleichmässigen Eingriffes sämtlicher Klinken. Dazu müssen aber auch die Steuerstangen 13, 26 und 40 so ausgeführt sein, dass ihre Längen entsprechend geändert werden können.
Aus den Fig. 10 und 11 ist die symmetrische Ausführung jeder Klinke eines Klinkenpaares ersichtlich, die es ermöglicht, dass die Klinken gewendet oder untereinander ausgewechselt werden können, wenn die eine Hälfte an den keiligen Endflächen zu viel Abnutzung erfahren hat. Ferner ist insbesondere aus der Fig. 10 die Anordnung der Einzugsfeder 8 um die Nabe der Klinken erkennbar, die hier in der zweckmässigsten Form als endlose Zugfeder ausgebildet ist. Sie kann aber auch in anderer Weise ausgebildet sein, z. B. als einfache oder doppelte Zugfeder. Die Feder ist am stärksten gespannt, wenn die eine Klinke eines Klinkenpaares sich im Eingriff befindet und die andere Klinke vom Doppelhebel unter weiterer Spannung der Feder vom Schaltrad mehr entfernt worden ist.
Diese grösste Federspannung braucht nicht stärker sein, als an Einzugskraft für die Klinke notwendig ist.
Sobald beide Klinken eines Klinkenpaares vom Doppelhebel ausser Eingriff mit dem Schaltrad gebracht sind, ist die Federspannung wieder geringer.
Die Fig. 10 zeigt auch die verschiedenen Einhängestellen 48-51 für eine endlos ausgeführte Einzugsfeder. Anfangs hängt die Feder in den Einhängestellen 48 und 49, so dass bei bemerkbar werdender Streckung der Feder oder bei erforderlicher stärkerer Federspannung die Einhängestellen 50 und 51 für die Feder benutzt werden können. Bei anderer Ausführung der Einzugsfedern sind die Einhängestellen dementsprechend vorzusehen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist an dem freien Ende des Stellhebels 14 ein Schaltbügel 27 vorgesehen, der im Kopf 54 des Gestellarmes 17 geführt ist und mit einer Federbolzensicherung 32 zusammenarbeitet. Die Enden 28 und 29 des Schaltbügels sind zur besseren Handhabung als Griffe ausgebildet. Der Schaltbügel 27 hat in der Mitte eine feste Rast 33 und seitlich zwei ver-
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Verstellbarkeit der Rasten 55 und 56 kann die Spannung der Einzugsfedern 8 zweckmässig geregelt und auch eine unterschiedliche Federspannung für beide Drehrichtungen erreicht werden. Bei Vergrösserung des Stellhebelausschlages werden die nicht im Eingriff befindlichen Klinken durch die
Steuerstangen und Doppelhebel noch weiter vom Schaltrad entfernt und dadurch die Einzugsfedern stärker gespannt.
Bei Verminderung des Stellhebelausschlages wird auch die Spannung der Einzugsfedern vermindert.
Die Federbolzensicherung 32 und die Rasten 33, 55 und 56 sind so ausgebildet, dass durch einen entsprechenden Druck mit der Hand auf den Griff 28 oder 29 des Sehaltbügels 27 sich der Federbolzen selbsttätig heraushebt, ohne dass ein weiterer Handgriff dazu erforderlich ist. Dagegen ist eine selbsttätige Lösung der Federbolzensieherung 32 durch den Rückdruck der Einzugsfedern 8 auf die Klinkenstellvorriehtung nicht möglich. Denn erstens liegt die Federbolzensicherung. 32 am Kopf des Stellhebels und wirkt an einem langen Hebelarm dem Rückdruck der Steuerstangen entgegen, die nur mit einem kurzen Hebelarm an dem Stellhebel angreifen.
Ausserdem ist der Rückdruck durch die Einzugsfedern 8 nur gering, da sie nicht stärker gespannt werden brauchen, als zum Einziehen der arbeitenden Klinken in das Schaltrad erforderlich ist. Ferner ist in den Arbeitsstellungen des Schaltwerkes, bei denen der Federbolzen 32 in den Rasten 55 oder 56 ruht, eine weitere ausreichende Sicherung gegen den Rückdruck vorhanden durch die erhebliche einseitige Gewichtsverlagerung des Stellhebels 14 mit dem Schaltbügel 27.
Und schliesslich in der Mittelstellung, wo der Federbolzen 32 in der Raste 33 ruht und der Stellhebel mit Schaltbügel nicht einseitig verlagert ist, genügt die Federbolzensicherung allein vollständig, da hier der Rückdruck der Einzugsfedern durch die Doppelhebel vollkommen aufgehoben wird, wie bereits mehrfach erläutert wurde,
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einer besonderen Steuerstange versehen. Die Ausführung und Anordnung der Schalt-und Sicherungsklinkenpaare mit Federanordnung sowie der Klinkenhebel ist genau so wie jene nach den Fig. 3 und 5.
Um die Klinken vor abweichenden Klinkenausschlägen am Umfang des Schaltrades zu schützen, sind die Steuerstangenanlenkungspunkte auch bei dieser Ausführung in die Schaltradachse verlegt.
Um dies zu ermöglichen, ist ausser dem Stellhebel 14 ein Hilfshebel 58 unter demselben vorgesehen.
