AT151439B - Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen von Schwingungen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen von Schwingungen.

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AT151439B
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  Verfahren und Vorriehtung zum Aufzeichnen von Schwingungen. 
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 züge 7 ein, wobei dann die Farbe so hart und unverletzlich wird, wie man es z. B. mit hart trocknenden Lacken erreichen kann. Das schnelle Trocknen kann ausser durch geeignete Zusätze zur Farbe auch durch entsprechende Trocknungsvorrichtungen unterstÜtzt werden. 



   Der Farbstrang 3 zwischen Düse 2 und Messer 4 kann beliebig kurz sein ; man kann aber auch zwischen der Düse 2 und dem Schwingmesser 4 noch ein oder mehrere nicht schwingende, feststehende, 
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 Breitsehmierens der Farbmasse ganz oder teilweise abnehmen. 



   Das Sehwingmesser 4 braucht nicht senkrecht auf dem Träger 1 zu stehen, man kann es auch ähnlich wie eine Grammophonnadel schräg anordnen. Um die richtige Mittellage des Messers   4   zu gewährleisten, kann man den Schreiber (das ist das Messer mit seinem Antriebssystem) z. B. durch mechanische Begrenzungen wie Anschläge oder Rollen in einer bestimmten Höhe, oder auch in einer regelbar einstellbaren Höhe über dem Träger festlegen oder ihn leicht beweglich in der   Vertikalriehtung   anordnen, wobei durch einen leichten, vorzugsweise regelbaren Druck der Schreiber und somit das Messer gegen den Träger gedrückt wird. Bei stärkerem Druck schmier das Messer die Farbmasse zu einem breiteren, dafür im Mittel weniger dickem Streifen auseinander, während bei vermindertem Andruck ein schmälerer, aber dickerer Farbstreifen erzeugt wird.

   Die fertige   Tonschrift   kann mit Licht in der üblichen Weise abgetastet werden. 



   Um ein Eintrocknen des Farbstoffes in der Düse beim Nichtgebrauch des Anparates zu verhindern, wird in der Ruhestellung Düse und Schreiber z. B. mittels einer   Verschlusskappe   luftdicht verschlossen. Zweckmässig ist es ferner, wenn der abgeschlossene Raum kommuniziert mit einem Gefäss, in dem sich ein Lösungsmittel des Farbstoffes befindet. In der Fig. 2 ist ein solcher Verschluss für einen bandförmigen Träger dargestellt. Hiebei ist 8 a und 8 b das Ober-und Unterteil eines   Versel1lusskastens,   in den die Düse 2 hineinragt und in dem sich der Schreiber 9 mit dem   Schwingmesser 4   befindet. Oberund Unterteil werden bei Nichtgebrauch luftdicht (z. B. mit Hilfe von   Gummidiehtungen)   miteinander verbunden.

   Dieser   Verschluss   kann mechanisch zwangsläufig mit irgendwelchen   Bedienungsgriffen,   die zum Ausserbetriebsetzen des Apparates dienen, verbunden sein, damit ein   versehentliehes   Nicht-   schliessen   vermieden wird. Ein angehängtes Gefäss 10 enthält ein Lösungsmittel 11. Ein Docht 12 saugt das Lösungsmittel 11 auf und bringt so in dem abgeschossenen Raum einen hinreichend hohen Dampfdruck zustande, so dass ein Eintrocknen der Farbe an der Düse 2 oder dem Messer 4 vermieden wird. Das Gefäss 10 besteht zweckmässig aus Glas. Bei flüchtigen Lösungsmitteln ist es nicht not-   wendig.   einen Docht anzuordnen, es ist dann nur nötig, den Raum, der das Lösungsmittel enthält, durch eine feine Bohrung mit dem   Verschlussraum   zu verbinden. 



