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Dübel zum Einsetzen in Wände bzw. Hohlräume.
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Berührung stehende Bohrlochfläche geringer ist als die Gesamtbohrloehfläche. Auf diese Weise kann der Aufweitungskörper wegen der herabgesetzten Reibung leichter eingeführt werden, und die infolge der genannten Formung eingespart Materialmenge kann am Umfang des Dübels in der schon erörterten Weise verwendet werden.
Einige Ausführungsformen der Erfindung sind in den Fig. 1-23 bildlich erläutert. Es zeigen : Fig. 1 die Frontansicht einer Ausführungsform des Dübels vor Einführung, Fig. 2 das Verschwinden der Vorsprünge dieses Dübels nach der Einführung und Aufweitung, Fig. 3 eine Seitenansicht von Fig. 1, Fig. 4-17 Frontansichten verschiedener anderer Ausführungsformen des Dübels nach der Erfindung, Fig. 18 und 19 einen aussen mit gewundenen Nuten versehenen Dübel, Fig. 20 einen Teil des Längsschnittes durch einen Dübel mit Einrichtung zur Längenkürzung durch axiale Zusammen-
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Fig. 20 verwendet, Fig. 24 ein Stück eines Dübelendes mit einem härteren Abschnitt, der als Schraubenmutter dient.
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Die Zahl der erfindungsmässig vorgesehenen Lappen kann nach Wunsch gewählt werden ; drei bis fünf dürfte im allgemeinen die geeignetste Zahl sein.
In Fig. 1-3 ist der aus Gummi od. dgl. bestehende Dübel 1 an seinem Umfang mit längsgerichteten Nuten 2 versehen, die mit einer unterschnittenen Fläche 3 und einer nahezu kreiszylindrischen Fläche 4 so verlaufen, dass am Dübelumfang mehrere gekrümmte Lappen von gleicher oder ungleicher Gestalt entstehen, deren Vorderkanten weiter von der Dübelaehse entfernt sind als die Hinterenden. Diese Lappen sind so anzusehen, als ob sie am einen Ende am Dübelkörper angelenkt wären und am andern Ende mehr oder weniger freie Beweglichkeit zum Anlegen an die Höhlungswand hätten. Es ist ersichtlich, dass man auf diese Weise bei gleicher Gummiquerschnittsfläehe zu einem vergrösserten Höchstdurehmesser kommt.
In der dargestellten Lage ist der Dübel für eine von vorn eingeführte Aufweitungsschraube mit rechtsgängigem Gewinde geeignet ; zur Verwendung mit einer linksgängigen Aufweitungsschraube muss der Dübel umgedreht werden. In Höhlungen von etwas geringerem oder gerade passendem Durchmesser kann der Dübel mit einer leichten Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn bequem eingeführt werden, da hiebei der Durchmesser sich verringert, die Lappen sich einwärts legen und leicht in die Höhlung hineindrehen lassen. In Höhlungen mit weiterer Bohrung werden wenigstens die Stellen grössten Durchmessers die Wand der Höhlung berühren.
Der beim Einführen der Aufweitungsschraube entstehende Reibungswiderstand gegen das Drehen wird durch die Form der Lappen vergrössert, die eine Neigung zum Schwenken nach aussen und zum Einhaken in die Wand der Höhlung bedingt. Die anfangs vorhandenen Nuten verschwinden im Laufe des Aufweitungsvorganges allmählich, indem sich die Lappen gleichsam in den Dübelkörper hineinlegen, der dann ein geschlossenes Aussehen nach Fig. 2 erhält.
Dübel mit über ihre Länge durchwegs gleichem Querschnitt sind vorzuziehen, da dann ihre Erzeugung in langen Strängen mit nachfolgender Unterteilung auf gewünschte Längen möglich ist.
Der Schwenkvorgang an den Lappen geht auch dann vor sich, wenn statt der Aufweitungs-
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Die längsgerichteten Nuten oder Einschnitte in Fig. 4 haben stärker tangentiale Richtung als jene in Fig. 1, und es ist auf jeden Einschnitt ein mehr oder weniger radialer Arm 6 vorgesehen sowie ein Umfangssegment 7, das sich an das äussere Ende dieses Armes anschliesst, wobei sich zwischen dem freien Ende 8 des einen Segmentes und dem befestigten Ende des Nachbarsegmentes ein Zwischenraum ergibt, der zum Einschnitt S gehört. Die so gebildeten Lappen (Segmente) können von verschiedener Länge sein, wie in Fig. 4 gezeigt, oder gleiche Länge aufweisen wie in Fig. 6 ; die Einschnitte können so wie dargestellt sein oder parallel oder von ganz unregelmässiger Form.
