AT150225B - Leuchtkörperhalterung für elektrische Glühlampen. - Google Patents

Leuchtkörperhalterung für elektrische Glühlampen.

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AT150225B
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Georg Dr Stetter
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Georg Dr Stetter
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    Leuchtlorperhalteruiig   für elektrische   Gliihlampen.   



   Auf den Leuchtkörper einer Glühlampe wirkt nach den Gesetzen der Elektrodynamik eine Kraft, die man etwa beschreiben kann als die mechanische Kraft des elektromagnetischen Feldes der Zuführungen auf den stromdurchflossenen Glühkörper. 



   Bei Gleichstrom bewirkt dieselbe nur eine ständige Durchbiegung des   Glühkörpers   nach aussen, bei Wechselstrom eine periodische Bewegung von   2'I.   wenn v die Netzfrequenz ist. Unter Umständen treten auch andere Harmonische auf. 



   Für Gleich-und Wechselstrom gilt ein stossweises Auftreten dieser Kräfte beim Ein-und Ausschalten wegen des wesentlich grösseren Stromes (die betreffende Kraft geht mit dem Quadrat des Stromes). 



   Erhöhte Bedeutung kommt diesen früher nicht beachteten Kräften für die ein-oder mehrfach gewendelten Drähte zu, die denselben ja viel weniger Widerstand zu leisten vermögen. Dazu kommt, dass bei diesen Glühkörpern die Masse pro Länge grösser ist, so dass leicht Eigenfrequenzen in dem gefährlichen Betrag von 2 v auftreten können. Die dann auftretenden Resonanzen führen zu grossen Amplituden und allenfalls zur Zerstörung des Glühkörpers. Resonanzen mit den Haltedrähten sind gleichfalls schädlich, die gefährlichste Frequenz ist hier 4 v. 



   Man kann zunächst versuchen, diese Resonanzen möglichst   auszuschliessen,   indem man z. B. den Haltedrähten Formen gibt, durch welche die Eigenfrequenzen sehr tief (z. B. Stützen in Wendelform) oder sehr hoch (z. B. sehr kurze oder gegenseitig versteifte Stützen) gelegt werden. Kleinere Verstimmungen, die an sich auch genügen würden, erfordern strenge Gleichmässigkeit der Erzeugung und selbstverständlich eine bestimmte und konstante Netzfrequenz. Die gleichen Überlegungen gelten für die Dimensionierung des Glühkörpers. Dieser oder genauer die einzelnen   Stücke   zwischen je zwei
Stützen bestreichen ein ziemlich breites Band von Eigenfrequenzen, da sich z. B. mit dem Alter die Masse, mit der Temperatur (bei inkonstanter Spannung) die elastischen Konstanten fortlaufend ändern. 



  Eine beträchtliche Vermehrung der   Stützen   könnte hier die Resonanz verhindern. 



   Besser als die Mittel zur Vermeidung der Resonanz sind Vorkehrungen, die die mechanische Kraft am Glühfaden überhaupt aufheben. Damit ist nämlich auch die schädliche Wirkung der Schaltstösse aufgehoben. Zu diesem Zwecke muss das von den Zuführungen herrührende magnetische Feld am Orte des Glühkörpers Null werden. Dies kann durch geeignete Formgebung der Zuführungen erreicht werden. Man gabelt z. B. jede der beiden   Zuführungen   gleich unten am Füsschen, führt dann je zwei komplementäre Leitungen (also etwa   eine --und eine.--Loitung)   parallel in geringem Abstande bis zu der üblichen Höhe und speist jetzt den Glühkörper von zwei Seiten her mit je der Hälfte des ganzen Stromes (siehe Abbildung Fig. 1).

   Wenn der in der Abbildung wiedergegebene Teil der Zuführungen in einer Ebene liegt, ist die Kraft am Glühkörper praktisch Null. 



   Es sind auch andere   Leitungsführungen   möglich, vor allem solche, die für die Fabrikation weniger umständlich sind und doch eine genügende Herabminderung des elektrodynamischen Effektes bewirken. 



  Z. B. könnte man einfach zwei geschlossene Drahtkreise an   Stelle der üblichen Zuführungen   setzen und je unten knapp am Füsschen und oben mit dem Glühdraht eine Verbindung herstellen (siehe Fig. 2 der Abbildung). Auch einfache, aber in den Glühdraht rund verlaufende Zuführungen (siehe Fig. 3) würden schon eine wesentliche Verbesserung bewirken, da die schädlichen Kräfte an den bisher   üblichen   Ecken besonders gross sind. 



   Die letzteren Überlegungen gelten selbstverständlich in gleicher Weise für Gleich-und für Wechselstrom.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Leuchtkörperhalterung für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuleitungen innerhalb der Lampe so geführt sind, dass das von diesen Zuleitungen herrührende elektromagnetische Feld am Orte des Leuchtkörpers Null wird oder doch wenigstens zum grössten Teil zum Verschwinden gebracht wird.
    2. Leuchtkorperhalterung für elektrische Glühlampen, falls das elektromagnetische Feld am Lenchtkörper nicht Null ist, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche, auch die nicht stromführenden Stützen so bemessen sind, dass mechanische Resonanzen mit den in Betracht kommenden Harmonischen der Netzfrequenz vermieden werden.
    3. Leuchtkörperhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stromführenden Halterungsdrähte als geschlossene Leiter ausgebildet sind, wodurch das von ihnen herrührende ma- gnetische Feld vollständig oder zum Teil aufgehoben wird.
    4. Leuehtkörperhalterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitungsdrähte an den Schweissstellen mit der Wendelachse einen Winkel von mehr als 90 vorteilhaft nahezu von 1800 bilden.
    5. Leuehtkörperhalterung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Stützen EMI2.1 können.
    6. Leuchtkörperhalterung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sehr kurze oder gegenseitig versteifte Stützen verwendet werden, wodurch die mechanischen Eigenfrequenzen sehr hoch gelegt werden können. EMI2.2
AT150225D 1936-03-19 1936-03-19 Leuchtkörperhalterung für elektrische Glühlampen. AT150225B (de)

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