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Elektrode und Verfahren zur Herstellung derselben.
Die Erfindung bezieht sich auf Platten und Formen, die als Elektroden beim elektrophoretischen
Niederschlagen von festen Bestandteilen aus wässerigen Dispersionen, insbesondere bei elektrophoretischen
Verfahren zum Niederschlagen von Kautschuk benutzt werden, sowie auf ein Verfahren zur Her- stellung desselben.
Es ist bekannt, dass die festen Bestandteile einer wässerigen Kautschukdispersion in den Vertiefungen einer gravierten metallischen Form oder Platte elektrisch niedergeschlagen werden können, indem die Flächen zwischen den Vertiefungen entsprechend isoliert werden, so dass sich kein Kautschuk darauf absetzt. Auf diese Weise können verschiedene Waren, die ein Endprodukt darstellen, oder Bestandteile von Waren, die nachträglich zusammengefügt werden müssen, unmittelbar aus Kautschuk hergestellt werden. Obgleich dieses bekannte Verfahren zahlreiche Vorteile bietet, hat es sieh in der Industrie doch noch nicht in ausgedehnterem Masse eingebürgert, weil sieh bei der praktischen Anwendung gezeigt hat, dass die teueren gravierten Platten und Formen oft erneuert werden müssen.
Im Betrieb wird nämlich die eingravierte Zeichnung schon nach kurzer Zeit schadhaft, weil das Metall, aus dem die . Platten hergestellt sind, im Laufe des elektrophoretischen Verfahrens bald anodiseh gelöst wird.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein rasches und wirksames Verfahren zur Herstellung von Elektroden-Platten, die die Grundlage für das elektrische Niederschlagen von Kautschuk bilden, zu schaffen, durch das die Gestehungskosten solcher Platten sowohl hinsichtlich des Materialverbrauehes, als auch bezüglich der Herstellungsdauer und des Arbeitsaufwandes erheblich herabgesetzt werden. Weiters soll der Ersatz unbrauchbar gewordener Platten durch neue wenig Kosten verursachen. Schliess- lich sollen die Platten oder Formen als Niedersehlagsgrundlage besser geeignet sein als die bisher üblichen.
Gemäss der Erfindung wird ein den elektrischen Strom leitendes Element, das die gewünschte
Gestalt aufweist und gegebenenfalls auch gemustert sein kann, als besonderes Stück hergestellt und unter Anwendung eines sehr einfachen und wenig Kosten verursachenden Verfahrens sehr rasch an einem Träger aus dielektrischem Material befestigt. Das so erhaltene Produkt ist als Niedersehlagsgrundlage besser geeignet als die bekannten Platten und Formen. Den Gegenstand der Erfindung bildet sowohl das besondere Herstellungsverfahren als auch das erzeugte Produkt.
Die zum elektrischen Niederschlagen der festen Bestandteile aus wässerigen Dispersionen bestimmte Elektrode gemäss der Erfindung besteht aus einem Träger aus dielektrischem Material und einem oder mehreren den elektrischen Strom leitenden Elementen, die auf der Oberfläche des Elementes aus dielektrischem Material befestigt sind.
Die stromleitenden Elemente können geprägt und an dem Träger aus dielektrischem Material angeklebt sein. Vorteilhaft werden die stromleitenden Elemente in den Träger aus dielektrischem Material eingebettet.
Als dielektrisches Material kann ein thermoplastisches Material, wie Kautschuk oder ein künstliches Harz, z. B. ein Phenol-Formaldehyd-Kondensationsprodukt verwendet werden.
Das Verfahren zur Herstellung von Elektroden gemäss der Erfindung, die zum elektrischen Niederschlagen der festen Bestandteile aus wässerigen Lösungen dienen, besteht darin, dass ein den elektrischen Strom leitendes Element oder mehrere solcher Elemente in der erforderlichen Umrissgestalt für sich erzeugt und dann auf der Oberfläche eines Trägers aus dielektrischem Material befestigt werden.
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Die den Strom leitenden Elemente können vor der Befestigung auf dem Träger geprägt werden.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung sei auf die Zeichnung verwiesen. Die Fig. 1 zeigt schaubildlich eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Herstellung des den Strom leitenden Elementes. Der Figur ist auch das erzeugte Produkt zu entnehmen. Die Fig. 2 zeigt eine Ansicht der Vorrichtung, mittels welcher das Trägerelement aus dielektrischem Material erzeugt und mit dem den Strom leitenden Element vereinigt wird. Die Fig. 3 zeigt ein Schaubild der fertiggestellten Elektrodenplatte, die Fig. 4
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einen Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 1.
