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Selbsttätige Anrufeinriehtung für den Empfang von Warnungszeichen.
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Anrufeinrichtungen für den Empfang von Warnungszeichen, die aus mehreren aufeinanderfolgenden Zeichen bestimmter Dauer mit bestimmten Zeichenabständen oder Pausen bestehen.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass ein gezahnter Schieber, der normalerweise in die Anfangsstellung gezogen ist und schrittweise bewegt wird, und eine Vorschubklinke, die von einem federnden Organ od. dgl., welches die Klinke mit den Zähnen des Sehiebers normalerweise ausser Eingriff hält, gesteuert wird, angeordnet sind, und die Vorschubklinke bei Beginn eines ankommenden Zeichens mit einem Zahn des Schiebers in Eingriff gebracht wird und diesen Schieber während der Dauer jedes regulären Zeichens durch elektromagnetische Vorrichtungen schrittweise bewegt, wobei der Eingriff dieser Klinke nachher selbst während der Dauer der regulären Pausen aufrecht erhalten wird, jedoch bei einem Zeichen oder einer Pause, deren Dauer nicht der regulären gleich ist, durch das federnde Steuerorgan aufgehoben wird.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, den Aufbau einer Einrichtung zum sicheren Empfang von Wamungszeichen zu vereinfachen, um die Möglichkeiten einer Betriebsstörung der Einrichtung zu vermindern, die Bedienung ohne besondere Schulung zu ermöglichen und überdies Interferenzstörungen auszuschalten.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung mit den Schaltverbindungen schematisch dargestellt.
Das Relais A wird bei Ankunft eines elektrischen Stromstosses augenblicklich betätigt. Ebenso sprechen die Relais B, C, D, E und F augenblicklich an. : Mit M1, M2 und Mg sind"Zeichen"-Relais bezeichnet, die nach einer bestimmten Zeitverzögerung, z. B. ein, drei und fünf Sekunden, ansprechen.
S ist ein"Pausen"-Relais mit einer Zeitverzögerung von beispielsweise zwei Sekunden. In der Zeichnung ist jeder Kontakt in der Stellung dargestellt, in welcher er sich befindet, wenn die Relais nicht in Tätigkeit sind.
Ein Schieber e wird durch in seine Langlöcher h eingreifende Zapfen g, die an einem Rahmen befestigt sind, geführt und durch eine Feder P2 in die Anfangsstellung zurückgezogen. Eine um einen Drehpunkt f verschwenkbare Klinke b wird mit den Zähnen e'des Schiebers e durch eine Feder Pg in Eingriff gehalten. Entgegen der Wirkung einer Feder Ps kann ein Hebel d durch das Relais E verschwenkt werden. Am Ende des Hebels d ist eine Vorschubklinke a bei f'angelenkt, die durch eine Feder P4 mit den Zähnen e'des Schiebers e zum Eingiff gebracht wird. Mit i und j sind Zapfen an den Klinken a und b bezeichnet.
Durch das Relais D wird ein Kontakthebel c entgegen der Wirkung einer Feder P1 angezogen, wenn dieses Relais erregt wird ; ist es jedoch nicht erregt, dann drückt das Querstück c'des Hebels c die Zapfen i und j durch die Feder P1 in die mit vollen Linien dargestellte Stellung und verhindert dadurch, dass die Klinken a und b mit den Zähen e'zum Eingriff gebracht werden können. Am Schieber e ist eine Nase n vorgesehen, mittels welcher ein Kontakt t angehoben wird, wenn der Schieber seinen Vorschub beendet hat (strichpunktiert eingezeichnete Stellung), wodurch der Kontakt 19 des Kreises des Relais F geschlossen wird. Mit m ist eine Alarmeinrichtung bezeichnet, welche in einem durch das Relais F schliessbaren Kreis liegt.
Die Zeichen (+) und (-) geben die Verbindung der Schaltdrähte mit dem positiven oder negativen Pol der Stromquelle an.
Wenn das Relais A bei Ankunft eines elektrischen Zeichens erregt wird, werden die Kontakte 2 und 3 geschlossen und der Kontakt 1 geöffnet. Die Spulen der Relais M1, M2 und Mg werden über den
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geschlossenen Kontakt 2 erregt und jene des Relais D wird durch die geschlossenen Kontakte 2 und 3 über den Kontakt 17 des Relais M vom Strome durcMIossen, wobei das Relais D den Kontakthebel entgegen der Wirkung der Feder Pi anzieht und das Querstüek c'dieses Hebels die Zapfen i und j der
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des Relais Mi erregt, wobei seine Kontakte 5,6, 7 geschlossen und der Kontakt -t 4 geöffnet wird. Durch den Kontakt 5 wird dieses Relais erregt erhalten.
Das reguläre Zeichen dauert höchstens fünf Sekunden ;
Das Relais M2 wird nach drei Sekunden betätigt und fällt ab, bevor das nächste Relais Mg, welches eine Zeitverzögerung von fünf Sekunden hat, anspricht. Das übliche Warnungszeichen hat gewöhnlich eine Dauer von vier Sekunden und deshalb sind die Zeitverzögerungen der Relais M2 und Mg drei und fünf Sekunden.
