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Einrichtung zur Kühlung von Raumluft.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Kühlung von Raumluft, in welcher die Luft durch Ventilatorwirkung über die Oberfläche von handelsüblichen Eisblöcken geleitet wird, die in entsprechend geformten Eiszellen gelagert sind. Derartige Einrichtungen sind bereits bekannt, haben jedoch den Nachteil, dass die Eisblöcke entweder längs einer oder auch längs zweier Eisblockflächen satt auf der Konstruktionswandung anliegen, so dass durch diese Zwischenschaltung einer indirekten Kühlfläche ein erheblich schlechterer Wärmeaustausch stattfindet als bei direkter Berührung der warmen Raumluft mit der ganzen Oberfläche der Eisblöcke.
Erfindungsgemäss sind die Eisblöeke in den Eiszellen auf schmalen Leisten abgestützt, um eine allseitige Oberflächenbespülung der Eisblöcke durch Raumluft zu ermöglichen. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung liegt in der besonderen Anordnung der Luftführung, im Zusammenhang mit einem Kühlraum, in dem die Reststücke der Eisblöcke noch ausgewertet werden können, um dadurch den kommerziellen Wirkungsgrad der Einrichtung noch zu erhöhen.
Es ist an sich bekannt, in Eisbehältern üblicher Art Eisblöcke zur Ermöglichung guten Luftumlaufes und guter Schmelzwasserabführung auf schmalen Leisten (Eisrosten) zu lagern. Durch die Auflage der Eisblöcke auf Leisten in der beschriebenen Einrichtung und die dadurch bewirkte vollkommene Umspülung der ganzen Blockoberfläche kann jedoch die vorliegende Einrichtung bei gleicher Kühlleistung gegenüber den bekannten Anordnungen in den Abmessungen ganz wesentlich kleiner gebaut werden. Dieser Umstand ist bei der vorliegenden Einrichtung besonders wichtig.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung ermöglicht auch einen nahezu 100% igen thermischen Wirkungsgrad, da das Eis durch die Raumluftzirkulation vollständig zum Schmelzen gebracht wird, wobei ausserdem bei Inbetriebsetzung der Einrichtung sofort der Wärmeentzug der Raumluft in voller Grösse einsetzt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer fahrbaren Einrichtung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Einrichtung im Längsschnitt, Fig. 2 im Querschnitt, Fig. 3 im Grundrissschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 und Fig. 4 einen Grundrissschnitt nach der Linie A1-B1 der Fig. 1.
Die Einrichtung im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht aus einem auf vier Rädern 1 fahrbar gelagerten Behälter 2, der durch Trennwände 3 in einzelne Räume und Schächte unterteilt ist. Ausserdem ist am Vorderteil des Behälters in einem Kasten 4 eine Ventilatoreinrichtung 5 mit Elektromotor 6 gelagert, die mit Steckkontakt für einen elektrischen Leitungsanschluss ausgerüstet ist. Vor dem Windrad des Ventilators ist ein zweckmässig ölgetränkter Luftfilter 7 angeordnet, der als Staubfänger für die durch den Ventilator angesaugte Raumluft wirkt.
Die durch die Wände 3 entstehenden Eiszellen 81-86 tragen an den Wänden Leisten 8 und dienen zur Aufnahme handelsüblicher Eisblöcke, die auf den Leisten abgestützt sind, wobei jedoch die lichte Weite dieser Eiszellen so bemessen ist, dass nach Beschickung derselben mit den Eisblöcken rund um diese herum noch freie Räume verbleiben, um die Luft entlang der Eisoberfläche durch die Zellen hindurchtreten zu lassen. Unterhalb der Schächte -e ist im Raum R, des Behälters 2 ein Schmelzwasserbehälter 9 vorgesehen, dem durch einen Zulauftrichter 9' das Schmelzwasser der in den Schächten -Se befindlichen Eisblöcke bei entsprechendem Gefälle der Schächte zugeführt wird und durch einen Auslass 9"abgelassen werden kann.
