AT142905B - Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren.Info
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- Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Il (erstellung von Kautsehukwaren. Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf die Herstellung von Waren, die aus Kautschuk bestehen oder Kautschuk enthalten, wie beispielsweise Luftschläuchen für Automobile, von erhöhter Gasundureh- lässigkeit und Reissfestigkeit. Bei der Herstellung von Kautschukartikeln, wie beispielsweise aufblasbaren Gegenständen, aus Latex oder künstlichen Kautsehukdispersionen hat es sich gezeigt, dass das fertige Produkt, obwohl es stärker ist als Schläuche, die nach andern Verfahren hergestellt sind, manchmal die zu beanstandende Eigenschaft besitzt, kleine, fast unendlich kleine Nadellöcher zu enthalten, durch welche, wenn der Gegenstand aufgeblasen wird, das zur Füllung dienende Gas langsam entweicht, wodurch die Fähigkeit des Gegenstandes, den Zweck, zu dem er bestimmt und hergestellt worden ist, zu erfüllen, herabgesetzt wird. Bei konstanten Temperatur- und Trockenheitsbedingungen wächst diese schwache Porosität mit dem Alter des aufblasbaren Gegenstandes. Ferner hat es sich herausgestellt, dass nach einer Lagerung EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Die Form wird entfernt und der Film getrocknet und vulkanisiert. Hierauf wird in der üblichen Weise die Bildung des Luftschlauches vorgenommen. An Stelle von Latex kann auch eine künstliche Kautschukdispersion verwendet werden ; ferner sei hervorgehoben, dass eine Druckdifferenz zwischen der Kautschukoberfläehe, welche mit dem flüssigen hygroskopischen Stoff in Berührung steht, und der gegenüberliegenden Oberfläche hervorgerufen werden kann-und diese Ausführungsform hat sich in der Praxis als besonders geeignet erwiesen.-An Stelle von Glyzerin können andere hygroskopische Stoffe, wie beispielsweise Äthylenglykol, Äthanolamine und die verschiedenen Su1fonierungsprodukte des Rizinusöles verwendet werden. Eine besondere Durchführungsweise des Verfahrens gemäss der vorliegenden Erfindung ist die folgende : EMI2.1 EMI2.2 <tb> <tb> Kautschuk <SEP> (als <SEP> Latex) <SEP> 100 <SEP> Gewichtsteile <tb> Zinkoxyd <SEP> 5 <tb> Sebleminkreide <SEP> 10 <tb> Spindelöl <SEP> 10" <tb> Schwefel.......................'"........ <SEP> "................,........'" <SEP> - <SEP> 3-25 <SEP> " <tb> Paraffin <SEP> 0 <SEP> 5" <tb> Hepten-Base <SEP> (Vulkanisationsbeschleuniger <SEP> der <SEP> AIdehyd-Amin-Klasse)......... <SEP> 0-125 <tb> Leim <SEP> 1-5 <tb> Ammoniak <SEP> ................................................................. <SEP> 0#86 <tb> 50%ige <SEP> Natriumpolysulfidlösung <SEP> ........................................... <SEP> 7#50 <tb> In diese Latexmischung wird eine poröse Form fünf Minuten lang, unter Hervorrufung einer Druckdifferenz zwischen der Oberfläche, auf welcher der Kautschuk niedergeschlagen wird, und der gegenüberliegenden Oberfläche, eingetaucht oder so lange, bis sich ein Niederschlag gebildet hat, der eine Wandstärke von annähernd l'5 mm (0'06 Zoll) aufweist. Die Form wird dann entfernt und fünf Minuten lang einem Vakuum ausgesetzt. Sie wird hierauf, während sie sieh noch unter Vakuum befindet, eine Minute lang in eine 50% ige Losung von Glyzerin und Wasser eingetaucht, worauf sie aus der Lösung entfernt und, gleichfalls noch unter Vakuum, etwa eine Stunde bei Zimmertemperatur trocknen gelassen wird. Das Vakuum wird dann aufgehoben und der Schlauch wird 50 Minuten lang bei 770 C getrocknet und hierauf 65 Minuten lang bei 127 C unter Atmosphärendruck in Dampf vulkanisiert. Bei dem Vergleich von in der üblichen Weise hergestellten Luftschläuchen mit solchen, die gleich- EMI2.3 waren, wurde festgestellt, dass die Eigenschaften der erfindungsgemäss erzeugten Schläuche die im folgenden angeführten vorteilhaften Änderungen erfahren hatten. Nach einer bestimmten Zeit wurde Reissfestigkeit und Porosität jeder der beiden verglichenen Schlauchgattungen gemessen. Reissfestigkeit von in üblieher Weise hergestellten Schläuchen () : 11'3 ; Reissfestigkeit der Schläuche nach Behandlung gemäss der Erfindung (kg) : 19 ; prozentuelle Zunahme der Festigkeit gemessen durch die Reissfestigkeit : 68% ; Porosität oder Luftdurchlässigkeit von in üblicher Weise hergestellten Schläuchen (Druckverlust in 7, g pro Woche) : 1'71 ; EMI2.4 verlust in kg pro Woche): 1#37 ; prozentuelle Abnahnre der Porosität oder Luftdurchlässigkeit : 20%. Die Porositätsversuche geben den durchschnittlichen Verlust in Kilogramm für jede Woche an, wobei die Pneumatik am Ende jeder Woche auf einen bestimmten Druck aufgepumpt worden waren. Bei dem nach dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung hergestellten Material beträgt die absorbierte Glyzerinmenge 5-12% je nach den Bedingungen der Behandlung. Es ist bereits bekannt, Luftschläuche u. dgl. (aufgeblasene Artikel), welche während ihrer Verwendung einer wesentlichen Dehnung unterworfen werden sollen, mit einem dehnbaren gasundurch- lässigen Film zu überziehen, der dem Gegenstand fest anhaftet und sich mit dem Gegenstand dehnt, ohne sich von ihm abzutrennen, und dass ein solcher gasundurchlässiger Film ein Plastizierungsmittel, wie beispielsweise einen mehrwertigen Alkohol, Glyzerin, Türkischrotol, enthalten kann. Es ist ferner vorgeschlagen worden, Ballonstoffe zu behandeln, indem man sie mit einer Mischung von Gelatine und vulkanisiertem Latex, welche ein Plastizierungsmittel, wie beispielsweise Glyzerin oder einen mehrwertigen Alkohol, enthält, zu überziehen. Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich von diesen bekannten Verfahren dadurch, dass sie EMI2.5 unmittelbar aus wässrigen Dispersionen erzeugtem Kautschuk bestehen oder solchen Kautschuk enthalten, bezieht, nach welchem man einen flüssigen hygroskopischen Stoff in den abgeschiedenen Kautschuk einbringt, indem man beispielsweise eine Druckdifferenz zwischen der Kautschukoberfläche, welche <Desc/Clms Page number 3> mit dem flüssigen hygroskopischen Stoff in Berührung steht, und der gegenüberliegenden Oberfläche erzeugt. Ferner ist es auch bekannt, bei einem Verfahren, nach welchem man Kautschukgegenstände unter unmittelbarer Verwendung von Kautschuklatex herstellt, in dem man pastenförmige oder eremige Produkte durch Berührung mit einem flüssigen Entwässerungs-und Koagulierungsmittel, wie beispielsweise konzentrierten Salzlösungen, teilweise oder vollständig entwässert und verfestigt, die Fluidität des flüssigen Mediums zwecks Erleichterung der Auftragung zu vermindern, indem man es beispielsweise mit einer viskosen Flüssigkeit, wie beispielsweise einer Leimlösung oder Agar-Agar oder Glyzerin vermischt. Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein flüssiger hygroskopischer Stoff, beispielsweise Glyzerin, in die abgeschiedene Kautschukschicht durch Diffusion eingebracht. Unter der Bezeichnung "flüssiger hygroskopischer Stoff"sind konzentrierte Salzlösungen nicht zu verstehen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Kautschukwaren, die aus unmittelbar aus wässrigen Dispersionen gewonnenem Kautschuk bestehen oder solchen Kautschuk enthalten, wobei der aus den wässrigen Dispersionen abgeschiedene Kautschuk getrocknet und vulkanisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Zwecke der Erhöhung der Gasundurchlässigkeit und Reissfestigkeit vor der Vulkanisation einen flüssigen hygroskopischen Stoff, wie z. B. Glyzerin, Äthylenglykol, Äthanolamine und die Sulfonierungsprodukte des Rizinusöl, in die aus dem abgeschiedenen Kautschuk gebildeten Erzeugnisse durch Diffusion einbringt und in diesen belässt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einführung des flüssigen hygro- skopischen Stoffes durch Erzeugung einer Druckdifferenz zwischen der Kautschukoberfläche,; welche mit dem flüssigen hygroskopischen Stoff in Berührung gebracht wird, und der gegenüberliegenden Ober- fläche bewirkt wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den Kautschuk vor dem Hineindiffundieren des flüssigen hygroskopischen Stoffes oberflächlich trocknet.
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