DE544805C - Empfaenger fuer Fernschreiber, welcher mit einer Abhebevorrichtung fuer das Schreibgeraet versehen ist - Google Patents

Empfaenger fuer Fernschreiber, welcher mit einer Abhebevorrichtung fuer das Schreibgeraet versehen ist

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DE544805C
DE544805C DEP61862D DEP0061862D DE544805C DE 544805 C DE544805 C DE 544805C DE P61862 D DEP61862 D DE P61862D DE P0061862 D DEP0061862 D DE P0061862D DE 544805 C DE544805 C DE 544805C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C21/00Systems for transmitting the position of an object with respect to a predetermined reference system, e.g. tele-autographic system

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  • General Physics & Mathematics (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Empfänger, welcher bei dem im Patent 427 553 beschriebenen Telegraphiersystem Anwendung findet. Gemäß dem genannten Patent S werden die einzelnen Schriftzeichenkurven nach einem Koordinatensystem in Komponentenkurven zerlegt. Diese Komponentenkurven werden zur Ausbildung von Sendersteuerorganen benutzt. Von dem mit diesen Steuerorganen ausgestatteten Sender werden elektrische Energien ausgesendet, die entsprechend dem Verlauf der Komponentenkurven variiert werden. Im Empfänger werden dann die so variierten Energien gemeinsam auf ein Schreiborgan zur Wirkung gebracht, so daß dieses Schreiborgan eine Bahn durchläuft, welche die Resultierende der übersandten, durch die elektrischen Energien dargestellten Komponentenkurven und somit die Kurve des gesendeten Schriftzeichens selbst ist. Zur Unterbrechung des Kurvenzuges, welchen das Schreiborgan im Empfänger niederschreibt, wird ein Abhebeorgan verwendet, mit dem das Schreiborgan von der Schreibfläche abgehoben wird. Diese Abhebevorrichtung ist erfindungsgemäß außerhalb des Schreibstiftgestänges ortsfest angeordnet und derart ausgebildet, daß sie die den Komponentenkurven des zu sendenden Schriftzeichens entsprechenden Bewegungen des Schreibgestänges parallel zur Schreibfläche in keiner Weise hindert, jedoch bei einer eigenen Bewegung senkrecht zur Schreibfläche das Schreibgestänge von der Papierfläche abhebt. Beim Betrieb der Einrichtung gemäß der Erfindung wird das Schreiborgan nach erfolgter Niederschrift eines Buchstabens mit Hilfe der genannten Abhebevorrichtung von der Schreibfläche abgehoben und erst zur Niederschrift des nächsten Buchstabens auf die Schreibfläche wieder aufgesetzt, nachdem die Schreibfläche um denjenigen Zwischenraum fortgeschaltet ist, welcher zwischen zwei aufeinanderfolgenden Buchstaben vorhanden sein soll.
Es sei darauf hingewiesen, daß es bei Kurvenschreibern bekannt ist, auf dem Schreibstiftgestänge selbst einen Abhebemagneten anzuordnen, der zwecks Unterbrechung des niederzuschreibenden Schriftzuges lediglich den Schreibstift anhebt. Dieser bekannten Einrichtung gegenüber hat der Erfindungs-
54480ό
gegenstand den Vorteil, daß das Schreibstiftgestänge von dem Abhebeorgan entlastet ist. Ferner kann bei dem Erfindungsgegenstand das Abhebeorgan, da es ja ortsfest ist, 5 ohne Schwierigkeiten so kräftig ausgebildet werden, daß es verhältnismäßig große Abhebekräfte ausüben kann. Schließlich besteht ein weiterer Vorteil des Erfindungsgedankens darin, daß das Schreiborgan mit dem Schreib-Stiftgestänge fest verbunden sein kann und keine Bewegungen gegenüber dem Schreibstiftgestänge beim Abheben zu machen braucht.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung schematisch veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι den Empfänger des Fernschreibers in Ansicht von oben,
Abb. 2 veranschaulicht eine Seitenansicht des Gestänges der eigentlichen Schreibvorrichtung und der Abhebevorrichtung des Empfängers.
In den Abbildungen sind mit I und II zwei Drehspulensysteme bezeichnet. Das Drehspulensystem I dient dazu, die aus den Ordinaten der Schriftzeichen gebildete Komponentenkurve im Empfänger wiederzugeben, während das Spulensystem II die aus den Abszissen gebildete Komponentenkurve wiedergibt. Jedes der Spulensysteme ist mit ortsfesten Magneten r, 2 versehen, deren Pole kreisförmig ausgespart sind. Die Magnete können aus Stahl- oder Elektromagneten bestehen. Zwischen den Polen der Magnete 1 und 2 ist ein Spulenrahmen 3, drehbar gelagert. Auf dem Spulenrahmen ist eine Wicklung 4 aufgebracht. An der Drehachse der Spulenrahmen ist eine Blattfeder 10 befestigt, welche zwischen zwei Rollen 11 hindurchgeführt ist. Die Feder 10 hat an sich das Bestreben, eine geradlinig gestreckte Stellung einzunehmen. Wenn die Feder 10 bei den Bewegungen des Drehspulenrahmens aus der geradlinig gestreckten Stellung herausgebracht wird, sucht sie den Spulenrahmen stets wieder in eine solche Stellung zurückzubringen, daß sie die geradlinig gestreckte Stellung wieder einnehmen kann.
