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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15770.
FIRMA, NAGY & WATZKE IN FRIEDBERG (STEIERMARK).
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Nach vorliegender Erfindung wird an dem beweglichen Druckrollenträger eine Stellscheibe drehbar angebracht, welche durch Wirkung von exzentrischen Schlitzen oder Schrägflächen das Ein und Ausrücken der Druckrollen bewirkt und einerseits unter Druck einer einzigen Feder, andererseits unter der Einwirkung einer durch ein Exzenter betätigten Drückerstange steht, die lie Stellscheibe beim Aufschieben des Napfes auf die Streckspindel entgegen der Federwirkung in jener Stellung hält, bei weicher die Druckrollen ausgerückt sind, welch letztere jedoch nach Freigabe des Drückers durch die Feder zwecks Streckens nachgiebig an das Arbeitsstück angerückt werden.
Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht die nach vorliegender Ertindung eingerichtete Streckvorrichtung der Maschine im Aufriss und teilweise im Schnitt. Fig. 2 zeigt die
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fertigen Flaschenkapsel entsprechend konisch gestaltet und durch den Riemen 5 von einem Vorgelege angetrieben wird. Auf der Steckspindel ist eine unter dem Druck der Feder 6 stehende Muffe 7 achsial verschiebbar, welche an der Drehung der Streckspindel teilnimmt.
Der Streckspindel gegenüber ist die Vorrichtung angeordnet. welche das in der Zuführungsgabel 2 liegende Arbeitsstück auf das konische Ende 8 der Muffe 7 aufschiebt.
Diese Vorrichtung besteht aus einer nicht drehbaren, jedoch achsial verschiebbaren Spindel ! , in deren Vorderende ein drehbarer, den Gummiring 10 tragender Fortsatz eingesetzt ist. Diese Spindel 9 wird durch ein auf der Vorgelegswelle 11 sitzendes Exzenter 12 \vorbewegt, so dass der in die Öffnung der Gabel 2 eindringende Stempel 10 das Arbeitsstück 1 aus derselben heraus und auf das konische Ende 8 der Muffe 7 schiebt. Nach
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zurückgedrilekt.
Das Strecken des Arbeitsstückes J wird in vorliegendem Falle durch zwei diametral gegenüber angeordnete Druckrollen 14 bewirkt, welche auf lIebeln 15 sitzen, die drehbar an einer Tragplatte 16 angebracht und mit je einem Zapfen. ? 7 versehen sind. Letztere dringen durch Bogonschlitzo 18 der Platte 16 und durch Schrägschlitze 19 einer an derselben drehbar angebrachten Scheibe 20, welche ebenso wie die Platte mit einer Durchbrechung versehen ist, durch welche die Streckspindel samt Muffe hindurch gehen kann.
Durch Drehung der Scheibe 20 nach der einen oder anderen Richtung werden zufolge Einwirkung der Scbriigschlitze 19 auf die Zapfen 1i die Hebel ! J verschwenkt und die Streckrollen 14 an das Arbeitsstuck angedrückt oder von demselben abgehoben.
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An der Vorderseite der Tragplate 16 ist in Führungsansätzen 26 und 27 derselben verschiebbar eine horizontale Querstange 28 angebracht, welche durch einen Längsschlitz 29 der Schlittenführung 36 dringt und an dem Aussenende mit einem parallel zur Schlitten. bahn angeordneten Längsschlitz versehonest, durch welchen der Zapfen 80 eines um 81 schwenkbaren Hebels 32 dringt, dessen anderes Ende an einer Stange 83 angelenkt ist. Letztere wird durch ein Exzenter jener Wolle betätigt, welche das Exzenter zur Bewegung der Zufuhrungsgabel 2 trägt.
Zwischen dem Ansatz 26 der Tragplatte 16 und einem Ansatz 34 der drehbaren Scheibe 20 ist eine Feder 35 eingesetzt, welche das Bestreben hat, diese Scheibe in der Richtung des Pfeiles oc zu drehen und demgemäss die Hebel 15 derart zu verschwenken, dass die Druckrollen 14 an das Arbeitsstück angelegt werden und die Streckarbeit beginnen können.
Auf der Schlitzstange 28 ist noch ein Bund 37 angebracht, welcher bei Betätigung der Stange durch Vermittlung des Hebels 92 der Stange 33 und des vorerwähnten Exzenters an den Ansatz 34 der drehbaren Scheibe 20 stösst und die letztere entgegen der Wirkung der Feder 85 nach der dem Pfeil oc entgegengesetzten Richtung dreht, wodurch die Druckrollen 14 vom Arbeitsstück abgehoben worden. Dieser Arbeitsvorgang vollzieht sich, sobald die Streckarbeit beendet ist.
Während des Streckens (Fig. 6) schieben die Druckrollen 14 die Muffe 7 entgegen der Wirkung der Feder 6 vor und werden hiebel durch die Feder 35 nachgiebig an das Arbeitsstück angedrückt. Da nun das Streckspindelende 4 konisch ist, so werden die Druckrollen gegen Ende der Streckarbeit etwas nach aussen und die Feder 35 demgemäss etwas zusammengedrückt, so dass ein entsprechend stärkerer Druck der Streckrollen auf das Arbeitsstück ausgeübt wird, letztere daher an ihrem Randteil schwächer werden als in dem anderen Teil. Dies ist bei Flaschonkapseln aus dem Grunde erwünscht, weil der Randteil bekanntlich unterhalb des verstärkten Flaschenkopfes gefaltet werden muss.
Sobald die Streckarbeit beendet ist, werden die Druckrollen von dem Arbeitsstück abgehoben, so dass die hiedurch frei gewordene Muffe 7 durch die Feder wieder zurück- geschnellt und die fertige Kapsel abgeworfen wird,
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