AT146815B - Verfahren zur Darstellung von 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-amino- bzw. -alkylamino-alkoholen-(1). - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-amino- bzw. -alkylamino-alkoholen-(1).

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   1-[3'A'-Äthylendioxyphenyl]-2-amino- bzw. -alkylamino-     alkoholen-(l).   



   Es wurde gefunden, dass man zu 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-amino- bzw. -alkylaminoalkoholen- (l) gelangt, wenn man 3.   4-Äthylendioxy-l-oxo-l-aIkyIbenzoIe   gegebenenfalls in Anwesenheit säurebindender Mittel in der Seitenkette halogeniert, die so erhältlichen   a-Halogen-3.   4-äthylendioxyphe- 
 EMI1.1 
 Die katalytische Hydrierung der Aminoketone kann entweder unter Anwendung von Edelmetallkatalysatoren bei   20-60  und   geringem Überdruck oder von Metallen der Nickelgruppe bei   40-150  und   20-40 Atm. erfolgen. Während der katalytischen Hydrierung werden die am Aminstickstoff haftenden Aralkylreste abgespalten. 



   An Stelle der genannten 3. 4-Äthylendioxy-11-oxo-1-alkylbenzole können auch die in bekannter Weise hergestellten 3.   4-Dioxy-ll-oxo-12-alkylaralkylamino- bzw.-bisaralkylamino-1-alkylbenzole   als Ausgangsstoffe verwendet werden. In diesem Falle werden die Aminoketone zuerst in Äthylenäther übergeführt und letztere anschliessend katalytisch hydriert. 



   Die neuen Verbindungen besitzen eine ausgesprochen Uteruswirkung und sollen daher therapeutische Verwendung finden. 



   Es ist bekannt, im Phenylkern gegebenenfalls durch Hydroxylgruppen substituierte aromatischaliphatische Ketone in der Seitenkette zu halogenieren, letztere mit Aminen umzusetzen und die so er-   hältlichen   Phenylaminoalkylketone durch katalytische Hydrierung in die entsprechenden Phenylaminioalkohole überzuführen (s. z. B. Patentschrift Nr. 115643 ; deutsche Patentschriften Nr. 524717, 157300). Etwa am Aminstickstoff oder an den phenolischen Hydroxylgruppen befindliche Aralkylreste werden bei der katalytischen Hydrierung abgespalten. 



   Beispiel 1 : 19-2 g 3. 4-Äthylendioxypropiophenon werden in 200 cm3 Methylenchlorid gelöst und mit 16 g Brom tropfenweise versetzt. Nach etwa 1-2 Stunden ist die tiefrote Flüssigkeit entfärbt. Die filtrierte Methylenehloridlösung wird mit Wasser und Natriumbicarbonat durchgeschüttelt und über Natriumsulfat getrocknet. Das Methylenchlorid wird abdestilliert und der Rückstand im Vakuum destilliert, wobei   das a-Brom-304-äthylendioxypropiophenon   vom Kpi, 5 = 180-182  erhalten wird. 



     16. 3 g   dieses Bromketons werden in 20   cm3   Alkohol gelöst und mit 14-5   5 g   Methylbenzylamin versetzt. Nach mehrstündigem Stehen wird mit Äther versetzt und das ausgeschiedene Methylbenzylaminbromhydrat abgesaugt. Das erhaltene Filtrat wird mit verdünnter Salzsäure durchgeschüttelt, der Auszug abgetrennt, mit Kaliumcarbonat alkalisch gemacht und das sich hiebei abscheidende Öl in Äther aufgenommen. Nach dem Trocknen der ätherischen Lösung und Abdestillieren des Überschusses an Äther wird der sirup öse Rückstand in heissem Hexahydrobenzol gelöst. Beim Erkalten kristallisiert das 3.4- Äthylendioxy-11-oxo-12-methylbenzylamino-1-propylbenzol in gut ausgebildeten Kristallen vom   F =     71-73  aus. 



  9 g des kristallisierten Aminoketons werden in 200 cm3 Alkohol gelöst und nach Zusatz von Palladium   bei   20-60  und   geringem Überdruck mit Wasserstoff hydriert. Nach Aufnahme der berechneten Menge Wasserstoff saugt man vom Katalysator ab, engt das Filtrat im Vakuum ein und neutralisiert den Rück- 

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 stand mit alkoholischer Salzsäure. Das ausfallende   l- [3'. 4'-Äthylendioxyphenyl]-2-methyIaminopropanol-     (l)-chlorhydrat schmilzt nach   dem Umkristallisieren aus Alkohol bei   225-227 .   An Stelle von Palladium kann man auch Nickel als Katalysator bei Temperaturen von etwa   80-1000 verwenden.   



   In gleicher Weise lässt sich auch das 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-methylaminobutanol-(1)chlorhydrat (F   = 186 )   herstellen. 