Am oberen Ende der Spulenachse ist ein Arm 14 befestigt. Das äußere Ende des Hebels 14 ist bei dem Drehspulensystem I an den Arm 15 und bei dem Drehspulensystem II an den Arm 16 angelenkt. Die Gelenke sind mit 17 bzw. 18 bezeichnet. Die Arme 15, 16 sind ihrerseits bei 19 miteinander gelenkig verbunden.
Auf dem Arm 15 ist das eigentliche Schreibgerät angeordnet. Dieses Schreibgerät besteht in an sich bekannter Weise aus einem Kapillarröhrchen 20, dessen eines Ende durch die auf dem Arm 15 angebrachte Führung 21 hindurchgeführt ist und in die Tinte, welche sich in einem Tintengefäß 22 befindet, hineinragt. Die Führung 21 übt auf das Röhrchen 20 eine Klemmwirkung aus. Das Schreibende 23 des Schreibröhrchens 20 ist durch eine kleine Bohrung 24 des Hebels 15 gleitbar hindurchgeführt.
Unterhalb des Schreibendes 23 bewegt sich die Schreibfläche, beispielsweise ein Papierband 25. Zum Transport des Papierbandes 25 dient die von einem Motor oder von einer Feder angetriebene Rolle 26, gegen welche das Papierband durch die zweckmäßigerweise federnd gelagerte Gummirolle 27 gedrückt wird. Die untere Mündung des Schreibröhrchenendes 23 ruht auf dem Papierband 25 auf.
Zum absatzweisen Schreiben ist es notwendig, das Schreibröhrchen zwischen zwei Buchstaben von der Schreibfläche 25 ab-' zuheben. Um dies durchführen zu können, ist das vordere Ende des Hebels 15 verlängert. Das vordere Ende des Hebels 15 ragt in einen Rahmen 28 hinein, derart, daß Bewegungen des Hebelgestänges 15, 16 parallel zur Schreibfläche 25 durch den Rahmen 28 nicht gehindert werden. Jedoch wird das Hebelgestänge mitsamt der Schreibfeder von dem Rahmen 28 mitgenommen, wenn dieser eine go Bewegung senkrecht zur Schreibfläche vollführt. Der Rahmen 28 ist an einer Stahlfeder 29 befestigt, die auf einem Halter 30 gelagert ist. An der Stahlfeder 29 ist ein Eisenanker 31 befestigt. Unterhalb des Eisenankers 31 befindet sich ein Magnet 32. Ferner ist eine Spule 33 vorgesehen, durch die ein aus Weicheisen bestehender Teil des Magneten 32 hindurchgeht.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist die folgende:
Die Drehspulensysteme I und II werden durch die Ströme, welche entsprechend dem Verlauf der Komponentenkurven des gesandten Schriftzeichens variiert sind, erregt. Dadurch erhalten die Spulenrahmen 3 einen mehr oder weniger großen Ausschlag, welcher auf die Arme 15 bzw. 16 übertragen wird. Infolge der Verbindung der Arme 15, 16 miteinander durchläuft das Ende 23 des Schreibröhrchens eine Bahn, welche die Resultierende der gesandten Komponentenkurven und mithin den Kurvenzug des gesandten Schriftzeichens darstellt. Dieser Kurvenzug wird daher auf dem Papierband 25 niedergeschrieben.
Zwischen der Niederschrift von je zwei aufeinanderfolgenden Schriftzeichen wird das · Schreibröhrchen 23 von der Papierfläche abgehoben. Dies geschieht auf folgende Weise:
Für gewöhnlich hält der Magnet 32 den Anker 31 und damit auch die Feder 29 in anezogener Stellung, so daß das Schreibröhr-
dienende 23 an der Schreibfläche 25 anliegt. Zwischen zwei Buchstaben, die jedoch voneinander getrennt geschrieben werden sollen, oder auch zwischen zwei Worten, die einen Abstand voneinander haben sollen, wird ein Abhebestrom durch die Wicklung 33 gesandt. Dieser Abhebestrom schwächt den Magnetismus des Weicheisenendes des Magneten 32 derart, daß der Anker 20 durch die Kraft der
ίο Feder iS abgehoben wird. Hierdurch wird auch der Rahmen 17 und mit diesem das Schreibgestänge 15, 16 angehoben, so daß das Schreibröhrchen vom Papier gelöst und der Linienzug unterbrochen wird. ·
Das Papierband wird bei dem Erfindungsgegenstand vorzugsweise absatzweise bewegt, d. h. es steht während der Niederschrift eines bestimmten Schriftzeichens still und wird in der Zeit, während der das Schreibgerät von der Papierfläche abgehoben ist, um die Strecke, welche für ein Schriftzeichen zur Verfugung steht, weiterbewegt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Empfänger für Fernschreiber nach Patent 427 553, welcher mit einer Abhebevorrichtung für das Schreibgerät versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfest angeordnete Abhebevorrichtung beliebige Bewegungen des Schreibgestänges parallel zur Schreibfläche zuläßt, jedoch bei einer eigenen Bewegung senkrecht zur Schreibfläche das Schreibgestänge mitsamt dem Schreiborgan mitnimmt.
2. Empfänger für Fernschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schreibgestänge in einem parallel zur Schreibfläche liegenden Schlitz der Abhebevorrichtung (28) eingreift, welch letztere von einer Blattfeder (29) gehalten wird, die in an sich bekannter Weise von einem Magneten betätigt wird, dessen Anziehungskraft durch einen eine Spule (31) durchfließenden Abhebestrom veränderlich ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEP61862D 1929-12-08 1929-12-08 Empfaenger fuer Fernschreiber, welcher mit einer Abhebevorrichtung fuer das Schreibgeraet versehen ist Expired DE544805C (de)

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