AT155676B - Automatischer Tabellenschieber. - Google Patents

Automatischer Tabellenschieber.

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Herbert Prochaska
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  Automatischer Tabellenschieber. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft Tabellensehieber, bei denen ein bestimmter Wert oder eine bestimmte Reihe von Werten, die von mehreren bekannten und voneinander nicht abhängigen Werten abhängig sind, rasch und eindeutig festgestellt werden sollen, wobei dem   Beschauer   ausser den von ihm eingestellten Ausgangswerten lediglich die für den jeweiligen Fall gültigen Resultatwerte sichtbar sein sollen. Zu diesem Zwecke werden die mit den Werten versehenen Tafeln (Zungen) beweglich (drehbar oder verschiebbar) in einer   Umhüllung   gelagert, die in bekannter Art Aussparungen (Fenster) besitzt, in denen die eingestellten und   die gesuchten Resultatwerte   je nach Einstellung erscheinen. Die Anzahl, Grösse und Anordnung der Fenster richtet sich nach der Art des Tabellensehiebers.

   Sind nun die Resultatwerte für einige der eingestellten Ausgangswerte gleichbleibend, so müssten die Resultatwerte auf dem Teil des   Tabellenschiebers,   der die Resultatwerte enthält, mehrmals wiederholt werden, wodurch der ganze Tabellenschieber sehr unförmig und unhandlich werden würde. 



   Um diesem Übelstande abzuhelfen, sollen die verschiebbaren Tafeln (Zungen) in zwei oder mehrere Teile zerlegt werden, die durch Aussparungen bzw. Nasen (oder durch andersartige Mitnehmer) derart zwangläufig miteinander gekuppelt sind, dass die notwendigen Wiederholungen der Tafelwerte auf ein Minimum   herabgedruckt   werden. Diese Einrichtung ermöglicht es, dass der eine von je zwei unmittelbar benachbarten bzw. miteinander in Eingriff stehenden Tafelteilen verschiedene Stellungen einnehmen kann, ohne dass die andere Zunge ihre Stellung ändert, während durch eine Weiterbewegung der einen Zunge über ein gewisses Grenzmass hinaus die andere Zunge automatisch mitgenommen (verstellt) wird.

   Falls in den Resultatfenstern ganze Reihen von Werten erscheinen, von denen ein je nach den eingestellten Ausgangswerten verschieden grosser Teil seine Gültigkeit oder Berechtigung verliert, so sollen diese   auszuschliessenden   Werte automatisch durch die Einstellung der betreffenden Ausgangswerte abgedeckt werden. Dies wird dadurch erreicht, dass mit der die betreffenden Ausgangswerte tragenden Zunge eine die Resultatwerte überdeckende Tafel fest verbunden ist, die über oder meist zweckmässiger unter den Resultatfenstern gleitet und die derart geformte Ausschnitte besitzt, dass von den in den Fenstern sonst sichtbaren Resultatreihen jeweils nur die bereehtigten Werte sichtbar bleiben, während die übrigen Werte verdeckt bleiben. 



   Derartige automatische Tabellenschieber können für die verschiedensten Zwecke   Anwendung   finden, wie z. B. für photographische   Belichtungstafeln,   mathematische, astronomische, meteorologische, technische Tafeln, Fahrpläne, Wegweiser, Tariftafeln u. v. a., wobei die Anzahl, die Anordnung und die Form der Zungen und der Aussparungen bzw. Nasen dem jeweiligen Verwendungszwecke angepasst werden. 



   In den Zeichnungen ist in den Fig. 1-7 ein Ausführungsbeispiel eines automatischen Tabellenschiebers dargestellt, u. zw.   ein "BridgetabeIlenschieber" :  
Fig. 1 zeigt die Vorder-, Fig. 2 die   Rückenansicht (wobei   die Vorrichtung um   180" um   die Längsachse gedreht wurde) der Hülle samt eingestellten Zungen, Fig. 3 und 4 analog die Vorder-bzw. 



