DE179123C - - Google Patents

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DE179123C
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stretching
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punching
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/38Making inlet or outlet arrangements of cans, tins, baths, bottles, or other vessels; Making can ends; Making closures
    • B21D51/44Making closures, e.g. caps

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft die besondere Ausgestaltung einer zur Herstellung von Stanniolflaschenkapseln dienenden Maschine, welche im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, daß eine einzige Stanz- und. Ziehvorrichtung und seitlich hiervon zwei Streckvorrichtungen angeordnet sind, und daß mittels einer gemein-' samen hin- und hergehenden Zuführungsvorrichtung die in der Stanz- und Ziehvorrichtung vorgezogenen Werkstücke abwechselnd der einen und der anderen Streckvorrichtung zugeführt werden.
Die Ausgestaltung der Zuführungsvorrichtung besteht darin, daß je zwei Klammern an einem gemeinschaftlichen querbeweglichen Schieber in einem der halben Streckspindelentfernung entsprechenden Abstande voneinander angebracht sind, so daß, wenn die eine Klammer sich, in der Maschinenmitte befindet und zur Aufnahme eines vorgezogenen Werkstückes bereit steht, die andere Klammer einer der beiden Streckvorrichtungen gegenübersteht und das mitgeführte vorgezogene Werkstück an dieselbe abgeben kann.
Jede Klammer besteht aus einer festen und einer federnd beweglichen Backe, welche beim Anlangen der Klammer in der Maschinenmitte durch einen dort angebrachten festen Anschlag derart bewegt wird, daß die Klammer geöffnet und daß von ■ der Stanz- und Ziehvorrichtung abgegebene Werkstück mit Sicherheit aufgefangen wird, während beim Wegbewegen der Klammer vom Anschlag diese sich wieder schließt und den größeren Teil des Werkstückes umfaßt, so daß -es mit genügender Sicherheit festgehalten wird.
In den Zeichnungen ist eine derartige Maschine dargestellt. Fig. 1 ist eine Längsansicht der Maschine ohne den Streckapparat. Fig. 2 ist ein nach der Linie A-B geführter Querschnitt -durch die. Maschine. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Maschine, in welcher einzelne Teile im Horizontalschnitt dargestellt sind. Die in größerem Maßstabe gezeichneten Fig. 4, 4 a und 4 b zeigen die Stanz- und Ziehvorrichtung in drei verschiedenen Arbeitsstufen. Fig. 5 zeigt eine Einzelheit des Streckapparates. Die Fig. 6, 7 und 8 zeigen den Streckrollenträger und den ihn bewegenden Maschinenteil im Aufriß, Grundriß und in der Endansicht. Die Fig. 9, 10 und 11 zeigen die Vorrichtung zum Übertragen der Becher von der Stanz- und Ziehvorrichtung zur Streckvorrichtung im Aufriß, Grundriß und in der Endansicht. Die Fig. 12 und vz a zeigen die zum Abschneiden des unregelmäßigen Kapselrandes dienende Vorrichtung im Aufriß und in der Endansicht.
In dem Ständer 1 (Fig. 1 bis 3) der Maschine ist die gekröpfte Hauptwelle 2 gelagert, welche mittels der mehrteiligen, verstellbaren Pleuelstange 3 und des mit derselben verbundenen Kreuzkopf Schlittens 4 jene Vor-■ richtung betätigt, welche dazu dient, aus einem fortlaufenden Stanniolstreifen Scheiben auszustanzen und zu becherförmigen Arbeitsstücken umzuformen. Der bewegliche Teil dieser Vorrichtung besteht aus einer zylindrischen Hohlmatrize (Fig. 3 und 4), deren
äußerer Durchmesser gleich ist demjenigen der auszustanzenden Scheibe, während der Durchmesser der Matrizenhöhlung 6 gleich ist demjenigen des herzustellenden Stanniolbechers. Die Matrize 5 ist mittels des Spannfutters 7 achsial verstellbar an dem Schlitten 4 angebracht und wird durch diesen hin- und herbewegt.
