DE490633C - Aufzugsvorrichtung fuer Federtriebwerke, insbesondere Uhren aller Art - Google Patents

Aufzugsvorrichtung fuer Federtriebwerke, insbesondere Uhren aller Art

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DE490633C
DE490633C DEB142577D DEB0142577D DE490633C DE 490633 C DE490633 C DE 490633C DE B142577 D DEB142577 D DE B142577D DE B0142577 D DEB0142577 D DE B0142577D DE 490633 C DE490633 C DE 490633C
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    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/10Protection against overwinding
    • G04C1/12Protection against overwinding of the spring

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Description

  • Aufzugsvorrichtung für Federtriebwerke, insbesondere Uhren aller Art Die allgemein bekannten, dauernd oder zeitweise wirkenden elektromotorischen oder auch von Hand zu betätigenden Aufzugsvorrichtungen für Uhrwerke haben den Nachteil, daß, wenn die Feder ganz aufgezogen ist, nunmehr die Aufzugskraft des Motors oder der Hand als zusätzliches Drehmoment zur Wirkung kommt und dadurch die Gangregelung leicht beeinflußt wird oder-- bei Handaufzug, bei dem eine noch größere Kraftentwicklung möglich ist, die Feder reißt.
  • Man hat vorgeschlagen, diesen Mangel bei Uhren mit elektromotorischem Aufzug dadurch zu beheben, daß eine in das Triebwerk eingebaute Bremse nach dem Aufziehen der Feder um ein ausreichendes Maß in Wirkung treten, d. h. den Motor abbremsen soll. Diese lediglich auf Reibung durch Gewichtsauflage beruhende Abbremsung wirkt aber nicht zuverlässig. Sie hat auch den Nachteil, daß sie beim Ablaufen des Federhauses sofort wieder aufgehoben wird; die Feder befindet sich dabei stets mehr oder minder voll aufgezogen und ist deshalb dein raschen Ermüden bzw. Brechen ausgesetzt. Auch bedeutet das Stillsetzen des Motors, der dabei unter Strom bleibt, auf die Dauer einen erheblichen Stromverlust.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß mittels einer am Federhaus- angebrachten Riegelvorrichtung bei Erreichen der vorbestimmten, zum Betreiben des Uhrwerks oder eines Federtriebwerks anderer Art erforderlichen Federspannung die Federachse vollständig verriegelt und so lange verriegelt gehalten wird, bis die Feder sich um ein stets gleichbleibendes Maß entspannt hat.
  • So scheidet außer der eingangs erwähnten Überbeanspruchung des Werks durch zusätzliche Drehmomente die vorgenannte Ermüdung der Feder aus, ebenso auch bei motorischem Antrieb das Stillsetzen des Antriebsmotors, und wird es möglich, letzteren zufolge einer zusätzlichen Weiterausbildung während der Verriegelung der Federtriebachse zu einer anderen Arbeit - also unter Vermeidung der bisherigen Stromverluste -heranzuziehen, beispielsweise zum Aufziehen eines Schlagwerks in demselben- Uhrwerk bzw. zum wechselweisen Aufziehen des zugehörigen Gehwerks.
  • Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
  • Die Abb. i bis 3b stellen die eine Ausführungsform dar, und zwar ist Abb. r eine Seitenansicht, Abb.2 ein Schnitt längs der Linie ->--9 in Abb. z ; die Abb.3a und 3b sind Schnitte längs der Linie 3 in Abb. r bei verschiedenen Stellungen der Regelvorrichtung, nämlich das erstemal bei abgelaufener, das zw eitemal bei aufgezogener Feder.
  • Abb.4 -veranschaulicht bei elektromotorisch angetriebenen Uhren eine zusätzliche Weiterausbildung der Gestaltung nach Abb. r bis 3b. derart, daß der Motor für das wechsel- ,weise Aufziehen des Gehwerks und Schlagwerks derselben=Uht''hutzbar gemacht wird.