  Rückseite der einzubauende, beweglichen Zungen, Fig. 5 und 6 zeigt die gleichen Teile wie Fig. 3 und 4 jedoch unter Weglassung der später erwähnten, mit   Teil Z   fest verbundenen Fahnenteile und Fig. 7 den Schnitt   G-H   durch die gesamte Vorrichtung in vergrössertem Massstab. Die Einstellung ist in allen 7 Figuren gleichbleibend angenommen. 



   Zum besseren Verständnis mögen dem Nichtkenner folgende Aufklärungen dienen : zu Beginn jedes Bridgespieles verpflichtet sich eine der beiden spielenden Parteien im   sogenannten"Kontrakt",   

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   ausser   den ersten sechs nicht zählenden Stichen eine bestimmte Anzahl (eins bis sieben) Stiche zu machen, wobei entweder eine der vier Farben zum Atout gewählt wurde oder ohne Atout gespieit wird.

   Kann der Kontrakt erfüllt werden, so erhält die Partei, die sich zu dem Kontrakt verpflichtet hat, für die angesagten Stiche sowie für etwaige Mehrstiche (Überstiche) eine bestimmte Anzahl   ) Punkte gutgeschrieben.   Ist der Kontrakt nicht erfüllt worden, so erhält die Gegenpartei je nach An- zahl der zu wenig erzielten Stiche (Faller), wobei die ersten sechs Stiche mitgezählt werden, eine be- stimmte Anzahl Punkte gutgeschrieben. Die Punkteanzahl ist verschieden, je nach Art der gewählten
Atoutfarbe, jedoch ist sie für je zwei Farben gleich, somit sind drei Varianten möglich : 1. Treff bzw. 



   Karo, 2. Herz bzw. Pik, 3. ohne Atout. Ausserdem kann die Punkteanzahl in jedem Falle durch ein ) von der Gegenpartei gerufenes ,,Kontra" erhöht werden bzw. durch ein von der Kontraktpartei hierauf gerufenes ,,Re-Kontra" weiter erhöht werden, wobei die Erhöhungen sowohl für Stiche, Überstiche und Faller als auch bei den verschiedenen Atoutfarben nicht gleichmässig sind. Ferner sind die Punkt- werte verschieden, je nachdem die erste oder die zweite Manche" (= Partie) gespielt wurde. 



   Die Aufgabe, den angesagten Kontrakt mit allen Nebenumständen festzuhalten und gleich-   'zeitig automatisch   die für den jeweiligen Fall gültigen Resultatwerte eindeutig und unter grösstmög- licher Vermeidung von Wiederholungen also auf   möglichst   kleinem Format sichtbar zu machen und überdies alle überflüssigen Resultatwerte abzudecken, wurde erfindungsgemäss in diesem   Ausführungs-   beispiel laut den Zeichnungen folgendermassen gelöst : Es soll eingestellt werden in Fenster   A   die An- zahl der zu machenden Stiche (a), in B die gewählte Atoutfarbe (b), in C die Varianten ,,ohne", mit ) bzw. Re"-Kontra (c), wonach in D, E und F die gesuchten Resultatwerte sichtbar sein sollen.

   Die
Rückseite der Vorrichtung besitzt die analogen   Fenster A', B'und C',   D', E'und F', wobei in A', B' und C'die gleichen Werte wie in A, B und C erseheinen, während in D', E'und F'die für die zweite
Manche gültigen und in D, E und F die für die erste Manche gültigen Resultatwerte erscheinen. Es ist somit   gleichgültig,   auf welcher Seite die Einstellung vorgenommen wird, da beide Seiten gleich- zeitig eingestellt sind.

   Die beiderseits mit den entsprechenden Werten versehenen Zungen wurden hier horizontal ,,verschiebbar" in der Umhüllung gelagert und in drei Teile zerlegt : I trägt beider- seits die Zahlen 1-7 entsprechend den sieben Möglichkeiten der Stichansage, 11 beiderseits die fünf 
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   1'1-1'9 für   die zweite Manche, ferner beiderseits je dreimal die   Felder ohne", mit"und Re",   in der Zeichnung mit o.   1n.   und Re bezeichnet. 



     I   ist   mitlll nicht   gekuppelt, da die Zahl der angesagten Stiche von den Atout-und Kontravarianten unabhängig ist und die Resultatfenster ja die Werte für jede mögliche Anzahl angeben. 



