AT149208B - Verfahren zum Schalten und Überwachen der Zündeinrichtungen bei Stromrichtern. - Google Patents

Verfahren zum Schalten und Überwachen der Zündeinrichtungen bei Stromrichtern.

Info

Publication number
AT149208B
AT149208B AT149208DA AT149208B AT 149208 B AT149208 B AT 149208B AT 149208D A AT149208D A AT 149208DA AT 149208 B AT149208 B AT 149208B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
ignition
monitoring
current
relay
switching
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Elin Ag Elek Ind Wien
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elin Ag Elek Ind Wien filed Critical Elin Ag Elek Ind Wien
Application granted granted Critical
Publication of AT149208B publication Critical patent/AT149208B/de

Links

Landscapes

  • Protection Of Static Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Schalten und Überwachen der   Zündeinrichtungen   bei Stromrichter. 



   Zur Zündung von Quecksilberdampfstromrichtern wird nach dem Patente Nr. 126771 der beim
Zerreissen einer   Quecksilb3rbrücke durch   den   Pincheffekt   auftretende Funken verwendet. Der not- wenige Strom wird von einem Transformator geliefert, dessen aus wenigen starken Windungen bestehende   Sekundärwicklung   dauernd mit der Zündbrücke verbunden war, während das Ein-und Abschalten der Zündung durch Zu-und Abschalten der primären Speisung erfolgte. Zur Vermeidung von Störungen durch zu lange Einwirkung des Zündstromes waren Sicherungen oder Kleinautomaten im Stromkreis vorgesehen.

   Die wesentliche Bedeutung dieses Zündverfahrens liegt darin, dass zufolge des intensiven
Funkens unabhängig von den äusseren Temperaturverhältnissen eine rasche Inbetriebsetzung des
Gleichrichters erfolgt und dass es möglich ist, den Zündvorgang unabhängig von den im Betrieb von
Quecksilbergleichrichtern bekanntlich auftretenden beträchtlichen Niveauschwankungen der Kathode durchzuführen. 



   Die vorerwähnten handelsüblichen Sicherungselemente besitzen nun insgesamt eine strom- abhängige   Zeitcharakteristik,   ergeben demnach eine vom Quecksilberniveau abhängige Ansprechzeit.
Bei der bekannten Anordnung trat überdies die unerwünschte Erscheinung auf, dass infolge Stromverzweigung über die   Zündbrücke   ein Teil des Gleichstromes über die Transformatorwicklung floss. 



   Erfindungsgemäss werden nun die in den vorbeschriebenen Verhältnissen liegenden Nachteile für den Betrieb dadurch vermieden, dass in den Hochstromkreis der Zündung ein Schaltapparat gelegt wird, der sowohl nach Eintreten der Erregung als auch bei zu langer Einschaltung den Hochstromkreis selbst unterbricht. Weiters wird das Zeitüberwachungsorgan des Schaltapparates parallel zur Zündbrücke selbst geschaltet, da sich gegen Erwartung gezeigt hat, dass die Spannung an der Zündbrücke weitgehend unabhängig von der Spiegeleinstellung ist. 



   Das Auslöseglied des   Überwachungsrelais   kann in Anbetracht der geringen Spannung in besonders vorteilhafter Weise als Bimetallauslöser ausgeführt werden. Das Auslöseglied kann entweder direkt einen den   Zündstrom unterbrechenden   Kontakt betätigen oder auf eine lösbare Kupplung (Freiauslösung) wirken, welche ihrerseits den Kontakt betätigt. 



   Zur Unterbrechung des Zündstromes nach vollzogener Zündung kann in an sich bekannter Weise ein Zündrelais dienen, das durch den Erregerstrom oder den Belastungsstrom betätigt wird. 



   Eine besonders günstige Anordnung ergibt sich durch Vereinigung dieses Zündrelais mit dem Überwachungsrelais, wobei nur eine aus zwei beweglichen Kontaktelementen gebildete Unterbrechungstelle für den Zündstrom vorgesehen ist. Das Zündrelais betätigt hiebei das eine Kontaktelement, während das andere normalerweise in seiner Ruhestellung gehalten wird, im Falle des Ansprechens der Überwachungseinrichtung jedoch sich in eine solche Stellung begibt, dass bei keiner Stellung des andern Kontaktteiles ein Stromschluss möglich ist. 



   Der Primärstromkreis des zur Zündung dienenden Transformators kann bei dem im vorstehenden beschriebenen Verfahren dauernd unter Spannung stehen und braucht nicht gesichert zu werden. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, zur Speisung des Zündkreises an Stelle eines eigenen Zündtransformators bloss eine Hilfswicklung auf einem vorhandenen, auch noch andern Zwecken dienenden Transformator zu verwenden. Insbesondere kann die aus wenigen starken Windungen bestehende Zündwicklung auf dem Gleichriehtertransformator angebracht werden, was bei kleineren Anlagen in wirtschaftlicher Hinsicht sehr vorteilhaft ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem   Zünd-und Erregertransformator   vereinigt ist. Es bedeutet 1 die Primärwicklung, die dauernd und ohne Zwischenschaltung einer Sicherung an Spannung liegen kann ; 2 ist die Zündwicklung, 3 die im Nullpunkt angezapfte Erregerwicklung. 



  Die Erregeranoden sind mit 4 und 5 bezeichnet. 6 ist die Kathode, 7 der Zündstutzen und 8 die Zündbrücke. Das zur Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens dienende Unterbrecherrelais ist mit 9 bezeichnet und enthält im wesentlichen die beweglichen Hochstromkontakte 10 und 11, die vom   Erregemulleiterstrom durchflossene   Spule 12 und den thermischen Auslöser 13, welcher von der an der   Zündbrücke,   d. h. zwischen 6 und 7 herrschenden Spannung beeinflusst wird. 



