AT151640B - Verfahren zur Erhöhung der Knitterfestigkeit von Textilien aus cellulosehaltiger Faser. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Knitterfestigkeit von Textilien aus cellulosehaltiger Faser.

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  Verfahren zur Erhöhung der Knitterfestigkeit von Textilien aus cellulosehaltiger Faser. 



   Durch Einlagerung von Kunstharzen in der Faser gelingt es bekanntlich, cellulosehaltigen Textilstoffen die Eigenschaft zu verleihen. beim Zusammendrücken nicht zu knittern. Dieses Verhalten wird als Knitterechtheit oder Knitterfestigkeit bezeichnet. 



   Da das Verfahren ziemlich kompliziert ist und erheblicher Erfahrung bedarf, um das erwünschte Ziel in einwandfreier Weise zu erreichen, hat sich die Erfindern die Aufgabe gestellt, auf einfachere Weise den technischen Effekt der Knitterechtheit zu erzielen. Hiebei geht sie von der Erkenntnis aus, dass eine wesentliche Erhöhung der Knitterfestigkeit von Textilien aus cellulosehaltiger Faser dadurch 
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 in Sonderheit Formaldehyd, seinen Polymeren oder Formaldehyd abspaltenden Verbindungen be- handelt, trocknet und anschliessend einer Erhitzung unterwirft. Zur Vereinfachung des Verfahrens kann der Trocknungsvorgang mit der Nacherhitzung unmittelbar verbunden werden. Die Nacherhitzung soll bei Temperaturen erfolgen, die nicht wesentlich unter 90  C liegen.

   Als besonders vorteilhaft haben sich hiebei Temperaturen zwischen etwa   1000 C   und   150  C erwiesen.   



   Überraschenderweise erteilt diese Behandlung den Textilprodukten ausser der erstrebten Knitter- festigkeit noch zusätzliche wertvolle Veredlungseffekte, nämlich weitgehende Schrumpffreiheit und
Unempfindlichkeit gegen die Einwirkung von Quellungsmitteln, wobei diese beiden Eigenschaften auch gegenüber einer üblichen Bleiche beständig sind. 



   Als im Sinne der Erfindung geeignete Katalysatoren haben sich in erster Linie Metallsalze er- wiesen, u. zw. im besonderen Aluminiumsalze. So sind mit besonderem Vorteil lösliche Aluminium- salze, wie Aluminium-Chlorid, Aluminium-Sulfat, Aluminium-Acetat, Aluminium-Rhodanid, Alaune, Aluminate od. dgl., als Katalysatoren verwendet worden. Aber auch andere Verbindungen sind mit Nutzen verwendbar, z. B. Ammoniumsalze, wie   Rhodanammonium,   Eisenchlorid, Quecksilberchlorid, Phosphorsäure und deren Salze und ähnliche. 



   Es ist schon früher ein Verfahren bekannt geworden (französische Patentschrift Nr. 774080), bei dem zwecks Erzielung von Knitterechteffekten Gewebe unter Einhaltung ganz bestimmter Verfahrensbedingungen mit Dialdehyden bei Gegenwart von Metallverbindungen behandelt werden sollten. 



   Diese Verfahrensweise weist aber, abgesehen davon, dass die Dialdehyde kostspieliger und   schwie-   riger zu beschaffen sind als das erfindungsgemäss verwendete Formaldehyd und auch eine vielfach lästige Neigung zur Polymerisation zeigen, gegenüber der üblichen Knittereehtbehandlung durch Kunstharzeinlagerung nicht die vorteilhaften Wirkungen und wertvollen Effekte auf, die das Verfahren der Erfindung mit sich bringt und die sich vor allem in einer erheblich verbesserten Waschfestigkeit des Knitterechteffekts und einer hohen Quellbeständigkeit der behandelten Ware äussern, die selbst starken Pergamentiersäuren und Schrumpflaugen standhält. 



   Diese Ergebnisse waren um so   überraschender,   als eine derartige Wirkung des Formaldehyds für den Fachmann nicht vorauszusehen war. Es ist zwar schon früher zum Zwecke der Erhöhung der Festigkeit insbesondere im nassen Zustande vorgeschlagen worden, Kunstfäden mit Formaldehyd in saurer oder alkalischer Lösung, gegebenenfalls unter Zusatz von Eisensalzen zu behandeln und zu erhitzen. Auf diese Weise konnte aber nach den Feststellungen der Erfinderin der Effekt der Knitterechtheit nicht erzielt werden. 



   Das neue Verfahren lässt sich mit Erfolg auf alle Arten von cellulosehaltigen sowohl natürlichen als auch   künstlichen   Textilfasern anwenden, u. zw. können die Fasern in einem beliebigen Zustand 

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