<Desc/Clms Page number 1>
Sehaltungsanordnung in Fernsprechanlagen mit Gesellschaftsleitungen und den Abzweigstellen im Amt individuell zugeordneten Gesprächszählern.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
liegt, spricht das Relais ssj an und legt mit ? Si,. ? 81 die Stationsschleife in die Leitung. In der Station ist nunmehr, da jetzt 6RU1 wieder schliesst, nur mehr 18HUI betätigt.
Im Vorwähler spricht das Relais R in Schleife über Rund 41t gegen Erde an und schaltet mit 51r den Drehmagnet D1 des Vorwählers an den Relaisunterbrecher RU1. 52r schliesst den Prüfstromkreis. Der Vorwähler dreht und sucht über den Arm dle eine freie Verbindungsleitung. Ist diese
EMI2.1
Schleife gebildet.
Mit der Durchschaltung des Vorwählers verliert das Relais S1 der rufenden Station Nr. 1 den Schleifenstrom und es fällt ab, wodurch die Stationsschleife unterbrochen wird. Andern Abzweigstellen der gemeinsamen Leitung ist es nun möglich, eine Verbindung herzustellen, sie bleiben bis nach
EMI2.2
der Sprechapparat wieder eingehängt wird. Von den Stationskontakten ist jetzt nur 40 HU2 geöffnet.
Die gemeinsame Einrichtung RSp (Fig. 2) wird über die Leitung an, 92p, 91x, Drehschaltarm d4f
EMI2.3
stromkreis zum ersten Gruppenwähler wird aber über Wi8 und 56c aufrechterhalten. 59u trennt die Sperrspannung ab.
EMI2.4
Relais A wiederholt sich, wodurch der Wählen schrittweise fortgeschaltet wird. Inzwischen liegt sowohl an der a4- als auch an der b4-Leitung Sperr- und Haltespannung über d3a, 67p, 66b, 69v1, 70e und Wi18. bzw. d3b, 73p, 74k, 75b, 76v1, 77e und Wi18.
Durch die Fortschaltung des Wählers D4 soll die aufeinanderfolgende Aussendung der Rufkriterien zu den einzelnen an die Leitung anschliessbaren Stationen unter gleichzeitiger mitlaufenden Kennzeichnung des Stationszählers im Vorwähler bewirkt werden.
Die Auswahl der einzelnen an die Gesellschaftsleitung angeschlossenen Stationen erfolgt durch Zeitpotentialwahl so wie sie im Patente Nr. 148924 beschrieben ist. Sie beruht im wesentlichen darauf, dass zwecks unterschiedlichen Anrufes der einzelnen Stationen bei diesen befindliche Kondensatoren mit vorgeschalteten verschieden grossen Widerständen über vorbestimmte verschieden lange Zeiten von der Zentrale aus gegen Erde geladen und dann über Anschalterelais der Stationen entladen werden.
Ob die Entladung des Kondensators ausreicht, um dieses Relais anzuwerfen, hängt von der Ladezeit und dem jeweils vorgeschaltetem Widerstand ab. Um zu verhindern, dass bei Auswahl einer Station mit längerer Ladezeit auch Stationen kürzerer Ladezeiten mitangeschaltet werden, erfolgt nach der Ladung eine Entladung vom Amte aus, welche die Kondensatoren mit kürzerer Ladezeit soweit ent- ladet, dass ihre Entladung auf die Anschalterelais unwirksam bleibt, während der Kondensator mit längerer Ladezeit noch eine wirksame Restladung behält. Beim Ausführungsbeispiel sind zwei verschieden lange Ladezeiten vorgesehen. Eine weitere Auswahl erfolgt durch eine plus-oder minusgerichtete Ladung, wodurch sich die Anzahl der anschliessbaren Stationen auf das doppelte, im vorliegenden Falle auf vier erhöht.
Es ist selbstverständlich, dass durch Anwendung mehrerer verschiedener
<Desc/Clms Page number 3>
Ladezeiten noch mehr Stationen an die Leitung angeschlossen werden können. Die Schaltung der Stationskondensatoren auf Ladung und Entladung erfolgt durch bei den Stationen vorgesehene Relais, welche über Glimmlampen mit höherer als der Speisespannung betätigt werden.
EMI3.1
Anlegen des Kondensators bei der Station 1 erfolgt gegen das des Kondensators bei der Station : 2 verschiedenpolig. In der Einrichtung RSp (Fig. 2) wird mit 103f das Relais E erregt, welches abfallverzögert ist und mit 105e das Relais B abschaltet. Das Relais B fällt ab. Dadurch wird die Ladung der Kondensatoren bei den Stationen beendet, da 66b zurücklegt.
