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Österreichische PATENTSCHRIFT Now 16599.
FIRMA NAGY & WATZKE IN FRIEDBERG-PINGGAU (STEIERMARK). Vorrichtung zum selbsttätigen Zuführen becherförmiger Arbeitsstücke, wie Flaschenkapseln u. dgl. zur Randabschneidevorrichtung und zum Ablegen der fertiggestellten
Arbeitsstücke.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche dazu dient, becherförmige Arbeitsstücke, beispielsweise die. von einer Streckvorrichtung ausgeworfenen Flaschenkapseln, selbsttätig der das Abschneiden des unregelmässigen Becherrandes bewirkenden Bördelvorrichtung zuzuführen und dieselben nach erfolgtem Abschneiden des Randes in ineinandergeschobenem Zustande abzulegen.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer dem Arbeitsstück entsprechend gestalteten, durch eine Stufenscheibe verstellbaren Gabel, welche in ihrer einen Endstellung das ausgeworfene Arbeitsstück auffängt und aus zwei nacheinander zu betätigenden Gleitstücken, von denen das eine das von der Gabel übernommene Arbeitsstück auf den Becher- träger der in bekannter Weise eingerichteten Bördelvorrichtung aufschiebt und nach erfolgtem Abschneiden des Randes mittels federnder Arme wieder zurück in die Gabel befördert, weich letztere sodann in die zweite Eurlstellung gelangen, vor das zweite Gleitstück tritt,
das mittels seines zu einem Stempel ausgebildeten Endes das fertige Arbeitsstück aus der Gabel in eine Rinne auf die bereits darin befindlichen Arbeitstücke schiebt, wobei die
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Streckvorrichtung in Seitenansicht und im Querschnitt dargestellt. Die Fig. 3 und 4 zeigen zwei Teile dieser Zuführungsvorrichtung in perspektivischen Darstellungen.
Die zum Umformen des vorher flachen, napfförmigen, beispielsweise aus Stanniol be- stehenden Arbeitsstückes dienende, in bekannter Weise eingerichtete Streckvorrichtung be- steht aus einer drehbaren Streckspindel 1, deren Ende 2 der fertigen Kapsel entsprechend gestaltet ist. Auf der Streckspindol sitzt achsial verschiebbar eine unter Federdruck stehende Muffe 3, welche den Träger des noch ungestreckten Arbeitsstückes bildet und entgegen diesem Federdruck durch die das Strecken des Arbeitsstückes 4 berwirkenden, in bekannter
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Streckung fortschreitet. Hiebei wird ein durch eine Unrundscheibe 6'beeinflusster drehbarer Stempel 7 an den Boden des Arbeitsstücke angedrückt erhalten.
Sobald die Streckung beendet ist, hoben sich die Streckrollcll 5 \'on dem Arbeitsstück ab, während sich der Stempel 7 bereits kurze Zeit vorher durch Federdrnek von der Kapseldecke entfernt hat, so dass die frei gewordene Muffe 3 zufolge der Federwirkung das Abstossen der fertigen Kapsel von dem Streckspindelende 2 bewirken kann.
Fig. l zeigt die Stellung der Teile kurz vor Beendigung der Streckoperation.
Die Einrichtung, welche das ausgestossene Arbeitsstück der den unregelmässigen Rand desselben abschneidenden Bördelvorrichtung bekannter Art zuführt und nachher al) legt, besitzt eine der Form des fertigen Arbeitsstücke entsprechend gestaltete, ans einer doppelt geschlitzten Hülse bestehende Auffang- und Fördergabel 8, deren Tragstange 9 vorteilhaft wie dargestellt, schräg gestellt und in den festen Führungen 10 und 11 in der Längenrichtung verschiebbar ist.
