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Gummiabsatz Die Erfindung betrifft einen Gummiabsatz mit auf der Rückseite
angeordneten rinnenförmigen Randaussparungen und oberhalb dieser liegenden Nagelstellen.
Bei den bekannten .Gummiabsätzen dieser Art ist die Randaussparung im Verhältnis
zur Gesamtbreite des Absatzes so breit ausgeführt, daß sie fast 9/1o der gesamten
Absatzoberfläche ausmacht bzw. nur einen mittleren schmalen Stützkern stehenläßt.
Dabei wird der Absatz so fest aufgenagelt, daß er auf der ganzen Breite und um die
Tiefe der Aussparung durchgedrückt wird, wobei die Aussparung vollständig verschwindet,
d. h. flach auf den Lederabsatz. zu liegen kommt, und jede Federung des Absatzes
aufgehoben wird. Um bei dieser starken Eindrückung des Absatzes keine konkave Durchbiegung
der Lauffläche entstehen zu lassen, muß letztere entsprechend der Aussparung auf
der anderen Seite ausgewölbt werden, um beim Aufnageln einen Materialausgleich herbeizuführen,
wobei aber das Material eine starke Verzerrung erleidet und alsbald ermüdet, was
ein Nachlassen des festen Sitzes des Absatzes und dessen vorzeitige Zerstörung zur
Folge haben kann.
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Gegenüber diesen bekannten Gummiabsätzen unterscheidet sich der Absatz
gemäß der Erfindung dadurch, daß die Breite seiner Randaussparung nicht mehr als
1/4 der Absatzbreite beträgt und daß er durch die oberhalb der Aussparung liegenden
Nagelstellen nur so weit festgenagelt wird, daß im Gebiet der Randaussparung zwischen
Gummi- und Lederabsatz noch ein Hohlraum bleibt, wodurch eine die Absatzkante fest
gegen den Lederabsatz drückende federnde Spannung entsteht; gleichzeitig aber auch
im gesamten Absatzrand eine gewisse Federwirkung beibehalten wird, so daß bei- einer
Ermüdung des Materials immer noch ein Andrücken der Absatzkante erfolgt. .Durch
die Federung des Absatzrandes wird also auch für die Dauer eine allseitig feste
Auflage der Absatzkante gewährleistet und zudem einelastischerer Gang und eine größere
Schonung des in der Hauptsache dem Verschleiß unterworfenen Absatzrandes herbeigeführt.
Ein weiterer Vorteil des neuen Gummiabsatzes besteht darin, daß eine besondere Ausgestaltung
der Absatzlauffläche zur Erzielung des Materialausgleichs beim Aufnageln des Absatzes
infolge der nur geringen Durchdrückmöglichkeit %des neuen Absatzes innerhalb seiner
schmalen Randaussparung nicht mehr als bei den bekannten Gummiabsätzen mit verhältnismäßig
breiter Randaussparung erforderlich ist. Auf der Zeichnung ist in Abb. i ein Ausführungsbeispiel
des neuen Gummiabsatzes in Rückenansicht und in Abb. z im Querschnitt nach der Linie
A-A der Abb. i dargestellt. -Abb.3 zeigt eine weitere Ausführungsform in Rückenansicht
und Abb. q. im Querschnitt nach der Linie B-B der Abb. 3.
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Abb. 5 veranschaulicht ein drittes Ausführungsbeispiel in Rückenansicht
und
Abb. 6 im Querschnitt nach, der Linie C-C der Abb. 5.
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Abb. 7 zeigt ein letztes Ausführungsbeispiel in Rückenansicht und
Abb. 8 im Querschnitt nach der Linie D-D der Abb. 7.
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Abb. 9 zeigt den am Lederabsatz angenagelten Gummiabsatz im Querschnitt.
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Der Gummiabsatz ist auf der Rückseite mit einer rinnenförmigen Randaussparung
a versehen, oberhalb welcher die Nagellöcher e angeordnet sind und die zweckmäßig
ohne Unterbrechung rings um den Absatz verläuft, aber auch beliebig unterbrochen
oder, wie in Abb. i strichpunktiert eingezeichnet ist, nur im Absatzbogen vorgesehen
sein kann. Der Absatz wird dadurch beiderseits der Nagelstellen abgestützt, und
zwar liegt er außerhalb derselben mit seiner Kante b und innerhalb derselben mit
seinem mittleren leeren Teil c auf dem Lederabsatz g (Abb.9) auf.
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Die Randaussparung a ist so schmal ausgefyhrt, daß ihre Breite nicht
mehr als i/4 der Absatzbreite beträgt, wodurch die innere und äußere Auflagestelle
des Absatzes so nahe zusammenrücken, daß sich der Absatz beim Aufnageln nur noch
in geringem Maße zwischen den Auflagestellen, d. h. innerhalb der Randaussparung
durchdrücken kann, was aber genügt, um die Absatzkante b allseitig fest gegen ihre
Unterlage zu pressen. Wie Abb.9 veranschaulicht, wird der Absatz nur so weit festgenagelt,
daß im Gebiete der Randaussparung zwischen Gummiabsatz und Lederabsatz g
noch ein Hohlraum bleibt, wodurch im gesamten Absatzrand eine gewisse Federwirkung
beibehalten wird.
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Zweckmäßig gibt man der Randaussparung den aus den Abb. q. und 6 ersichtlichen
Rinnenquerschnitt mit steil abfallender Innenkante, wodurch beim Aufnageln des Absatzes
die Randaussparung nicht bis zum flachen Aufliegen auf den Lederabsatz gebracht
werden kann. Auf diese Weise ist auch bei einem zu festen Annageln des Absatzes
immer noch die Beibehaltung eines Hohlraumes zwischen Gummi- und Lederabsatz im
Gebiete der Randaussparung gewährleistet.
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Um das Gewicht des Absatzes zu verringern, kann der mit der Auflagekante
b in gleicher Höhe liegende Mittelteil c des Absatzes in an sich bekannter Weise
mit einer oder mehreren beliebig geformten Aussparungend versehen (Abb. 3, q., 7
und 8) bzw. in einzelne Stützwülste f (Abb. 5 und 6) aufgeteilt werden.