In der Höhlung der Matrize 5. ist ein beweglicher Kolben 51 (Fig. 3 und 4) angeordnet, welcher, wie nachstehend beschrieben, das Ausstoßen des aus der Stanniolscheibe hergestellten Arbeitsstückes aus der Matrize bewirkt. Der Matrize 5 gegenüber und gleichachsig mit derselben ist der feste Stempel 8 (Fig. 3) der Ziehvorrichtung angeordnet, dessen Tragscheibe 9 durch eine an dem Ständer ι befestigte Platte 10 festgehalten wird. An dieser Platte ist mittels der Schraubenmuffe 11 ein feststehender Ring 12 angebracht, welcher . den Hohlteil der zum Ausstanzen der Scheiben aus dem Stanniolstreifen· dienenden Vorrichtung bildet. Die Höhlung 13 (Fig. 4) des Ringes 12 ist abgestuft, und der äußere, engste Teil derselben besitzt einen Durchmesser, welcher gleich ist demjenigen der auszustanzenden Scheibe bezw. dem äußeren Durchmesser des Matrizenzylinders 5. In dem zwischen dem Stempel 8 und dem festen Ring 12 befindlichen Ringraum ist ein achsial beweglicher Ring 14. (Fig. 4) eingeschlossen, auf welchen die unter dem Drucke der Feder 15 stehenden, in dem festen Tragteil verschiebbar gelagerten Stifte 16 drücken, so daß die vordere Stirnfläche dieses Ringes 14 für gewöhnlich in einer Ebene mit der Außenfläche des festen Ringes 12 liegt, wie Fig. 3 zeigt. Der durch die Feder 15 ausgeübte Druck kann, mittels einer Spannmutter 17 (Fig. ι und 3) geregelt werden, welche auf einer vorteilhaft mit dem festen Stempel 8 verbundenen, von der Feder 15 umgebenen Spindel 18 aufgeschraubt ist, auf der die den Druck der Feder auf die Stifte 16 übertragende Scheibe 19 verschiebbar ist.
Der Stanniolstreifen 20, aus welchem die Scheiben auszustanzen sind, ist auf einer Rolle 21 (Fig. 1) aufgewickelt, deren Zapfen in einem am Ständer. 1 befestigten Lagerarm 22 durch gegebenenfalls regelbare Reibung gehalten sind. Der Stanniolstreifen 20 wird von derRolle2i durch dieFührung23 an demRinge 12 vorbeigeführt und von zwei Walzen 24 . und 25 nachgezogen, von denen die eine (24) in festen Lagern gehalten ist, während die zweite Walze 25 mit regelbarem Federdruck an die erste Walze 24 angedrückt wird. Die Walze 24 wird durch Zahnräder 26 von der Welle 27 eines Schaltwerkes angetrieben. In
Gq das Schaltwerk 28 desselben greift die Schaltklinke 29 eines Schalthebels 30, der mittels der Lenkstange 31 und des mit Handgriff versehenen, um 321 drehbaren Hebels 32 von einem auf der Hauptwelle 2 sitzenden Exzenter 33 betätigt wird. Von Vorteil ist es, den Leer- oder Rückgang des Schalthebels nicht durch eine Feder, sondern gleichfalls zwangsweise erfolgen zu lassen, zu welchem Zwecke der Hebel 32 einen auf die andere Seite der Hauptwelle sich erstreckenden Arm 34 besitzt (Fig. 1 und 3), auf welchen ebenfalls das Exzenter 33 wirkt.
Die Wirkungsweise der Stanz- und Ziehvorrichtung· ist folgende:
Beim Eintritt des Matrizenzylinders 5 in den Ring 12 wird zunächst durch die vereinigte Wirkung, der Außenkante der Matrize 5 und der Innenkante des Ringes 12 eine Scheibe 34 ausgestanzt, wobei der bewegliche Ring 14 und ein der Dicke dieser Stanniolscheibe entsprechendes Stück nach innen gedrückt wird (Fig. 4). Beim weiteren Eindringen der Matrize 5 in den Ring 12 (Fig. 4 a) wird der zwiscJien Matrize 5 und dem allmählich nach innen zurücktretenden Ring 14 nachgiebig gehaltene Umfangsteil der Stanniolscheibe auf den festen · Stempel 8 aufgezogen, wobei sich die Matrize auf den letzteren aufschiebt und der.genannte Umfangsteil der Scheibe in dem Maße, als sich die Matrize 5 weiter gegen den Stempel 8 bewegt, zwischen den beiden Teilen 5 und 14 herausgezogen wird.