   Es hat sich gezeigt, dass die Absorption der aufgetragenen Farbschichten nicht der Dicke der Schicht proportional ist, sondern nach einer Exponentialfunktion erfolgt. Innerhalb kleiner Bereiche jedoch kann die Funktion als genügend geradlinig angesehen werden. Um auch grössere Bereiche ausnützen zu können, werden erfindungsgemäss verschiedene Methoden der Entzerrung vorgeschlagen, die einzeln oder in Kombination angewandt werden können. So kann man z. B. ein Gegentaktverfahren anwenden, um die Verzerrung durch Differenztöne zu vermeiden. Man kann die krummlinigen Kennlinien von Verstärkerröhren oder von   Kupferzellen-Gleiehrichtern   oder auch die gekrümmten magnetischen Kennlinien (bei magnetisch bewegtem Schreiber) anwenden, um eine Entzerrung beim Sehreiben herbeizuführen.

   Anstatt die Entzerrungen beim Schreiben anzuwenden, kann man auch den Schreiber ganz oder teilweise ohne Entzerrungen betreiben und dafür bei der Wiedergabe in entsprechender Weise den linearen Zusammenhang herstellen. 



   Das Schwingmesser braucht mit seiner unteren Kante nicht unbedingt parallel zur Trägerebene zu stehen. Es kann auch mit der unteren Kante schräg zur Trägerebene angeordnet werden, so dass auf diese Weise an verschiedenen Stellen entlang der Breite des Messers verschieden dicke Farbaufstriche entstehen, wie dies in Fig. 3 gezeichnet ist. Hier liegt ein sehr dünnes, biegsames Messer, schräg liegend, mit der Ecke 4 a auf dem Träger 1 auf. Die Ecke 4 b ist angehoben. Da das Messer in der Richtung der Pfeile   5   schwingt, so verschiebt sieh beim Schwingen der Punkt   1. 3, d.   h. der Punkt, an dem das Messer von 4 b ausgehend erstmalig den Träger berührt.

   Die auf diese Weise entstehende Tonsehrift 7 in Fig. 3 stellt dann angenähert eine Amplitudenschrift dar, falls man eine derart stark deckende, d. h. stark undurchsichtige Farbe verwendet, dass schon bei sehr dünnen Schichten ein völliges Abdunkeln des Lichtes erzielt wird. 



   In der Fig. 4 ist ein Gegentaktverfahren schematisch dargestellt. Das Messer ist hiebei an der Achse 14 befestigt und führt Schwingungen in der Richtung der Pfeile 5 um diese Achse herum aus, wodurch die beiden Tonspuren 7 a und 7 b gegenläufig gesteuert werden. 



   Falls die Aufzeichnung nur für sofortige Abtastung benutzt werden soll, kann verhältnismässig dünnflüssige Farbe über die Breite der beabsichtigten Aufzeichnung verteilt werden, dort von dem Messer beeinflusst und nach der Abtastung wieder gleichmässig verteilt werden, damit die Aufzeichnung wiederholt werden kann. 



   Eine Ausführungsform des Schreibers zeigt Fig. 5. Fig. 6 zeigt einen Einzelteil dazu. 



   Das Messer des Schreibers besteht aus einer kleinen Zunge 14, die einen Teil einer dünnen Platte   15   bildet. Der Teil 14 hat beispielsweise die Ausmasse von 2 x 2 x   0'03mm   er ist auf einer Platte 16 

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 ordnet, dass die Zunge 14 sich in seinem Feld befindet. Werden der Spule 20 Ströme im Rhythmus der aufzuzeichnenden Schwingungen zugeführt, so wird die Zunge durch das Magnetfeld des Poles 19 im gleichen Rhythmus bewegt, so dass die auf den Träger 1 aufgebrachte Farbmasse 3 entsprechend diesem Rhythmus mehr oder weniger eingedrÜckt wird. 



   Der Schreiber 14 bis 20 besitzt ein Schutzgehäuse 21, das an einem doppelarmigen Hebel 22 befestigt ist, der sich um einen Drehpunkt   23   drehen kann und ein verstellbares Gegengewicht 24 trägt. 



