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Mäuse-od. dgl. Sammelfalle.
Die Erfindung betrifft eine Mäuse-od. dgl. Sammelfalle jener bekannten Bauart, bei der eine in einem Fangwasserkasten eingebaute, obere Absturzwippe vorgesehen ist und der Kasten oben einen als Köderraum dienenden Wippeneinlaufgang bildet und unten eine Wasserauslassöffnung mit Verschluss- schieber besitzt.
Gemäss der Erfindung ist die Falle für den Fang aus einem Abwasserkanal höher als dieser auf- gestellt und mit ihm unmittelbar durch einen zum Einlaufgang des Kastens führenden Aufstiegsgang für die einlaufenden Tiere sowie einen zur Auslassöffnung führenden Ausfall-bzw. Spulgang für die gefangenen, toten Tiere ausgestattet, wodurch eine besonders wirkungsvolle Falle geschaffen wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäss ausgebildeten Falle schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt.
Ein Behälter 1 aus glasiertem Ton, Glas, emailliertem Blech oder ähnlichem rostbeständigem Werkstoff besitzt Ein- und Austrittsöffnungen 2, 3, die über Rohrstutzen 4, 5 mit dem Abwasserkanal 6 in Verbindung stehen. Der Rohrstutzen 4 vermittelt das Zukriechen der im Kanal 6 sich aufhaltenden Ratten in einen Köderraum 7, der durch eine Zwischenwand 16 vom übrigen Behälter 1 abgegrenzt ist. Der etwa in halber Höhe des Behälters 1 angeordnete Zwischenboden des Köderraumes unterteilt sich in ein festes Lockbrett 8 und ein an dieses anschliessendes Klappbrett 9, welches um eine Achse 10 drehbar ist.
An der Unterseite der dem Lockbrett 8 anschliessenden Hälfte des Klappbrettes 9 ist ein Gewicht 11 angebracht, welches das Klappbrett 9 mit Hilfe einer am Lockbrett 8 aus gebildetenRast 12 mit dem Lockbrett 8 in gleicher Ebene hält. Über der hinteren Hälfte des Klappbrettes 9 ist der Köder 12 angeordnet. Zur Einbringung des Köders dient eine Öffnung 13, die mittels eines Deckels 14 abschliessbar ist. Der Deckel 14 besitzt beispielsweise einen Haken 15, an welchem der Köder angehängt wird.
Der restliche, vom Köder- oder Fangraum 7 nicht beanspruchte Innenraum des Behälters 1 bildet den Vertilgungsraum. Der Boden 17 ist gegen die Austrittsöffnung. 3 schräg gestellt, damit des flüssige Vertilgungsmittel 18, z. B. Kalkmilch, zur Gänze, also auch mit allen Rückständen, im gewünschten Augenblick abfliessen kann. Normalerweise ist die Austrittsöffnung 3 von einem Schieber 19 verschlossen, dessen Betätigung von Hand aus, aber auch selbsttätig erfolgt. Zur Einbringung des Vertilgungsmittels dient eine weitere Öffnung 20 an der Decke des Behälters 1, welche ebenfalls mittels eines Deckels 21 verschiebbar ist. Zur Ergänzung der das Vertilgungsmittel aufnehmenden Flüssigkeit kann in den Behälter 1 ein Wasserleitungs auslauf 22 eingebaut sein.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäss ausgebildeten Sammelfalle ist folgende :
Die meist in Abwässer führenden Kanälen und Gerinnen lebenden Ratten gelangen, wie bereits erwähnt, durch den schräg ansteigenden Rohrstutzen 4 und die Öffnung 2 auf das Lockbrett 8, woselbst sie Witterung vom Köder 12 erhalten und weiter gegen diesen vordringen. Durch Schwerpunktsverlegung, bedingt durch das Vordringen der Ratte, wird das Klappbrett 9 aus dem stabilen Gleichgewichtszustand gebracht, wobei die auf dem Klappbrett befindliche Ratte über die schräge Ebene abgleitet und in das flüssige Vertilgungsmittel 18 fällt. Das Gewicht 11 am Klappbrett führt dieses in seine Ausgangsstellung zurück und schliesst somit den Köderraum 7 gegen den Vertilgungsraum ab.
Nach Bedarf wird nun der Schieber 19 gehoben und das flüssige Vertilgungsmittel 18 samt den Tierkadavern über den schräg abwärts gerichteten Rohrstutzen 5 in den Kanal oder das Gerinne abgelassen.
Gegebenenfalls kann durch Öffnen der Wasserleitung 22 der Behälterraum nachgespült werden. Für
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den gesamten Fang-und Vertilgungsvorgang ist also während einer längeren Benutzungsdauer kein einziger Handgriff erforderlich.
Grössere Anlagen können mit mehreren Ein-und Austrittstellen 2,3 versehen werden, wodurch der Behälter 1 in eine zentrale Lage zum bestehenden Kanalsystem gebracht werden kann. Je nach den gegebenen Voraussetzungen kann der Behälter 1 unter-oder oberhalb des Erdbodens angeordnet sein.
Zur Betätigung des Schiebers 19 können ausser der zeichnerisch dargestellten Schubstange auch andere Mechanismen zur Anwendung gebracht werden. Insbesondere kommen elektrisch gesteuerte
Einrichtungen in Frage.
Nachdem der Köder niemals von den zu fangenden Ratten gefressen wird, genügt ein fallweises Auswechseln desselben. Die erfindungsgemässe Fang-und Vertilgungsanlage ist also als vollständig selbstwirkend anzusehen.