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Einrichtung zur elektrischen Notbeleuchtung. Den bekannten und gebräuchlichen
Notbeleuchtungsanlagen haftet ein großer Übelstand an. Beim Anschluß an Wechselstromleitungen
verursachen die Magnete der Relais ein störendes Geräusch und unter Umständen tritt
sogar ein Flackern der Notlampe ein. Statt Magnetspulen 'hat man deshalb oft Relais
angewendet, die durch Hitzdrabt betätigt werden. Wenn es sich um einfaches Ein-
oder Ausschalten der Notlampe handelt, ist die Einrichtung mittels Hitzdraht ziemlich
einfach und sicher. Jedoch ist es nicht so leicht, den Hitzdraht als Relais zu verwenden,
wenn verlangt wird, daß die Notlampe nach ihrer selbsttätigen Einschaltung (also
bei Stromlosigkeit im Netz) wieder von Hand ausgeschaltet werden oder danach auch
wieder eingeschaltet werden, kann und daß sie nach Ausschaltung von Hand, sobald
die Leitung wieder Strom erhält, ihre Betriebsstellung selbsttätig annimmt. Für
Notbeleuchtungen zum Anschluß an Gleichstrom mit Magneten ist diese Aufgabe durch
das Patent 3I3622 gelöst. Nachstehend beschriebene Erfindung ermöglicht es, diese
Forderungen auch für Wechselstrom und bei Anwendung von Hitzdraht zu erfüllen.
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Ein Hitzdraht H (Fig. I), der zweckmäßig recht kräftig gehalten wird
und deshalb an der Niederspannungsseite eines Transformators T liegt, ist zwischen
den mit besonderen Zugfedern a und b versehenen Hebeln x und y ausgespannt.
Der Brückendraht führt isoliert zu dem ebenfalls mit einer Zugfeder d versehenen
Umschaltehebel Z. Letzterer liegt in einem federnden Schiebebügel w, der einen noch
näher zu erläuternden Zweck hat. Die Hebel x und y
haben verstellbare
Anschläge. Ebenso ist die Zugkraft alter Federn genau einstellbar. Der Hebel y ist
elektrisch isoliert vom Schiebebügel w. ' Der Vorgang ist nun folgender: Bei stromloser
Leitung ist der Hitzdraht H gespannt und der Schiebebügel w nach oben gezogen (Stellung
des Bügels wie in Fig. 2). Der Hebel Z liegt demzufolge auch nach oben gegen den
Kontakt f. Dadurch ist der sekundäre Stromkreis mit dem Akkumulator A und der Notlampe
N über Kontakt f und Hebel Z geschlossen -und die kleine Notlampe
brennt. Der Hebel y liegt mit seiner Nase an dem Riegel des Schiebebügels w.
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Wird jetzt die Leitung unter Strom gesetzt, so längt sich -der Hitzdraht
H und zunächst wird der Hebel y durch die Feder an den Anschlag gezogen. Alsdann
überträgt der Brückendraht die weitere Ausdehnung des Hitzdrähtes auf den Umschalthebel
Z, dessen Feder d bewirkt, daß der Hebel den Kontakt f verläßt und auf den Kontakt
g gezogen wird. Dadurch wird der Notbeleuchtungsstromkreis unterbrochen und der
Ladestromkreis des Akkumulators geschlossen. Bei Wechselstrom (Fig. i) ist ein kleiner
Gleichrichter G in .den Apparat eingebaut. Der Ladestromkreis ist entweder an die
sekundären oder an die primären Klemmen des Transformators T angeschlossen, je nach
der Konstruktion des Gleichrichters.
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Versagt nun die Hauptleitung oder sie wird absichtlich stromlos gemacht,
so tritt der
zuerst beschriebene Zustand wieder ein. Oft ist es
aber erwünscht, die Notlampe auch ausschalten zu können, oder sie nach Belieben
wieder einzuschalten. Dazu dient der Schiebebügel w, der mittels Hand eine Umschaltung
des Hebels Z ermöglicht. Ein Hebel, der um eine Achse e drehbar ist, faßt gegen
einen Zapfen v, der sich auf dem Schiebebügel w befindet, und drückt diesen nach
unten. In dieser Stellung wird der Bügel w festgehalten durch die Sperrnase des
Hebels y, weil der heruntergedrückte Hebel Z den Hebel y mit dessen Feder b, die
schwächer ist als die Feder a, anspannt.
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Die Notlampe N ist auf diese Weise ausgeschaltet. Soll sie von Hand
wieder eingeschaltet werden, so wird der Hebel e, der normal in der Mittelstellung
(Fig. i) festgehalten wird, gegen den Zapfen xi des Hebels y
gedrückt, worauf
die Nase dieses- Hebels den Schiebebügel w freigibt und Hebel Z wieder gegen den
Kontakt f gedrückt wird.
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Es sei nun der Fall angenommen, die Notlampe N sei bei stromloser
Hauptleitung ausgeschaltet worden. Wenn der ganze Apparat keine Vorrichtung hätte,
daß er selbsttätig wieder einschaltet, wenn Strom in der Leitung ist, so würde die
Einschaltung der Notlampe leicht vergessen werden und im Falle der Gefahr würde
die Notlampe nicht brennen. Durch vorliegende Erfindung ist es unmöglich gemacht,
daß die Notlampe N nicht wieder eingeschaltet wird.
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Sobald der Hitzdraht Strom erhält, zieht die Feder b den Hebel y zurück,
weil sie schwächer ist als die Feder a, und die Nase des Hebels y gibt den Schiebebügel
w frei. Es ist also die Anfangsstellung wieder erreicht, .d. h. die Notlampe kann
wieder brennen, wenn die Leitung stromlos wird. Bei Strom wird. sie nicht brennen,
weil Feder d den Hebel Z nach unten gegen Kontakt g zieht. Hebel x und Feder
a dienen dazu, den Hitzdraht H vor dem Zerreißen zu schützen, wenn im stromlosen
Zustand der Hebel Z von Hand nach unten gedrückt wird. Die ganze Einrichtung beruht
also auf dem Zusammenwirken der Federn a, b und d, wobei die Federkraft
a > b > d ist.
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Beim Anschluß an Gleichstrom (Fig. z) wird statt des Transformators
die Hauptlampe Hl zur Drosselung der Spannung benutzt und zum Einstellen des richtigen
Ladestromes ein Vorschaltwiderstand W von hoher Ohmzahl, um auch im Fall der Stromlosigkeit
der Netzleitung und bei ausgeschalteter Notlampe N die Entladestromstärke Lies Akkumulators
über den Stromkreis A, z, g, y,
H, x, W, A niedrig zu -halten.
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Die Hauptlampe Hl liegt bei Wechselstromapparaten parallel zur Primärspule
an den Anschlußklemmen.