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Vorrichtung zur Entlüftung von Ton.
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masse erwünscht ist, da biedurch die Porosität der Fabrikate verringert und ihre Festigkeit, insbesondere Biegefestigkeit, gesteigert wird, so dass die Fabrikate mit wesentlich geringeren Wandstärken erzeugt werden können und Strukturen beseitigt werden.
Eine weitgehende und wirksame Entlüftung der Tonmasse ist erst möglich, wenn dieselbe zerkleinert wird, so dass die Wirkung des Vakuums die Masse entlüftet. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, dass die Tonmasse vor ihrer Verformung, also bei Strangpressen vor Eintritt in diese, zerkleinert und gleichzeitig der Wirkung des Unterdruckes ausgesetzt wird. Selbstverständlich muss der Raum, der unter Unterdruck gesetzt wird, nach aussen hin abschliessbar sein, was durch geeignete Ausbildung eines Verschlusses gegenüber der Beschickungsöffnung leicht möglich ist.
Es ist bereits bekannt, keramische Massen durch Pressen in evakuierten Räumen zu verformen, um Lufteinschlüsse zu entfernen. Hiebei wird jedoch die Masse nicht zerkleinert und die Evakuierung erfolgt nicht vor Eintritt in die Presse, sondern in dieser selbst.
Weiters sind zum Entlüften von Ton, wobei die Tonmasse vor der Verformung, also vor Eintritt in die Presse, z. B. Strangpresse, zwecks wirksamer Entlüftung zerkleinert und gleichzeitig einem Unterdruck ausgesetzt wird, Vorrichtungen bekannt, bei welchen einer Strangpresse ein nach aussen abschliessbare Raum vorgeschaltet ist, der unter Unterdruck gesetzt werden kann und in dem Zerkleinerungsorgane für die Tonmasse vorgesehen sind.
Erfindungsgemäss wird bei einer Vorrichtung, bei welcher einer Strangpresse ein nach aussen abschliessbarer Raum vorgeschaltet ist, der unter Unterdruck gesetzt werden kann und in dem Zerkleinerungsorgane für die Tonmasse vorgesehen sind, der Unterdruckraum gegen die Beschickung-
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durch ein Paar von sich wechselseitig öffnenden und schliessenden, vorteilhaft zwangsläufig gekuppelten Schiebern oder ein drehtischartiges Organ sowie auch durch einen engen Ringraum gebildet werden.
Die Entlüftungsvorrichtung ermöglicht jede übliche Beschickung der Maschine mit Kuchen und Abfällen vom Schneidtisch, u. zw. sowohl durch Schaukeltransporteure als auch von Hand aus.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen im Querschnitt drei verschiedene Ausführungsformen, Fig. 4 ist eine Draufsieht zu Fig. 3. Die Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform im Querschnitt und Draufsicht, die Fig. 7 und 8 eine weitere Ausführungsform in Längs-und Querschnitt.
Gemäss Fig. 1 fällt das Gut durch den Beschickungstrichter 1, der gegebenenfalls zum leichteren Einwurf von Hand aus etwas schräg gestellt sein kann, in einen kübelförmigen Drehschieber 2, der sich ununterbrochen mit einer dem Materialbedarf der Strangpresse entsprechenden Geschwindigkeit dreht. Bei fortgesetzter Drehung des Drehsehiebers 2 fällt das in ihm enthaltene Gut in einen Raum 3, in dem durch eine mittels Leitung 4 angeschlossene Luftpumpe Luftleere geschaffen ist. Hier werden die Kuchen und Abfälle teilweise entlüftet. Die Zerkleinerung erfolgt durch eine Messerwalze 5, die mit einer feststehenden Kante eines Vierkantstahles 6 zusammenarbeitet. Statt des letzteren kann auch eine gestrichelt angedeutete rotierende Einzugwalze 7 angeordnet werden.
Das in dem nach aussen durch den Drehschieber 2 praktisch luftdicht abgeschlossenen Raum teilweise entlüftete Gut wird durch die rasch umlaufende Messerwalze 5 etwa auf Linsen-oder Bohnengrösse zerkleinert und
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gelangt in den durch die Leitung 8 gleichfalls unter Unterdruck gesetzten Raum 9, wo die Entlüftung wirksam vollendet wird. Der granulierte, stark entlüftete Ton gelangt nun auf dem üblichen Wege durch Speisewalze 10 in die Strangpresse, die den luftdichten Abschluss des Unterdruckraumes 3,9 nach unten besorgt und in der das Gut zum Strang für dünnwandige Ziegel, Porzellanmasse, Steingut usw. verformt wird.
Gemäss Fig. 2 wird der luftdichte Abschluss durch zwei waagrechte, miteinander gekuppelte übereinanderliegende Schieber 11, 12 bewirkt, die wechselseitig zwangsläufig öffnen und schliessen, so dass der Unterdruckraum 3, 9 nach aussen immer von einem der Schieber abgesperrt ist.
Nach den Fig. 3 und 4 sind zwei lotrechte Schieber 13, 14 zu beiden Seiten des Beschickungtrichters 1 angeordnet. Auch diese Schieber arbeiten zwangsläufig wechselweise und ermöglichen das fallweise seitliche Einschieben des Gutes in den Trichter in Richtung der Pfeile in Fig. 4 aus den seitlichen Beschickungskasten, ohne dass Luft mit eingezogen wird.
Nach den Fig. & und 6 erfolgt der Abschluss durch eine Art Drehtisch 15, der absatzweise oder auch kontinuierlich durch Kegelradzetriebe 16 gedreht wird. Im Drehtisch sind drei Öffnungen- ? y. die gefüllt werden, wenn sie sich ausserhalb des Fülltrichters befinden und die Füllung nach erfolgter Drehung in diesen fallen lassen. In dieser Stellung ist die Öffnung 17 nach oben durch eine Platte 25 abgeschlossen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8 ist von bewegten Abschluss- und Zerkleinerungsorganen Abstand genommen. Hier erfolgt die Abdichtung des Unterdruckraumes 18 nach oben dadurch, dass das Gut durch einen Schneckenzubringer 19 durch einen engen Ringraum 20 hindurchgedrückt wird, der zwischen einem auf der Strangpresse aufgesetzten Zylinder 21 und einem hohlen, feststehenden Kern 22 gebildet wird. Der Ton füllt den Ringraum 20 genügend dicht aus, so dass das Einsaugen von Luft von oben praktisch verhindert wird. An einem Lager 23 sind zahlreiche lotrechte, radial gestellte Messer 24 befestigt, durch die der rohrförmige Tonquerschnitt in etwa 2 mm starke Strähne zerschnitten wird. Diese hängen nach unten auseinander, so dass sie von allen Seiten entlüftet werden können.
Der nunmehr stark entlüftete Ton wird weiters in üblicher Weise in der Presse zum Strang geformt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung, bei welcher einer Strangpresse ein nach aussen abschliessbarer Raum vorgeschaltet ist, der unter Unterdruck gesetzt werden kann und in dem Zerkleinerungsorgane für die Tonmasse vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruckraum gegen die Beschickung- öffnung hin durch einen kübelförmigen Drehschieber abgeschlossen ist.
2. Vorrichtung, bei welcher einer Strangpresse ein nach aussen absehliessbarer Raum vorgeschaltet ist, der unter Unterdruck gesetzt werden kann und in dem Zerkleinerungsorgane für die Tonmasse vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterdruckraum gegen die Beschickung- öffnung hin durch ein Paar von sich wechselseitig öffnenden und schliessenden, vorteilhaft zwangsläufig gekuppelten Schiebern abgeschlossen ist.