AT152374B - Verfahren zur Herstellung von Carcinomzellen bzw. Sarcomzellen lösenden Substanzen, insbesondere zu Injektionszwecken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Carcinomzellen bzw. Sarcomzellen lösenden Substanzen, insbesondere zu Injektionszwecken.

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AT152374B
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Frederick Fanning Ayer Pearson
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Careinomzellen bzw. Sareomzellen lösenden Substanzen, insbesondere zu Injektionszwecken. 



   Der Erfindungsgegenstand betrifft ein Verfahren zur Herstellung therapeutisch wertvoller Produkte, die besonders bei Bekämpfung von   Carcinom   bzw. Sarcom Anwendung finden sollen. 



   Das Verfahren zur Herstellung von den auf biologischem Wege wirkenden, Careinomzellen bzw.   Sarcomzellen   lösenden Substanzen besteht darin, dass aus den Stoffwechselprodukten der Darmbakterien gesunder Individuen auf künstlichen oder natürlichen Nährboden, nach zur Isolierung von hochmolekularen Fettsäuren geeigneten Methoden, wie Freimachen der Fettsäuren durch Ansäuern und darauffolgende Extraktion, jene Substanzen von saurem Charakter isoliert werden, die mindestens in einem Kubikzentimeter einer   1   igen Lösung mindestens 100 zugesetzte Careinomzellen innerhalb 24 Stunden zur Lösung bringen und vorzugsweise hierauf mit alkalisch wirkenden Stoffen neutralisiert oder schwach alkalisch gemacht werden. 



   Da die Verfahren zur Gewinnung der Careinomzellen lösenden Stoffe jenen zur Gewinnung der Sarcomzellen lösenden Stoffe ganz analog verlaufen, so werden diese hier dementsprechend in einem beschrieben. 



   Es hat sich herausgestellt, dass man stark Carcinomzellen bzw.   Sarcomzellen   lösende Stoffe erhält, wenn man Kulturen von normalen Darmbakterien, besonders Reinkulturen von Bacterium coli, aus jugendlichem Darm auf fetthaltigen Nährlösungen, besonders mit Pflanzenölen versetzte Magermilch, aber auch fetter Vollmilch, fetthaltige Verdauungslösungen überimpft ; hiebei tritt eine organische (Fett-) Säure auf ; man lässt bei 37  C so lange stehen, bis die gebildete Menge an dieser wirksamen Säure genügend gross ist, vorzugsweise so lange, bis durch die Bakterieneinwirkung die Fettstoffe der Nährlösung praktisch aufgebraucht und umgewandelt sind. Man kann die fettsäureartige wirksame Substanz aus dem Gemisch abscheiden und auch rein darstellen. Dies kann z.

   B. mit Hilfe von Fett extrahierenden Flüssigkeiten erfolgen, auch unter Verwendung von fraktionierter Fällung bzw. Destillation, vorzugsweise unter vermindertem Druck. Es ist aber nicht immer nötig, die Fett- 
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 aufweist, z. B. wenn bei der   zytoJytischen Prüfung 0, 1%   ihrer Lösung bezogen auf serumhaltiges Untersuchungsmaterial (z. B.   Carcinom-bzw. Sarcomserum)   zumindest eine   60-80% ige   lösende Wirkung auf Careinomzellen bzw. Sarcomzellen ausübt. 



   Es hat sich gezeigt, dass die Careinomzellen bzw. Sarcomzellen lösende Wirkung des so erhaltenen, die organische (fett-) säureartige Substanz enthaltenden Produktes noch wesentlich erhöht wird, wenn man demselben Organextrakte (z. B. Leber,   Pankreas-Thymusextrakt, auch Darmschleimhaut   von 
 EMI1.2 
 
In allen Fällen, wo hier die   Ausdrücke"gesund"und"normal" gebraucht   werden, soll damit gesagt sein, dass das betreffende Individuum nicht an Careinom bzw. Sarcom erkrankt, eventuell auch nicht hiezu die Disposition aufweisen soll. 



