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Fahrvorrichtung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Fahrvorrichtung, die eine rasche Veränderung der Ortslage der sie benutzenden Personen ermöglicht und bei der der menschliche Körper zur Übertragung der den Antrieb besorgenden Kräfte herangezogen wird, so dass die bei den bekannten Fahrzeugarten erforderlichen Verbindungskonstruktionen entfallen, wodurch das Fahrgerät wesentlich verbilligt wird. Das Wesen der Erfindung ist dabei darin gelegen, dass an dem Fahrer eine ein leicht gleitendes Fortbewegen auf der Fahrbahn ermöglichende Abstützeinrichtung und ein steuerbarer Propellerantrieb lösbar befestigt sind.
Die Abstützeinrichtung besteht zweckmässigerweise aus rollschuhartig ausgebildeten Fahrgestellen, welche Ausbildung sich als besonders kompendiös, also leicht mitnehmbar und leicht unterbringbar, erweist.
Die Anbringung von mototriseh betätigten Propellerantrieben am menschlichen Körper wurde bereits für Zwecke des Fliegens in der Weise vorgeschlagen, dass ausserdem Trag-und Steuerflächen an dem menschlichen Körper befestigt sind.
Von solchen Anordnungen unterscheidet sich die Erfindung dadurch, dass durch die gleichzeitige Anordnung des Propellerantriebes und der eine leichte Fortbewegung zulassenden Abstützvorrichtung, des Körpers auf der Fahrbahn eine rasehe Fahrt mit einfachsten Mitteln gesichert ist.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die erfindungsgemässe Vorrichtung mit rollschuhartig ausgebildeter Abstützeinrichtung, angeordnet am Körper der sie benutzenden Person, während Fig. 2 die zwecks Regelung der Fahrgeschwindigkeit und Fahrtrichtung vorgesehene Konstruktion für die Verdrehung der Propellerflügel in vergrössertem Massstabe darstellt.
1 ist der am menschlichen Körper befestigbare Propellerantrieb, 2 ist der als rollschuhartige Fahrgestelle ausgebildete, das Körpergewicht aufnehmende und eine Fortbewegung des Körpers zulassende Abstützeinriehtung. Der Propellerantrieb besteht aus einem am Rücken des Körpers tornisterartig aufschnallbaren Motor 3 mit Propellerwelle 4 und Propeller 5. Die Flügel des Propellers 5 sind um ihre Längsrichtung verdrehbar, um eine Änderung der Ganghöhe der Propellerschraubung und damit eine Änderung sowohl der Fahrgeschwindigkeit als auch der Fahrrichtung zu ermöglichen.
Zu diesem Zwecke sind an der Propellerwelle 4 befestigte Zapfen 6 vorgesehen, auf welche die Propellerflügel mittels Kugellager 7,7'drehbar aufgesteckt sind. An den Zapfen 6 angeordnete Schultern 6' sichern im Vereine mit den gegen die Propellerwelle 4 zu gelegenen Kugellagern 7'die Propellerflügel gegen die Wirkung der bei der Propellerrotation auftretenden Fliehkraft. Für die Vollführung der Flügelverdrehung sind die um ihre Längsrichtung verdrehbaren Propellerflügel mit Zahnkränzen 9 versehen, in die auf der Propellerwelle 4 verschiebbar angeordnete Zahnstangen 10 eingreifen. Die Zahnstangen 10 sind dabei an einer auf der Propellerwelle 4 längsverschiebbaren, jedoch mit derselben zweckmässig durch eine Feder-und Nutverbindung 11 auf Drehung gekuppelten Steuerscheibe 12 befestigt.
Die Steuerscheibe 12 weist eine in ihren Umfang eingearbeitete Gleitnut 12'auf, in die ein Zapfen 13 des Steuergestänges 14 eingreift. Während die Steuerscheibe die Verdrehung der Propellerwelle mitmacht, ist das Steuergestänge 14 an einem festen Teil der Vorrichtung, zweckmässig an dem Motor 3, befestigt. Das Steuergestänge läuft in einen Steuerhebel 15 aus, der bei am menschlichen Körper angebrachten Motor, an eine von Hand aus bequem zu erreichende Stelle, beispielsweise in den Bereich der rechten Achsel der die Vorrichtung benutzenden Person, zu liegen kommt (vgl. Fig. 1).
