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Verschlussblatt für photographisehe Objektivversehlüsse.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verschlussblätter für photographische Objektiv- verschlüsse. Des näheren betrifft sie solche Verschlussblätter, bei denen die Lager-bzw. Angriffsstellen der Sehwingzapfen und der Antriebsnieten verstärkt sind. Bekanntlich greifen diese Organe in Löcher, gegebenenfalls Schlitze im Verschlussblatt ein. Wegen der hohen Beanspruchungen, denen die Verschlussblätter bei Zentralverschlüssen standhalten müssen-Beanspruchungen, die hauptsächlich daher rühren, dass die Verschlussblätter innerhalb eines Arbeitszyklus ihre Bewegungsriehtung umkehren müssen-, hat man Vorkehrungen getroffen, dass diese Löcher und Schlitze nicht ausgeschlagen werden.
Man hat sich bisher dadurch geholfen, dass man Verstärkungsplättchen aufgenietet hat. Die Herstellungskosten der Blätter werden jedoch durch Anwendung dieses Verfahrens ziemlich erhöht.
Ausserdem sind die Nieten einer ebenen Lagerung der Blätter auf der Platine hinderlich. Die bestehenden Mängel sind nun durch die erfindungsgemässen Verschlussblätter beseitigt, indem diese mit den verstärkten Stellen aus einem profilierten Blech ausgestanzt sind, das im Bereiche des Verschlussblattes selbst äusserst dünn ist und im Bereiche der Schwingzapfen und der Antriebsnieten die für deren Lagerung bzw. deren Angriff notwendige Stärke aufweist. Des weiteren soll erfindungsgemäss der Übergang von der verstärkten Stelle zum Blatt absatzförmig oder allmählich verlaufend gestaltet sein.
Die Verschlussblätter gemäss der Erfindung sind nicht nur fertigungstechnisch vorteilbringend, sondern auch im Gebrauche haben sie sich unter höchsten Beanspruchungen im Dauerversuch als sehr widerstandsfähig gegen Verschleiss erwiesen. Es sind wohl auch Verschlussblätter mit verstärktem (homogenem) Querschnitt bekanntgeworden. Diese aus den Anfangsjahren der photographischen Ver- schlussteehnik stammenden Blätter waren aus Zelluloid oder Hartgummi gefertigt, und die Verstärkungs- stelle befand sich in der Mitte des etwa halbmondförmigen Blattes und fiel allseitig zum Blattrand hin ab.
Derartige Blätter können naturgemäss nicht im Stanzverfahren aus Profilwerkstoff hergestellt werden.
In der Zeichnung sind zwei verschiedene Ausführungsformen von Verschlussblättern gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen :
Fig. 1 und 2 in Draufsicht und im Querschnitt ein Verschlussblatt mit keilförmigem Querschnitt und die Fig. 3 und 4 in Draufsicht und im Querschnitt ein Blatt mit stufenweise verlaufendem Querschnitt.
Die erste Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 des Verschlussblattes cl weist einen keilförmigen Querschnitt auf. Das Verschlussblatt ist aus Streifenmaterial, z. B. Stahlblech, mit quer zur Längsrichtung verlaufendem Querschnitt ausgestanzt. Das Blatt wird so aus dem Streifen ausgestanzt, dass die dickeren Teile, wo die Löcher a bzw. b für den Lagerzapfen bzw. die Antriebsniete angebracht werden, aus dem dickeren Teile des Bleehstreifens gebildet werden. Die zur Abschirmung des Lichtes dienende Hauptfläche des Blattes wird durch den dünneren Teil des Streifens gebildet.
Durch die beschriebene Quersehnittsverteilung wird einerseits die erforderliche Verstärkung an der Antriebsund Lagerstelle des Verschlussblattes erreicht, anderseits bleibt dessen Hauptfläche so dünn, dass das Gesamtgewicht des Blattes die bei hohen Versehlussgesehwindigkeiten einzuhaltenden engen Grenzen nicht überschreitet.
Die zweite Ausführungsform (Fig. 3 und 4) des Verschlussblattes c2 gemäss der Erfindung zeigt eine gegenüber der Hauptfläche des Blattes abgesetzte Verstärkung d, in der die Löcher a und b zur Lagerung auf den Sehwingzapfen bzw. zum Angriff der Antriebsniete angebracht sind. Auch dieses Blatt wird vorzugsweise aus Streifenmaterial hergestellt. Die Form des Blattes gestattet es, dieses so aus dem Blechstreifen zu stanzen, der mit einer der Verstärkung d entsprechenden Rippe versehen
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ist, dass sich die Verstärkung ausschliesslich an der Lagerungs-und Antriebsstelle befindet, während die eigentliche Blattfläche ausschliesslich aus dem dünnen Blech gebildet wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verschlussblatt für photographische Objektivverschlüsse, bei dem die Lager-und Angriffsstellen der Schwingzapfen und der Antriebsniete verstärkt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlussblatt mit den verstärkten Stellen aus einem profilierten Blech ausgestanzt ist, das im Bereiche des Verschlussblattes selbst äusserst dünn ist und im Bereiche der Schwingzapfen und der Antriebsniete die für deren Lagerung bzw. deren Angriff notwendige Stärke aufweist.