<Desc/Clms Page number 1>
Hilfsgerät zum Justieren von Zündkerzen und diesem Hilfsgerät angepasste Zündkerze.
Bei längerem Gebrauch von Zündkerzen erleiden die wirksamen Enden der Zündkerzenelektroden unter dem Einfluss der Funkenentladungen Materialeinbussen, so dass nach kürzerer oder längerer Zeit die ursprünglich eingestellte Funkenstrecke länger wird, was zuerst Veränderungen in der Funkenausbildung und schliesslich das Aussetzen der Entladungen überhaupt zur Folge hat. Man ist daher genötigt, nach einer gewissen Betriebsdauer die Elektroden naehzujustieren, um wieder den richtigen Abstand der Masseelektroden von der Zentralelektrode herzustellen. Bisher geschieht dieses Justieren mehr oder weniger nach dem Augenmass oder auch auf die Weise, dass man zwei Drähte von etwas verschiedenem Durchmesser zur Überprüfung des vorhandenen Elektrodenabstandes verwendet.
Diese Art der Nachjustierung ist ziemlich ungenau und erfordert grosse Sorgfalt.
Die Erfindung bezweckt, durch Heranziehung eines sehr einfachen Hilfsgerätes eine genaue und sichere Naehjustierung der Funkenstrecke auf einfache und rasche Weise zu ermöglichen. Dieses Hilfsgerät, welches für solche Zündkerzen bestimmt ist, bei welchen die Zentralelektrode mit einer oder zwei schräg zur Achse der Elektrode verlaufenden Flächen versehen ist, denen die Enden der Masseelektroden gegenüberstehen, besteht aus einem derart gebogenen Blech, dass es auf der Schrägfläche bzw. den Schrägflächen der Zentralelektrode geführt wird, wobei die Stärke des Bleches dem gewünschten Abstand der Masseelektroden von der Zentralelektrode, also der gewünschten Länge der Funkenstrecke, entspricht.
Das Hilfsgerät kann gleichzeitig dazu verwendet werden, um nach erfolgter Justierung die nach längerer Betriebsdauer auf den Elektrodenenden vorhandenen Verunreinigungen (Kohle, Öl usw. ) zu entfernen. Zu diesem Zwecke sind die Flächen des das Hilfsgerät bildenden Bleches aufgerauht, z. B. feilenartig ausgebildet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt das obere Ende einer Zündkerze zusammen mit dem Hilfsgerät. Die Fig. 2 und 3 zeigen in Seiten-und Vorderansicht das Ende der Zentralelektrode, während die Fig. 3 und 4 in Vorderund Seitenansicht das Hilfsgerät veranschaulichen.
Die Zentralelektrode 1 ist im dargestellten Falle mit'zwei Schrägflächen 1', 1" versehen, so dass die Elektrode die Form eines stumpfen Meissels besitzt. Der Zentralelektrode stehen zwei Masseelektroden 2 und 3 gegenüber mit Endflächen 2'bzw. 3', welche parallel zu den Flächen l'und 1" der Zentralelektrode 1 verlaufen. Die Masseelektroden 2 und 3 werden in bekannter Weise von einer Hülse 4 getragen, welche mit zwei einander gegenüberstehenden, rechtwinkeligen Ausschnitten 5 versehen ist.
Um den richtigen Abstand der Endflächen 2'und 3'der Masseelektroden 2 und 3 von der Zentralelektrode 1 einzustellen bzw. wiederherzustellen, bedient man sich des im einzelnen in den Fig. 3 und 4 dargestellten Hilfsgerätes 6, welches einfach aus einem Stück Blech bestehen kann. Dieses Blech ist,
EMI1.1
miteinander bilden.
Das dachförmig gestaltete Blech ist an seinen beiden freien Enden mit zueinander parallelen Fortsätzen 6', 6"versehen, die an den lotrechten Begrenzungskanten 5', 5"der Ausschnitte 5 der Zündkerzenhülse 4 eine Führung finden. Die Ausschnitte 5 der Zündkerzenhülse 4 sind so tief gehalten, dass das Hilfsgerät beim Aufsetzen auf die Zentralelektrode an der Unterkante der Ausschnitte 5 noch nicht ansteht.
<Desc/Clms Page number 2>
Um die Justierung der Funkenstrecke vorzunehmen, wird das Hilfsgerät 6 von der Seite her, das heisst unter Führung durch die lotrechten Begrenzungen 5', 5"der Ausschnitte 5, auf die Zentral- elektrode-if aufgeschoben, worauf durch Schläge, z. B. mit einem Holzhammer, auf die Masseelektroden 2 und 3 die Endflächen 2'und 3'derselben zur richtigen Auflage auf die Oberfläche des Hilfsgerätes gebracht werden. Da die Stärke des Bleches 6 gleich der gewünschten Länge der Funkenstrecke gewählt ist, so besitzen nach dem Entfernen des Hilfsgerätes die Endflächen der Masseelektroden den richtigen Abstand von der Zentralelektrode.
Ist das Hilfsgerät an seiner Ober-und Unterseite in der früher erwähnten Weise aufgerauht, so erreicht man dadurch, dass man vor dem Entfernen des Hilfsgerätes dieses einige Male horizontal hin und her bewegt, wobei die lotrechten Begrenzungen der Ausschnitte 5 für entsprechende Führung sorgen, dass an den Sehrägflächen der Zentralelektrode bzw. an den Endflächen der Masseelektroden haftende Verunreinigungen entfernt werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Zentralelektrode zwei einander gegenüberstehende Masseelektroden zugeordnet. Selbstverständlich ist die Erfindung auch für solche Fälle anwendbar, wo nur eine einzige Masseelektrode und die Zentralelektrode vorhanden sind.
Es ist möglich, auf die Fortsätze 6', 6"des Bleches 6 zu verzichten. Soll jedoch auch in diesem Falle eine ebenso gute Führung des Hilfsgerätes wie bei der in der Zeichnung dargestellten Anordnung gesichert sein, so sind die Ausschnitte 5 der Zündkerzenhülse 4 so umzugestalten, dass zumindest die Aussen-oder die Innenseite des Bleches 6 eine Anlagefläche vorfindet.
Das Hilfsgerät 6 ist zur bequemeren Handhabung zweckmässig mit irgendeinem Handgriff versehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hilfsgerät zum Justieren von Zündkerzen, bei welchen die Mittelelektrode mit einer oder zwei schräg zur Achse der Elektrode verlaufenden Flächen versehen ist, denen die Enden der Masseelektroden gegenüberstehen, gekennzeichnet durch ein derart. gebogenes Blech, dass es auf der Schrägfläche bzw. den Schrägflächen der Mittelelektrode der Zündkerze geführt wird, wobei die Stärke des Bleches dem gewünschten Abstand der Masseelektroden von der Mittelelektrode (Funkenstrecke) entspricht.