Nach Beendigung eines Zeichens fällt das Relais A ab, wobei die Kontakte 2 und 3 geöffnet werden und der Kontakt 1 geschlossen wird. Das Relais C wird über den Kontakt 1, den Kontakt 8 des Relais C und den Kontakt 7 des Relais B erregt. Dabei werden die Kontakte 9, 10 des Relais C geschlossen und dessen Kontakt 8 geöffnet ; das Relais G bleibt somit erregt und das Relais S wird über den Kontakt 10 vom Strome durchflossen. In diesem Zeitpunkte bleiben die Relais B, C und D erregt, wogegen die Relais M ; und Mg infolge des offenen Kontaktes 2 entregt werden, so dass der Kreis des Relais E beim offenen Kontakt 16 des Relais M ; unterbrochen wird, der Hebel d zurückschwingt und die Klinke a in den nächsten linken Zahn einfällt.
Die reguläre Dauer der Pause oder des Zeichenabstandes eines Warnungszeiehens ist eine Sekunde und die Zeitverzögerung des Relais S beispielsweise zwei Sekunden.
Wenn das Relais A nach Ankunft des zweiten regulären Zeichens nach dem ersten in Tätigkeit tritt, wird sein Kontakt -t 1 geöffnet, das Relais C bleibt jedoch zufolge seines Selbsthaltekontaktes 9 in Tätigkeit und das Relais S daher erregt. Anderseits werden durch Schliessen der Kontakte 2 und 3 die Relais Mi Ma, Mg erregt. Nachdem das Relais Mi so lange erregt worden ist als eine Zeitverzögerung dauert, d. i. eine Sekunde, öffnet es den Kontakt 14, so dass das Relais B vorübergehend stromlos wird und infolgedessen das Relais C ebenfalls abfällt. Sodann wird das Relais S entregt und durch den offenen Kontakt 6 das Relais D stromlos.
Wenn jedoch die Pause kürzer als eine Sekunde ist, wird der Kontakt 3 des Relais A geschlossen, bevor der Kontakt 6 des Relais B geöffnet wird. Das Relais D wird daher erregt bleiben und seinen Kontakthebel c angezogen halten.
Wenn das Relais Mu während der Dauer eines Zeichens nach drei Sekunden anspricht, so wird der Schieber e, wie vorstehend beschrieben, durch die Klinke a um einen Zahn vorgerückt. Wenn das Zeichen in vorbestimmter Weise einige Male, z. B. dreimal, wiederholt wird, wird die Nase M des Schiebers e den Kontakt 19 des Kreises des Relais F schliessen, wodurch der Alarmkreis eingeschaltet wird. Das Relais F ist mit einem Kontakt 12 ausgestattet, der es erregt erhält, so dass die Alarmeinrichtung in Tätigkeit bleibt.
Durch Öffnen eines in der Zeichnung nicht dargestellten Schalters an der Stromquelle wird jedes Relais stromlos, wodurch auch der Anker c des Relais D abfällt und die Klinken a und b mit den Zähnen é des Schiebers e ausser Eingriff kommen, so dass der Schieber in seine Anfangsstellung zu- rückkehr.
Wenn das Zeichen nicht das reguläre ist, z. B. wenn dessen Dauer zu kurz ist, um die Zeitverzögerung des Relais M2 zu erreichen, tritt das Relais B nicht in Tätigkeit. Bei Beendigung eines solchen Zeichens wird der Kreis des Relais D bei den Kontakten 2 und 3 des Relais J. geöffnet, so dass das Relais D abfällt ; wenn jedoch die Pause länger als die Zeitverzögerung des Relais S dauert, so wird der Kontakt 18 geöffnet und die Relais B, C, D nacheinander stromlos.
Die Merkmale und Vorteile der Einrichtung nach der Erfindung werden im folgenden kurz zusammengefasst :
1. Da der gezahnte Schieber e durch das ankommende Zeichen schrittweise bewegt wird, ist nicht viel Raum für den Empfang einer grossen Anzahl von Zeichen erforderlich und deshalb kann die Konstruktion seht vereinfacht werden. Ausserdem kann die Einrichtung durch Personal, das keine besondere Schulung hat, bedient werden, wobei überdies Betriebsstörungen sehr selten auftreten.
2. Die Relais A und B sprechen auch bei Interferenzstörungen oder Störgeräuschen an, der Alarmkreis wird jedoch bei keinem andern Zeichen als dem regulären betätigt.
3. Selbst beim Auftreten von Interferenzstörungen und Empfang von Geräuschen werden die Kontakte 2 und 3 des Relais A und der Kontakt 6 des Relais B bei Ankunft des regulären Zeichens abwechselnd geöffnet und geschlossen, wodurch das Relais D erregt bleibt und die Betätigung der Alarmeinrichtung bei Ankunft des Zeichens mit Sicherheit gewährleistet wird.
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4. Das Relais Cwird bei der ersten Pause nach dem regulären Zeichen ansprechen und erregt bleiben, wobei das Relais S für eine bestimmte Dauer erregt wird, ob nun der Kontakt 1 des Relais A offen ist oder nicht.
5. Bei jedem andern Zeichen als dem regulären wird das Relais D entregt und der Schieber in seine Anfangsstellung zurückgebracht.