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Anzeige-oder ReIdamevorrichtuMg.
Die Erfindung betrifft eine Anzeige-und Reklamevorriehtung mit einem auf Walzen auf-und abwickelbaren Reklameband, welches mittels eines mit einer der beiden Wickelwalzen kuppelbaren, ein Unterbrecherwerk und ein Rücklaufwerk aufweisenden, durch eine Schalteinrichtung gesteuerten Antriebswerkes an der Schauöffnung bildweise vorbeibewegt und sodann ununterbrochen zurückgeführt wird.
Diese Anzeige- und Reklamevorrichtung wird durch die Erfindung gegenüber andern demselben Zwecke dienenden Vorrichtungen (z. B. österreichische Patentschrift Nr. 142651), die zumindest zwei Steuerorgane haben, dahin verbessert, dass ein einziges Steuerorgan erforderlich ist, das sowohl das schrittweise Fortschalten des Bildbandes als auch das Rüekwickeln desselben besorgt.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass das Schaltorgan als Zahnradgetriebe ausgebildet ist, dessen eines Zahnrad planetenradartig um das andere drehbar ist und fallweise mit den die einzelnen Tätigkeiten besorgenden Zahnrädern in Eingriff gebracht wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt die Ansicht der ganzen Einrichtung ohne Kasten. Fig. 2 die Seitenansicht und Fig. 3 die Draufsicht auf das Werk.
Der Apparat wird durch den Elektromotor 1 mittels Schnecke und Schneckenrad 2, das zusammen mit einem Zahnrad. 3 auf der Welle 4 sitzt, angetrieben und die Bewegung auf den Steuerteil 5 übertragen.
Der Steuerteil sitzt auf der Welle 6 und besteht aus dem Zahnrad 7 und dem Nabenteil 5 der mittels Schrauben 8 an der Welle befestigt ist, ausserdem aus dem fest auf der Welle sitzenden Zahnrad 9.
In dem Nabenteil 5 sind kleine Kugeln 10 eingebaut, die auf die lose auf der Welle sitzende Steuerscheibe 77 drücken. Auf der Steuerscheibe 11 sitzt auf einer fest genieteten Welle 12 das Planetenrad M. Dieses greift in das Zahnrad 9 ein.
Durch Friktion der Kugeln 10 wird die Kupplungsscheibe 11 mit dem Zahnrad 18 um die Achse 6 drehend mitgenommen. Das Zahnrad 18 wird ausserdem durch seinen Eingriff in das Zahnrad 9 von diesem gleichzeitig gedreht.
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in welche es zu gewissen Zeitpunkten eingreift. Dieser Eingriff wäre aber zwecklos, denn das Rad 13 könnte keine Arbeit verrichten, wenn es nicht durch die HebeIrollen 17, 18, 19, deren genaue Funktionen später beschrieben werden, im Eingriff gehalten würde, was dadurch geschieht, dass die an der Kupplungsscheibe 11 vorstehende Nase 20 abwechselnd gegen die obengenannten Hebelrollen stösst und so lange in dieser Stellung verbleibt, bis der Hebel die Kupplungsscheibe wieder freigibt.
Durch diese drei Eingriffe in die Räder 14, 15 und 16 werden folgende Funktionen bewirkt :
Durch den Eingriff des Planetenrades 13 in das Rad 14 werden die Räder 21 und 22 in Bewegung gesetzt, welch letzteres an der Welle 23 befestigt ist, auf der die Bandwalze 24 sitzt. Auf dieser Walze ist das eine Ende des Reklamebildbandes befestigt, das bei Inbetriebsetzung des Apparates auf der andern Walze 25 aufgewickelt ist.
Fig. 2 zeigt die Grundstellung des Steuerorgans und die Schalthebel im Augenblick des Beginnes des Bildvorschubes.
Das Kupplungsrad 18 greift in das den Bildvorsehub unmittelbar bewirkende Rad 14 ein und dreht mittels der Räder 21, 22 und der Welle 2. 3 die Walze 24. Das auf dieser Walze befestigte Reklamebildband wird um ein Bild vorgeschoben, wodurch die Walze 26 mitgedreht wird. Diese Drehung wird
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durch die Welle 26, die Zahnräder 27, 28, Welle 29 und das Zahnrad 30 auf das Zahnrad 31 übertragen, in dem ein Stift 32 axial über die Scheibenebene vorstehend eingenietet ist.