Die gebogenen Umfangsflächen 4 der Lappen sind vorzugsweise exzentrisch zur Dübelachse liegend ; sie können aber auch konzentrisch angeordnet sein, wie z. B. die Lappen 10 in Fig. 9.
Wenn die Drehung der Aufweitungsschraube umgekehrt wird, so kehren die Segmentlappen leicht in die alte Lage zurück, weil sie dann hinter ihren Verbindungszonen mit dem Dübelkörper nachgeschleppt werden und darum nicht mehr ein Schub, sondern ein Zug auf sie wirkt.
Eine Verwendungsmöglichkeit nach beiden Richtungen kann durch Ausbildung der Arme nach 5 in Fig. 11 mit symmetrischen Segmenten 12 für gleiche Wirkung nach beiden Drehriehtungen oder unsymmetrischen Segmenten 13 mit ungleicher Wirkung erzielt werden.
Die Umfangsflächen der Lappen können glatt, gezahnt oder mit Nuten versehen sein ; Fig. 7 zeigt Zahnungen von gleichem und von verschiedenem Profil.
Eine Verringerung der anfänglichen Berührungsfläche zwischen Aufweitungsschraube und Dübelbohrung kann bewirkt werden, wenn der Querschnitt letzterer nicht einfach kreisförmig gewählt wird oder der Quersclmittsumriss sich aus niehtzusammenhängenden Kreislinienstücken zusammensetzt und der anfänglichen Aufweitung kann auch mehr Freiheit gegeben werden, wenn Schlitze vorgesehen werden, die von der Dübelbohrung in den Dübelkörper hineinführen und letzteren in Segmente unterteilen, die in der Umfangszone zusammengehalten werden. Man kann auf diese Weise erreichen, dass sich die Aufweitungsschraube in der Bohrung leichter drehen lässt, und das verringert die Neigung des Dübels, sich mitzudrehen.
In diesem Sinne führen Sehlitze 50 in Fig. 1 radial bis etwa zur Mitte jedes Lappens 4 ; in Abänderung dieser Gestaltung können die Schlitze auch mehr oder weniger tangential statt radial verlaufen, wie z. B. in Fig. 4 die Schlitze 51.
Andere Ausführungsformen mit verringerter Berührungsfläche, mittels welcher der Aufweitungsdruck in den Anfangs-und Zwischenstufen der Aufweitung über die beschränkten Berührungsflächen hinweg in vorbestimmte Richtungen gelenkt wird, besitzen Vielecksbohrungsquersehnitte, wie z. B. den dreieckigen Querschnitt 15 in Fig. 4, den quadratischen Querschnitt in Fig. 9, den Fünfeeksquersehnitt in Fig. 10. Hiebei kann die Zahl der Vielecksseiten mit der Zahl der Lappen übereinstimmen, so dass die Berührungszone mit der Aufweitungsschraube einen radialen Druck auf die inneren Flächen der Lappen durch die Gummisubstanz hindurch vermitteln, die zwischen der Bohrung und den tangentialen Schlitzen liegt.
Selbstverständlich können auch noch andere Formen verwendet werden.
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letzterer berühren anfänglich die Sehraubenumfangsfläche, und erst im Laufe der fortschreitenden Aufweitung verschwindet die Verschiedenheit der Teile 16 und 17.
Bei andern Konstruktionen sind stützende oder überbrückende Vorsprünge an der Fläche der tangentialen Schlitze nach 18 in Fig. 8 vorgesehen, durch welche der Druck auf die Lappen übertragen wird. Diese Stützvorsprünge reichen über die ganze Schlitzlänge und sind sowohl bei kreisrunder als auch bei andersartiger Bohrung verwendbar ; in letzterem Falle liegen die Stützvorsprünge in den gleichen radialen Linien 19 wie die Bohrungsvorsprünge.
Der Querschnitt 20 des Dübels nach Fig. 9 ist hohlquadratisch mit einem Lappen an jeder
Quadratecke ; der Dübel nach Fig. 10 hat Fünfecksquerschnitt mit längs durchgehenden Einschnitten 21 für die Lappen, deren Mitten mit den Bohrungsecken auf den gleichen Radiallinie liegen.
Die Dübel nach Fig. 11-13 haben einen Querschnitt mit vierseitigem Umriss und von jeder Umrissecke geht ein radialer Schlitz nach innen. In Fig. 11 sind die Seiten 32 flach, in Fig. 12 die Seiten 33 konvex, in Fig. 13 die Seiten 34 konkav. In Fig. 11 und 13 sind die Schlitze 35 am inneren Ende am weitesten ; in Fig. 12 sind die Schlitze 36 am inneren Ende am schmalsten.