  Die bei Zunge   I   gezeichnete Aussparung h umgreift eine an Zunge 11 befindliche Nase g, welche Einrichtung nur dazu dient, die Verschiebbarkeit von   I   auf die notwendige Anzahl Felder (hier sieben) zu begrenzen und ein Herausfallen von   I   aus der Hülle zu verhindern. 



   Mit Zunge I sind zwei fahnenartige Platten fest verbunden, zwischen denen die Hauptzungen II und III gleiten und die derart geformte Ausschnitte   Di, Ei   und Fi bzw.   D'i. E'i   und   F'i   besitzen, dass je nach   eingestelltem Kontrakt"nur   die   möglichen   Resultatwerte sichtbar bleiben, während die nicht in Betracht kommenden Werte abgedeckt werden. Beispielsweise können bei einem Kontrakt von 5 Stichen (wie in der Zeichnung dargestellt) am Ende des Spieles nur folgende Werte Verwendung finden (da das Spiel mit 52 Karten nur 13 Stiche zu 4 Karten ergibt) : 5 Stiche in Fenster D bzw. D', 1-2 Überstiche in Fenster E bzw. E'und 1-11 Faller in Fenster F bzw. F'. Dies wird, wie Fig. 1-4 zeigt, 
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 bewirkt. Ausschnitt J bzw. J'dient nur dazu, die Fenster B und C bzw.

   B'und C'bei allen Einstellungen von Zunge   I   nicht zu verdecken. 



   Zunge II ist durch die Nase i, die in die Aussparung k von Zunge III eingreift, mit Zunge III gekuppelt, wobei die Abmessungen von Nase i und Aussparung k derart gewählt wurden, dass durch eine Verschiebung von III vier nebeneinanderliegende Resultatreihen in den Fenstern D, E und F bzw. D', E'und F'sichtbar gemacht werden können, ohne dass Zunge II hiebei verstellt wird, bei einem Weiterschieben von Zunge III über die vier Reihenbreiten hinaus aber beiderseits Zunge 11 automatisch mit verstellt wird. Auf Zunge III bleibt nach je drei Reihen eine Reihe frei. 



   Bei dieser Anordnung kann man durch Verschieben von Zunge III jeden der fünf möglichen Atouts und für jeden dieser die zugehörigen Werte für ,,ohne', ,,mit" oder ,,Re"-Kontra einstellen, wobei paarweise für Treff und Karo bzw. für Herz und Pik die gleichen drei Resultatreihen in den Fenstern D-F bzw.   D'-F'erscheinen.   



   Der Vorgang ist somit folgender : Zuerst durch Verschieben von Zunge   I   die angesagte Stichanzahl in Fenster   A   einstellen, dann Zunge III in der nötigen Richtung solange verschieben, bis der gewünschte Atoutwert in Fenster B erscheint, dann Zunge III in entgegengesetzter Richtung verschieben, bis in Fenster C der gewünschte Wert ,,ohne", ,,mit" oder ,,Re" erscheint. Die Einstellung des gezeichneten Beispieles lautet : 5 Pik Re-Kontra. Der gezeichnete Schlitz   I   in Zunge 111, in den die an der einen Innenseite der Hülle befestigte Nase m eingreift, dient als Sperrvorrichtung, die das Herausfallen bzw. gänzliche Herausziehen der Zungen verhindert.

   Beim Einbauen wird die Hülle bei m 

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 ein wenig gehoben und die   aneina, ndergefügten   Zungen   I,   II und   III   gleichzeitig eingeschoben, wobei m in den Schlitz   I   fällt und damit alle Teile gegen ein Herausfallen gesperrt sind. 



   Auf der Aussenseite der Hülle sind, wie in Fig. 1 und 2 angedeutet, alle jene Werte in Tafeln und an entsprechenden Stellen festgehalten, die von den Einstellungen unabhängig bzw. für jede Ein-   I stellung   gültig sind. 