Das an den Steuerhebel 7J anschliessende Steuergestänge kann dabei als Winkelhebel 74 ausgebildet
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sein, der im Bereiche seiner Abkröpfung um einen an einem festen Teil angeordneten Drehzapfen 14' verschwenkbar gelagert ist. Die Gassteuerung des Motors 1 kann mit dem Gestänge 14, 14', 15 für die Propellerflügelverdrehung derart verbunden sein, dass bei einer Anreicherung der Motortreibgase die Propellerflügel im Sinne einer Vergrösserung der Ganghöhe der Propellerschraubung verdreht werden.
Diese Kupplung von Flügelverdrehung und Gassteuerung kann ferner noch derart durchgeführt sein, dass bei maximaler Gaszufuhr (Vollgas) die Propellerflügel wahlweise in Vorwärts-bzw. Rückwärts- fahrtrichtung ihre maximale Schraubungsganghöhe aufweisen.
Ist Vorwärtsfahrt beabsichtigt, so wird der Motor angelassen. Durch die Propellerrotation und die auf Vorwärtsfahrt gestellten Flügel erfolgt hiebei die bekannte Luftansauge-und Verdiehtungs- wirkung, so dass die das Fahrgerät benutzende Person nach vorne gedrängt wird. Die an den Füssen derselben angeschnallten rollschuhartigen Fahrgestelle, die weitgehend reibungsfrei ausgeführt sein können, ermöglichen die Hinwegbewegung über den Boden, ohne dass hiebei die sonst erforderliche Muskelkraft aufgewendet werden müsste. Soll die Fahrgeschwindigkeit gesteigert werden, so kann mittels des unter der rechten Achsel liegenden Steuerhebels 15 die Gaszuführung zum Propellermotor vergrössert werden, wobei auch eine entsprechende Verstellung der Propellerflügel stattfindet.
Wird nämlich der Steuer he bel 15 nach abwärts gedrückt, so erfolgt eine Verschwenkung des Steuergestänges 14 um den Drehzapfen 14'derart, dass der senkrechte Arm des als Winkelhebel ausgebildeten Gestänges nach rechts verdreht wird (Fig. 2). Hiedurch wird auch der in der Gleitnut 12'der Steuerscheibe 12 gleitende Zapfen 13 des Steuergestänges nach rechts verlagert und somit in derselben Richtung auch die Steuerscheibe 12 mitgenommen. Die ebenfalls nach rechts wandernden, an der Steuerscheibe 12 befestigten Zahnstangen 10 verdrehen dabei die mit ihnen kämmenden Zahnkränze 9, wodurch auch die entsprechende Verdrehung der Propellerflügel um ihre Längsrichtung eingeleitet wird.
Die Flügel verstellen sich also im Sinne einer Vergrösserung der Ganghöhe ihrer Schraubung, wodurch im Zusammenhalte mit der durch die Gasanreicherung erzielten Erhöhung der Drehzahl des Propellers die gewünschte Steigerung der Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung ermöglicht wird. Soll die Fahrgeschwindigkeit verzögert werden, so wird durch entgegengesetzte Verdrehung des Steuerhebels 15 die Gaszufuhr
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Verstellung nunmehr, entsprechend der herabgesetzten Rotationszahl, eine geringere Ganghöhe der Propellersehraubung ergibt.
Ist Stillstand beabsichtigt, so kann dieser durch Ausschaltung des Antriebsmotors und Auslaufen der Vorrichtung erzielt werden. Ein rasches Anhalten kann aber auch durch eine noch weitergehende Umstellung der Propellerflügel erfolgen, bei welcher die Flügel so weit verdreht werden, dass sie eine in entgegengesetzter Richtung wirkende Schraubung ergeben, sohin eine bedeutende Bremswirkung entfalten. Da die Gassteuerung des Motors mit dem Gestänge für die Propellerflügelverdrehung derart verbunden ist, dass auch bei Einstellung der Flügel auf Rückwärtsfahrt maximale Gaszuführung (Vollgas) möglich ist, nämlich dann, wenn die Propellerflügel im Sinne der Rückwärtsfahrt maximal verdreht sind, so ist auch eine an die jeweiligen Verhältnisse abgestimmte Intensität der Bremswirkung erzielbar.
Bei der beschriebenen Ausbildung der Abstützeinrichtung als rollschuhartige Fahrgestelle erweist es sich zweckmässig, in der Längsrichtung der Rollschuhe ein gefedertes Gelenk einzubauen, so dass der Fuss beim Befahren von Kurven auch schräg gehalten werden kann, ohne das sich die Räder der Rollschuhe einseitig vom Boden abheben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fahrvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Fahrer ein ein leicht gleitendes Fortbewegen auf der Fahrbahn ermöglichende Abstützeinrichtung und ein steuerbarer Propellerantrieb lösbar befestigt sind.