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Vorrichtung zur Konservierung von Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser mittels Kohlensäure- schnee.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht den längeren Transport von Flüssigkeiten, insbesondere von Trinkwasser, in frischem, möglichst unverändertem Zustande auch in heissen, tropischen
Gegenden.
Gemäss der Erfindung gelangt ein zur Aufnahme der zu konservierenden Flüssigkeit dienender, vorzugsweise allseits isolierter Behälter zur Anwendung, der mit einer Kammer zur Aufnahme fester
Kohlensäure, sogenannten Kohlensäureschnees, versehen ist, die durch eine Leitung, in der ein Diaphragma eingebaut sein kann, mit dem über der Flüssigkeit befindlichen Raum in Verbindung steht. Der Behälter kann entweder oberhalb der Flüssigkeit angebracht sein, so dass sich die entwickelnden Kohlensäuredämpfe auf den Flüssigkeitsspiegel herabsenken, oder er kann auch am Boden des Behälters oder in dessen Inneren angebracht und durch Rohre oder Rohrschlangen mit dem oberhalb der Flüssigkeit befindlichen freien Raum verbunden sein.
Dieser Raum steht direkt oder indirekt (Nebenkammer, Leitung) durch ein vorzugsweise regulierbare Ventil mit der Aussenluft in Verbindung, das sich bei einem gewissen Überdruck selbsttätig öffnet und die überschüssige und bereits erwärmte Kohlensäure entweichen lässt. Die sich entwickelnden Kohlensäuredämpfe verdrängen die oberhalb der Flüssigkeit befindliche Luft und erzeugen sodann einen Überdruck, wodurch das Entweichen der vorhandenen natürlichen Gase verhindert und gleichzeitig eine Kühlung bewirkt wird.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung wird das Schalwerden des Wassers, das hauptsächlich auf eine Ausscheidung der im Wasser gelösten Salze und auf ein Entweichen der natürlichen Gase zurückzuführen ist, verhindert und in Verbindung mit der kühlenden Wirkung des Kohlensäureschnees eine gute Konservierung gewährleistet. Da die Löslichkeit der Kohlensäure in Wasser bei tiefen Temperaturen sehr gering ist, ist eine Beeinträchtigung der natürlichen Beschaffenheit und des natürlichen Geschmackes durch übermässigen Kohlensäuregehalt nicht zu befürchten.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Die Fig. 1 zeigt einen Transportbehälter mit oberhalb der Flüssigkeit angeordneten Kohlensäurebehälter im Vertikalschnitt, die Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Behälter mit entferntem Deckel, Fig. 3 zeigt einen Behälter, bei welchem der Kohlensäurebehälter am Boden angebracht ist, und die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform mit innerhalb der Flüssigkeit angeordneter Kohlensäurekammer.
In Fig. 1 ist der Flüssigkeitsbehälter mit 1 bezeichnet. Er ist vorzugsweise aus Metall, z. B. aus Leichtmetall, gefertigt und trägt einen Einfüllstutzen 2 und seitlich nahe dem Boden eine Ablassvorrichtung, z. B. einen Hahn 3. Die Wände des Gefässes, die zur besseren Aufnahme des seitlichen Druckes bombiert sein können, sind mit einer Isolierschicht 4 umgeben. Als Isoliermaterialien kommen schlechte Wärmeleiter, wie Kork, Asbest u. dgl., und wegen des geringen Gewichtes besonders Aluminiumfolie, Knitterfolien usw. in Frage.
Oberhalb des Behälters ist eine Kammer 5 für den Kohlensäureschnee angeordnet, die durch eine Öffnung oder durch ein Rohr 6 mit dem oberhalb der Flüssigkeit befindlichen Raum in Verbindung steht. In dem Deckel 7, der den Einfüllstutzen gasdicht abschliesst, ist ein Ventil 8 vorgesehen, das vorzugsweise einstellbar ist und bei Erreichung eines gewissen Überdruckes die überschüssige erwärmte Kohlensäure nach aussen entweichen lässt. Ein abnehmbarer Isolierdeckel 9 schützt die Kohlensäurekammer und den Einfüllstutzen vor Wärmeverlusten.
Zur Erleichterung der Transportmöglichkeit ist der mit dem Isoliermantel umgebene Behälter in einem : Metallrahmen 10 gelagert, der an der Oberseite Ösen 11, 11'u. dgl. für den Kranhaken trägt.
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Die Kohlensäurekammer kann aber auch, wie Fig. 3 zeigt, am Boden des Behälters angebracht sein. Sie steht durch Rohre 12, die durch die Flüssigkeit hindurehführen, mit dem oberhalb der Flüssigkeit befindlichen Raum in Verbindung. An Stelle gerader Rohre können auch zur Erhöhung der Kühlwirkung Rohrschlangen, gewellte oder mit Rippen versehene Rohre usw. Verwendung finden.
Die Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Kohlensäurekammer innerhalb der Flüssigkeit gelagert ist, was unter Umständen eine vorteilhaftere Ausnutzung der Kühlwirkung ergibt. Auch hier sind Rohre 12 vorgesehen, welche die entstehenden Kohlensäuredämpfe über den Flüssigkeits-
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Konservierung von Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser, mittels Kohlen- säuresehnee, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Aufnahme der Flüssigkeit dienender, allseits isolierter Behälter mit einer oder mehreren Kammern zur Aufnahme des Kohlensäureschnees versehen ist, die durch Leitungen mit dem oberhalb der Flüssigkeit befindlichen freien Raum verbunden sind, wobei der über der Flüssigkeit befindliche Raum direkt oder indirekt (Nebenkammer, Leitung) über ein Ventil mit der Aussenluft in Verbindung steht, das sich bei einem gewissen Überdruck selbsttätig öffnet und die überschüssige Kohlensäure entweichen lässt.