Beim Eintritt der Matrize 5 in den Ring 12 wird der in der Matrize befindliche Kolben 51 durch den Stempel 8 zurückgehalten und am Ende des Matrizenhubes (Fig. 4 b) an den Boden 361 des fertigen Stanniolbechers 36 angedrückt, um eine etwaige Prägung oder sonstige Zeichen in dem Becherboden hervorzubringen. Die sich hierauf zurückbewegende Matrize 5 zieht von dem glatten Stempel 8 den fertigen Stanniolbecher 36 ab und nimmt denselben mit. Bei diesem Rückgange stößt die mit dem Kolben 51 verbundene, in dem Schlitten 4 verschiebbar gelagerte Kolbenstange 5" an einem festen Anschlag 37 (Fig. 3), so daß der Kolben gehemmt wird und beim weiteren Zurückbewegen der Matrize 5 den Stanniolbecher 36 aus derselben ausstößt."
Die beschriebene Stanz- und Ziehvorrichtung ist mit zwei, seitlich von dieser Vorrichtung angeordneten Streckvorrichtungen zusammengebaut. Jede der beiden Streckvorrichtungen besitzt eine Streckspindel 43 (Fig. 1 und 3), welche in einem auf dem Maschinenständer ι ruhenden Bock 44 gelagert und an dem freien Ende 45 der fertigen Flaschenkapsel entsprechend konisch gestaltet ist. Die
Streckspindel 43 wird durch Reibungsräder 46 von einer in dem festen Lager 47 ruhenden Welle 48 in rasche Umdrehung versetzt. Die Welle 48 ist mit Voll- und Leerscheibe versehen und erhält von einer Transmissionswelle gesonderten Antrieb. Mittels einer in der festen Brille 49 (Fig. 3) angeordneten, auf das Ende der Streckspindel 43 wirkenden Schraube 50 können die Reibungsräder 46 mit regelbarem Druck aneinander gepreßt werden. Das Vorderende der Streckspindel 43 trägt eine aufgeschobene Muffe 51, deren Vorderende in bekannter Weise den Stanniolbecher während der Streckarbeit trägt. Diese unter dem Druck der Feder 52 stehende Muffe 51 kann sich ■ achsial längs der Streckspindel verschieben, • dreht sich jedoch mit letzterer. Die von der Stanz- und Ziehvorrichtung abfallenden, zu streckenden Stanniolbecher 36 werden durch folgende Einrichtung abwechselnd der einen und anderen Streckvorrichtung zugeführt.
In einer quer liegenden Führungsnut 53 (Fig. 3, 9 bis 11) ist ein Schieber 54 beweglich, der an beiden Enden je eine rinnenförmige Klammer besitzt. Jede Klammer besteht aus einer gekrümmten festen Backe 55 und einer um ein Scharnier 57 drehbaren Backe 56, welche unter dem Zuge einer Feder 58 steht. Die Entfernung der beiden Klammern ist gleich der Hälfte der Entfernung beider Streckspindelenden, so daß in beiden Endstellungen des Schiebers eine der Klammern vor dem Ende einer Streckspindel, die andere Klammer in der Maschinenmitte steht, um einen von der Stanz- und Ziehvorrichtung abfallenden Stanniolbecher aufzunehmen.
Da die Streckspindeln abwechselnd die Stanniolbecher zugeführt erhalten, müssen während eines Hin- und Herganges. des die Klammern tragenden Schiebers 54 zwei Scheiben aus dem Stanniolstreifen ausgestanzt und in Becher umgewandelt werden. Die Bewegung des Schiebers erfolgt daher, zwecks Vermeidung umständlicher Einrichtungen, von einer Hilfswelle 59 (Fig. 1 bis 3) aus, welche mittels Zahnräder 60, 61 und 62 von der Hauptwelle 2 derart angetrieben wird, daß bei zweimaliger Umdrehung dieser die Hilfswelle nur einmal gedreht wird. Auf der Hilf swelle sitzt in der Maschinenmitte eine Nutenscheibe'63, in welche der Zapfen 64 eines bei 65 drehbar am Maschinengestell angebrachten Armes 66 eingreift, dessen geschlitztes Ende einen am Schieber 54 befestigten, nach unten ragenden Stift 67 (Fig. 3, 9 und 10) erfaßt, so daß bei einmaliger Umdrehung der Nutenscheibe bezw. der Hilfswelle 59 der Schieber 54 hin- und zurückbewegt wird.
Zu beiden Seiten der Führungsnut 53 sind in der Maschinenmitte Winkelstücke 68 und 69 (Fig. i, 9 bis 11) angebracht, zwischen deren aufrechte Schenkel die beiden Klammern 55, 56 abwechselnd eintreten, um die abfallenden Stanniolbecher aufzunehmen.