In dem Raum R2 des Behälters 2, der im Zuge der Zirkulationsluft am Ende liegt und durch Gitter- stäbe 10 abgeschlossen ist, werden die Eisreststücke, die vor der neuen Beschickung der Eiszellen S,-S" aus diesen entfernt werden, abgelegt, um dadurch eine vollständige Ausnutzung des Eises zu ermöglichen.
In diesem Raum sind Luftführungswände 11 vorgesehen, die eine gleichmässige Luftverteilung über die
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im Raum R2 befindlichen Eisreststücke sichern sollen. In den Räumen Ra und R4 schliesslich können Esswaren od. dgl. abgestellt werden, wobei der Raum Ra durch die Zirkulationsluft bespült nach oben offen ist, wogegen der Raum R4 als einfacher Eiskasten seitlich der Luftzirkulation liegt und durch eine besondere Türe verschliessbar ist.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist. folgende :
Nach Öffnen der gemeinsamen Tür 12 aller Eiszellen S1-S6 werden diese mit sechs handelsüblichen Eisblöcken beschickt und die Tür 12 sodann dicht verschlossen. Die Schächte stehen miteinander kesselzug- artig in Verbindung, so dass nach Einschaltung des Ventilatormotors 6 die durch den Filter 7 angesaugte Raumluft von der Ventilatorkammer 4 in den ersten Schacht ;
S'i gedrückt wird, hiebei die Oberfläche des dort befindlichen Eisblockes bestreicht, Wärme an diesen abgibt und nun im Sinne der Pfeile P1 die drei horizontalen benachbarten Schächte S1-S3 durchströmt, um an der Stelle p2 in den darüberliegenden Schacht 84 zu treten, um schliesslich nach Durchstreichen der Schächte Sg und Be bei der Öffnung pg durch die Gitterstäbe 10 in den Raum zu gelangen, der nicht mehr mit Eisblöcken, sondern mit Eisreststücken erfüllt ist.
In diesem Raum wird der vom Ventilator durchgedrückte Raumluftstrom durch die Luftführungsflächen 11 über den ganzen Raum R2 gleichmässig verteilt und gelangt sodann durch die Gitterstäbe 10 hindurch im Sinne der Pfeile P4 in den Raum Eg und von diesem wieder in abgekühltem Zustand in den zu kühlenden Raum zurück. Das hiebei entstehende Schmelzwasser fliesst bei entsprechendem Gefälle der einzelnen Bodenplatten schliesslich durch den Trichter 9'in den Schmelzwasserbehälter 9, von wo es durch den Abfluss 9"entleert werden kann. Der neben dem Ventilatorraum befindliche Raum R4 dient als Eisschrank, wogegen der am Ende des Zirkulationszuges liegende Raum Ra etwa durch eingelegte Gitterstäbe 13 zum Abstellen von Getränkeflascben verwendet werden kann.
Durch die Leisten 8 werden die in den Schächten S1-S6 befindlichen Eisblöcke ihrer ganzen Oberfläche nach der Luftbespülung ausgesetzt, so dass bei entsprechend langen Zirkulationszügen eine wirksame Luftkühlung hervorgerufen wird. Je nach der gewünschten Herabkühlung der Luft wird die Anzahl der Züge im Behälter 2 gewählt.
Naturgemäss kann die Anordnung der Eisblockzellen bzw. Zirkulationsluftzüge in beliebiger anderer Art erfolgen, wobei die Umleitung der Luft zwischen den einzelnen Schächten eine gute Luftdurchwirbelung und-beschickung zur Folge hat.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Kühlung von Raumluft, in welcher die Luft durch Ventilatorwirkung über die
EMI2.1
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Eisblöeke in den Eiszellen auf schmalen Leisten (8) abgestützt sind, um eine allseitige Oberflächenbespülung der Eisblöcke durch Raumluft zu ermöglichen.