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Positiv-Tonfilm in Doppelzacken- oder Mehrfachzackenschrift und Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung.
Bei der Aufnahme eines Tonfilmes in Doppelzacken-oder Mehrfachzackenschrift mit verlagerter Nullinie treten, je nachdem ob das Aufzeichnungslichtdreieck in seiner Ruhestellung den Spalt noch nicht belichtet, d. h. die Spitze die untere Spaltkante berührt, oder ob das Aufzeichnungslichtdreieck den Spalt derart ausleuchtet, dass die Spitze den oberen Rand des Spaltes berührt, verschiedene Nachteile auf, die sich bei der Wiedergabe störend bemerkbar machen.
Die Lage, die das Aufzeichnungslichtdreieek relativ zum Spalt einnehmen kann, soll an Hand der Fig. 6-3 für die Aufnahme in Doppelzackenschrift erläutert werden. Die Ruhelage des Auf- zeiehnungsliehtdreieckes an der unteren Spaltkante ist in der Fig. 6 durch das in starken Linien ausgezogene Dreieck angedeutet. Die Lage des Dreieckes an der oberen Spaltkante zeigt die Fig. 7, während in der Fig. e das Dreieck über dem Spalt liegt.
Bewegt sich das Aufzeichnungslichtdreieck jeweils um den gleichen Betrag a, so ist die Lichtzunahme eine verschiedene, u. zw. solange, wie sich die Spitze des Lichtdreieckes zwischen unterer und oberer Spaltkante befindet. Im Falle der Fig. 6 nimmt bei Bewegung um den Betrag a das Licht um den kreuzweise schraffierten Betrag zu, bei weiterer Bewegung um den schraffierten Betrag.
Demgegenüber nimmt in den Fig. 7 und 8 bei Bewegung des Lichtdreieckes das Licht jeweils um einen konstanten Betrag, der durch schraffierte Linien angedeutet ist, zu.
Wird eine Aufzeichnung derart vorgenommen, dass die Ruhelage des Lichtdreieckes so gewählt wird, dass sie die untere Kante des Abtastspaltes berührt, so werden die kleinen Amplituden mit einem verhältnismässig grossen Klirrfaktor aufgezeichnet. In Fig. 1 ist derjenige Teil der Fläche des Lichtdreieckes, welcher den Spalt ausleuchtet, als Funktion der Höhe J des Lichtdreieckes gezeichnet, wobei unter Höhe die Länge von der unteren Kante des Spaltes bis zur Spitze des Lichtdreieckes gerechnet wird. Wie bekannt, hat diese Kurve, wie in Fig. 1 dargestellt, in ihrem unteren Teil einen quadratischen Verlauf, entsprechend einer Formel F = c. J2 und in ihrem oberen Teil einen grad-
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Wenn das Lichtdreieck in seiner Ruhelage jedoch die obere Kante des Spaltes berührt, so wird der positive Film, je nachdem ob der Film in Doppelzacken-oder Mehrfaehzaekensehrift aufgezeichnet ist, einen oder mehrere weisse Streifen enthalten, die auch vorhanden sind, wenn keine Töne aufgenommen werden. Derartige Filme sind nachteilig, weil sie ein verhältnismässig grosses Grundgeräusch verursachen. Besonders bei Vielfachzackenschrift ist dieser Nachteil vorhanden, weil durch die vielen weissen Streifen ein sehr grosses Grundgeräusch entsteht.
Dieselben obenerwähnten Nachteile treten auch bei der Gegentaktaufzeichnung auf, bei der man von zwei verschiedenen Seiten des Spaltes dreieckförmige Licht- oder Zacken gebilde sich Über den Spalt bewegen lässt. Insbesondere werden die kleinen Amplituden dabei stark verzerrt und wenn man die Verzerrung vermeiden will, dadurch, dass man die Lichtdreiecke weiter über den Spalt wegschiebt, erhält man ein Grundgeräusch in beiden Tonspuren, das gerade durch die Gegentaktaufzeichnung vermieden werden soll,
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Das Prinzip der Anmeldung besteht-nun darin, beide vorher genannten Nachteile zu beseitigen, u. zw. geschieht dieses durch Einkerbung oder Abdeckung des Aufnahmespaltes. Die genaueren Ausführungsformen sind im folgenden beschrieben.