Ehe die jeweilig zwischen die Blechstücke eintretende Klammer ihre in der Maschinenmitte befindliche Endstellung erreicht, stößt die bewegliche Backe 56 an eine nach innen vorstehende Leiste 70 (Fig. 9 und 11) des Blechstückes- 68, wodurch sie entgegen der Wirkung der Zugfeder 58 gedreht und die Klammer derart geöffnet wird, daß der abfallende Stanniolbecher 36 ungehindert in die Klammer eintreten kann. Bewegt sieh nun der Schieber 54 wieder zurück, so wird die von der Leiste 70 sich entfernende Backe 56 durch die Feder 68 wieder geschlossen, wobei der in der Klammer befindliche Stanniolbecher mit mäßigem Druck festgehalten wird. Die feste Backe 55 jeder Klammer besitzt in der Höhe der Leiste 70 einen. Ausschnitt, damit die Klammer ungehindert bis zur Maschinenmitte gelangen kann. Sobald die den Stanniolbecher enthaltende Klammer vor das konische Ende 45 der Streckspindel 43 tritt, wird der Becher 36 aus der Klammer 55,56 heraus- und auf die Streckspindelmuffe 51 aufgeschoben. Die hierzu dienende Vorrichtung besteht aus einem in der Längsführung 71 (Fig. ι bis 3) des Maschinenständers hin- und herbeweglichen Schlitten 72, der mittels zweier Lager 73 eine drehbare Spindel 74 trägt, welche an dem der Streckspindel zugekehrten Ende einen Kopf 75 besitzt, der bei der Vorbewegung des Schlittens in die Klammeröffnung eintritt und den Stanniolbecher auf die Muffe 51 aufschiebt.
Die Hin- und Herbewegung des Schlittens 72 erfolgt mittels des Hebel- und Stangenwerkes 76,77,78 und 79 (Fig. 1) von einer auf der Hilfswelle 59 sitzenden Daumenscheibe 80, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Die Umwandlung des auf die Streckspindelmuffe aufgeschobenen Stanniolbechers in die fertige Flaschenkapsel erfolgt in bekannter Weise mittels Streckrollen 81 (Fig. 3). Im vorliegenden Falle ist jeder der beiden Streckapparate mit zwei Streckrollen versehen, und ■ die Lagergabeln 82 derselben sind mittels gegenseitig verstellbarer Platten 83, 84 (Fig. 3 no und 4) und Winkelstücke 85, 86 an den beiden Armen 87 des betreffenden Streckrollenträgers 88 verstellbar befestigt, wie dies die Fig. 6 bis 8 zeigen.
Das Ein- und Ausrücken der Streckrollen und die beim Strecken des Stanniolbechers stattfindende Längsbewegung der Streckrollen 81 erfolgt von einer Querwelle 89 (Fig. ι und 3) aus-, welche in Lagern 90 der die Streckspindel tragenden Böcke 44 ruht, iso
Diese Querwelle, welche mittels einer Kette 891 (Fig. 1) von der Hilfswelle 59 angetrieben wird, besitzt für jede der beiden Streckvorrichtungen ein Exzenter 91 (Fig. 1, 6 bis 8), welches sich in der Höhlung des Streckrollenträgers 88 bewegt. Letzterer sitzt in der Längenrichtung verschiebbar auf einer kantigen Stange 92, welche in quer liegenden Führungsschlitzen 93 (Fig. 5) der aufrechten
ίο Arme 94 des Streckrollenständers 95 parallel verschiebbar gelagert ist. Die Streckrollenständer 95 sind verstellbar auf seitlichen Führungen 96 des Maschinengestelles angebracht. Das genannte Exzenter 91 drückt mittels seines wirksamen Umfangsteiles auf die' Rückwand 97 der Höhlung im Streckrollenträger 88 (Fig. 6) und bewirkt hierdurch die Verschiebung desselben längs der Stange 92, wobei das Strecken des Stanniolbechers erfolgt.
Sobald die Spitze des Exzenters 91 über den Unterrand der Wand 97 hinausgelangt, in welchem Augenblick die Streckung vollendet ist, wird der Streckrollenträger 88 durch eine kräftige Feder 98 in die Anfangsstellung zurückgebracht. Gleichzeitig werden die Streckrollen 81 von der Streckspindel abgehoben bezw. ausgerückt. Da sich die Streckrollen parallel zur Maschinenlängsrichtung bewegen, so müssen die Streckspindeln derart schräg gestellt werden, daß die äußerste Erzeugende des konischen Streckspindelendes parallel zu dieser Richtung ist. Die Spindel 74 erhält sodann ebenfalls die gleiche Schrägstellung, wie Fig. 3 zeigt.
