AT155470B - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbonylverbindungen und Polyvinylalkohol oder teilweise verseiften Polyvinylestern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbonylverbindungen und Polyvinylalkohol oder teilweise verseiften Polyvinylestern.

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AT155470B
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  Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbonylverbindungen und Polyvinyl- alkohol oder teilweise verseiften Polyvinylestern. 



   Die Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbonylverbindungen, insbesondere Aldehyden, und Verseifungsprodukten von Polyvinylestern erfolgt am zweckmässigsten in organischen, nicht wassermischbaren Lösungsmitteln, wie es z. B. in der französischen Patentschrift Nr. 755316 beschrieben ist. Die Entfernung der Lösungsmittel zur Isolierung der Acetale durch direktes Abdestillieren lässt sich infolge der Zähigkeit der Kondensationsprodukte nicht durchführen und eine Ausfällung 
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 Die grosse Zähigkeit der Produkte macht sieh aber auch beim Abtreiben der Lösungsmittel mit Wasserdampf unangenehm bemerkbar, da sich hiebei zähe Klumpen abscheiden, die sieh weder aus dem Reaktionskessel entfernen noch von Verunreinigungen, wie Säuren oder Salzen, durch Auswaschen befreien lassen. 



   Es wurde nun gefunden, dass es gelingt, die Kondensationsprodukte des Polyvinylalkohols mit Carbonylverbindungen aus ihren Lösungen in nicht   wasserlöslichen   Solventien in fein verteilter Form zu isolieren, wenn man diese Lösungen mit Wasser emulgiert und aus den gebildeten Emulsionen das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. Man kann so vorgehen, dass man die aus Wasser und der Lösung unter Zusatz von Emulgatoren erhaltene Emulsion unter kräftigem Rühren einer Wasserdampfdestillation unterwirft, bis das gesamte Lösungsmittel entfernt ist. Man kann aber auch eine Emulsion unter starkem Rühren und Einleiten von Wasserdampf in vorgelegtes heisses Wasser einlaufen lassen, dem zweckmässig wieder ein   Emulgier-bzw.   Dispergiermittel zugesetzt ist, wobei das Lösungsmittel abdestilliert. 



   Das Lösungsmittel muss niedriger als Wasser sieden. Brauchbar sind z. B. Benzol, Athylenchlorid, flüssige chlorierte Methane, wie   Methylenclorid,   Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, ferner   Trichloräthylen,   Diehloräthylen, Cyclohexan, Benzinfraktionen. 



   Die Kondensationsprodukte fallen so in einer feinverteilten Form an und lassen sieh mühelos aus dem Kessel entfernen, absaugen und von den angewandten Emulgiermitteln sowie sonstigen Verunreinigungen durch Waschen befreien. Man hat es in der Hand, durch Wahl von geeigneten Emulgierbzw. Dispergiermitteln oder Gemischen von Emulgatoren und Dispergatoren sowie durch Variation der Emulgator-Konzentration die Reaktionsprodukte entweder in kleinen porösen   Stückchen   oder aber in sandiger bzw. auch ganz feiner Pulverform anfallen zu lassen. 



   Als Emulgatoren eignen sich z. B. Seifen, alkylierte bzw. aralkylierte   Naphthalinsulfosäurcn   (erhältlich durch Umsetzung von   Naphtha1insulfosäure   mit den entsprechenden Alkoholen oder durch 
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 Naphthalin mit den entsprechenden Alkoholen und   nachträglicher   Sulfonierung z. B. nach den Angaben der deutschen Patentschrift Nr. 493875), Kondensationsprodukte von Fettsäuren mit Oxy-bzw. Amino-   alkylsulfosäuern, Schwefelsäureester   von Fettalkoholen, Kondensationsprodukte von Fettsäuren mit   Eiweissabbauprodukten,   Einwirkungsprodukte von Alkylenoxyden auf höher molekularen Säuren Alkohole, Amine.

   Die Wirkungsweise dieser Stoffe oder deren Gemische untereinander kann erhöht werden durch Zugabe von Dispergiermitteln, wie Sulfitablauge, Pflanzenschleime,   wasserlösliche   Alkyleellulosen, Polyvinylalkohol, Pflanzengummi, Tragant usw. 



   An Stelle der Kondensationsprodukte des Polyvinylalkohols mit Carbonylverbindungen können auch Kondensationsprodukte aus Carbonylverbindungen und solchen Produkten, die man bei der teilweisen Verseifung von organischen Polyvinylestern, wie Polyvinylformiat, Polyvinylaeetat, Polyvinylpropionat, Polyvinylbutyrat, erhält, verwendet werden. 



