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EMI1.1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Überlagerungsempfangsschaltanordnung, bei der Mittel vorgesehen sind, welche die Abstimmung des örtlichen Oszillators in Abhängigkeit von der Differenz zwischen der in der Mischröhre erzeugten Zwischenfrequenz und der Frequenz, auf die der Zwischen- frequenzverstärker abgestimmt ist, selbsttätig korrigieren.
Derartige Empfänger zeigten bisher den Nachteil, dass beim Herabsinken der Amplitude der empfangenen Schwingungen infolge von Fadingerseheinungen die selbsttätigen Abstimmittel von
Störgeräuschen oder von benachbarten Sendern beeinflusst wurden. Hiedurch konnte unter Umständen die Abstimmung des örtlichen Oszillators so weit verlagert werden, dass die selbsttätigen Abstimm- mittel beim Wiederansteigen der Amplitude des zu empfangenden Signals nicht mehr imstande waren, die richtige Abstimmung des örtlichen Oszillators wiederherzustellen.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass die selbsttätigen Abstimmittel automatisch unwirksam gemacht werden, wenn die Amplitude der empfangenen Schwingungen unter einen bestimmten Wert sinkt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung durch Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht.
Die Fig. 1 zeigt eine Empfangssehaltanordnung, die eine Antenne Zl, einen Hochfrequenzverstärker 1, einen ersten Detektor 2 und einen Zwischenfrequenzverstärker : J enthält. Die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers. ? wird einem Filter 4 zugeführt, welches sehr scharf auf die gewünschte Zwischenfrequenz abgestimmt ist. Gegebenenfalls kann das Filter 4 auch einen Amplitudenbegrenzer enthalten. Die Ausgangsenergie des Filters 4 wird mittels eines Transformators T im Gegentakt den Gittern der Gleichrichterröhren 7 und 8 zugeführt.
Ausserdem wird diesen Gittern mittels eines Transformators T2 gleiehphasig die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 3 zugeführt. Der längs der im Ausgangskreis der Gleichrichterröhren 7 und 8 liegenden Widerstände 17 und 18 auftretende Spannungsabfall wird über die Kontakte 11 und 12, die Doppelleitung L und das Filter 1.'3 dem Steuergitter der Regelröhre 6 zugeführt. Die Anode der Regelröhre 6 ist mit einer Selbstinduktion 16 verbunden, die mit dem Sehwingungskreis des örtlichen Oszillators J gekoppelt ist.
Die Fig. 5-7 dienen zur Erläuterung der Wirkung der selbsttätigen Abstimmung des örtlichen Oszillators. Die im Gegentakt den Steuergittern der Röhren 7 und 8 zugeführte Ausgangsspannung des Filters 4 wird durch die Vektoren Ei und E2 in Fig. 5 dargestellt, die ausserdem diesen Steuergittern gleichphasig zugeführte Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 3 durch den Vektor Es. Die resultierenden Spannungen an den Steuergittern werden durch die Vektoren E3 und E4 dargestellt. Die Fig. 5 gilt für den Fall, dass die in der Mischröhre erzeugte Zwischenfrequenz genau übereinstimmt mit der Frequenz, auf die der Zwischenfrequenzverstärker abgestimmt ist.
In diesem Fall sind die Spannungen E3 und E4 gleich gross, so dass dem Steuergitter der Regelröhre 6 keine Spannung zugeführt wird. Ändert sieh nun die Frequenz des empfangenen Signals oder die Frequenz des örtlichen Oszillators, so ergibt sich im Filter 4 eine Phasenverschiebung, so dass, wie aus den Fig. C und 7 ersichtlich ist, die Spannugen. E3'und E4'an den Steuergittern der Röhren 7 und 8 nicht mehr gleich gross sind.
Es wird nun der Regelröhre. 6 eine Spannung zugeführt, welche eine Änderung des Innenwiderstandes der Regelröhre herbeiführt, wodurch sich die Frequenz des örtlichen Oszillators in solcher Weise ändert, dass die in der Misehröhre erzeugte Zwischenfrequenz wieder annähernd den richtigen Wert erhält, auf den der Zwischenfrequenzverstärker abgestimmt ist. Das Filter 13 dient
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dazu, eine Beeinflussung der Frequenz des örtlichen Oszillators durch eine Frequenzmodulation der empfangenen Schwingungen zu vermeiden.