  • Die Abb. 5 bis 7 zeigen eine zweite Ausführungsform der- Verriegelung der Federtriebachse, wobei Abb.5 ein Schnitt längs der Linie 5-5 in Abb. 6, letztere eine Seitenansicht und Abb.7 ein Schnitt längs der Linie 7-7 in Abb. 6 ist.
  • In Abb. i bis 4 ist mit a die zwischen den Uhrw.erkplatinen bl, b2 gelagerte Triebachse des Federhauses c bezeichnet, mit d das von der Aufzugseinrichtung anzutreibende, auf der Triebachse a verstiftete Aufzugsrad, mit e ein am Federhaus sitzender Zahnkranz, der in bekannter Weise den Antrieb der Feder weiter an das Getriebe, beispielsweise das Gehwerk und die Gangregelung, abgibt.
  • Auf einem Zapfen f des Federhauses sitzt frei drehbar ein mit einem vorstehenden Stift i. versehenes Zahnrad g, dem ein an der Triebachse befestigter Zahn h entspricht.
  • An der Triebachse sitzt fest ein kreisausschnittförmiger Hebelarm k, an dem, gegen das Federhaus zugekehrt, auf Achsen ara, n (Abb.3a und 3b) ein zweiarmiger Hebel 0l, 02 bzw. ein einarmiger Hebel p gelagert ist. Beide stehen unter dem Einfluß von Federn q1, q2, die anderen Endes an einem am Arm k befestigten Stift- festgelegt sind. Die beiden Hebel o1, o2 und p sperren sich dabei unter Begrenzung ihrer Lage durch einen Anschlagstift s des Armes k gegenseitig, wie es die Abb. 3a oder 3b zeigen. Der Hebel p hat einen in der Bahn des Stiftes i bzw. Rades g liegenden Stiftansatz t, der Hebel o1, o2 einen derselben Voraussetzung entsprechenden Ansatzlappen ttl, ferner einen in umgekehrter Richtung ausgebogenen Ansatzlappen u2. Letzterer ist bestimmt, mit Anschlagstiften v zusammenzuarbeiten, die sich am Innenumfang eines an der Platine b2 verschraubten Ringes zu (vgl. Abb. i) befinden.
  • Die Vorrichtung wirkt folgendermaßen: Bei abgelaufener Feder (Abb. 3a) hat sich das Federhaus mittels des Stiftes i an den Lappen u1 des Hebels o1, o2 angelegt (vgl. weiter unten). Erfolgt nun ein neuer Aufzug, so dreht sich der Arm k im Sinne des an seinem Umfang eingezeichneten Pfeils zusammen mit der Federachse a, hebt sich also mit dem Lappen aal vom Stift i ab. Jede Umdrehung der Federachse schaltet den Stift i bzw. dessen Rad g dabei, und zwar in entgegenaesetztem Drehsinne, um einen Zahn weiter, so daß der Lappen u1 immer am Stift i vorbeigleiten kann, bis letzterer schließlich von der anderen Seite des Lappens u1 her an diesen zur Anlage kommt. Dabei schwenkt er den Hebel o1, 02 aus, derart, daß dessen Ansatzlappen v2 (Abb. 3b) sich gegen den Innen-Tand des Ringes z0 bzw. gegen den gerade vor ihm liegenden Stift v anlegt, d. h. die Weiterdrehung des Armes k und der Triebwelle a verhindert. Zugleich schwenkt der Hebel p unter dem Einfluß seiner Feder q2 hinter dem Hebelarm 02 und bis zur Anlage an den Stifts ein, derart, daß der Hebel &, o2 in seiner die Federtriebachse verriegelnden Lage selbst verriegelt wird. Das alles geschieht beim