Das Unterende dieser Tragstange 9 liegt entweder unmittelhilr oder mittels einer Gleitrolle an einer Stufenscheibe 12 an, deren Welle 13 iu einem an
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vor dem Stangenende vorbeigeht, bleibt die Gabel 8 unbeweglich in der genannten Hochstellung, wobei der Stempel 7 zurückgezogen und die fertig gestreckte Kapsel 4 durch die beim Abheben der Streckrollen 5 frei gewordene Muffe 3 ausgestossen und hiedurch in die vor derselben befindliche Gabel 8 gedrückt wird. Unmittelbar darauf fällt die Tragstange 9 von der Stufe c der Scheibe 12 ab und auf den zentrischen Teil d-e derselben auf.
Die die Kapsel enthaltende Gabel 8 befindet sich nun in der Mittelstellung und zwar mit der Gleitstange 23 und der Bördclvorrichtung 31, 32 gleichachsig. Während die Stufenscheibe 12 von d-e geht, bleibt die Gabel in der Mittelstellung, während welcher Zeit die Gleitstange 23 von der Welle 17 aus vorgestossen wird, so dass der Kopf 27 zugleich mit den federnden Armen 28 die Kapsel 4 auf den Konus 31 der Bördelvorrichtung aufschiebt, wobei die zwischen den Armen 28 geklemmte Kapsel 4 auf dem glatten Konus 31 nicht mitkreist, so dass das Messer 32 den über den Konusrand vorstehenden Kapsolrand abschneidet.
Unmittelbar darauf wird der Kopf 27 wieder zurückgezogen, wobei derselbe mittels der federnden Arme 28 die nun fertiggestellte Kapsel mitnimmt und dieselbe wieder in die noch in der Mittelstellung befindliche Gabel 5 zurückbringt. Der Kopf 37 geht noch weiter zurück und löst sich von der in der konischen Gabel zurückgehaltenen Kapsel ab.
Damit die Kapsel bei zu starkem Druck der Arme 28 nicht gewaltsam durch die Gabel hindurchgezogen werden kann, ist letztere an dem der Gleitstange 23 zugekehrten Rande mit zwei oder mehreren inneren Vorsprüngen 37 (Fig. 3) versehen, während der Kopf 27 entsprechende Aussennuten 38 erhält, welche das ungehinderte Hindurchgehen des Kopfes 27 durch die Gabelöffnung ermöglichen.
Nach erfolgtem vollständigen Zurückziehen des Kopfes 27 fällt die Tragstange 9 von der zweiten Stufe bei e ab, so dass die die fertige Kapsel enthaltende Gabel 8 in die Tiefstellung gelangt, worauf die zweite Gleitstange 24 von der Welle 17 aus vorgestossen wird,
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befördert, woselbst sich die Kapsel auf die bereits in der Rinne benndlichen incinander- steckenden Kapseln aufschiebt. Der Kapserstrang wird demgemäss allmählich gegen die Ablegestelle hin (nach links Fig. 1) vorbewegt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Zuführen becherförmiger Arbeitsstücke zur Randabschneidevorrichtung und zum Ablegen der fertiggestellten Arbeitsstücke, bestehend aus einer dem letzteren entsprechend gestalteten, durch eine Stufenscheibe verstellbaren Gabel, welche in ihrer einen Endstellung das ausgeworfene Arbeitsstück auffängt und aus zwei nacheinander zu betätigenden Gleitstücken, von denen das eine Gleitstück das von der Gabel übernommene Arbeitsstück auf den Becherträger der in bekannter Weise eingerichteten Bördelvorrichtung aufschiebt und nach erfolgtem Abschneiden des Randes mittels federnder Arme wieder zurück in die Gabel befördert, welch'letztere sodann, in die Endstellung gelangend, vor das zweite Gleitstück tritt,
das mittels seines zu einem Stempel ausgebildeten Endes das fertige Arbeitsstück aus der Gabel in eine Rinne auf die bereits darin befindlichen Arbeitsstücke schiebt, wobei die letzteren in Form eines Stranges gegen die Ablegestelle hin vorbewegt werden.
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