   In Fig. 8 ist ein anderes Ausführungsbeispiel eines automatischen   Tabellenschiebers   sehematisch in der Ausgangsstellung dargestellt, u. zw. ein photographischer Belichtungsschieber :
Im festen Rahmen A ist die Hauptzunge   I   verschiebbar gelagert, die allein aus der Vorrichtung herausragt und mit der alle Einstellungen bewirkt werden. Alle übrigen Zungen II-V sind in ) Zunge   I   eingebaut und untereinander durch Aussparungen und Nasen gekuppelt ; die einzelnen Zungen müssen entweder einen über die benachbarte Zunge ragenden Vorsprung besitzen, der ein Fenster aufweist oder, wie hier der Einfachheit halber angedeutet, mit einem Pfeile a versehen sein, an dem die Skaleneinteilung b der benachbarten Zunge eingestellt wird.

   Der Rahmen A trägt an dem an
Zunge   I   gleitenden Teil eine Skaleneinteilung b6, die die gesuchten Belichtungszeiten darstellt. Es wird Zunge   I   so lange nach rechts geschoben, bis schliesslich von Zunge IV die Zunge V mitgenommen wird und die gewünschte Zeit (Monat und Tageszeit) b5 über    < :   steht ; dann wird Zunge   I   immer ab- wechselnd nach links und rechts geschoben, bis der Reihe nach das Aufnahmeobjekt b4 auf a4, die
Lichtverhältnisse   bs auf as,   die Plattenempfindlichkeit   b2   auf   äs   und die Blende   b1   auf   a,   weist. Der
Pfeil   a6   zeigt dann bei    & , ;   die gesuchte Belichtungszeit an. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   1. Automatischer Tabellenschieber, dadurch gekennzeichnet,   dass die innerhalb eines festen
Rahmens beweglich gelagerten und mit Werten versehenen Tafeln in zwei oder mehrere miteinander durch Aussparungen und Nasen oder durch andersartige Mitnehmer gekuppelte Teile zerlegt werden, wobei die Aussparungen und Nasen derart bemessen sind, dass von je zwei miteinander gekuppelten
Teilen der eine Teil mehrere Einstellungen zulässt, ohne dass der andere Teil seine Stellung ändert, bei Weiterverstellen des einen Teiles über eine bestimmte Grenze hinaus aber der andere Teil auto- matisch mitverstellt wird und wobei die eingestellten Werte sowie die den eingestellten Werten ent- sprechenden Resultatwerte bei den an dem Rahmen angebrachten Marken oder Zeigern oder in den auf dem Rahmen ausgeschnittenen Fenstern erscheinen.

Claims (1)

  1. 2. Automatischer Tabellenschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ge- kuppelten Teile ineinander gelagert sind. so dass nur der letzte Teil der Kupplungskette aus dem Rahmen herausragt und die Einstellungen aller Schieberteile lediglich durch Verstellen dieses letzten Teiles in abwechselnd entgegengesetztem Bewegungssinne erfolgt.
    3. Automatischer Tabellenschieber nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass, falls als Resultat ganze Reihen verwendet werden, von denen unter bestimmten, durch die Ein- stellungen gekennzeichneten Voraussetzungen eine verschieden grosse Anzahl dieser Resultatreihen- werte ungültig oder überflüssig wird und dieses Abhängigkeitsverhältnis zwischen Voraussetzungen und Resultaten für alle Einstellungen der übrigen Schieberteile das gleiche ist, ein mit den übrigen Schieberteilen nicht gekuppelter weiterer Schiebeteil vorgesehen ist, der zwischen der Umhüllung und den übrigen Schieberteilen beweglich gelagert ist und derart geformte Aussparungen aufweist,
    dass bei den jeweiligen Einstellungen dieses Zusatzschiebers auf die betreffenden Voraussetzungen die in dem jeweiligen Fall ungültig oder überflüssig gewordenen Resultatwerte überdeckt werden und nur die gültigen sichtbar bleiben, die Resultatfenster also gewissermassen verkleinert werden, und der- artig geformte weitere Aussparungen besitzt, dass die für die Einstellung der übrigen Schieberteile vorgesehenen Fenster bei allen mit dem Zusatzschieber möglichen Einstellungen frei gelassen und nicht überdeckt werden.
AT155676D 1938-03-01 1938-03-01 Automatischer Tabellenschieber. AT155676B (de)

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