Die Drehpunkte 15 und 59 beider Hebel liegen in gleichem Abstand von der Schaltradmitte. Die
Bolzen hiefür sind an dem Lager 16 der Schaltradachse angebracht. Zur Erreichung eines gleichzeitigen
Hebelausschlages sind die beiden Hebel 14 und 58 mit einem Schaltring 60 verbunden, welcher auf dem Ansatz 61 der Schaltradachse 42 gelagert ist. Der Schaltring besitzt Schlitze 62 und 63, in welche die Hebelstifte 64 und 65 zur zwanglosen Schaltung eingreifen. Die Steuerstange 13 ist an dem Ende 67 des Stellhebels 14 angelenkt, anderseits an der Schaltklinke 6. Die Steuerstange 66 ist einerseits an dem Ende 69 des Hilfshebels 58 angelenkt, anderseits an der Schaltklinke 7. Die Steuerstange 40 ist einerseits an dem Ende 67 des Stellhebels 14 angelenkt, anderseits an der Schaltklinke 36.
Die Steuer- stange 68 ist einerseits an dem Ende 69 des Hilfshebels 58 angelenkt, anderseits an der Schaltklinke 37.
Die Steuerstange 26 ist einerseits bei 72 an dem Schaltring 60 angelenkt, anderseits an der Sicherung- klinke 18. Die Steuerstange 70 ist einerseits bei 71 an dem Schaltring 60 angelenkt, anderseits an der
Sicherungsklinke 1. 9. Sämtliche Steuerstangen sind an den Gabelenden 73 für die Klinken mit einstell- baren Anschlagstücke 74 (Fig. 17) ausgerüstet, wodurch eine Einstellbarkeit der Steuerstangen möglich ist und einem Verschleiss in den Anlenkungsstellen Rechnung getragen werden kann.
Bringt man den Stellhebel 14 gemäss 16 in die gleiche Stellung wie in Fig. 1, dann wird der Hilfshebel 58 durch den Schaltring 60 mit demselben Ausschlag in die entgegengesetzte Stellung gebracht. Dadurch ist die Schaltklinke 6 mit der zugehörigen Sicherungsklinke 18 eingelegt, so dass eine Verdrehung des Schaltrades entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers erfolgen muss gemäss dem eingezeichneten Pfeil in Fig. 1 und 16, wenn eine Aufwärtsbewegung der Schubstange 3 eintritt. Nach
Vollendung des aufwärtigen Arbeitshubes geht die Schubstange 3 nach unten zurück und es befindet sich das Schaltwerk im Leerlauf, wobei eine Rückdrehung des Schaltrades durch die Sicherungklinke 18 verhindert wird. Dieser Leerlauf des Schaltwerkes wird nun unterbrochen, wenn sieh die
Schubstange 35 und der Klinkenhebel 34 nach unten bewegen.
Hiebei bewirkt die Schaltklinke 37, welche durch die Steuerstange 68 zum Eingriff in das Schaltrad gebracht ist, die Weiterdrehung des
Schaltrades in der gleichen Richtung, also entgegengesetzt dem Sinne des Uhrzeigers, wie in Fig. 1 gemäss dem dort eingezeichneten Pfeil.
Bringt man den Schalthebel 14 mit dem Hilfshebel 58 durch den Schaltring 60 nach Fig. 14 in die senkrechte Mittelstellung, so dass seine Federbolzensieherung in die mittlere Raste 33 des Schaltbügels gelangt, so sind sämtliche Klinken unter gleichmässiger Federspannung ausgehoben und das
Schaltrad kann daher frei verdreht werden.
Wird der Stellhebel 14 weiter nach links an den Anschlag 31 gebracht, so wird wiederum der Hilfshebel 58 durch den Schaltring 60 mit demselben Ausschlag in die entgegengesetzte Stellung gebracht. Dadurch heben sich die Schaltklinke 6 und 37 sowie die Sicherungsklinken 18 aus, während die Schaltklinke 7 und 36 und die Sicherungsklinke 19 eingelegt werden. Das Schaltrad 1 wird nun fast ununterbrochen mit Doppelvorschub im Sinne des Uhrzeigers gedreht.
Der senkrechte Schnitt C-D nach Fig. 15 zeigt die Anordnung des Stellhebels 14 und Hilfshebels 58 auf ihrem Bolzen 15 und 59, welche von dem Lager 16 getragen werden. Unterhalb des Bolzens 15 greifen gemäss Fig. 14 und 16 die Steuerstangen 13 und 40 für die Schaltklinke an, oberhalb des Bolzens 59 greifen gemäss Fig. 14 und 16 die Steuerstangen 66 und 68 für die Schaltklinke an.
Der Stellhebel 14 wird durch den Schaltbügel 27 geführt im Kopf 54 des Gestellarmes 17 und wirkt mit den darüber befindlichen Federbolzen 32 zusammen. An dem Gestellarm 17 sind die Bolzen 20 und 21 für die Sicherungsklinken 18 und 19 gelagert, welche der jeweiligen Schaltrichtung entsprechend durch die Steuerstangen 26 und 70 vom Schaltring 60 aus in die dazu passende V-förmige Ringnut des Schaltrades 1 zum Eingriff gebracht werden.
Die Fig. 17 und 18 zeigt das einstellbare Anschlagstück 74 im gegabelten Teil der Steuerstangen.
Dasselbe ist durch eine Schraube 75 festschraubbar. Der Anschlagbolzen in der Klinke besitzt zur Führung des Anschlagstüekes einen Kopf 76.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.