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Liehtbogenlöscheinrichtung nach dem Expansionsprinzip.
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senkrecht zu ihrer Sitzfläche erfolgenden Abhebung wieder selbsttätig zentrisch aufeinandersetzen. Insbesondere kann die Selbstzentrierung durch konischen Sitz der Platten erzielt werden.
Es ist zweckmässig, die Isolierelemente in einem flüssigkeitsfreien Ausströmraum anzuordnen und die Flüssigkeit nur für den Unterbreehungsvorgang in die von den Isolierelementen umschlossenen Räume hineinzudrücken, so dass die Dampfsammelräume nur zu einem geringen Teil mit Flüssigkeit gefüllt werden.
Die in die Isoliergehäuse hineingespritzte Flüssigkeit bietet dem Lichtbogen eine grössere verdampfende Oberfläche. Die durch die Böden und Deckel der aufeinandergestapelten Gehäuse gebildeten Blenden beschränken in diesem Falle auch die Flüssigkeitsfüllung des Löschraumes auf eine kleine Flüssigkeitsmenge, was für die Isolierung der Unterbrechungsstrecke bei den meist verwendeten halbleitenden Schaltflüssigkeiten und für den Flüssigkeitsverbrauch des Schalters vom Vorteil ist.
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öffnungen anbringen. Diese Verbindungsöffnungen, die verhältnismässig kleinen Querschnitt erhalten, können in übereinanderliegenden Böden und Deckeln gegeneinander versetzt angeordnet sein.
Durch diese Massnahme erreicht man, dass in die Isoliergehäuse Flüssigkeitsstrahlen eindringen, die an den Wänden zerstäubt werden, so dass sich in den Räumen feinverteilte Flüssigkeit befindet, die durch den Lichtbogen sehr stark verdampft wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
In Fig. 1 ist 1 ein Gehäuse aus Isoliermaterial mit einem metallenen Boden 2 und einem Isolierdeckel 3, der die Öffnung 4 für den Schaltstift enthält. Der Deckel 3 ist mit Hilfe von Rippen 5 auf den Zylinder 1 aufgesetzt, wobei Ausströmöffnungen 6 frei bleiben. Die eigentliche Löschkammer ist aus mehreren aufeinandergestapelten, z. B. drei Isolierteilen 7, 8, 9 aufgebaut. Jeder dieser Teile bildet ein Isoliergehäuse mit Dampfsammelräumen 10, 11, 12 und Durchgangslöchern 13-17 für den Schaltstift.
Die Durchgangsöffnungen sind so weit, dass die Flüssigkeit neben dem Schaltstift austreten kann. Das
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stift des Schalters. 21 und 22 sind Bolzen, die in dem obersten Isolierelement 9 befestigt sind, während sieh die Isoliergehäuse 7 und 8 auf diesen Bolzen in senkrechter Richtung verschieben können. 23 und 24 sind Gummipuffer, die sich gegen eine Platte 25 abstützen und die Gehäuse 7, 8, 9 mit ihren Sitzflächen aufeinanderpressen. Der Spiegel der Schaltflüssigkeit ist durch die Marke 26 gekennzeichnet.
Wenn der Schaltstift 20 aus dem feststehenden Schaltstück 19 herausgezogen wird, verdampft der entstehende Lichtbogen die in dem Raum 10 befindliche Flüssigkeit. Der Dampf sammelt sich in dem Raum 10, in dem er einen Teil der Flüssigkeit durch den neben dem Schaltstift 20 frei bleibenden
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lassen hat und bis dahin der Dampfdruck entsprechend angewachsen ist, werden die Isolierkörper 8, 9 gegen den Druck der Gummipuffer 23 und 24 abgehoben, und es bildet sich zwischen den Sitzflächen der Gehäuse 7 und 8 ein ringförmiger Ausströmschlitz nach dem Gefäss 1, durch den der Dampf, der sich im Raum 10 befindet, ausströmt.
Der Dampf muss dabei durch den in der Öffnung 13 festgehaltenen Lichtbogen hindurchströmen, und wenn der gesammelte Dampf genügt, die Strömung und Expansion über den Stromnulldurchgang mit entsprechender Heftigkeit aufrechtzuerhalten, und die gebildete Isolierstrecke eine genügende Länge hat, dann erlischt der Lichtbogen im Stromnulldurchgang. Ist dies nicht der Fall, dann wird der Lichtbogen beim weiteren Aufwärtsgang des Stiftes 20 in das folgende Gehäuse 8 hinein verlängert. Der dort gebildete Dampf sammelt sich in dem Sammelraum 11 und kann erst entweichen, wenn sich durch den Druck die Gehäuse wieder voneinander abheben. Der Dampf aus dem Raum 11 durchströmt das in der Öffnung 14 und je nach den Umständen auch das in der Öffnung 15 befindliche Lichtbogenstück und bewirkt durch den raschen Energieentzug deren Entionisierung bzw.