  Das Gegengewicht 24 wird vorzugsweise so eingestellt, dass der Schreiber mit nur sehr geringem Druck auf der Farbmasse. 3 aufliegt, so dass die Zunge 14 auf dieser Farbmasse schwimmt. Statt eines Gegengewichtes kann auch eine Feder benutzt werden, die unmittelbar auf den Schreiber wirkt. 



   Die sich unter dem Sehreibmesser ansammelnde Farbmasse bildet eine Dämpfung für die Schwingungen des Messers. Durch Wahl verschiedener Farbmassen, oder bei Benutzung gleicher Farbmasse, durch Änderung des Winkels zwischen dem Messer 14 und dem Träger   1,   kann die Dämpfung eingestellt werden. 



   Die Dämpfung kann auch durch eine besondere Dämpfungsplatte bewirkt werden. Eine derartige Einrichtung zeigt Fig. 7. Die   Farbmasse. 3   wird in diesem Fall zwischen der Platte 15 und einer besonderen, gegenüber der Platte 15 verstellbaren Dämpfungsplatte   26   zugeführt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufzeichnen von Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aufzeichnungsträger an einem im Rhythmus der Schwingungen bewegten Glied vorbeibewegt wird und während dieses Transportes ein schnell trocknender Farbstoff auf ihn   zunächst   aufgetragen und darauf mittels des genannten Gliedes in seiner Lage oder Dicke oder in Lage und Dicke entsprechend den Schwingungen beeinflusst wird, so dass also die Farbstoffverteilung den aufzuzeichnenden Schwingungen entspricht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstoff mittels einer Pumpe in Form eines gleichmässigen Stranges aufgetragen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch entsprechende Wahl des Farbstoffes oder Benutzung von Trockenvorrichtungen ein schnelles Trocknen des Farbstoffes bewirkt wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Auftragen des Farbstoffes und vorzugsweise auch das im Rhythmus der Schwingungen bewegte Glied bei Nichtbenutzung in ein Gehäuse eingeschlossen wird, welches Dämpfe eines Lösungsmittels des Farbstoffes enthält.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbstrang, bevor er durch das schwingende Glied beeinflusst wird, mittels entsprechender Vorrichtungen, z. B.
    Streichmesser, zu einer bestimmten Form ausgebildet wird.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Aufzeiehnungsvorrichtung so ausgebildet wird, dass er nach einer Exponentialfunktion arbeitet, welche geeignet ist, die Absorption der Farbschicht zu kompensieren.
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitskante des schwingenden Gliedes in einem kleinen Winkel zur Oberfläche des Aufzeichnungsträgers steht.
    8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Farbstränge aufgetragen und die Schwingungen auf ihnen im Gegentakt aufgezeichnet werden.
    9. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein entsprechend den Schwingungen bewegtes Glied, welches den auf einem Träger aufgebrachten Farbstrang entsprechend den Schwingungen verteilt.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das schwingende Glied als eine einseitig eingespannte Zunge aus ferromagnetischem Stoff ausgebildet ist, die im Felde eines Elektromagneten liegt, dem die elektrischen Ströme zugeführt werden.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge einen spitzen Winkel mit dem Träger bildet.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel, den das schwingende Glied mit dem Träger bildet, einstellbar ist.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der das schwingende Glied enthaltende Schreiber mit einer geringen Kraft (Gewicht, Feder) auf den Träger des Farbstranges aufgedrückt wird.
    14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der das schwingende Glied enthaltende Schreiber zwangsläufig in bestimmten Abstand von der Trägeroberfläche geführt wird.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Dämpfung der Bewegung des schwingenden Gliedes eine besondere Platte ' vorgesehen ist.
AT151439D 1935-09-03 1936-09-01 Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen von Schwingungen. AT151439B (de)

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