Zwecks Herstellung von Elektrodenplatten gemäss der Erfindung wird ein verhältnismässig dünnes Blech 10 aus Zink oder einem andern Metall, das ohne Gasentwicklung anodisch löslich ist und dessen Salze auf Kautschuk nicht in schädlicher Weise einwirken, zwischen zwei Walzen 11 hindurchgeführt und dabei mit einem aufgeprägten Muster der gewünschten Form versehen. Die eine oder beide Walzen können mit einer Gravierung versehen sein ; um die Dauerhaftigkeit zu erhöhen, werden die Walzen gehärtet. Man kann das Blech auch zwischen ebenen gravierten Platten pressen oder andere bekanntere Verfahren benutzen.
Die gravierten Teile der Walzen sind von Kanten 12 umrandet, die zweckmässig geschärft sind, um das Metallblech beim Durchgang zwischen den Walzen zu durchschneiden, damit die gemusterten Platten 7. 3 nach Durchführung des Prägeverfahrens vom Abfall 10 a abgelöst werden können.
In der angegebenen Weise lässt sich jedes beliebige Muster auf dem Metallbleeh aufprägen. Man kann in einem Arbeitsgang das Muster für einen einzigen Artikel oder einen Teil des Musters aufprägen. Man kann aber auch das Muster einer Anzahl verschiedener Artikel oder Teile von solchen in einem Arbeitsgang erzeugen. Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das den Strom leitende Element aus den verschiedenen Teilen einer Fussbekleidung zusammengesetzt, nämlich dem Oberteil 18 a, dem
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durch schmale Metallstreifen 18 e in Verbindung ; auf diese Weise sind alle Teile mit dem zur Stromzuleitung vorgesehenen Streifen 13 f leitend verbunden.
Das in der angegebenenweise hergestellte, den Strom leitende Element wird nun mit dem Träger 14 aus dielektrischem Material vereinigt. Dasselbe hat zweckmässig die Gestalt einer Platte und besteht aus Hartgummi, einem künstlichen Harz, gepresster Papiermasse od. dgl. Das metallische Element kann gegebenenfalls durch ein Klebemittel an der Oberfläche der vorher in entsprechender Weise zugeriehteten dielektrischen Platte befestigt werden. Als Klebemittel ist einKitt, der Kautschuk oder Kautschuk-Isomere in einem flüchtigen Lösungsmittel enthält, benützbar. Es ist indessen zweckmässiger, das den Strom leitende Element bei der Formung der dielektrischen Platte in die Oberfläche derselben einzubetten.
Zu diesem Zwecke wird das zugerichtet metallische Element 13 auf den Boden einer geeigneten Form 16 gelegt, die Form mit einem in der Hitze plastischen dielektrischen Material gefüllt, hierauf die Form geschlossen, in eine Flachpresse 16 bekannter Bauart gebracht und unter Anwendung von Hitze unter Druck gesetzt. Soll eine Doppel-Elektrode hergestellt werden, so wird ein zweites metallisches Element 13 auf das in die Form eingebrachte dielektrische Material aufgesetzt.
Hitze und Druck werden so lange aufrechterhalten, als es das Formen des dielektrischen Materials erforderlich macht. Wird Kautschuk verwendet, so müssen die Betriebsverhältnisse aufrechterhalten werden bis die Vulkanisation beendet ist. Die Presse wird hierauf geöffnet und die Elektrodenplatte, die aus der geformten dielektrischen Platte 14 und dem in die Oberfläche derselben eingebetteten stromleitenden Element 13 besteht, aus der Form ausgehoben. Die so erzeugte Elektrode ist ohneweiters als Grundlage für einen elektrophoretischen Niedersehlagsprozess brauchbar.
Durch das Verfahren gemäss der Erfindung und durch das Produkt gemäss der Erfindung werden zahlreiche Vorteile erreicht. Mit Hilfe einer einzigen gravierten Master-Walze od. dgl. Prägevorrichtung kann eine grosse Anzahl gemusterter Elektrodenformen oder-platten erzeugt werden. Die kostspielige Gravierarbeit ist dabei nur einmal durchzuführen. Der Umstand, der die Kostspieligkeit der nach den bekannten Verfahren hergestellten Elektrodenplatten verursachte, ist auf diese Weise beseitigt. Gleichzeitig wird die Herstellungsdauer herabgesetzt und eine Ersparnis an Material erzielt.
Nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellte Elektroden sind den bisher gebräuchlichen gravierten metallischen Formen mit isolierten Zwischenräumen überlegen, weil metallische Flächen, die eine Isolierung erfordern, nicht vorhanden sind. Die Isolierungen der bekannten Formen wurden leicht schadhaft und gaben dann zu BetriebsstörungenAnlass, indem Teile der Zwisehenräume unvorhergesehener und unerwünschter Weise der Dispersion, aus welcher die festen Teile niedergeschlagen wurden, ausgesetzt waren. Die Elektrode gemäss der Erfindung ist auch erheblich leichter als die bekannten gravierten Metallplatten und daher leichter zu handhaben.
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