Erreichen einer vorbestimmten Federspannung. Ein zusätzliches schädliches Drehmoment kann nun auf die vom Federhaus angetriebenen Teile nicht mehr ausgeübt werden. Beim anschließenden Ablaufen der Feder bzw. des Federhauses, das im gleichen Drehsinne erfolgt wie vorher das Aufziehen, hebt sich der Stift i nun wieder von dem Lappen u1 ab und erfährt dabei durch den Antriebszahn h der Triebachse wiederum eine stufenweise Vorschaltung entsprechend jeweils einer Zahnteilung des Rades h. Hat sich die Feder um ein bestimmtes Maß entspannt, entsprechend im vorliegenden Falle einer Umdrehung des Federhauses, so kommt der Stift zum Anschlag an den'Stift t und verschwenkt dabei den Hebel ß um so viel, daß der Hebel o l, 02 unter der Wirkung seiner Feder il wieder in die Lage nach Abb. 3.a zurückgeht, in der @er durch den Stifts festgehalten wird, und auch der Hebel p wieder seine Anfangs-Lage einnimmt. Nun ist .der Aufzug wieder freigegeben" und das beschriebene Spiel wiederholt sich von neuem. Setzt nach dem genannten einmaligen Umgang des Federhauses der Aufzug nicht von selbst wieder ein, z. B. bei Ausbleiben des Stromes für den Aufzugsmotor, so läuft die Feder so lange ab, bis auch der Stift i wieder die Lage nach Abb. 3a erreicht hat, wobei das Federhaus dann durch Anschlag am Lappen a41 zum Stillstand kommt und eine vollständige Abwicklung der Feder vermieden ist.
  • Nach Abb. q steht das eine von zwei in einer Uhr (z. B. für Gehwerk und Schlagwerk) vorhandenen Federhäusern, die beide mit einer Regelvorrichtung nach *Art der Abb. i bis 3a versehen sind, über seinen Zahnkranz in Verbindung mit einem Zahnrad i und einer starr mit diesem verbundenen Kurvenscheibe 2 bzw. Kurvenscheibennut 3, in der sich der eine Arm 4 .eines bei 5 drehbar gelagerten Doppelhebels 4, 6 führt. Das freie Ende des Hebelarmes 6 trägt einen Trieb 7, der über ein Rad 8 und ein in der Hebelachse 5 gelagertes Rad 9 von einem Elektromotor aus angetrieben wird. Mit d und io sind Räder bezeichnet, die auf der Federachse a des Gehwerks bzw. Federachse i i eines zugehörigen Schlagwerks befestigt sind. Beim Ablaufen des einen Federhauses bzw. Umlaufen des Rades i bis zur Freigabe der zugehörigen Federachse wird gemäß der beschriebenen Vorrichtung der Trieb 7 auf das Aufzugsrad (d oder io) des anderen Federhauses geschaltet, und umgekehrt, derart, daß beide Werke abwechselnd vom Motor angetrieben werden und der Motor immer ausgenützt wird.
  • Nach Abb. 5 bis 7 ist an einem Federhaus 12 ein Stift 13 angebracht, der mit einem Hebel 1::1 zusammenarbeitet. Letzterer ist über eine Achse 15 gekuppelt mit einem Hebel 16, der in die Zahnung des Aufzugsrades 17 einzugreifen vermag. An letzterem sitzt ein Stift 18, der mit einer Klinke ig zusammenarbeitet, die über eine Achse 2o mit einem Hebel 21 gekuppelt ist, der seinerseits mit dem Hebel 14 zusammenarbeitet.
