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Zwiselhenfrequenzüberlagerungsempfangssehaltung.
Im folgenden soll die Frequenz der zu empfangenden ankommenden Schwingungen als "Fern- frequenz", die der örtlich erzeugten Schwingungen als,, Ortsfrequenz" und deren Differenz (gegebenenfalls Summe) als "Zwischenfrequenz" bezeichnet werden.
Eine bekannte Schaltung der ersten Detektorstufe eines Überlagerungsempfängers ist in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt, in der mit 1 ein Schwingungskreis bezeichnet ist, der auf die Fernfrequenz abgestimmt ist (und dem diese und die Ortsfrequenz zugeführt werden), und mit 2 ein auf die Zwischenfrequenz abgestimmter Schwingungskreis. Die Kreise 1 und 2 und der durch den Kondensator 4 überbrückte Widerstand 3 sind zwischen die Anode und Kathode einer Zweielektrodenröhre 5 geschaltet. Durch das Spannungsgefälle über den Widerstand 3 wird die Anodengleichspannung der Zweielektrodenröhre 5 bedingt, während der Kondensator 4 für die Fern-, Orts-und Zwischenfrequenzschwingungen praktisch einen Kurzschluss des Widerstandes 3 bildet.
Ein Nachteil der beschriebenen Schaltung besteht darin, dass die Ortsfrequenz von der Antenne ausgestrahlt wird, es sei denn, dass der Stromkreis 1 über eine Hochfrequenzverstärkerröhre mit der Antenne verbunden ist.
Eine andere, ebenfalls bekannte Schaltung ist in Fig. 2 dargestellt. Bei dieser wird die Fernfrequenz einem Kreis 1 und die Ortsfrequenz einem Kreis 6 zugeführt, die in Reihe mit einem Kreis 2, in dem die gewünschte Zwischenfrequenz auftritt, zwischen Anode und Kathode einer Zweielektrodenröhre 5 geschaltet sind. B3i dieser Schaltung liegt der Widerstand 3, der zur Erzielung der richtigen Anodenspannung dient, parallel zu dem Zwischenfrequenzkreis 2, wodurch dieser gedämpft wird, so dass die Selektivität dieser Schaltung nur gering ist.
Die Erfindung bezweckt unter Vermeidung der vorerwähnten Nachteile eine Schaltung zu schaffen, die alle Vorteile vereinigt, die mit der Verwendung einer Zweielektrodenröhre als Detektor verbunden sind.
Zum Zwecke der Vermeidung einer namhaften Ausstrahlung der Ortsfrequenz durch die Antenne muss dafür gesorgt werden, dass an den Klemmen des Fernfrequenzkreises kein bedeutender Spannungsabfall der Ortsfrequenz stattfindet. Naturgemäss ist dies nicht möglich, wenn beide Frequenzen einem einzigen Kreis zugeführt werden (1 in Fig. 1). Die Trennung des Fern-und Ortsfrequenzkreises voneinander genügt aber nicht. Es muss vielmehr noch in Reihe mit diesen ein Widerstand eingeschaltet sein, an dem der hauptsächliche Spannungsabfall der Ortsfrequenz stattfindet. Ausserdem soll zur Erzielung einer hohen S3lektivität der Zwischenfrequenzkreis möglichst ungedämpft sein.
Diese erfinderische Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Oi'tsfrequenzkreis 6, der Fernfrequenzkreis 1, der Kondensator 4 und der Zwischenfrequenzkreis 2 in Reihenschaltung zwischen Anode und Kathode einer Zweielektrodenröhre gelegt werden und dass ausserdem der zum Abgriff des Gleichspannungsabfalles erforderliche Widerstand 6 so angeordnet ist, dass er die Dämpfung des Zwischenfrequenz-
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entweder parallel zum Kondensator 4 allein geschaltet werden oder parallel zur Reihenschaltung des Kondensators 4 mit dem Fernfrequenzkreis 1 und dem Ortsfrequenzkreis 6.
Der Kondensator 4 hält in dem letzteren Falle den Gleichstrom von den Hochfrequenzkreisen fern, ohne für die Hochfrequenz ein nennenswertes Hindernis zu bilden.
Eine Ausführungsform einer Schaltung nach der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Bei dieser Schaltung wird die Fernfrequenz einem Kreis 1 und die Ortsfrequenz einem Kreis 6 zugeführt, die
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in Reihe mit einem Zwischenfrequenzkreis 2 und der Parallelschaltung eines Widerstandes 3 und eines Kondensators 4 zwischen Anode und Kathode der Zweielektrodenröhre 5 geschaltet sind.
Dadurch, dass in der Schaltung der Ortsfrequenzkreis 6 in Reihe mit dem Fernfrequenzkreis 1 und dem inneren Widerstand der Zweielektrodenröhre 5 liegt, wird nur ein geringer Teil der Ortsfrequenzspannung über den Eingangskreis auftreten, so dass eine im wesentlichen strahlungsfreie Schaltung erzielt wird. Da der Widerstand 3 in Reihe mit dem Stromkreis 2 liegt, ist die Schaltung überaus selektiv.
Eine andere Ausführungsform ist in Fig. 4 dargestellt. Bei dieser ist die Reihenschaltung des Zwischenfrequenzkreises 2 und des Widerstandes 3 zwischen Anode und Kathode der Zweielektrodenröhre 5 gelegt, während die Reihenschaltung des Fernfrequenzkreises 1, des Ortsfrequenzkreises 6 und des Gleichstromblockkondensators 4 parallel zum Widerstand 3 liegt. Auch diese Schaltung ist im wesentlichen strahlungsfrei, da der Kreis 6 in Reihe mit dem Kreis 1 und dem Widerstand 3 liegt, und ausserdem wird zufolge der Reihenschaltung des Kreises 2 und dieses Widerstandes 3 eine hohe Selektivität erreicht.