   Beispiel : Zu   2-5 Milch, zweckmässig Magermilch,   die mit Pflanzenölen versetzt und vorher praktisch sterilisiert und verdaut worden ist, wird mit einer Eprouvette eine Reinkultur von Bacterium eoli, erhalten aus dem Darminhalt eines gesunden, jugendlichen Individuums, zugesetzt und das Gemisch innigst unter   Sauerstoffabsehluss mehrere Tage   bei 37  C belassen. Das Reaktionsgemisch, welches deutlich saure Reaktion zeigen muss, wird hierauf mit organischen Fettlösungsmitteln, wie Äther, Petroläther, oder Gemischen von Lösungsmitteln erschöpfend extrahiert.

   Die abgeschiedenen, 

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 mit organischen Lösungsmitteln verdünnten Extrakte werden zweckmässig nach Filtration und Trocknung langsam eingeengt, wobei die wirksame saure Substanz, als schwerer löslich, vor etwa noch vorhandenen Fettsäuren, wie Stearin-, Palmitin-, Ölsäure usw., ausfällt oder   bei Überführung   des Gemenges der sauren wirksamen Substanz und der hochmolekularen Fettsäuren in ihre   Kalisalze   in alkoholischer Lösung als leichter lösliches Salz von den Salzen der genannten Fettsäuren getrennt werden kann. Es ist vorteilhaft, die Bakterieneinwirkung auf die Nährlösung so lange fortzusetzen, bis eine Probe aufgearbeitet, praktisch nur mehr geringe Mengen jener Fettsäuren enthält, aus denen die Fette der Nährlösung gebildet sind.

   Die wirksamen sauren Substanzen kann man auch durch Fällen mit salzsauren Alkoholen reinigen, hiebei werden   Eiwei. ssprodukte   usw. gefällt, wogegen die wirksamen Substanzen in Lösung bleiben. Aus dieser Lösung können letztere durch Eindunsten isoliert werden. 



   Zu den wirksamen Substanzen können in manchen Fällen vorteilhaft Organextrakte zugesetzt werden, die z. B. in folgender Weise in hochwirksamer Form erhalten werden. Es wird 1 kg zerkleinerte frische Kalbsleber mit schwach alkalischer wässriger Flüssigkeit (z. B.   2-. 3l)   extrahiert, oder es wird als Extraktionsmittel Glyzerin verwendet. Die so erhaltenen filtrierten flüssigen Extrakte werden mit der z. B. nach obigen Angaben erhaltenen wirksamen Säure bzw. einer Lösung oder Suspension derselben vermischt und zweckmässig noch einige Stunden bei Bruttemperatur gehalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung    von - Carcinomzellen   bzw.   Sarcomzellen   lösenden Substanzen, insbesondere zu Injektionszwecken, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Stoffwechselprodukten der Darmbakterien gesunder Individuen auf Nährböden, nach zur Isolierung von hochmolekularen Fettsäuren geeigneten Methoden, wie Freimachen der Fettsäuren durch Ansäuern und darauffolgende Extraktion mit organischen Fettlösungsmitteln und fraktionierte Fällung der schwerer   löslichen   Anteile, jene Substanzen von saurem Charakter isoliert werden,

   die mindestens in einem Kubikzentimeter einer   1   igen Lösung mindestens 100 zugesetzte Carcinomzellen innerhalb 24 Stunden zur Lösung bringen und vorzugsweise hierauf mit alkalisch wirkenden Stoffen neutralisiert oder schwach alkalisch gemacht werden.

Claims (1)

  1. 2. Ausgestaltung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Gewinnung stark Careinomzellen bzw. Sarcomzellen lösender Substanzen Kulturen von normalen Darm- EMI2.1 fetthaltige Nährlösungen (mit Pflanzenölen versetzte Magermilch, fetthaltige Verdauungslösungen) überimpft und bis zur praktisch vollständigen Umwandlung der in der Nährlösung enthaltenen Neutralfette in Stoffe sauren Charakters zweckmässig bis 37 C belassen werden, worauf die gebildeten Substanzen sauren Charakters abgeschieden werden.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass den nach den Ansprüchen 1 und 2 gewonnenen, die wirksamen Stoffe enthaltenden Flüssigkeiten Organextrakte (auch Darmschleimhaut) von normalen tierischen Organismen zugesetzt werden, worauf die Mischung zweckmässig einige Stunden bei Bruttemperatur belassen wird.
AT152374D 1934-12-03 1934-12-03 Verfahren zur Herstellung von Carcinomzellen bzw. Sarcomzellen lösenden Substanzen, insbesondere zu Injektionszwecken. AT152374B (de)

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