Isolierung. Der Vorgang kann sich auch noch in dem obersten Gehäuse 9 wiederholen.
Die Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel. In ein zweiteiliges Gehäuse, dessen Boden 30 und Deckel 32 aus Metall, dessen Mantel 31 aus Isolierstoff besteht, ist die eigentliche Schaltkammer eingesetzt. Diese besteht aus der Flüssigkeitskammer 33 und den darauf aufgebauten Isoliergehäusen 34.
In die Flüssigkeitskammer 33 ist das feststehende Schaltstück 35 eingebaut. Ferner bewegt sich in ihr
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Flüssigkeitskammer 33 mit dem Behälter 31 in Verbindung steht, ist ebenfalls durch ein Ventil verschlossen, das sich nur bei aufwärtsgehendem Kolben 36 öffnet. 42 ist der Schaltstift. Die Isoliergehäuse 34 haben je eine obere und untere Wandung 43 und 44. Die Wandungen benachbarter Isoliergehäuse liegen aufeinander. Sie besitzen in der Mitte Öffnungen 45 für den Schaltstift 42. Am Rande sind die Gehäuse nach kegeligen Sitzflächen 46 abgeschrägt, um den ganzen Stapel zu zentrieren. Die Wandungen 43 und 44 der Gehäuse 34 treten sonach wie Blenden bis in die unmittelbare Nähe der Unterbrechungstrecke vor und scheiden die einzelnen Dampfsammelräume 47 der Isoliergehäuse voneinander.
Das
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keitskammer 33.49 ist ein Endring aus Isoliermaterial, 50 ist ein Ring aus Gummi. Dieser liegt zwischen dem Deckel 32 des Gehäuses 31 und dem Endring 49 und gestattet infolge seiner Zusammendrückbarkeit
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ein Abheben der Isoliergehäuse 34 in vertikaler Richtung von ihren horizontalen und kegeligen Sitz- flächen.
Die Wirkungsweise des Schalters ist folgende : Beim Beginn des Unterbrechungsvorganges wird durch die Aufwärtsbewegung des Schaltstiftes 42 der Kolben 36 freigegeben, so dass er sich unter der Wirkung der Druckfedern 39 und 40 aufwärts bewegt, bis er am Schaltstück 35 zum Anschlag kommt.
Dabei drückt er die in dem Gehäuse 33 befindliche Flüssigkeit, deren Spiegel durch die Marke 51 gekenn- zeichnet ist, in die aufeinandergestapelten Isoliergehäuse 34 hinein. Die Flüssigkeit kann nur durch die ringförmigen Öffnungen eindringen, die zwischen dem Schaltstiftumfang und den Öffnungen 45 in den
Isolierwänden der Gehäuse frei bleiben.
Die nach oben gedrückte Flüssigkeit bildet somit einen Zylindermantel, der sich an den aufeinanderfolgenden Wänden 43 und 44 der Gehäuse 34 bricht und dort zerstäubt wird, wodurch sich die Räume 47 mit einem Nebel von fein zerteilter Flüssigkeit füllen. Diese Wirkung kann noch dadurch unterstützt werden, dass in den Wandungen der Gehäuse Öffnungen 52 von verhältnismässig kleinem Querschnitt angebracht sind. Diese sind in übereinander befindlichen Wandungen derart gegeneinander versetzt, dass die eintretenden Flüssigkeitsstrahlen gegen die gegen- überliegenden Wände gespritzt und dort fein zerstäubt werden. Die feine Verteilung der Flüssigkeit in den Räumen 47 hält an, während der Lichtbogen durch die Einrichtung hindurchgezogen wird, da sich der ganze Vorgang im Bruchteil einer Sekunde abspielt.
Bei der weiteren Aufwärtsbewegung des Schaltstiftes 42 trennt sich dieser vom Schaltstück 35, wodurch der Lichtbogen gezogen und in die aus Isoliergehäusen 34 gebildete Löschvorrichtung hinein verlängert wird. Der Lichtbogen ist in den Löchern 45 der Wände 43 und 44 der Isoliergehäuse stabilisiert, kann sich also nicht beliebig bewegen, und verdampft nun äusserst heftig die in den Räumen 47 befindliche Flüssigkeit, die eine grosse verdampfende Oberfläche bietet. Durch diesen Verdampfungsprozess füllen sich die einzelnen Gehäuse sehr rasch mit Dampf von einigen Atmosphären Druck. Sobald der Druck einen bestimmten einstellbaren Wert erreicht, wird der Gummipuffer 50 zusammengedrückt und
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