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Elektrode ffir elektrische Entladungsgefässe.
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elektroden für Elektronenröhren erfordert oft. die Anwendung äusserst dünner Drähte (Durchmesser 0-08-0-20 min), welche Drahtstücke bei ihrer üblichen Länge, wenn sie nicht besonders befestigt sind, bei der Herstellung und bei ihrer Belastung im Betriebe die zur Formbeständigkeit nötige Festigkeit nicht besitzen. Solche Drähte seien im folgenden als nicht selbsttragend bezeichnet.
Um trotzdem brauchbare gitterförmige Elektroden herstellen zu können, werden diese Drähte an stärkeren, sogenannten Stiitzdrähten (Durchmesser 0-6-1-2 mm) befestigt bzw. miteinander verschweiss. Diese Stützdrähte dienen dazu, der Elektrode die erforderliche Festigkeit zu verleihen, pflegen aber störende elektrische Eigenschaften zu besitzen. Erstens stellen sie oft eine allzu grosse Zusatzkapazität dar und zweitens üben sie eine ungewollte und nicht homogene Schirmwirkung auf die Elektronen aus.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass dünnste Drähte sich bei Ausnutzung der durch die Festigkeitslehre gebotenen Möglichkeiten so aneinander befestigen lassen, dass sie ohne Anwendung irgendwelcher, selbstständig genügend fester, aber elektrisch unnützer oder gar schädlicher Elemente elektrisch und mechanisch vollkommen entsprechende, genügend feste Gitter bilden können.
Bei der erfindungsgemässen Elektrode wird dieser Zweck dadurch erreicht, dass die, die Elektrode bildenden Drähte nach Muster der verschiedenen gewobenen, geflochtenen, geklöppelten usw. Gewebe, jedoch ohne ineinander zu greifen, aufeinander gelegt und miteinander verschweisst sind. Dadurch
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Zweckmässig kann die erfindungsgemässe Konstruktion so hergestellt sein, dass die Schweissstellen stets an derselben Seite der einzeilnen Drähte liegen. Solche Gitter haben gegenüber den nachträglich verfestigten Geweben den Vorteil einfacherer und präziserer Herstellungsmöglichkeiten.
Das Kennzeichen der erfindungsgemässen Elektrode besteht also darin, dass dünne nicht selbsttragende Drähte, d. h. solche, die bei Zimmertemperatur bzw. den viel höheren Herstellungs-und Betriebstemperaturen keine solche Festigkeit besitzen, dass sie ihre Form trotz der auftretenden Kraftwirkung (Gravitations-, Erschütterungs-, mechanische, elektrostatische Kräfte, thermische Ausdehnungskraft usw. ) zu behalten vermögen, die also keineswegs Stützdrähte sind, nach Verschweissung an vielen Kreuzungspunkten ein vollkommen selbsttragendes Gebilde darstellen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand durch einige Ausführungsbeispiele schematisch veranschaulicht.
Die Fig. 1 und 2 zeigen in Seiten- bzw. Endansicht eine rohrförmige Gitterelektrode, wie sie für Entladungsröhren mit indirekt geheizten Kathoden benutzt werden. Hier sind die parallelen Drähte a mit einem einzigen wendelförmigen Draht verschweisst. Eine solche Anordnung hat den Vorteil, dass bei der Herstellung, welche durch Umwickeln der parallelen Drähte a mit dem wendelförmigen Draht b erfolgt, die fertige Elektrode leicht vom Dorn herunterzuziehen ist, da sie auf den mit der Abzugsrichtung parallelen Drähten gleitet, welche dabei nur auf Zug beansprucht werden.
An beiden Enden des abgebildeten Gitters wird der wendelförmige Draht b zu einer engen Spirale c verdichtet, um an den Enden einen besseren Halt zur Anschweissung des Halterdrahtes zu bieten und allenfalls die unvollkommen emittierenden Kathodenenden vollkommen abzuschirmen.
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Die Fig. 3 und 4 zeigen entsprechende Ansichten einer ebenfalls schlauchförmigen, jedoch abge- ilaehten Elektrode. Hier sind die parallelen Drähte a ebenfalls wendelförmig gewickelt, wodurch der Gitterelektrode eine weiter erhöhte Festigkeit verliehen werden kann. Der wendelförmige Draht b ist an den Enden ebenfalls zur engen Spirale c verdichtet.
Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen können naturgemäss statt des einen auch mehrere wendelförmige Drähte verwendet und an die parallelen Drähte a angeschweisst werden.
Die Fig. 5 und 6 zeigen zwei Ansichten eines ebenen Gittermaterials, bei welchen die aufeinander senkrechten Drähte a und b an den Knotenpunkten miteinander verschweisst sind.
Die Figuren zeigen das Gitter vergrössert, während Fig. 7 ein Gittermaterial von grösster Maschen- weite in natürlicher Grösse darstellt. Falls die Drähte a und b als gewöhnliches Netzgewebe verwendet werden wurden, wäre eine Verschiebung der einzelnen Drähte gegeneinander nicht verhinderbar. Falls aber die Drähte erfindungsgemäss aufeinander gelegt und an den Knotenpunkten miteinander verschweisst werden. wird ein starres Gebilde erhalten, welches nachträglich, z. B. durch Pressung verformt, besonders zur Herstellung von Flachgittern verwendbar ist.
Fig. 8 zeigt ein aus solchem aneinander geschweissten Drahtmaterial gebildetes Flachgitter, welches
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müssen, welche 0#2-0#4 mm Durchmesser haben können.
Zur Erleichterung des Anschweissens der Drähte aneinander können diese aus verschiedenen Metallen, z. B. die Drähte a aus Molybdän und die Drähte b aus Nickel, bestehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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dünnen Drähten, dadurch gekennzeichnet, dass keiner der unverwobenen Drähte vor der Verschweissung selbsttragend ist.