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Acetylenerzeuger.
Die Erfindung betrifft einen nach dem Tauchprinzip arbeitenden Acetylenerzeuger, bei welchem mit einem eingebauten Carbidkorb ausgerüstete Entwicklergefässe ortsfest angeordnet und mit einem vom Wasserinhalt des Sammelgefässes unabhängigen Vorratsbehälter für das Entwicklerwasser durch absperrbare Rohrleitungen verbunden sind, und stellt eine weitere Ausgestaltung des unter Patent Nr. 141.497 geschützten Acetylenerzeugers dar. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass das Sammelgefäss für das Gas und der Vorratsbehälter für das Entwicklerwasser mit einer luftdichten, druckfesten Abdeckung versehen sind.
Durch diese Massnahme wird der im Stammpatent beschriebene Apparat unter Beibehaltung aller Vorteile hinsichtlich leichter Beschickbarkeit während des Betriebes, Einfachheit der Bedienung und Reinigung, Betriebssicherheit usw. auch zur Erzeugung höher gespannten Acetylengases, als der über dem Gasbehälter lastenden Wassersäule entspricht, geeignet. Um die Gaserzeugung besser regeln und dem im Sammelgefäss herrschenden Druck anpassen zu können, werden gemäss der Erfindung das Sammelgefäss und der Vorratsbehälter für das Entwicklerwasser in ihren oberen Teilen durch eine Rohrleitung verbunden, so dass sich der Druck über dem Entwiclderwasser und über dem Verdrängungswasser ausgleichen kann..
In die Verbindungsleitung zwischen dem Sammelgefäss und
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oder Verdrängungswasser in die Entwieklergefässe unmöglich machen.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der. Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
Fig. 1 zeigt den neuen Acetylenerzeuger im Längsschnitt, Fig. 2 in Draufsicht.
Der Gassammelbehälter besteht aus einem geschlossenen tonnenförmigen Gefäss 1 und der Gassammelglocke 3, die innerhalb des Gefässes 1 knapp über dessen Boden angeordnet ist. Vom höchsten Punkte der Sammelglocke steigt eine Rohrleitung 30 durch die Abdeckung des Gefässes 1 auf und führt über einen Absperrhahn 31 zu einer Gasreinigungsvorrichtung 4 und von hier über eine sogenannte Wasservorlage zu den Verbrauchern. An der Stelle des Austrittes der Rohrleitung 30 aus dem Gassammelbehälter ist ein Sicherheitsventil 32 angeordnet. Das Gefäss 1 hat ungefähr in halber Höhe einen Kontrollhahn 23, der zur Einstellung des Wasserstandes bei Inbetriebsetzung des Acetylenerzeugers dient. Die Zuführung des Verdrängungswassers in das Gefäss 1 erfolgt durch die absperrbare Rohrleitung 33.
Zur Entleerung des Sammelbehälters dient ein Ablassstutzen 34 am Boden des Gefässes 1, der über eine kurze Rohrleitung 35 zur Schhmmgrube 36 führt.
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verbunden. Die Rohre 15 treten in das Gefäss 1 nahe dem Boden ein und gehen hier in waagrecht verlaufende geloehte Rohrstücke 37 über, aus welchen das einströmende Gas in die Gassammelgloeke 3 aufsteigen kann. In die Rohrleitungen 15 sind Schwimmerrüekschlagventile 38 eingebaut. Die Ent-
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korb 14 auf. Die Carbidkörbe haben zwei Böden, von welchen der obere 39 mit grösseren, der untere 40 mit feineren Sieblöchern versehen ist. Den oberen Abschluss der Entwicklergefässe bildet ein Deckel 10. durch den das Carbid in den Korb 14 nachgefüllt werden kann.
Der Deckel 10 wird in seiner Verschlussstellung durch einen Hebeln und einen Spannbügel13 gehalten und schliesst gasdicht gegen das Ent-
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unteren Ende ein Ventil 26, das durch ein Gestänge 27 betätigt wird. Rund um den Umfang der Entwicklergefässe sind ringförmige Wassermäntel 7 angeordnet, die über Rohrstutzen 8, 9 mit dem Sammelbehälter in Verbindung stehen. Diese Rohrstutzen sind verschieden hoch angeordnet, so dass sich infolge
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ständig hinreichend kühlt. Der obere Rohrstutzen 9 umgibt auch den ersten Teil der Rohrleitung 15. so dass auch diese gekühlt wird.
Die Entwicklergefässe 6 sind über Rohrleitungen 17, 17' mit einem Vorratsbehälter 16 für das Entwicklerwasser verbunden. Jede der Verbindungsrohrleitungen 17, 17' ist durch einen Absperrhahn 18 verschliessbar. Der Wasserzufluss zum Behälter 16 erfolgt durch einen Rohrstutzen 41 im Deckel dieses Gefässes und wird durch ein Schwimmerventil 42 geregelt. Der obere Raum des Wasserbehälters 16 ist über ein Verbindungsrohr 43 an den oberen Raum des Sammelbehälters J'angeschlossen. Seitlich, etwa auf halber Höhe, weist der Behälter 16 ein Überdruckventil 44 auf, das bei Erreichung eines bestimmten Höchstdruckes sich öffnet und überschüssiges Entwicklerwasser abfliessen lässt.
Bei Inbetriebsetzung des Acetylenerzeugers wird zunächst das Verdrängerwasser durch die Leitung 33 in den Behälter 1 eingefüllt, bis es darin die Höhe des Kontrollhahnes 23 erreicht hat: hiebei sind die Absperrhähne in der zu den Verbrauchern führenden Gasleitung offen. Das zur Erzeugung des Acetylengases notwendige Entwicklungswasser wird durch den Rohrstutzen 41 in den Vorratsbehälter 16
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bis auf eine etwa noch erfolgende Nachvergasung unterbrochen. Durch die Verdrängung des Wassers aus der Gassammelglocke in den Behälter 1 und aus den Entwicklergefässen in den Behälter 16 wird der Luftraum, der sich im oberen Teil der beiden Behälter 1 und 16 über dem Verdrängungs- bzw.
Entwicklungswasser befindet, zusa mmengedrückt, so dass auf dem in der Gassammelgloeke aufgespeicherten Acetylengas nicht nur der Druck der darüber befindlichen Wassersäule, sondern auch der Druck des Luftpolsters lastet. Zur besseren selbsttätigen Regelung des Gasdruckes sind die Lufträume der Behälter 1 und 16 durch die Rohrleitung 43 miteinander verbunden. Die Höhe des Gasdruckes ist abhängig von der Einstellung der Lage des Schwimmers 42 im Vorratsbehälter für das Entwicklerwasser. Die
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nahme ungefähr auf 0-5 atü einstellt. Diesem Gasdruck entsprechend wird dann auch das überstrom- ventil 44 eingestellt, so dass bei etwaiger weiterer Drucksteigerung überschüssiges Entwicklungswasser abströmen kann.
Das Sicherheitsventil. 3 : 2 ist ein weiterer Schutz gegen ungewünschte Drucksteigerung.
Durch dieses Ventil kann Acetylengas durch eine Rohrleitung ins Freie entweichen.
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Gasentwicklung setzt sofort wieder ein. Dieses Spiel der automatischen Regelung stellt sich im normalen Betrieb so ein, dass bei einer bestimmten Gasentnahme eine bestimmte Menge Carbid überschwemmt bleibt. Die Zweiteilung des Bodens der Carbidkörbe, in einen oberen Boden mit gröberen und einen unteren mit feineren Sieblöchern verhindert ein Herabfallell zu grosser Carbidstüeke. wodurch die Nach-
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