AT140857B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von stabilen Harzemulsionen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von stabilen Harzemulsionen.

Info

Publication number
AT140857B
AT140857B AT140857DA AT140857B AT 140857 B AT140857 B AT 140857B AT 140857D A AT140857D A AT 140857DA AT 140857 B AT140857 B AT 140857B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
resin
amount
production
atomizer
resin emulsions
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Antoine Cyprien Gillet
Original Assignee
Antoine Cyprien Gillet
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Antoine Cyprien Gillet filed Critical Antoine Cyprien Gillet
Application granted granted Critical
Publication of AT140857B publication Critical patent/AT140857B/de

Links

Landscapes

  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Es ist ein Verfahren und eine   Vorrichtung   zur Herstellung von   Harzseife mit grosser Schaum-   fähigkeit aus der   französischen Patentschrift Nr. 711635 bekanntgeworden,   die durch eine Behandlung in zwei aufeinanderfolgenden Phasen   gekennzeichnet   sind : Die erste Phase benutzt eine Mischung von 
 EMI1.2 
 behandelnden Harzmenge zu verseifen (die übrigen   12% werden nicht angriffen).   Die zweite Phase benutzt flüchtiges Alkali   (Ammoniak)   in auf   das Notwendige begrenzter Menge. um ausschliesslich   die in der ersten Phase nicht verseiften   1200   des Harzes anzugreifen.

   Die erhaltene Seife ist durchsichtig und vollkommen stabil in Kälte und Hitze. sie enthält eine kleine Menge von freiem Harz in sehr weit getriebener   molekularer Veiteilung. woraus sich   beim   Gebrauch   eine sehr grosse Schaumfähigkeit 
 EMI1.3 
 wertige Leimung mit einer um 25% geringeren Menge erhält als mit der not wendigen Menge von Harzseife. die man nach älteren Herstellungsverfahren gewinnt. 



   Die vorliegende Erfindung besteht im wesentlichen :
1. In der Verwendung einer Mischung von Natriumkarbonat und Bikarbonat in geringer Menge in der ersten Behandlungsstufe. so zwar dass sie z. B. nur   15"n der   verwendeten Harzmenge verseifen kann. Das   Mengenverhältnis   von Karbonat und Bikarbonat wird dabei vorzugsweise so   gewählt,   dass die Menge Natriumbikarbonat 40-60 Gewichtsprozent des Natriumkarbonatgewiehts beträgt. Die Gesamtmenge der Karbonate wird mit 2'5-3 Gewichtsprozent der zu behandelnden Harzmasse gewählt. 



     2.   In der Verwendung einer geringen Menge flüchtigen Alkalis (Ammoniak), entsprechend einer Verseifung von z. B.   10% des Harzes, in   der zweiten Phase, derart. dass nach einem unvermeidlichen Verlust 
 EMI1.4 
   75% freien   Harzes enthält. 



   3. In der   Verwendung   eines Kochers bekannter Type in Verbindung mit einem   Zerstäuber, dem   ein Injektor vorgeschaltet ist. dessen Dampf mit grosser   Schnelligkeit   die im Kochen begriffene Emulsion mitreisst und sie heftig gegen die Prallbleche   des Zerstäubers wirft   und die Teilung der groben Harzpartikel in sehr kleine Teilchen vollendet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird im folgenden gleichzeitig mit dem mit einem Zerstäuber zur Erzielung der oben kurz beschriebenen Wirkungen verbundenen Kocher erläutert. 



   Die ganze Vorrichtung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt, u. zw. in einem   senkrechten   Schnitt durch die Achse. Fig. 2 ist ein horizontaler Schnitt durch den Zerstäuber. 



   Der eigentliche Kocher bekannter Bauart besteht beispielsweise aus einem   zylindrischen Gefäss @   mit konischem Boden 2 und teilweise doppeltem Boden 3. der eine   kegelmantelförmige   Kammer 6 zur 
 EMI1.5 
   Ventil j ! J   sitzt ein Zerstäuber oder Dampfinjektor 19. von dem ein Zerstäuber 18 wegführt, von welchem seinerseits ein Speiserohr 9 abgeht, das gegen den Kochbehälter 1 aufsteigt und dessen oberes Ende 8 nach unten rückgebogen ausmündet. Der Injektor 19 wird durch eine Rohrleitung 10 mit Dampf gespeist. 



   Man füllt den Kocher mit z. B. 200 l Wasser. dann gibt man die für 100 Harz gerechnete Karbonat- und bikarbonatmenge hinzu, um nur 15 kg des Harzes zu verseifen. Man verwendet z. B. ungefähr 1-8 kg Natriumkarbonat und 0'75 kg Bikarbonat. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Man setzt hierauf ein   Sehutzkolloid,   z. B. Kasein, in Mengen von 10% auf das Harz gerechnet   zu.   



  Vor dem Zusatz des Gemenges von Karbonat und Bikarbonat sorgt man durch Öffnen des Dampfhahnes-f   dafür.   dass der Dampf die Kammer 6 und die Röhren erfüllt. 
 EMI2.1 
 bringt man zum Kochen und unterhält diesen Zustand einige   Minuten, worauf   man die 100 kg Harz der   kochenden Mischung zufügt. Man setzt   die Heizung fort. bis die ganze Harzmenge geschmolzen ist. womit die erste Phase des Prozesses beendet ist. 