In Fig. 2 ist ein Aufnahmespalt gezeichnet, der eine dreieckförmige Einkerbung oder Abdeckung besitzt, u. zw. ist die Einkerbung so ausgeführt, dass der Spalt von der Seite eingekerbt ist, von der das Lichtdreieck bei grösser werdenden Amplituden sich über den Spalt bewegt. Der Spitzenwinkel dieses Abdeckdreieckes oder der Einkerbung ist bei diesem Ausführungsbeispiel gleich dem Spitzenwinkel des Lichtdreieckes, das zur Aufzeichnung dient, gewählt. Es können jedoch auch kleine Ab- änderungen dieses Winkels gewählt werden. Die Ruhelage des Aufzeichnungslichtdreieckes wird nun so gewählt, dass dessen Spitze mit der Spitze der Einkerbung zusammenfällt. Bei dieser Aufzeichnung werden dann sowohl die kleinen wie auch die grossen Amplituden ohne Verzerrung aufgezeichnet, wie aus der Fig. 1, Kurve 3, hervorgeht.
Weiterhin hat der aufgezeichnete Film den Vorteil, dass in der Mitte kein weisser Streifen mehr entsteht, sondern dass der Positivfilm statt dieses weissen Streifens einen geschwärzten Streifen in der Mitte der Tonspur aufweist, wie er in Fig. 5 gezeichnet ist. Durch diese Anordnung wird das Grundgeräusch bedeutend verringert.
Die Fig. 3 zeigt eine Abänderung der Anordnung nach Fig. 2. Dabei ist der Spalt nicht soweit eingekerbt, dass der ganze Spalt abgedeckt wird. Bei einer derartigen Anordnung wird zwar die Aufnahmekennlinie, wie in-Fig. 1 durch Fig. 2 dargestellt ist, -noch nicht ganz linear in ihrem unteren Teil, bewirkt aber eine ziemliche Annäherung an die gerade Linie, die durch die Kurve 3 dargestellt ist.
Die Fig. 4 zeigt eine Anordnung zur Aufzeichnung einer Vielfachzackenschrift. Zu ihr ist dasselbe zu sagen wie zu Fig. 2, die für eine Aufzeichnung in Doppelzackenschrift gilt.
Die Aufnahme einer Tonaufzeichnung gemäss der vorliegenden Erfindung wird im folgenden beispielsweise erläutert. Das Licht einer Tonlampe fällt über eine Blende, die eine Dreieckaussparung besitzt, auf das Lichtsteuergerät. Der Spiegel des Lichtsteuergerätes, der entsprechend den Tonschwingungen bewegt wird, lenkt das Lichtdreileck so-auf den Aufnahmespalt, wie es in Fig. 7 dar-
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vorzugsweise dreieckige Abdeckung, wie es beispielsweise in Fig. 2 dargestellt ist. In der Ruhelage deckt sich also das Lichtdreieck mit der keilförmigen Abdeckung der Blende. Man erhält also, sobald der Spiegel des Lichtsteuergerätes im Rhythmus der Tonschwingungen bewegt wird, eine Aufzeichnung, wie sie in der Fig. 5 dargestellt ist.
Bei einem nach einem solchen Verfahren aufgenommenen Film in Doppelzacken-oder Mehrfachzackenschrift ist nach Herstellung einer Kopie (Positivfilm) die Mittellinie jeder Aufzeichnung geschwärzt. Das bringt eine entsprechende Wirkung für die grundgeräuschfreie Wiedergabe eines solchen Filmes mit sich.
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Es ist jedoch auch möglich, von dieser Form abzuweichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Positivtonfilm in Doppelzacken-oder Mehrfachzackenschrift, bei dem die geschwärzten Amplitudenspitzen einander zugekehrt sind, gekennzeichnet durch einen Sühwärzungsstreifen konstanter Breite zwischen den Amplitudenspitzen.