Die Relais GI und Gz in den Stationen und das Relais F fallen ebenfalls durch Abschaltung der höheren Spannung ab. Das Relais F ist gegen- über den Relais G1 und G2 um ein geringes abfallverzögert, wodurch mittels 72f verhindert wird, dass
EMI3.2
32w2 und versuchen über 2si und 21s2 gegen Spannung an der Leitung b mit ihren Wicklungen Vit und W2I voll durchzuziehen. Dies ist jedoch nur dem Relais Ifi möglich, da der Kondensator K01
EMI3.3
takt 20w1 geöffnet. Für das Relais lys hingegen findet im Haltestromkreis eine Gegenerregung statt, wodurch es abfällt.
Die Einrichtung RSp (Fig. 2) gibt über Erde 102p, 10. 104v2, 81j, d3d, d4, d1d, 47d, 53t einen
EMI3.4
gestellt wird, an den der Zähler GZ des Teilnehmers Nr. 1 angeschlossen ist.
Nach Abfallen des Relais F findet über die noch betätigten Kontakte des Relais E die Prüfung, ob der soeben gerufene Teilnehmer Schleife gebildet hat im Stromwege Erde, Spl, XI, 72/, 70e, 69t, i,
EMI3.5
73p, 74k, 75b, 76v1, 77e, XII, DrI, Batterie, statt. Da der Teilnehmer abgehoben hat, sprechen die Relais Sp und Dr an. Das Relais X spricht als Differentialrelais nicht an.
Das Relais V1 wird über 102p. H6sp, V1 und Wi16 erregt. In der Zeit zwischen dem Ansprechen
EMI3.6
Es soll nun kurz geschildert werden, wie die Ruf Vorgänge sind, wenn andere Stationen gerufen und rückgeprüft werden : Der Wähler D4 steuert wie bereits beschrieben, nach jeder Rufaussendung, mit nachfolgender Prüfung um einen Schritt weiter. Gleichzeitig werden Stromstösse mittels 81f zum Zählerwähler D2 des Teilnehmeranschlusses gegeben. Auf Schritt Nr. 2 wird statt der plus-eine minusgeerdete Ladebatterie über den Schutzwiderstand Wi11 angelegt. Auf den Schritten 3 und 4 wird Plus- bzw. Minusladung über eine bedeutend längere Zeit angelegt, da auf diesen Schritten über d4c und 113b das abfallverzögerte Relais K erregt wird, welches einen Kondensator grosser Kapazität K03 über 110k parallel zum Relais B legt, wodurch dessen Abfallzeit vervielfacht wird.
Auf die lange Kondensatorladung folgt nach Abfallen des Relais B über die Abfallzeit des Relais K durch 68k eine Entladung, welche die Kondensatoren der Stationen mit kurzen Ladezeiten unwirksam macht. Während der Entladung wird die Steuerspannung durch 74l an der b-Leitung gehalten.
Es sei nun angenommen, dass der nun zum Verbindungsaufbau freigegebene Teilnehmer Nr. 1 eine Verbindung mit dem Teilnehmer Nr. 2 derselben Leitung wünscht.
Er erhält über Erde, 121dr, spi, drip und 122v3 das Amtszeichen AZ und wählt die der Teil-
EMI3.7
sich über die Impulsreihe. In weiterer Folge wird mit 120 das Relais Vg über V3II erregt. 122v3 trennt das Amstzeichen ab, 71v3 und 78v3 schliessen das Relais X kurz.
Mit dem ersten Abfallen des Relais Sp wird durch zip bis zur Betätigung von sot die Leitung e4 kurzzeitig unterbrochen. Dadurch wird die Wicklung CIJ (Fig. 1) stromlos und das Relais C fällt ab,
<Desc/Clms Page number 4>
während das Relais U infolge seiner Abfallverzögerung hält. Dadurch wird mit 56c und 61c der erste Gruppenwähler freigegeben und löst aus. Er kann nun beispielsweise von Teilnehmeranschlüssen normaler Betriebsart (Einzelansehlüsse) über die Leitungen a8, b3, e3 und d3 zum Verbindungsaufbau belegt werden.