   In diesem Zeitpunkt hat das fixe Alkali (Karbonat-Bikarbonat)   150 des iu   den Kocher eingeführten Harzes verseift. Man fügt dann flüchtiges Alkali hinzu, was den Zweck hat. die Teilchen des 
 EMI2.2 
 



   Der unter einem Mindestdruck von 3 kg/cm2 eintretende Dampf treibt die vom Kocher kommende Emulsion durch das Ventil   li   und schleudert sie heftig in den Zerstäuber. Letzterer tragt im Innern eine grosse Zahl von vertikal stehenden stählernen Prallstäben   20,   die eine beträchtliche Zahl von Hindernissen bilden, so wie es Fig. 1 und Fig. 2 zeigen. Infolgedessen wird das in groben Teilchen in der Flüssigkeit 
 EMI2.3 
 



   Die Harzemulsionen, die durch die Erfindung erhalten werden, stellen sich im Preise wesentlich niedriger als die heute   bekannten   Harzemulsionen. Die Herabsetzung der Herstellungskosten ergibt sich aus :
1. der bemerkenswerten Ersparnis an Verseifungsmitteln, die in der ersten und zweiten Phase des Verfahrens verwendet werden,
2. der grossen Ersparnis an   Aluminiumsulfat.   da die Harzseife in viel geringerer Menge als sonst vorhanden ist. 



   Anderseits ist der Preis der Leimung des Papierstoffes bedeutend geringer als jener der   Leimung   mit bisher bekannten Emulsionen und kann man die Ersparnis   mit'jeder   behandelten   Harzmense   ansetzen. Endlich ergeben die Emulsionen nach der Erfindung eine gleichmässige und höherwertige Leimung. 



   Sobald das   Endprodukt im gewünschten   Zustand erhalten worden ist. wird das   Ventil   geschlossen und das Ventil 17 geöffnet, um die hergestellte Emulsion abzulassen. die durch ein Filter oder eine andere Reinigungsvorrichtung hindurchgehen kann. ehe sie in den   Sammelbehälter gelangt.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Gewinnung von stabilen Harzemulsionen für die Leimung von Papier und zu andern Zwecken durch Verseifen von Harz in zwei getrennten aufeinanderfolgenden Stufen unter Verwendung eines Gemenges von Natriumkarbonat und Natriumbikarbonat, dadurch gkennzeichnet, dass in der ersten Stufe 15% des Harzes mittels des Gemenges von Karbonat und Bikarbonat unter Zusatz eines Schutzkolloids verseift werden, in der zweiten 10  o mit Hilfe von Ammoniak, worauf in einer dritten Stufe der   unverseifte   Rest des Harzes in der Harzlösung mechanisch verteilt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass die Menge Natriumbikarbonat im Gemisch 40-60 Gewichtsprozent des Natriumkarbonatgewichtes und die Gesamtmenge der Karbonate 2'o bis 3 Gewichtsprozente der zu behandelnden Harzmasse beträgt.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Vereinigung eines Kochers bekannter Type mit einem Zerstäuber. der in seinem Innern eine Reihe sehr nahe benachbarter und vorzugsweise kreuzweise angeordneter Prallstäbe enthält und mit einem vorgeschalteten Injektor verbunden ist.
AT140857D 1932-07-15 1932-08-09 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von stabilen Harzemulsionen. AT140857B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR140857X 1932-07-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT140857B true AT140857B (de) 1935-03-11

Family

ID=8874643

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT140857D AT140857B (de) 1932-07-15 1932-08-09 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von stabilen Harzemulsionen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT140857B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT140857B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von stabilen Harzemulsionen.
DE927948C (de) Kontinuierliches Verseifungsverfahren
DE660507C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Nutzbarmachung des Heizwertes von Sulfitzellstoffablauge
DE531224C (de) Umlaufverdampfer, insbesondere zur Herstellung von reinem Speisewasser
DE490384C (de) Verfahren zum Erweichen pflanzlicher Fasern durch Natriumsulfid
CH188608A (de) Verfahren zum Eindampfen von Lösungen in ein- oder mehrstufigen Eindampfungsanlagen und Eindampfungsanlage zur Ausführung des Verfahrens.
DE659664C (de) Verfahren zur moeglichst restlosen Gewinnung der Sulfitzellstoffablauge in konzentrierter Form
DE352624C (de) Verfahren zur Behandlung von Sulfitablauge
DE577887C (de) Verfahren zur Herstellung deckkraeftiger Harzseifen
AT65064B (de) Verfahren zum raschen Dämpfen von Mais und anderen Körnerfrüchten im ganzen Korn.
AT60264B (de) Verfahren zur Herstellung von Zellulose aus Schilf, Binsen und dgl. Materialien.
DE407278C (de) Zellstoffkochverfahren
DE569853C (de) Verfahren zur Herstellung eines Halbzellstoffes aus Stroh und Graesern
DE59590C (de) Verfahren zur Veränderung der Eigenschaften der zur Papierfabrikation dienenden Faserstoffe
DE464240C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Holz
AT72881B (de) Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Faserstoff aus Holz oder anderen pflanzlichen Stoffen.
DE582171C (de) Verfahren zur Herstellung von Knochenleim
DE586383C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstleder
DE515018C (de) Verfahren zur Herstellung von Natronzellstoff
AT120250B (de) Verfahren zum Ausräumen von Baumwollfasern aus geschlossenen Gefäßen.
DE850140C (de) Verfahren zur Herstellung von Cellulosetriestern
DE265260C (de)
AT50987B (de) Verfahren zum Auswaschen des nach dem Natron- und Sulfitverfahren gewonnenen Zellstoffes.
DE465235C (de) Verfahren zur Vermeidung des Schaeumens und UEberkochens von Dampferzeugern
AT85956B (de) Verfahren zur Herstellung von Seifenersatz aus Teer.