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Es sind elektrische Lampen, insbesondere Taschenlampe, mit einem Stromerzeuger bekannt, dessen Antrieb durch Federkraft über ein Getriebe erfolgt. Bei diesen Taschenlampe ergibt sich der Nachteil, dass das Drehmoment der Feder nur über einen verhältnismässig geringen Teil des gesamten Ablaufes praktisch gleichmässig ist, während es gegen Ende des Ablaufes stark abfällt. Dies wirkt sich naturgemäss auf die Helligkeit der Lampe nachteilig aus. Ein anderer Nachteil besteht darin, dass das Federwerk rasch abläuft, so dass die Betriebszeit der Lampe eine sehr geringe ist.
Zur Behebung des letzteren Mangels wurde bereits vorgeschlagen, den Ablauf des Federwerkes nicht kontinuierlich, sondern intermittierend zu gestalten. Bei diesem bekannten Vorschlag ist im Getriebe ein Sperrad und ein Sperrhebel vorgesehen, welcher durch ein in den Stromkreis der Lampe und der Dynamomaschine eingeschaltetes Solenoid so betätigt wird, dass das Federwerk abwechselnd stillgesetzt und freigegeben wird, wobei in den Perioden der Stillsetzung des Federwerkes der Stromerzeuger durch eigene Kraftspeicherung weiterläuft. Hiezu ist der Stromerzeuger als Schwungrad ausgebildet. demnach erfolgt die Still- und Ingangsetzung seines Antriebes in Abhängigkeit von der Spannung des Stromerzeugers.
Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine elektrische Lampe, insbesondere Taschenlampe, mit einem durch Federkraft über ein Getriebe angetriebenen Stromerzeuger, dessen Kraftantrieb mittels eines zusätzlichen Sperrgetriebes (Schaltwerkes) intermittierend stillgesetzt wird, wonach der Stromerzeuger durch eigene Kraftspeicherung weiterläuft. Die Erfindung ist gekennzeichnet durch rein mechanische, vom Kraftantrieb unabhängige Schalt-und Steuerglieder (Hilfsgetriebe), über die der Stromerzeuger auf das Still-und Ingangsetzen seines Antriebes rüekwirkt, die in bestimmten Zeitintervallen das Sperrgetriebe steuern.
Demnach erfolgt die Still-und Ingangsetzung des Antriebes des Stromerzeugers zwar unabhängig von der Spannung und nur mehr nach einer passend gewählten Zahl von Umdrehungen der Dynamo oder sonst in bestimmten Zeitintervallen. Dadurch wird in Kauf genommen, dass die mittlere Spannungshöhe gegen Ende der Federspannung absinkt, aber folgende Vorteile dadurch erzielt :
Es wird vermieden, dass der immerhin heikle elektrische Teil der Vorrichtung durch ein weiteres elektrisches Organ belastet wird, ausserdem auch der Nachteil der bekannten, rein elektrischen Steuerung der Still-und Ingangsetzung des Antriebes unter Vermittlung eines Solenoids ausgeschaltet, der sich durch den immerhin vorhandenen remanenten Magnetismus ungünstig auswirkt.
Beim Gegenstand der Erfindung wird der Steuermechanismus für die Zu-und Abschaltung der Antriebskraft so ausgebildet, dass die durch die wechselnde Generatordrehzahl bedingten Helligkeitsschwankungen der Glühbirne eine zulässige, für das Auge nicht wahrzunehmende Grösse besitzen.
Gemäss einer besonderen konstruktiven Ausführung der Erfindung bestehen die Steuerglieder aus einer mit dem Stromerzeuger durch ein Hj1fsgetriebe ständig gekuppelten unrunden Scheibe und aus einem Steuerdaumen, die in Abhängigkeit vom Lauf der Scheibe nach Art einer Sperrklinke periodisch auf den Hauptantrieb von der Kraftquelle zum Stromerzeuger im Sinne einer intermittierenden Still- setzung bzw. Freigabe der ersteren einwirken.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes in schematischer Darstellung, wobei die Fig. 1 eine Ausführungsform in Ansicht und die Fig. 2 eine Einzelheit hiezu ver-
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der Steuerung zeigen soll. Die Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten der Ingangsetzungs-und Stillsetzungs- vorrichtung des Antriebes und ein Zählwerk.
Gemäss der in Fig. 1 schematisch dargestellten Ausführungsform ist eine Feder 1 mit ihrem einen Ende an der Achse 2 befestigt und mit ihrem anderen Ende an einem tellerförmigen Fortsatz 3 des Zahnrades 4 angebracht. Auf der Achse 2 ist auch das Sperrad 5 des Aufziehmechanismus aufgekeilt, wobei dieses Sperrad und damit die Achse 2 durch die Klinken 6,6 nach dem Aufziehen gehemmt werden.