Nach der Impulsreihe fällt das Relais V2 wieder ab und das Relais B spricht über 108v2 und 109vs an. Dadurch wird, wie bereits geschildert, eine Rufaussendung mit Anschaltung der minusgeerdeten Ladebatterie bewirkt. Während des Rufvorganges wird das Relais E erregt, welches das Relais Vg
EMI4.1
durch 99e und 96v3.
Bei der Station Nr. 1 wird das Relais Gy während der Dauer der Potentialanlegung gebracht,
EMI4.2
ist, wird das Relais ssi durch Hsi abfallverzogert. Es stellt dann wieder die Schleife her. Bei der Station Nr. 2 wird durch den Kondensator Ko, das Relais W2 über LI in erster Stufe erregt, so dass die Vorkontakte 22w2, 25w2 und 32w2 betätigt werden. Da W2 im gleichen Sinne vorerregt war, zieht es über
EMI4.3
bei Abheben des Hörers, so dass, wenn ein Teilnehmer der Gesellschaftsleitung angerufen worden ist, die oberwähnte Sperrwirkung bei Abheben des Hörers nicht eintreten kann. Gleiches wird natürlich beim Teilnehmer Nr. 1 durch Kontakt 20 ? 1 bewirkt.
Beide Teilnehmer sind nun an der Leitung und werden von der gemeinsamen Einrichtung RSp (Fig. 2) gespeist.
Eine Zählung zum Zähler des rufenden Teilnehmers ist über 82v3 und einen Zählerunterbrecher ZU2 möglich.
Wählt der Teilnehmer nach der Rückwahl nicht, so wird nach gewisser Zeit das Thermorelais Th über 116sp und 115v3 wirksam, welches mit 118 sst das Relais Va kurzschliesst, worauf die Verbindung ausgelöst wird.
Die Benutzungsdauer der Einrichtung RSp an sieh wird durch das Relais Z, welches als Stufenrelais ausgebildet ist, überwacht. Es wird durch einen Zeitsehalter ZS in der Stellung y über 123v1 und ZI in die erste Stufe gebracht, in der es die Kontakte 114z und 124z schliesst. Über 114z und ZIII
EMI4.4
Für den Fall, dass der rufende Teilnehmer schon aufgelegt hat, bevor er im Wege der rückwärtigen Rufaussendung aufgefunden wurde, geht die Anslösung in der Weise vor sich, dass nach Aussendung aller Rufkriterien der Drehschalter D4 in die Stellung x gelangt, wo das Relais. A kommt.
EMI4.5
worauf ebenfalls die Auslösung erfolgt.
Die Auflösung der Verbindung selbst nach Auflegen beider Sprechpartner oder in der vor beschriebenen Weise ist die allgemein übliche und wird nicht näher beschrieben.
Wünscht jedoch der Teilnehmer Nr. 1 eine andere als eine Internverbindung, so betätigt er nach Erhalt des Amtszeichens die Erdungstaste 16ET1 der Station, wodurch das Relais X wirksam
EMI4.6
aus und die Relais U und C werden stromlos. Inzwischen haben die Kontakte 60h, 6271, 55h und 57h zum ersten Gruppenwähler durchgeschaltet. Das Relais C kann parallel zu BJ nicht wieder ansprechen.
Die Einrichtung rasp wird frei und der Teilnehmer baut jetzt seine Verbindung in bekannter Weise auf.
Zu erwähnen ist noch die Einstellung des Zählwählers D2 im Vorwähler VIF bei ankommenden Verbindungen. Dabei ist Zeitzählung auch im ankommenden Verkehr angenommen.
Die Belegung durch den Leitungswähler erfolgt über die Leitungen a1, b1, und c1. Das Relais T spricht über Cl'd2b in Stellung 0, TIII, dIe in Stellung 0 an. Im Leitungswähler erfolgt die Auswahl des Rufkriteriums durch eine vom rufenden Teilnehmer gesendete Impulsreihe, welche auch über b1, Y, 47d und 53t demWählerD, zugeffihrtwird. Während der Impulsgabe spricht das Relais Y an. Nach Beendigung der Impulsreihe fällt es wieder ab, worauf das Relais D nach Aufheben des Kurzschlusses von DII über 45y anspricht und mit 47d die Zählleitung vorbereitend einschaltet. 46 (l verhindert einen neuerlichen Kurzschluss des Relais DII.
Nach dem Melden des gerufenen Teilnehmers sprechen im Speisestromkreis die Relais R und Y an und der der gerufenen Teilnehmerstelle zugehörige Zähler GZ
EMI4.7