  • Beim Ablaufen des Federhauses kommt der Stift 13 in die gezeichnete, insbesondere aus Abb. 7 ersichtliche Stellung, und ist dann der mit ihm zusammenarbeitende Hebel 14 so weit verdreht worden, daß der mit ihm gekuppelte Hebel 16 das Aufzugsrad 17 gerade freigegeben hat. Damit ist die Verriegelung des Federhauses, die bis dahin bestand, aufgehoben, und die Aufzugsvorrichtung dreht jetzt das Aufzugsrad in der in Abb. durch einen Pfeil bezeichneten Richtung. Der an ihm sitzende Stift 18 hebt, sobald das Aufzugsrad eine volle Umdrehung gemacht hat, den Hebel 1g an, so weit, daß der mit diesem gekuppelte Hebel 21 den Hebel 14 freigibt. Letzterer fällt, da der Stift 13 inzwischen ebenfalls - durch teilweises Ablaufen des Federhauses - weitergewandert ist, jetzt nieder, womit auch der Hebel 16 wieder in das Aufzugsrad 17 einfällt und die Federhausachse abriegelt. Das beschric-bene Spiel wiederholt sich jeweils nach Ablauf des Federhauses um eine Umdrehung bzw. einmaligen Umlauf des Aufzugsrades.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i: Aufzugsvorrichtung für Federtriebwerke, insbesondere für elektrisch aufgezogene Uhren, mit selbsttätiger Hemmung des Federaufzuges bei aufgezogener Feder und seiner selbsttätigen Wiederfreigabe beim Ablaufen der Feder, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer am Federhaus angeordneten Riegelvorrichtung beim Erreichen der vorg°schriebenen Federspannung die Federachse abgeriegelt und so lange verriegelt gehalten wird, bis die Feder sich um ein jeweils gleichbleibendes Maß entspannt hat (Abb. 1 bis 7).
  2. 2. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch i mit einem auf der Federachse angeordneten Schaltzahn und einem mit diesem in Eingriff stehenden, auf dem Federgehäuse frei drehbar gelagerten und mit einem Anschlagstift versehenen Rad, dadurch gekennzeichnet, daß an einem auf der Federachse befestigten Arm (k) ein unter Federwirkung stehender Sperrhebel (oi, o°) angelenkt ist, der nach Erreichen der vorbestimmten Federspannung auf den am Rad (g) sitzenden Stift (i) auftrifft und dadurch zur Anlage an einen feststehenden Sperring (zu, v) o. dgl. kommt und die Federachse stillsetzt.
  3. 3. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen zweiten am Arm (k) angelenkten, unter Federwirkung stehenden und mit einem Anschlagstift (t) versehenen Hebel (p), der den Doppelhebel (o", o2) in seiner ausgeschwenkten Lage verriegelt und beim Ablaufen des Federwerkes durch das Auftreffen des am Zahnrad (g) sitzenden Stiftes (i) auf den Stift (t) des Hebels (p) in seine Anfangslage zurückgebracht und dort s°iners"its durch den Doppelhebel (o', o2) verriegelt wird. q..
  4. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit einem Einfallhebel (16) des Aufzugsrades (17) starr gekuppelter und mit einer schrägen Anlauffläche in der Bahn eines mit dem Federgehäuse umlaufenden Stiftes (13) liegender Hebel (14) durch einen Sperrhebel (21), der mit einem zweiten, mit seiner schrägen Anlauffläche in der Bahn eines mit dem Aufzugsrad (17) umlaufenden Stiftes (18) liegenden Hebel (1g) starr gekuppelt ist, derart verriegelt ist, daß nach jeweils einer Umdrehung des Aufzugsrades dieses bzw. die Federachse verriegelt und nach jeweiligem Ablauf des Federhauses um eine Umdrehung die Verriegelung wieder aufgehoben wird.
  5. 5. Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 1 bis ,4 zum Aufziehen zweier Werke durch einen Motor, dadurch gekennzeichnet, d@aß ein vom Motor angetriebenes Rad (7) mittels einer vom Federhaus angetriebenen Kurvenscheibe (2) beim Verriegeln der Federachse von dieser abgeschaltet und auf ein zweites Werk umgeschaltet wird, um von diesem dann bei Wiederfreigabe der Triebachse des ersten Werks auf dieses zurückgeschaltet zu werden (Abb.4).
DEB142577D 1929-03-22 1929-03-22 Aufzugsvorrichtung fuer Federtriebwerke, insbesondere Uhren aller Art Expired DE490633C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918860C (de) * 1948-10-02 1954-10-07 Siemens Ag Vorrichtung zur Begrenzung des Aufzugsweges fuer motorisch aufgezogene Uhrwerksfedern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE918860C (de) * 1948-10-02 1954-10-07 Siemens Ag Vorrichtung zur Begrenzung des Aufzugsweges fuer motorisch aufgezogene Uhrwerksfedern

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