Das Zahnrad 4 treibt über eine aus dem Vorgelege, bestehend aus den Zahnrädern 7, 8 der Achse 9, den Zahnrädern 10, 11 der Achse 12, den Zahnrädern M, 14 der Achse 15 und den Zahnrädern 16, 17 der Achse 12, passend gewählte Übersetzung (ins Schnelle) einen aus den Zahnrädern 18, 19 der Achse-M bestehenden
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Zahnrädern M und 22 der Achse 12 und 23, 24 der Achse 15 bestehendes Vorgelege ein Zahnrad 25 an, das auf der Achse 26 aufgekeilt ist. Diese Achse trägt ein Sperrad 27, wobei die zugehörigen Sperrklinken 28, 28 an Zapfen einer Scheibe 29 drehbar gelagert sind.
Die Scheibe 29 ist zusammen mit dem mit ihr verbundenen Dynamoanker 30, der entweder selbst als Schwungmasse ausgebildet ist oder mit einer zusätzlichen Schwungmasse versehen ist, lose drehbar auf der Achse 26 gelagert. 31 ist der zugehörige Stator des Stromerzeugers. Auf dem Verbindungsstück der Scheibe 29 und dem Anker 30 ist ein Zahnrad 32 aufgekeilt, das über ein Zahnrad 33 und dessen sowie der mit demselben verkeilten Achse 34 und ein auf
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auf der Achse 15 frei drehbar gelagert ist, einrückt bzw. ausrückt. Damit sich der Daumen 38 des doppelarmigen Hebels 38, 40 ständig an den Umfang der unrunden Scheibe 37 anlegt, ist eine Feder 41 vorgesehen.
Im Bereich 37a der unrunden Scheibe 37 ist der Sperrhebel 40 aus dem Bereich der Zähne 20a des Sperrrades ausgerückt und daher dieses freigegeben. Kommt hingegen der Rand 37b zur Wirkung, so ist der Sperrhebel 40 in das Sperrad 20 eingerückt und der Antrieb gehemmt. Die Klinken 28, 28 der Scheibe 29 ratschen nun über das Klinkenrad 27 hinweg, da die Massenträgheit der Schwungmasse des Ankers 30 den Stromerzeuger weiter in Tätigkeit hält, wobei auch die unrunde Scheibe 37 weiterläuft (Pfeil p). Sobald durch Vermittlung des Fühldaumens 38 der Sperrhebel 40 aus dem Bereich des Sperrades 20 aus- gerückt wird, kommt der Antrieb des Federmotors wieder voll zur Wirkung, worauf sich das Spiel von neuem wiederholt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 sind die Teile 1 bis 19 und 21 bis 31 die gleichen wie bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1. Statt des in Fig. 2 dargestellten Steuerungsmechanismus und statt des diesem Mechanismus dienenden Antriebes über die Zahnräder 32, 33, 35 und 36 sowie über die Achse 34 gemäss Fig. 1 ist ein vom Antrieb des Federmotors unabhängiger Regler vorgesehen, der in Fig. 4 sehematisch dargestellt ist. Mit dem Zahnrad 19 ist ein Gangrad 45 verbunden, das mit dem Zahnrad 19 und dem Zahnrad 18 auf der Achse 15 frei drehbar ist. Ein Anker 46 ist auf der Achse 47 aufgekeilt, die in den Lagern 49, 49 eine Schwingbewegung auszuführen vermag. Auf der Achse 47 ist eine Gabel 48 befestigt, die einen Zapfen Z einer Scheibe 50 umgreift.
Sowohl die Gabel 48 als auch die Scheibe 50 vollführen, angetrieben durch die Torsionsfeder M bzw. das Gangrad 45 und den Anker 46, eine hin-und hergehende Bewegung im Sinne des Pfeiles pi. Hiebei wird die Torsionsfeder 51 gespannt und entspannt.
Die Vorrichtung wirkt ähnlich der einer Unruhe mit Spiralfeder, wie sie bei Uhren gebräuchlich ist. Die Gabel 48, die fest mit der Achse 47 und dem Anker 46 verbunden ist, hat noch einen in der gezeichneten Gabelrichtung entgegengesetzt liegenden Gewiehtsausgleichsflügel 48a. Sobald das Gangrad 45 gehemmt wird, ratschen die Klinken 28, 28 über das Sperrad 27, da die Schwungmasse der im Umlauf befindlichen Teile des Ankers 30 des Stromerzeugers weiterläuft. Nach Aufheben der Hemmung des Gangrades 45 kann sich die Antriebskraft des Federmotors voll auswirken. Auch hier folgen antriebslose Perioden auf Antriebsperioden.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 wird die In-und Ausserbetriebsetzung des Stromerzeugers 30, 31 erfindungsgemäss derart vorgenommen (Fig. 5), dass über einer am Umfange des Generatorschwungrades. 30 befindlichen Zähnung 52 ein Arm 53 einer verschiebbaren Stange 54, die in den Wandteilen 65,65 gelagert ist, vorbeigeführt wird. Dieser Arm ist teilweise als Zahnstange ausgeführt, die in die Zähnung 52 am Umfang des Generatorschwungrades eingreifen kann. Zur Inbetriebsetzung der Lampe muss z. B. die Stange 54 um das Stück in im Sinne des Pfeiles pz hineingedrückt werden.