Zum Abschneiden des Kapselrandes dient ein Kreismesser 108, welches an die in rascher Umdrehung befindliche Kapsel angelegt wird. Bei Anordnung dieser Abschneidevorrichtung kann die ausgelöste Muffe 51 die fertige, zugeschnittene Kapsel nicht mehr erfassen und abwerfen; es ist deshalb folgende Einrichtung zum Abwerfen der Kapsel angeordnet: In einer mittleren Längshöhlung 112 (Fig. 12) der Streckspindel ist die Tragspindel 113 des Abwerfstempels 114 achsial verschiebbar gelagert. Eine auf den Kopf des inneren Tragspindelendes drückende Feder 115 hat das . Bestreben, den Abwerfstempel 114 in der Mündung der Streckspindelhöhlung zurückzuhalten. Hinter der Tragspindel 113 ist in der Streckspindelhöhlung eine Druckstange 116 verschiebbar, welche zwei diametral gegenüber angeordnete Stifte 117 trägt, die durch Längsschlitze 118 der Streckspindel in eine auf letzterer achsial verschiebbare Muffe 119 dringen. In eine Umfangsrille dieser Muffe ragen die Enden oder Stifte eines in dem Lager. 120 drehbaren Gabelhebels 121, dessen Arm 122 in die Bahn einer auf der Welle 89 sitzenden Daurnenscheibe 123 reicht. Sobald die letztere auf den Arm. 122 des Gabelhebels 121 wirkt, wird letzterer in jene Endstellung gebracht, bei welcher unter Spannung einer Feder 124 die Druckstange 116 für das Abwerfen der fertig zugeschnittenen Kapsel bereit steht. Mit dem Gabelhebel ist eine Scheibe starr verbunden, in deren Ausschnitt 126 eine federnde Klinke 127 einfällt, sobald der Gabelhebel 121 in die genannte Endstellung gelangt (Fig. 12), so daß derselbe festgehalten . wird. Die' Auslösung des Gabelhebels 121 bezw. der gespannten Feder erfolgt, nachdem das Kreismesser den Kapselrand abgeschnitten hat, durch eine auf der Welle 89 sitzende Daumenscheibe, 128, welche die Klinke 127 auf dem Ausschnitt 126 der Scheibe 125 aushebt. Die hierdurch ausgelöste Feder 124 bewegt die Druckstange 116 vor, wodurch der Stempel 114 die Kapsel abwirft und in. eine (in der Zeichnung, nicht ersichtliche) Ablegerinne abschleudert. Unmittelbar nach dem Abwerfen der Kapsel von der Streckspindel wirkt die Daumenscheibe 123 auf den Gabelhebel und bewegt den letzteren wieder zurück, bis er durch die Klinke 127 festgehalten wird.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Maschine zur Herstellung von Flaschenkapseln, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Bildung der vorgezogenen Werkstücke dienende Stanz- und Ziehvorrichtung und seitlich hiervon zwei Streckvor-
. richtungen angeordnet sind, so daß mittels einer gemeinsamen . hin- und hergehenden Zuführungsvorrichtung die in der Stanz- und Ziehvorrichtung vorgezogenen Werkstücke abwechselnd der einen und der anderen Streckvorrichtung zugeführt werden.
2. Maschine zur. Herstellung von Flaschenkapseln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsvorrichtung je zwei Klammern (-55, 56) besitzt, welche an einem gemeinschaftlichen querbeweglichen Schieber (54) in einem der halben Streckspindelentfernung entsprechenden Abstand voneinander angebracht sind, so daß, wenn die eine Klammer sich in der Maschinenmitte befindet und zur Aufnahme eines vorgezogenen Werkstückes bereitsteht, die andere Klammer einer der beiden Streckvorrichtungen gegenübersteht und das mitgeführte vorgezogene Werkstück an dieselbe abgeben kann.
3. Maschine zur Herstellung von Flaschenkapseln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der beiden Klam-
rnern der Zuführungsvorrichtung aus einer festen sowie einer federnd beweglichen Backe (55 bezw. 56) besteht, die beim Anlangen der Klammer in .der Maschinenmitte durch einen festen Anschlag (70) derart bewegt wird, daß die Klammer sich öffnet und das von der Stanz- und Ziehvorrichtung abgegebene Werkstück mit Sicherheit auffängt, während beim Wegbewegen der Klammer vom Anschlag die Klammer sich wieder schließt und das Werkstück festhält.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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