   Beispiel 2 :   17. 8 g   3.   4-Äthylendioxyacetophenon   werden in 200 cm3 Methylenchlorid gelöst und nach Zusatz von etwa 10 g Calciumcarbonat mit 16 g Brom tropfenweise versetzt. Sobald Entfärbung der dunkelrot gefärbten Lösung erfolgt ist, wird filtriert und die Flüssigkeit mit Natriumbi-   carbonatlösung   gewaschen. Nach dem Trocknen über Natriumsulfat wird die filtrierte Methylenchloridlösung im Vakuum eingeengt. Das als kristalliner Rückstand erhaltene   a-Brom-3A-äthylendioxyaceto-   phenon schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Alkohol bei   114-116 .   



   25-7   7 g des   Bromketons werden in 50   cm3   absolutem Alkohol gelöst und mit 24 g Methylbenzylamin versetzt. Nach mehrstündigem Stehen setzt man der Flüssigkeit Äther zu und schüttelt das entstandene   Methylbenzylaminbromhydrat   mit Wasser aus. Die ätherische Lösung wird alsdann mehrere Male mit verdünnter Salzsäure ausgezogen ; aus den vereinigten salzsauren Lösungen scheidet sich auf Zusatz festen Kaliumcarbonats das 3. 4-Äthylendioxy-11-oxo-12-methylbenzylamino-1-äthylbenzol als Öl aus. 



  Es wird in Äther aufgenomen, die ätherische Lösung über Natriumsulfat getrocknet und eingeengt. 



   10 g des Aminoketons werden in 200   CMt   Alkohol gelöst und nach Zusatz von Palladium bei 20 bis   600 und geringem Überdruck   mit Wasserstoff hydriert. Nach beendigter Wasserstoffaufnahme saugt man vom Katalysator ab, engt die Flüssigkeit im Vakuum ein und neutralisiert den Rückstand mit alkoholischer Salzsäure. Das auskristallisierende 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-methylaminoäthanol-(1)-chlorhydrat schmilzt nach dem Umkristallisieren aus Propylalkohol bei   125-126 .   



   Das als Ausgangsstoff benutzte 3.   4-Äthylendioxyacetophenon   wird durch Umsetzung von 3. 4-   Dioxyacetophenon   mit Äthylenbromid erhalten ;   Kp4     == 153 .   



   Beispiel 3 : 24-5   g (x-Brom-3.   4-dioxypropiophenon werden in 120 cm3 absolutem Alkohol gelöst,   39. 5 g   Dibenzylamin zugegeben und 2 Stunden unter Rückfluss gekocht. Von dem beim Abkühlen sich abscheidenden Dibenzylaminbromhydrat wird abgesaugt und das Filtrat vom Alkohol befreit ; das als Rückstand verbleibende 3.4-Dioxy-11-oxo-12-dibenzylamino-1-propylbenzol ist für die Weiterverarbeitung genügend rein. 



     4. 6 g   Natrium werden in 100   cm3   Alkohol gelöst, das erhaltene Aminoketon hinzugefügt, 10 g Äthylenbromid zugegeben und 4 Stunden im Autoklaven auf   1200 erhitzt.   Vom abgeschiedenen Bromnatrium wird abgesaugt, das Filtrat im Vakuum vom Alkohol befreit, der   Rückstand   in Äther gelöst und mit verdünnter Natronlauge mehrmals ausgeschüttelt. Der   ätherische   Auszug wird getrocknet und der Äther abdestilliert. Das als Rückstand erhaltene 3. 4-Äthylendioxy-11-oxo-12-dibenzylamino-1-propylbenzol wird in absolutem Alkohol gelöst und nach Zusatz von Palladium bei   50-600 und geringem Über-   druck mit Wasserstoff hydriert.

   Wenn die Wasserstoffaufnahme zum Stillstand gekommen ist, wird vom Katalysator abgesaugt, der Alkohol abdestilliert und der Rückstand zweimal aus Essigester umgelöst. 



  Das so gereinigte 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-aminopropanol-(1) schmilzt bei   148 .   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-amino- bzw. -alkylaminoalkoholen- (l), dadurch gekennzeichnet, dass man 3.   4-Äthylendioxy-l-oxo-l-alkylbenzole   gegebenenfalls in Anwesenheit säurebindender Mittel halogeniert, die so erhältlichen a-Halogen-3. 4-äthylendioxyphenylalkylketone mit Alkylaralkylaminen oder Bisaralkylaminen umsetzt und die hiebei gewonnenen 3. 4-Äthylendioxy-11-oxo-12-alkylaralkylamino- bzw. bisaralkylamino-1-alkylbenzole katalytisch hydriert.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von 3. 4-Äthylendioxy-11-oxo-1-alkylbenzolen von in bekannter Weise hergestellten 3. 4-Dioxy-l1-oxo-12- alkylaralkylamino- bzw. bisaralkylamino-1-alkylbenzolen ausgeht, dieselben in Äthylenäther überführt und letztere katalytisch hydriert.
AT146815D 1931-09-16 1932-09-14 Verfahren zur Darstellung von 1-[3'.4'-Äthylendioxyphenyl]-2-amino- bzw. -alkylamino-alkoholen-(1). AT146815B (de)

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