Durch die kurze Zahnstange wird das Generatorschwungrad in Drehung (Pfeil ps) versetzt und treibt über die Zahnräder 32, 33, 35, 36 (siehe Fig. 1) die Steuerscheibe 37 in eine Lage, in der der Federmotor durch Ausrücken des Sperrhebels 40 aus dem Sperrad 20 den Stromerzeuger anzutreiben vermag. Eventuell muss dieser Vorgang mehrere Male wiederholt werden, bis die Steuerscheibe 37 in die vorgenannte Lage gerückt ist.
Ist das Ende 54a der Stange 54 um das Stück m herausgedrückt, so schnappt der Nocken 55 der Druckfeder 56 aus der Kerbe 57 in die Kerbe 58 der Stange 54 ein (strichpunktierte Lage). Durch ein Zurückrücken der Stange um das Stück tu wird die Drehbewegung des Generatorschwungrades abgestellt.
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Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 3 wird die In-und Ausserbetriebsetzung des Stromerzeugers. 30, 31 in der Weise vorgenommen, dass durch einen eventuell federnden Stift, der durch einen Druckknopf vor-oder zurückgeschoben werden kann, der Anker 46 der Unruhevorrichtung (siehe Fig. 4) in seiner Bewegung freigemacht bzw. gehemmt wird.
Für die Möglichkeit, die noch zur Verfügung stehende Betriebsdauer der Lampe jederzeit feststellen zu können, ist erfindungsgemäss eine Zeitanxeigevorrichtung vorgesehen, die gemäss Fig. 6 folgendermassen wirkt :
Direkt mit dem auf der Achse 2 sitzenden Federwerk sind zwei oder mehrere Hebel 60,60 derart verbunden, dass sie beim Ablaufen des Federwerkes in der einen bzw. beim Aufziehen des Federwerkes in der anderen Richtung fest mitgenommen werden. Diese Hebel 60,60 tragen an ihrem freien Ende je eine Nase 61, welche in ein Zahnrad 62, das auf der Achse 63 sitzt, eingreifen.
Das Zahnrad 62 ist so gezahnt, dass beim Durchlaufen der Nasen 61, 61 der zum Eingriff kommende Zahn des Zahnrades 62 so weit mitgenommen wird, dass nur ein am Umfange nächstfolgender Zahn für den nächsten Hebeleingriff bereitsteht ; es wird demnach das Zahnrad 62 immer nur kurze Zeit mitgenommen und steht dann so lange still, bis die Nase des nächsten Hebels zum Durchlauf herankommt. Benötigt z. B. das Federwerk (Federmotor) bei seinem Ablauf die Zeit von einer Minute zu einer Umdrehung und sind beispielsweise nur die zwei Hebel Hebel 60,60 vorhanden, so wird das Zahnrad 62 immer nach einer halben Minute um einen bestimmten Winkel gedreht. Es ist dadurch die Möglichkeit gegeben, z. B. auf der Seitenfläche 64 des Zahnrades 62 eine Zeiteinteilung sichtbar anzubringen, welche z.
B. durch ein Fenster des Lampengehäuses sichtbar gemacht werden kann. Werden z. B. fünf volle Umdrehungen beim Ablauf der gespannten Feder ausgenutzt, so wäre die Seitenfläche 64 des Zahnrades 62 in elf Segmente zu unterteilen, die der Reihe nach folgende Aufschriften tragen würden :
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Umdrehungen beim Federwerksablauf ausnutzbar sind, eine noch zur Verfügung stehende Brenndauer von zwei Minuten angeben.
Da die beiden Hebel 60,60 mit dem Ablauf des Federwerkes fest verbunden sind, ergibt sich daraus. dass beim Aufziehen der Feder das Zahnrad 62 in der verkehrten Richtung mitgenommen wird und demnach zur neuerlichen Betriebszeitangabe bereitsteht.
Bei Änderung der Anzahl der Hebel auf die Zahl 1, 3 oder mehr, ist man erfindungsgemäss in der Lage, Zeitintervalle von beliebiger Dauer anzeigen zu lassen bzw. sichtbar zu machen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Lampe, insbesondere Taschenlampe, mit einem durch Federkraft über ein Getriebe
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dadurch gekennzeichnet, dass der Stromerzeuger durch rein mechanische, vom Kraftantrieb unabhängige Schalt-und Steuerglieder (Hilfsgetriebe), die in bestimmten Zeitintervallen das Sperrgetriebe steuern, auf die Still-und Ingangsetzung seines Antriebes rückwirkt.