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Gummiabsatz.
Die gebräuchlichen Gummiabsätze, d. s. an dem Schuhabsatz mittels Nägel zu befestigende Gummiplatten, besitzen an jenen Stellen, wo die Nägel eingeschlagen werden sollen, zylindrische Ausnehmungen, die von der Lauffläche her bis auf eine gewisse Tiefe der Gummiplatte reichen und der Dicke der Nägel entsprechen, denen sie beim Einschlagen als Führung dienen sollen. In der Höhe des Grundes dieser FÜhrungslöcher sind in der Gummiplatte Metallscheibehen eingebettet, die je ein Loch enthalten, dessen Weite der Dicke der Nägel entspricht. Durch diese gelochten Metallscheibchen, durch die die eingeschlagenen Nägel hindurchgehen, werden Querverschiebungen der an dem Sehuhabsatz befestigten Gummiplatten verhindert.
Gewöhnlich enthalten die Gummiplatten in entsprechender Austeilung 6 bis 8 solche nicht ganz durchgehende Führungslöcher mit eingebetteten Metallseheibehen. Wenn nun eine solche Gummiplatte abgenutzt ist und durch eine neue ersetzt werden soll, so werden die Nägel herausgezogen und auf den Schuhabsatz nach Beseitigung der abgenutzten Platte eine neue aufgelegt, die wieder mittels Nägel befestigt werden soll.
Dabei kommen die Führungslöcher der neuen Gummiplatte mehr oder weniger genau auf die Löcher zu liegen, die durch die Nägel beim Befestigen der ersten Gummiplatte in dem Schuhabsatz entstanden waren und, wenn nun Nägel zur Befestigung der zweiten Gummiplatte durch die Führungslöcher hindurch eingeschlagen werden, so dringen sie in die in dem Schuhabsatz bereits vorhandenen Löcher ein und finden darin keinen sicheren Halt, auch wenn diese vorher mit irgendwelchen Materialien ausgefüllt worden sind, so dass es nicht selten vorkommt, dass die neue Gummiplatte an dem Schuhabsatz nicht festhält, weil ihre Befestigungsnägel nur locker in den schon von früher her vorhandenen Löchern des Sehuhabsatzes sitzen.
Um nun diesen Nachteil zu beseitigen, werden gemäss der vorliegenden Erfindung an der Gummiplatte an jenen Stellen, wo die Befestigungsnägel durchgetrieben werden sollen, anstatt je eines Führungs- loches je eine Gruppe von zwei oder mehr Fiihrungslöchern angebracht. Dies gibt die Möglichkeit, die Stellen, wo bei wiederholtem Befestigen von Gummiplatten an einem und demselben Schuhabsatz Nägel eingetrieben werden sollen, zu variieren, so dass die Nägel nicht in bereits vorhandene Löcher des Schuhabsatzes eingetrieben werden müssen. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass jede neu aufgebrachte Gummiplatte an dem Schuhabsatz genau so sicher befestigt werden kann wie jede vorangegangene.
Im Bereiche der Führungslöcher jeder Gruppe können auch gelochte Metallseheibehen in die Gummiplatte eingebettet werden ; man kann aber diese Metallscheibchen jeder Gruppe zu einem einheitlichen Metallscheibchen zusammenfassen, das Löcher enthält, deren Anzahl und Anordnung der Zahl und Anordnung der Führungslöcher jeder Gruppe entsprechen.
Eine Ausführungsform eines solchen Gummiabsatzes ist in Fig. 1 in einer Draufsicht auf die Lauffläche und in Fig. 2 in einem Längsschnitt dargestellt. Fig. 3 zeigt einen waagreehten Querschnitt durch die Gummiplatte.
Die Gummiplatte 1 besitzt an ihrer Lauffläche. 2 2 V orragungen 3, die je eine Gruppe von Führungslöchern 4 enthalten, die von der Lauffläche 2 bis zu einer gewissen Tiefe in der Diekenriehtung der Platte 1 vorragen. Jede Gruppe dieser Führungslöcher besteht bei der dargestellten Ausführungsform aus drei Führungslochern, die in jeder Gruppe gleichartig angeordnet sind. In der Höhe des Grundes der Führungslöcher 4 jeder Gruppe ist ein Metallscheibchen 5 eingebettet (Fig. 2 und 3), das eine Anzahl von Löchern besitzt, die nach Zahl und Anordnung den Führungslöehern 4 entsprechen.
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Wird ein Schuhabsatz das erstemal mit einer solchen Gummiplatte versehen, so werden die Befestigungsnägel in je ein Führungsloch jeder Gruppe eingetrieben und es soll dabei etwa das mittlere Führungsloch jeder Gruppe benutzt werden. Ist die Gummiplatte abgenutzt und soll durch eine andere ersetzt werden, so werden beim Auflegen der neuen Gummiplatte auf den Schuhabsatz die Befestigungsnägel in ein anderes Führungsloch jeder Gruppe, u. zw., von der Mitte der Gummiplatte aus gesehen, etwa in das linke Führungsloch, eingetreiben. Soll dann ein drittes Mal eine neue Gummiplatte an demselben Schuhabsatz befestigt werden, so sollen, von der Mitte aus gesehen, die rechten Führungslöcher jeder Gruppe benutzt werden.
Auf diese Weise wird erreicht, dass die Befestigungsnägel immer in unverletzte Teile des Schuhabsatzes eingetrieben werden, so dass sie immer darin einen festen Halt finden.
In baulicher Beziehung kann der Erfindungsgedanke in verschiedener Art verwirklicht werden, da es ja im Wesen gleichgültig, ist, wie die Gruppeneinteilung vorgenommen und welche Zahl von Führungslöehern jeder Gruppe zugeordnet wird. Die Anordnung in bestimmten Gruppen besonderer Aus-' teilung hat den Vorteil, dass der Schuhmacher, der die Gummiplatten an den Schuhabsätzen befestigen soll, an der abgenutzten und durch eine neue zu ersetzende Gummiplatte erkennt, welche Führungs- löcher der neuen Gummiplatte benutzt werden sollen, um die Befestigungsnägel an unverletzte Stellen des Schuhabsatzes einzutreiben.
Es wäre natürlich aber auch möglich, die Gruppen der Führungslöcher gewissermassen ineinander übergehen zu lassen, also im Bereiche des Umfanges der Gummiplatte und vielleicht auch in ihrem Mittelteil eine grössere Anzahl von Löchern anzubringen, von denen dann jeweils an verschiedenen Stellen je eines zum Eintreiben eines Nagels benutzt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gummiabsatz mit gegen die Lauffläche hin offenen, ihn nur teilweise durchsetzenden Füh- rungslöchern für die einzuschlagenden Nägel, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereiche jener Stellen, wo Befestigungsnägel eingeschlagen werden sollen, je zwei oder mehrere derartiger Löeher, gegebenenfalls in Gruppen von zwei oder mehr Löchern, vorgesehen sind.