Die Wirkung der längsgerichteten Einbuchtungen oder Schlitze kann durch Einsetzen eines oder mehrerer Füllstücke von härterem Material, wie z. B. nach 37 in Fig. 11, 13 und 16, verändert werden, denn es ist eine der charakteristischen Eigenschaften von Dübeln aus Gummi od. dgl., dass das Material zuerst in die Querschnittslücken abfliesst und dann erst der Druckanstieg zu energischem Eingriff in die Dübelumfangshöhlung erfolgt, da der Gummi an sich so gut wie unzusammendrückbar ist, so dass schliesslich der Querschnitt des Dübels samt dem Querschnitt der Aufweitungsschraube dem Querschnitt der Höhlung gleich sein muss, in der der Dübel sitzen soll.
In den Fig. 14-17 sind unregelmässige Querschnitte dargestellt. In Fig. 14 sind die Lappen unregelmässig verteilt und haben untersehnittene Kanten 3. In Fig. 15 ist ein einziger tangentialer Einschnitt 2 vorgesehen, der den einzigen Lappen 7 bildet ; dementsprechend hat die Bohrung auch nur einen einzigen Vorsprung 47 in radialer Aufdeckung mit dem Lappen. In Fig. 16 ist eine längsgerichtete Durchbohrung (oder mehrere Durchbohrungen) im Dübelkörper vorgesehen, und das so ersparte Material ist aussen als ein einziger Vorsprung 49 angesetzt. In Fig. 17 ist der Dübeldurchmesser allgemein etwas kleiner gehalten und das hiedureh ersparte Material zum Vorsprung 40 verwendet.
Fig. 18 und 19 zeigen einen Dübel mit verdrehter Kannellierung, vorzugsweise einer Schrauben- fläche mit einem Verdrehwinkel von zweckmässig 15-60 und einer mit der Aufweitungsschraube übereinstimmenden Verwindungsrichtung, d. h. rechtsgängig für Reehtsgangaufweitungssehrauben, wobei die Verdrehung während oder nach dem Auspressen, aber vor dem Vulkanisieren des Gummis, erfolgt. Jeder der dargestellten Dübel kann so hergestellt sein.
Durch Drehen eines solchen Dübels, entgegengesetzt der Uhrzeigerriehtung, kann man ihn leicht auch in eine Höhlung von geringerem Durchmesser einführen, wobei sich der Schraubengangswinkel verkleinert ; der Vorgang ist umgekehrt zur Einführung der Aufweitungsschraube, die eine Rückdrehung der Dübelschraubengangswindungen und damit eine Vergrösserung des Schraubengangswinkels herbeizuführen trachtet.
Fig. 20-23 zeigen eine Konstruktion, die eine doppelte Aufweitungswirkung gestattet. Eine in der Mitte durchbohrte Metallscheibe 23 ist am inneren Ende des hülsenförmigen Dübels 25 befestigt, um dort als Schraubenmutter zu wirken ; sie besitzt vorstehende Zungen 24, die in Umfangsnuten 26 des Dübels genau hineinpassen. Die Zungen können auch nach 27 in Fig. 21 schräg geneigt und angenietet sein. Die Mittelbohrung ist vorzugsweise nicht kreisförmig und mit Innenvorsprüngen 28 versehen, die in der Zahl den Einbuchtungen des Dübels entsprechen ; zweckmässig ist der Mittelteil der Scheibe etwas herausgedrückt und sehraubengangähnlieh gestaltet, so dass die Aufweitungsschraube mit ihrem Ende 29 leicht hineinfindet.
In Abänderung dieser Gestalt kann die Scheibe auch in den
Gummi versenkt sein (auch eingegossen), oder es kann der Gummi nach Fig. 24 eine härtere Zone 30 an seinem inneren Ende besitzen, das mit Schraubengang 31 versehen ist und so als Mutter wirkt.
Die durch den konischen Kern der eindringenden Schraube bewirkte Dübelaufweitung wird durch die axiale Verkürzung des Dübels nach Fig. 20-24 noch verstärkt ; hiebei kann der Schraubenkopf unmittelbar am Dübelende anliegen, oder es kann noch ein auf die Wand 42 gestützter Teil 41 od. dgl. dazwischengeschaltet sein. Das Dübelmaterial ist auf diese Weise daran gehindert, axial nach dem Dübelende hin abzufliessen oder aus der Mündung der Wandhöhlung auszutreten, wenn eine gewisse
Spannung im Gummi überschritten ist. Auch der Anwendungsbereich einer Standard-Dübelserie wird auf diese Weise vergrössert, da der einzelne Dübel um einen grösseren Betrag aufgeweitet werden kann.
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