Sobald nun der Stift 32 in die Ausnehmung des Hebelteile 33 eingreift, wird der Hebel 34 zusammen mit dem darunterliegenden, auf der Welle 35 sitzenden Hebel 36 mit der Rolle 17 zurück- geschoben, wodurch die Kupplungsscheibe 11 mit dem Kupplungsrad 13 freigegeben wird. Durch Friktion dreht sich nun die Scheibe 11, und. das Kupplungsrad 13 tritt aus dem Eingriff des Rades 14, wodurch dieses sofort zum Stillstand kommt, und mit ihm die beiden Walzen 24 und 25.
Das Kupplungsrad. M schwenkt nach Verlassen des Rades 14 sofort in das Triebrad 15 des Zeitdauerwerkes ein und bleibt in dessen Eingriff, solange als die an dem Hebel 37 befindliche Rolle 18 die Nase 20 der Kupplungsseheibe 11 festhält.
Das Triebrad j ! 5 bewegt durch Untersetzung über die Räder 38, 39,40 das Sekundeneinstellrad 41, an dem sich ein fester Stift 42 und ein wahlweise in verschiedenen Löchern einschraubbarer
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wieder in das Rad 14 eingreifen kann und das Bildband um ein Bild weiterbewegt.
Im Sekundeneinstellrad 41 befinden sich verschiedene Löcher 46", in die die Schraube 4 : 3 geschraubt werden kann, wodurch es möglich ist, die Stehzeit des Bildes zwischen 2-20 Sekunden einzustellen. Während das Sekundenrad 41 sich dreht, wird gleichzeitig die am Rad. 39 befindliche Feder 45 gespannt, die durch Entspannung sofort nach Freigabe des Rades 15 durch das Kupplung-
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teil 44 an, der dann den Hebel 37 wieder in seine Anfangsstellung zurückbringt.
Zur Rückschaltung der Bildserie dient folgende Einrichtung :
Angeschlossen an das Zahnrad 30 befindet sich eine Räderserie, deren letztes Rad 46 durch fortwährende Untersetzung gerade eine halbe Umdrehung gemacht hat, wenn die ganze Bilderserie abgelaufen ist.
Dieses Rad ist in Fig. 2 allein ohne Zusammenhang mit den andern Rädern dargestellt und mit 46 bezeichnet. Dieses Rad hat einen Stift 47, der, während das letzte Bild vorgeschoben wird,
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durch den an diesen befindlichen Stift 50 in seiner Stellung festgehalten wurde. Das Einfallen des Hebels 49 wird durch die am Hebel 50'befindliche Feder 50"bewirkt
Gleichzeitig mit dem Einfall des Hebels 49 wird der mit diesem fest verbundene Hebel 50', an dem sich die Rolle 19 befindet, zurückgeschoben.
Sobald nun das Zeitdauerwerk (Rad 41) abgelaufen ist, dreht sich die Kupplungsscheibe 11 mit dem Kupplungsrad 13, um wieder ein neues Bild vorzuschieben. Das ist aber jetzt nicht mehr möglich, weil durch obenbeschriebene Bewegung sich der Hebel 50'vor die Nase 20 der Steuerscheibe 11 gestellt hat, wodurch das Rad 13 nicht in Eingriff mit dem Bildvorschubrad 14 kommen kann, sondern in das Bildrücklaufrad 16 eingreift und die ganze Bildserie zurückzieht. Beim Rücklauf bleiben die Bilder nicht stehen, weil sich das Rad 31 nun in entgegengesetzter Richtung dreht und der Stift nun nicht in den Arretierhebel 33 eingreifen kann.
Durch den Bildrücklauf bewegt sich das Rad 46 wieder in umgekehrter Richtung, und sobald der Stift 47 an den Hebel 49 stösst, wird dieser wieder in seine Anfangsstellung zurückgeschoben.
Dadurch kommt auch wieder der Hebel 50'in seine frühere Stellung, gibt die Nase 20 der Kupplungscheibe 11 und mit ihr das Rad 13 frei. Letzteres verlässt den Eingriff des Rades 16, wodurch der Bildrücklauf beendet ist, schwenkt um und greift wieder in das Rad 14 ein, wird durch den bereits bereitstehenden Hebel 36 festgehalten, wodurch der Bildvorschub neuerdings beginnt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anzeige-oder Reklamevorrichtung mit einem auf Walzen auf-und abwickelbaren Reklameband, welches mittels eines mit einer der beiden Wickelwalzen kuppelbaren ein Unterbrecherwerk und ein Rücklaufwerk aufweisenden, durch eine Schalteinrichtung gesteuerten Antriebswerkes an der Schauöffnung absatzweise vorbeibewegt und sodann ununterbrochen zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltorgan als Zahnradgetriebe ausgebildet ist, dessen eines Zahnrad planetenradartig um das andere drehbar ist und fallweise mit den die einzelnen Tätigkeiten besorgenden Zahnrädern in Eingriff gebracht wird.