   Die ordnungsgemässe Unterbrechung des Zündstromkreises erfolgt durch den bei der Zündung einsetzenden Erregerstrom vermittels der Spule 12 und des Kontaktes 11. Bei zufälligem Verlöschen der Erregeranoden bzw. bei Ausbleiben der Netzspannung geht der   Kontakt 11   in die Ausgangsstellung   zurück,   so dass bei noch vorhandener oder wiederkehrender Netzspannung sofort wieder Zündung erfolgt. 



   Wenn infolge einer Störung die Unterbrechung durch den Erregerstrom nicht erfolgt, spricht nach einigen Sekunden der Bimetallauslöser   1. 3 an,   der diese Zeit über an Spannung lag, und veranlasst dadurch, dass das   Kontaktstück 10 durch   die Feder 14 aus dem Bereich des   Kontaktstückes   11 zurückgezogen wird. Eine neuerliche Schliessung des Hochstromkreises ist dann erst möglich, wenn das Relais nach Erkalten des Bimetallauslösers   rückgestellt   wird. 



   Die Spule 12 wirkt als Kathodendrossel des Erregerkreises. Ausserdem werden gewöhnlich. in 
 EMI2.1 
 nicht dargestellt sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Schalten und Überwachen von   Stromrichter-Zündeinrichtungen   nach Patent Nr. 126771, dadurch gekennzeichnet, dass in den Hochstromkreis der Zündung ein Schaltapparat gelegt wird, der sowohl nach Eintreten der Erregung als auch bei zu langer Einschaltung den Hochstromkreis selbst unterbricht, wobei das   Zeitüberwachungsorgan   parallel zur Zündbrücke liegt.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch. 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachungsrelais auf den Kontakt des Zündrelais einwirkt.
    3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zündrelais und das Überwachungsrelais derart vereinigt sind, dass der Erreger-oder Laststrom auf den einen Kontaktteil und die Überwachungseinrichtung mittelbar oder unmittelbar auf den andern Kontaktteil einer einzigen Unterbrechungsstelle einwirken.
    4. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zündstrom einer auf dem Haupt-oder Erregerstransformator angebrachten Hilfswicklung entnommen wird. EMI2.2
AT149208D 1930-08-26 1936-03-21 Verfahren zum Schalten und Überwachen der Zündeinrichtungen bei Stromrichtern. AT149208B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT126771T 1930-08-26
AT149208T 1936-03-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT149208B true AT149208B (de) 1937-04-10

Family

ID=29271134

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT149208D AT149208B (de) 1930-08-26 1936-03-21 Verfahren zum Schalten und Überwachen der Zündeinrichtungen bei Stromrichtern.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT149208B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT149208B (de) Verfahren zum Schalten und Überwachen der Zündeinrichtungen bei Stromrichtern.
DE388222C (de) Zeitrelais mit Magnetschalteinrichtung
DE547997C (de) Selbsttaetige Kurzschlusspruef- und Wiedereinschaltvorrichtung fuer elektrische Leitungen
DE733607C (de) UEberstrom-UEberwachungseinrichtung
DE652316C (de) Installationsselbstschalter mit thermischer Ausloesevorrichtung fuer Stromkreise, deren Stromstaerke waehrend der Einschaltperiode groesser ist als nach vollendeter Einschaltung
AT120590B (de) Schaltung zum verzögerten Einschalten einer Entladungsröhre.
DE591218C (de) Einrichtung zum Schutz von Transformatoren, insbesondere fuer Netzanschlussgeraete
AT133990B (de) Röntgenanlage für Aufnahmen von kurzer Dauer.
DE603700C (de) Verfahren zur Ausserbetriebsetzung von Gleichrichtern
DE551786C (de) Schaltung eines thermischen Relais zum verzoegerten Einschalten eines Stromkreises und zum Ausschalten dieses Stromkreises bei sinkender Spannung
AT235934B (de) Selbstschalter unter Verwendung einer Fehlerstromschutzschaltung mit Summenstromwandler
DE633154C (de) Selbsttaetige Zuendeinrichtung von Quecksilberdampfapparaten mit einer oder mehreren elektromagnetisch bewegten Tauchzuendelektroden und einem Transformator, ueber welchen der das Eintauchen bewirkende Strom geleitet wird
AT118168B (de) Einrichtung zur Verhütung des Auslösens von polarisierten Schaltern bei Gegenstrom.
DE367548C (de) UEberstromschutzschaltung fuer Anlagen mit mehreren parallel geschalteten Motoren
AT93700B (de) Schutzvorrichtung für elektrische Stromkreise.
DE407782C (de) Temperatursicherung mit durch eine Loetstelle in der Ruhelage festgehaltenem Ausloeser fuer den Schaltvorgang
AT132636B (de) Sicherheitseinrichtung für elektrische Maschinen und Apparate.
DE906833C (de) Anordnung zum Zuenden von Quecksilberdampf-Gleichrichtern
AT142181B (de) Anordnung zum Betrieb von gittergesteuerten Gleichrichtern.
AT134424B (de) Sicherheitseinrichtung für an Transformatoren betriebene elektrische Leuchtröhren.
DE909746C (de) Anordnung zur Erregung von Synchronmaschinen
DE887067C (de) Anordnung zum Schutze von Gleichstromkreisen gegen Rueckstrom
DE729241C (de) Relaiseinrichtung
AT142508B (de) Selektiv wirkende Schutzeinrichtung.
AT133840B (de) Schutzeinrichtung für elektrische Anlageteile.