Die empfangenen Schwingungen werden durch die Detektorröhre 14 demoduliert. Die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 3 wird einem Gitter dieser Röhre, die von dem Filter 4 ausgesiebte Zwischenfrequenzträgerwelle über ein phasenausgleichendes Filter 19 einem andern Gitter zugeführt. Hiedurch wird in an sieh bekannter Weise eine sehr wirksame Demodulation erhalten.
Die Niederfrequenzverstärkerröhre 15 führt die Niederfrequenzschwingungen einer Wiedergabevorrichtung (Telephon, Lautsprecher od. dgl.) zu.
Gemäss der Erfindung ist eine besondere Gleichrichterröllre 9 vorgesehen. Dem Steuergitter dieser Röhre wird die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 3 zugeführt. Im Anodenkreis der Röhre 9 liegt eine Relaiswicklung 10, welche die Kontakte 11 und 12 nur dann schliesst, wenn eine genügend grosse Spannung dem Steuergitter zugeführt wird. Sobald die Amplitude der empfangenen Schwingungen unter einen bestimmten Wert sinkt, öffnen sich die Kontakte 11 und 12, so dass die selbsttätige Abstimmung des Oszillators unwirksam gemacht wird.
Ein anderes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in der Fig. 2 veranschaulicht. Bei dieser Anordnung wird die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 3 gleiehphasig einem besonderen Gitter der Röhren 7 und 8 zugeführt. Die selbsttätige Abstimmung des örtlichen Oszillators erfolgt dadurch, dass der Innenwiderstand der Regelröhre 6 in Reihe mit einem Kondensator 25 zum Schwingungskreis des Oszillators parallel geschaltet ist. Die Anode der Regelröhre wird über eine Drosselspule 16'gespeist. Die Batterie 26 liefert eine geeignete Gittervorspannung für die Regelröhre.
Die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 3 wird über den Transformator 2J einer besonderen Gleichrichterröhre 29 zugeführt. Es ergibt sich über den Widerstand 21 ein Nieder- frequenzspannungsabfall, dessen Gleichspannungskomponente über das Filter 22 zur selbsttätigen Lautstärkeregelung dem Hochfrequenzverstärker l zugeführt wird. Das Filter 20 dient zur Aussiebung der Zwisehenfrequenz. Der Spannungsabfall über den Widerstand 21 wird ausserdem dem Steuergitter der Röhre 9 zugeführt, in deren Anodenkreis die Relaiswicklung 10 liegt. Die Batterie 28 liefert die erwünschte Gittervorspannung für die Röhre 9.
Weil in der Röhre 9 eine Phasenverschiebung um 1800 stattfindet, ist das Relais 10 mit Ruhekontakten ausgestattet.
Die Röhre 9 kann bei dieser Anordnung in Fortfall kommen, wie in der Fig. 3 veranschaulicht ist. In diesem Fall wird das Relais 10 mit Arbeitskontakten versehen.
Die Fig. 4 zeigt eine andere Ausführung der selbsttätigen Abstimmung, die sich von der Ausführungsform nach Fig. 2 dadurch unterscheidet, dass statt des Kondensators 25 eine Spule. 30 in Reihe mit einem Blockierungskondensator 32 verwendet wird.
Die Erfindung ist in den beschriebenen Ausführungsbeispielen in Verbindung mit einem bestimmten System für selbsttätige Abstimmung dargestellt ; es versteht sich aber, dass die Erfindung auch bei andern Systemen für selbsttätige Abstimmung Anwendung finden kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Überlagerungsempfangsschaltanordnung, bei der Mittel vorgesehen sind, welche die Abstimmung des örtlichen Oszillators in Abhängigkeit von der Differenz zwischen der in der Misehröhre erzeugten Zwischenfrequenz und der Frequenz, auf die der Zwischenfrequenzverstärker abgestimmt ist, selbsttätig korrigieren, dadurch gekennzeichnet, dass diese Mittel automatisch unwirksam gemacht werden, wenn die Amplitude der empfangenen Schwingungen unter einen bestimmten Wert sinkt.