AT149852B - Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenständen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenständen.

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AT149852B
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  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Kautschukgegenständen.   



   Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenständen verschiedener Art direkt aus Latex   (Kautschukmilch),   wobei der Latex im Solzustand verarbeitet wird, sind bekannt. Diese bekannten Verfahren beziehen sich insbesondere auf die Herstellung von geformten oder getauchten Gegenständen. 



  So wurde unter anderem die Anwendung von porösen Formen vorgeschlagen mit dem Zweck, durch Eintauchen der Form in den Latex infolge des Absaugens des Wassers aus dem Latex eine Anreicherung von Kautschuk an der Formoberfläche zu erzielen, welche nach erfolgter Trocknung einen zusammenhängenden, von der Form abziehbaren Kautschukfilm ergeben soll. Zwecks Beschleunigung dieses Vorganges sind auch Vorschläge dahingehend gemacht worden, die Poren der Form mit koagulierend wirkenden Flüssigkeiten zu füllen oder durch die Formporen koagulierende Gase zu leiten. Es wurde auch vorgeschlagen, die Formoberfläche mit einer koagulierend wirkenden Masse zu überziehen u. dgl. mehr. Es ist auch bekannt, dass Caleiumformiat, Alaun   u.   dgl.

   Stoffe auf Latex koagulierend wirken. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Latexmisehungen,   deren Verteilungsgrad durch Zusatz geeigneter Chemikalien, wie Alaun u. dgl., willkürlich vergröbert worden ist, welches im wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass der Zusatz dieser Chemikalien erst dann erfolgt, nachdem der Latex in bekannter Weise mit Wasser abbindenden Substanzen, wie z. B. gebranntem Gips, vermengt worden ist. 



   Bei einem solchen Verfahren werden einerseits durch den Zusatz von Gips, Zement od. dgl. 



  Stoffen die üblichen Schrumpferseheinungen, die leicht die Ursache von Rissbildungen sind, auf ein Minimum reduziert, da ja entsprechend der zugesetzten Mengen wasserabbindender Materialien mehr oder minder grosse Mengen Wasser ohne weitere Schädigung im erzielten Kautschukfilm verbleiben   können, und   anderseits durch den nachfolgenden Zusatz von Alaun, Calziumformiat u. dgl. Stoffen, die das Wasser zurückhaltende Oberfläehenkraft verringert und dementsprechend die Entfernung des Wassers aus der Dispersion erleichtert. Man erhält in kürzester Zeit Niederschläge erheblicher Dicke, die auch ganz wesentlich rascher trocknen. 



   Bei   Durchführung   des Verfahrens gemäss der Erfindung hat sich als vorteilhaft erwiesen, einen Zustand zu erreichen, derart, dass die agglomerierte Mischung, wenn in Ruhe gelassen, nach zirka 1 Stunde aufrahmt. 



   Das Verfahren sei an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert : 
Eine z. B. zweiteilige Gipsform, welche im Negativ den abzubildenden Hohlkörper darstellt, wird mit einer Mischung folgender Zusammensetzung vollgefüllt : 130 Teile Revertex, 2 Teile Schwefel,
5 Teile Zinkweiss, 170 Teile Estrichgips, 80 Teile Kreide, 0-75 Teile   Vulkacit     P-Extra werden   mit
70 cm3 Wasser angeteigt, dann mit 75   et   einer   6'5% eigen   Calziumformiatlösung agglomeriert. Nachdem die Form 3 Minuten gefüllt belassen worden ist, wird sie ausgekippt ; die auslaufende Mischung kann ohne weiteres wieder verwendet werden. 



   An der Innenwandung der Form hat sich ein gleichmässiger Belag gebildet, der in wenigen Minuten durch Entziehung des Wassers durch die Form einerseits und durch Abbindung des Wassers durch den in der Mischung vorhandenen Gips anderseits so weit getrocknet ist, dass die Form geöffnet und der nunmehr gebildete   Kautsehukhohlkörper   entnommen werden kann. Dieser Hohlkörper wird nun noch zwecks Vervollständigung der Trocknung je nach der Wandstärke   1/2-1   Stunde auf zirka   500 erwärmt   und dann, wie üblich, z. B. in Heissluft   Vs   Stunde bei 120  C vulkanisiert. 



   Auf dieselbe Art und Weise können selbstverständlich auch massive Gegenstände, wie Teller, Schalen u. dgl., hergestellt werden, indem man einfach die Masse in eine entsprechend hergestellte poröse Form giesst,   den Überschuss nach   Erzielung der erwünschten Sehichtdicke entfernt und nach erfolgter Trocknung den Gegenstand aus der Form abhebt. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung kann sowohl für die Herstellung von Kautsehukgegenständen,   gleichgültig   ob massiv oder hohl, nach dem Giessverfahren oder Tauchverfahren od. dgl. angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Kautsehukgegenständen im Giess- oder Tauchverfahren od. dgl. mit Hilfe poröser Formen unter Verwendung von Latex oder Latexmischungen, deren Verteilunggrad durch Zusatz geeigneter Chemikalien, wie Alaun u. dgl., willkürlich vergröbert worden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz dieser Chemikalien erst dann erfolgt, nachdem der Latex in bekannter Weise mit wasserabbindenden Substanzen, wie z. B. gebranntem Gips, vermengt worden ist.
AT149852D 1933-04-12 1933-04-12 Verfahren zur Herstellung von Kautschukgegenständen. AT149852B (de)

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