<Desc/Clms Page number 1>
Sicherheitseinrichtung für an Transformatoren betriebene elektrische Leuchtröhren.
Bei elektrischen Leuchtröhren sinkt bekanntlich sofort nach der Zündung die hohe Zündspannung auf die wesentlich niedrigere Brennspannung ab. Dies tritt jedoch nicht ein, wenn die Röhre aus irgend- welchen Gründen bricht. Es kommt dann bei solchen Leuchtröhren, die mittels vorgeschalteter Trans- formatoren an Hochspannung betrieben werden, oft zu einer Beschädigung der zur Röhre gehörigen I Halter, Sockel, Fassungen usw., weil bei Bruch der Röhre ständig die hohe Leerlaufspannung des Röhren- transformators in dem Sekundärstromkreis auftritt.
Um die Beschädigung von Röhren-und Armatur- teilen zu verhindern, hat man schon vorgeschlagen, im Sekundärstromkreis eine Funkenstreeke einzu- bauen, welche bei Röhrenbruch anspricht und die Leerlaufspannung des Transformators auf einen weniger schädlichen Wert herabsetzt.
Erfindungsgemäss ist der bei Bruch der Leuchtröhre ansprechenden Funkenstrecke ein Durch- schmelzdraht zugeordnet und ausserdem im Primärstromkreis des Röhrentransformators ein durch den
Durchschmelzdraht in Schliessstellung gehaltener Ausschalter eingebaut. Wird beim Ansprechen der
Funkenstrecke der Durchschmelzdraht zerstört, so gelangt alsdann der Ausschalter von selbst in die
Offenstellung. Dies hat aber zur Wirkung, dass der Röhrentransformator vom Netz abgeschaltet wird und dass alsdann sämtliche Röhren-und Armaturteile vollkommen spannungslos werden, was natürlich jegliche Zerstörungsgefahr von Röhren-oder Armaturteilen sowie auch jegliche Gefährdung von Personen ausschliesst.
Ein besonderer Vorteil ist aber noch dadurch gegeben, dass nunmehr Energieverluste durch
Leerlaufstrom entfallen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Sicherheitseinrichtung schematisch dargestellt.
An die beiden Wechselstromquellen 1, 2 ist mittels der Leitungen. 3, 4 die Primärspule 5 eines
Hochspannung liefernden Streufeldtransformators angeschlossen, dessen Sekundärspule 6 mittels der
Leitungen 7, 8 zwei in Reihe liegende Leuchtröhren 9, 10 speist. Letztere können beliebig gestaltet sein und auch eine beliebige Füllung sowie endlich auch beliebig ausgebildete Elektroden aufweisen. Der
Mittelpunkt der Sekundärspule 6 ist über die Leitung 11 an Erde gelegt. Ein Ende der Sekundärspule ist durch eine Leitung 12 mit der Elektrode 13 einer Funkenstrecke verbunden, deren andere Elektrode 14 durch eine Leitung 15 an Erde liegt.
Quer durch die Funkenstrecke hindurch erstreckt sieh ein leicht durehsehmelzender Draht 16, der einerseits mit einem Festpunkt 17 und anderseits mit dem einen Ende eines um eine Achse 18 drehbaren Hebels 19 verbunden ist. Der Hebel 19 steht unter der Wirkung einer
Feder 20, die bestrebt ist, zwei am Hebel 19 angebrachte, in Quecksilbernäpi'chen eintauchende Kontakt- arme 22 aus den Näpfchen 21 herauszuheben. Dies kann jedoch, solange der Durchschmelzdraht 16 zwischen dem Festpunkt 17 und dem Hebel 19 ausgespannt ist, nicht eintreten. Die Quecksilbernäpfchen 21 sind in die Zuführungsleitung 4 der Primärspule 5 eingebaut. In beiden Leitungen 3,4 ist noch ein von
Hand zu betätigender gemeinsamer Hauptschalter 23 eingebaut.
Tritt ein Röhrenbruch ein, so schlägt die Funkenstrecke 1.'J, 14 infolge der auftretenden hohen
Leerlaufspannung des Transformators 5, 6 durch, wobei der Durchschmelzdraht 16 unmittelbar durch den überschlagenden Funken zerstört wird. Der nunmehr freigegebene Hebel 19 wird durch Wirkung der Feder 20 verschwenkt, wobei die Kontaktarme zu aus den Quecksilbernäpfchen 21 heraustreten.
<Desc/Clms Page number 2>
Der Stromzufluss zum Röhrentransformator ist damit unter gleichzeitigem Spannungslosmaehen aller Betriebsteile unterbrochen.
Soll nach Ersatz der beschädigten Leuchtröhre ein neuer Durehschmelz- draht 16 eingesetzt werden, so wird zweckmässig vorerst der Hauptschalter 2. 3 in die Offenstellung bewegt, um beim Einsetzen des Durchschmelzdrahtes 16 die Unterspannungsetzung der Einrichtung zu verhindern.
Der Durchschmelzdraht kann auch in anderer Weise in Nähe der Funkenstrecke angeordnet werden, so dass er durch die Hitzeeinwirkung der Funkenstrecke zerstört wird. Der Durchschmelzdraht kann aber auch in Reihe mit der Funkenstrecke geschaltet werden, so dass alsdann seine Zerstörung durch Strom- durchfluss verursacht wird. Die Leuchtröhren können statt in Reihe auch parallel geschaltet werden.
Wird an Stelle eines Streufeldtransformators ein gewöhnlicher Transformator mit übereinandergewickelten Spulen benutzt, so muss in bekannter Weise noch ein das Absinken auf die Brennspannung bewirkender Vorschaltwiderstand, etwa eine Drosselspule, vorgesehen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sicherheitseinrichtung für an Transformatoren betriebene elektrische Leuchtröhren mit bei Bruch der Leuchtröhre ansprechender Funkenstrecke, gekennzeichnet durch einen der Funkenstrecke (13, 14) zugeordneten und bei ihrem Ansprechen durchschmelzenden Draht (16) und einen im Primärstromkreis des Röhrentransformator (6, 6) liegenden, durch den Durehsehmelzdraht in Schliess- stellung gehaltenen Ausschalter (19, 21, 22), der bei eintretender Zerstörung des Durchsehmelzdrahtes (16) in die Offenstellung gelangt und damit den Röhrentransformator selbsttätig vom Netz abschaltet.