   Beispiel   l : In   einen Rührwerkkessel legt man 360 Gewichtsteile Methylenchlorid vor, gibt 44 Gewichtsteile Polyvinylalkohol unter Rühren zu und lässt 22 Gewichtsteile Acetaldehyd zulaufen, wobei man als Katalysator einige Tropfen konz. Salzsäure hinzufügt. Das   Gemisch   wird zum Sieden 
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 der Methylenchloridlösung unter schnellem Rühren in eine Lösung von 2-4 Gewichtsteilen isobutylnaphthalinsulfosaurem Natrirm und 0-24 Gewichtsteilen Soda in 240 Gewichtsteilen Wasser in dünnem Strahl einlaufen. Es entsteht eine feine weisse Emulsion, aus der man das Lösungsmittel durch Einleiten von Wasserdampf unter dauerndem Rühren entfernt. Nach dem Erkalten wird die Acetaldispersion abgesaugt und gewaschen. Man erhält ein feines weisses Pulver. 



   Beispiel 2 : In ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 erhält man durch Kondensation von Polyvinylalkohol mit n-Butyraldehyd in Tetrachlorkohlenstoff eine Lösung des entsprechenden Acetals. 

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   Beispiel 6 : Auch die Lösungen der Kondensationsprodukte   aus rotyvmytacetaten und Car-   bonylverbindungen lassen sich nach dem oben beschriebenen Emulgierverfahren leicht aufarbeiten. 



     Man   erhält beispielsweise durch Erhitzen einer Lösung von 260 Gewiehtsteilen eines Polyvinylacetates in 1000 Gewichtsteilen   Äthylenchlorid   mit 60 Gewichtsteilen Paraformaldehyd, 45 Gewichtsteilen Methylalkohol und 19 Gewichtsteilen konz. Schwefelsäure eine Lösung eines Kondensationsproduktes, in welchem bis zu 95% der ursprünglichen Acetylgruppen verseift und durch Formaldehyd ersetzt sind, während die restlichen Aeetylgruppen noch als solche vorhanden oder bei weitergehender Ver- seifung durch OH-Gruppen ersetzt sind. 500 Gewichtsteile dieser Lösung werden nun mit einer Lösung von 15 Gewichtsteilen   isobutylnaphthalinsulfosaurem Natrium   in 50 Gewichtsteilen Wasser unter schnellem Rühren emulgiert und durch Zusatz von Soda neutralisiert. Es entsteht eine feine weisse
Emulsion.

   Nach Abdestillieren des Lösungsmittels erhält man das Kondensationsprodukt in Form eines feinen weissen Pulvers, das sich mit Wasser sehr   leicht auswaschen lässt.   



   Beispiel 7 : Eine Lösung von 260 Gewichtsteilen Polyvinylacetat in 1000 Gewichtsteilen Äthylenehlorid wird mit 100 Gewichtsteilen n-Butyraldehyd, 40 Gewichtsteilen Methylalkohol und
15 Gewichtsteilen konz. Schwefelsäure durch 36 bis 40 Stunden unter Rühren auf   80-90'erhitzt.   



   Es entsteht ein Kondensationsprodukt, in welchem bis zu   95%   der ursprünglichen   Acetylgruppen   durch Butyraldehydreste ersetzt sind. 



   500 Gewichtsteile dieser Lösung werden mit einer Lösung von 21 Gewichtsteilen isobutyl- naphthalinsulfosaurem Natrium mit 700 Gewichtsteilen Wasser unter sehr schnellem Rühren emulgiert und durch Zusatz von Soda neutralisiert. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels erhält man das Kon- densationsprodukt in Form eines feinen weissen Pulvers.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbonylverbindungen und Poly- vinylalkohol oder teilweise verseiften Polyvinylestern, durch Umsetzung derselben in organischen, wasserunlöslichen Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man in den anfallenden Lösungen der Kondensationsprodukte diese mit Wasser bei Gegenwart von Emulgierllngsmitteln emulgiert und aus diesen Emulsionen das Lösungsmittel durch Destillation entfernt.
AT155470D 1935-09-14 1936-09-09 Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Carbonylverbindungen und Polyvinylalkohol oder teilweise verseiften Polyvinylestern. AT155470B (de)

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