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Maschine zum Fräsen von Fassonstüeken aus Holz od. dgl., insbesondere Schuhabsätzen.
Das Patent Nr. 144844 bezieht sich auf eine Maschine zum Fräsen von Fassonstücken aus Holz od. dgl.
Bei einer Ausführungsform dieser Maschine sind die Einspannbacken für das Werkstück innerhalb eines Bügels des verschwenkbaren Wellenteiles angeordnet. Dieser Bügel macht, wenn er mit dem verschwenkbaren Wellenteil fest verbunden wird, ausser dessen Schwenkbewegung auch dessen Drehbewegung mit und steht sodann einer Bearbeitung des Werkstückes in einem Umfang von ganz oder nahezu 360 im Wege. Ausserdem nimmt beim Stammpatent das die beiden Teile der Mitnehmerwelle verbindende Universalgelenk den Einspanndruek des Werkstückes auf.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Umstände. Eine Bearbeitung des Werkstückes im ganzen Umfange wird dadurch ermöglicht, dass der Biigel nur die Schwenkbewegung des verschwenkbaren Wellenteiles, nicht aber dessen Drehbewegung mitmacht. Zur Beseitigung des zweiten Umstandes nimmt der Bügel den Einspanndruck des Werkstückes zwingenartig in sich auf, wodurch sowohl das Schwenkgelenk als auch die bogenförmige Reitstockführung von axialen Drücken entlastet wird. In einer zur Erzielung beider Vorteile geeigneten Ausführungsform der Erfindung ist der Bügel an einem Ende mit der Reitstockführungshülse fest verbunden und umfasst mit dem andern Ende den verschwenkbaren Wellenteil lose.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht auf die Schwinge, Fig. 2 die Draufsicht mit dem ortsfesten Fräser, beide mit teilweisem Schnitt, Fig. 3 einen Schnitt nach A-B und Fig. 4 nach C-D der Fig. 2.
Die um die Achse 10 schwingende Schwinge 8 trägt die Mitnehmerwelle für das Werkstück 16.
Die Mitnehmerwelle besteht aus zwei durch ein Universalgelenk 11 miteinander verbundenen Teilen 12, 13, von denen der Wellenteil12 in den Lagern 14, 15 der Schwinge 8 bloss drehbar, dagegen der Wellenteil 13 sowohl drehbar als auch um 11 vom und zum ortsfesten Fräser 6 verschwenkbar ist.
Der offen oder geschlossen ausgebildete Bügel 13', zwischen dessen Schenkeln sich die Einspannbacken 19. 20 für das Werkstück 16 befinden, ist am rechten Ende mit der Reitstockführungshülse 22 bei 132 fest verbunden, während er mit seinem linken augenförmigen Ende 133 den Wellenteil13 lose umfasst. Der Einspannbacken 19 sitzt am Ende des Wellenteiles 13 fest und der den drehbaren Einspannbacken 20 aufnehmende Reitstock 21 durchsetzt wie im Stammpatent die Hülse 22 und kann mittels eines durch Hebel 27 betätigten Zahnstangengetriebes 28 vom und zum Werkstück 16 bewegt werden.
Der zwischen den Einspannbaeken 19, 20 wirksame Einspanndruck wird dabei vom Bügel 13' zwingenartig aufgenommen, weil der vom rechten Bügelschenkel herkommende Druck der Teile 21, 20 auf den Backen 19 und von diesem auf den linken Bügelschenkel übertragen wird. Der Druck zwischen den Teilen 19 und 133 wird zweckmässig von einem in 133 eingebauten Kugellager 63 aufgenommen.
Durch diese Einrichtung ist sowohl das Schwenkgelenk 11 als auch die bogenförmige Reitstock- führung von axialen Drücken entlastet. Daher genügt zur bogenförmigen Führung der Hülse 22 eine einfache Einrichtung, die nach dem dargestellten Beispiel aus zwei oberen und zwei unteren Kugellagern 64 und 65 besteht (Fig. 4), die an einer Querplatte 66 der Hülse 22 angeordnet sind und deren äussere Ringe auf einer oberen und unteren Führungsleiste 67 und 68 eines Bockes 69 rollen.
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Wie im Stammpatent wird die Schwinge 8 nur von einer Schablone 44 und unabhängig hievon der verschwenkbare Wellenteil 13 samt der Werkstückeinspannvorrichtung 19, 20 und den Teilen 13' und 22 von einer zweiten Schablone 45 gesteuert. Die Schablone 44 sitzt, wie bisher, auf dem Wellenteil 12 fest und wird von der Schwenkwelle 10 durch einen Kettentrieb angetrieben, dessen Endkettenrad 39 mit der Schablone verbunden ist. Auf die von den Schwingarmen 51, 52 abgehenden Stangen 49, 50 wirken Federn oder Gewichte, die die Schablone 44 stetig an die einstellbar angeordnete Tastrolle 48 andrücken.
Die Schablone 45 ist der Erfindung gemäss auf der Schwinge 8 oder an einem Arm 70 derselben (Fig. 3) drehbar gelagert und wird in gleicher Weise wie die Schablone 44 durch einen Kettentrieb mit dem Endkettenrad 55 angetrieben. Mit der Schablone wirkt eine Tastrolle 56 zusammen, die an einer auf der verschwenkbaren Reitstockhülse 22 quer angeordneten Hülse 57 längsverstellbar angeordnet ist. Eine Zugfeder M, die die Hülse 57 mit dem Arm 70 verbindet, bewirkt ein stetiges Anliegen der Tastrolle 56 an der Schablone 45.
Durch diese Anordnung werden die den Kontakt der Teile 44, 48 einerseits und 45,56 anderseits herbeiführenden Anpressmittel noch mehr als im Stammpatent, nämlich nicht nur in ihrer Anordnung, sondern auch in ihrer Wirkung vollständig voneinander unabhängig gemacht, so dass eine verhältnismässig schwache Feder 71 genügt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Fräsen von Fassonstücken aus Holz od. dgl. nach Patent Nr. 144844, dadurch gekennzeichnet, dass der die Einspannbacken (19, 20) für das Werkstück (16) zwischen seinen Schenkeln aufnehmende Bügel (13') nur die Schwenkbewegung, nicht aber die Drehbewegung des verschwenkbaren Wellenteiles (13) mitmacht.