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Verfahren zur Herstellung von Laufdecken.
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Die durch die Erfindung vorgeschlagenen Massnahmen ermöglichen eine besonders billige Herstellung hauptsächlich von Laufdecken grösserer Abmessungen durch einfaches Zerschneiden eines grossen Gewebeschlauches in einzelne Ringe, die infolge ihrer leichten Verformbarkeit ohne Schwierigkeiten zu grossen Profilen verarbeitet werden können. Infolge der Ausbildung des Gewebes als endloser Schlauch ohne Verbindungsstellen zeichnen sich die nach der Erfindung hergestellten Laufdecken durch grosse Festigkeit und Widerstandsfähigkeit aus, wobei diese Eigenschaften noch dadurch vermehrt werden, dass in dem nach der Erfindung behandelten Gewebe die Fäden keinen nennenswerten Druck aufeinander ausüben und dass die einzelnen Fasern innerhalb der Fäden keinen Druck aufeinander ausüben.
Das gemäss der Erfindung hergestellte schlauchförmige Gewebe besitzt im nicht vulkanisierten Zustand eine grosse Verformbarkeit in allen Richtungen. Es besteht so die Möglichkeit, das Gewebe in Richtung der Kettenfäden zu überdehnen, um wenigstens teilweise die Querelastizität zu unterdrücken.
Gleichzeitig wird durch diese Dehnung eine Verkürzung in Richtung der Schussfäden hervorgerufen und die Umfangselastizität daher erhöht. Diese Elastizität ist besonders gross, weil der Gewebesehlauch auch nach der Behandlung noch eine ungewöhnlich grosse Imprägnierfähigkeit besitzt. Die nach der Erfindung hergestellten Laufdecken zeichnen sich daher durch eine geringe Querelastizität und eine
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schaften.
Die Herstellung der für das Gewebe benötigten Fäden erfolgt beispielsweise in der Weise, dass man Lunten mit geringer Drehung zu zweien, dreien oder mehreren vereinigt, indem man sie im entgegengesetzten Sinne zum Drall der einzelnen Lunten und mit einer dem Gesamtdrall jeder Lunte im wesentlichen entsprechenden Windungszahl zusammendreht. Man erhält auf diese Weise einen sehr offenen Faden, in dem alle Fasern theoretisch Schraubenlinien beschreiben und ohne Querdruek nebeneinanderliegen.
Mit diesen Fäden wird das beschriebene schlauchförmige Gewebe mit weiten Maschen auf einem Rund-oder Flachwebstuhl in Form eines Schlauches angefertigt. Das Gewebe wird dann mit einem Zusammenziehungs-und Aufschliessungsmittel behandelt, das eine starke Aufsaugefähigkeit hervorruft. Diese Behandlung erfolgt beispielsweise mit Ätznatron von 5 bis 300 Bé während 5 bis 30 Minuten und bei einer Temperatur von 8 bis 18 C ; hierauf wird mit Wasser nachgespült. Die Masehenweite
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Die Darstellungen in den Zeichnungen dienen dazu, an Hand von Beispielen die Herstellung und den Aufbau von Radmänteln nach der Erfindung zu erläutern.
Die Fig. 1 und 2 sind perspektivische Ansichten eines ersten und eines zweiten Herstellungabschnittes, die Fig. 3,4 und 5 zeigen verschiedene Radmäntel nach der Erfindung vor der Profilgebung im Querschnitt, die Fig. 6 und 7 stellen eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht bzw. einen vergrösserten Querschnitt eines fertigen Radmantels dar.
Gemäss dem Herstellungsbeispiel, das in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt ist, wird auf einem Rundwebstuhl ein Schlauch 1 hergestellt ; in diesem Schlauch verlaufen die Kettenfäden parallel zum Faden 2 und die Schussfäden parallel zum Faden 3. Dieser Schlauch wird mit einem chemischen
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Die nachstehend angegebenen verschiedenen Ausführungsformen der Fertigstellung des Laufmantels bilden nicht mehr den Gegenstand der Erfindung, sondern sollen nur veranschaulichen, wie aus dem nach dem erfindungsgemässen Verfahren gewonnenen Schlauchgewebe Laufmäntel hergestellt werden können.
Nach einer Herstellungsweise wird der Schlauch in einzelne Ringe 4 (Fig. 2) zerschnitten ; dann
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der Querfäden 3 gedehnt und vulkanisiert. Man erhält auf diese Weise einen flachen Ring, der so auf die Felge aufgebracht und durch den Druck des Luftreifens gewölbt wird.
Wenn der Mantel vor dem Aufbringen auf die Felge gewölbt werden soll, wird der Ring nach
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wie gewöhnlich vulkanisiert.
In Fig. 3 erkennt man das imprägnierte Gewebe, das die Leiste 5 einhüllt und bei 7 unter den Ring 4 untergeschlagen ist, so dass der Reifen in der Lauffläche verstärkt ist. In Fig. 4 ist das Gewebe in der Mitte bei 9 und 10 mit Hilfe von Fäden dubliert, die eine stärkere Nummer als die Fäden des
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losen Ring bildet, der auf den Ring 4 an der Stelle der Laufbahn aufgeklebt ist.
Fig. 6 zeigt einen gewölbten Mantel, der dem Querschnittsbild der Fig. 5 entspricht und ebenfalls denimprägnierten Gewebering 4, den die Lauffläche bildenden Hilfsring. H und die Leisten 5 und 6 aufweist.
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das Gewebe des Ringkörpers, das dem Umschlag gegenüber liegt, ist dünner als das Gewebe des übrigen Ringes, um durch die Überlagerung der beiden Gewebeschichten keine Verdickung eintreten zu lassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Laufdecken, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein schlauch- förmiges Gewebe erzeugt wird, dessen Fäden aus Vorgarnen gebildet werden, denen man für sieh eine
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