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Stromeinführung für Gasentladungsgefässe.
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dichten. voneinander und vom Gefäss isolierten Stromleitungen zu den einzelnen Elektroden, die in vielen Fällen gleichzeitig auch als Träger der Elektroden dienen. Ihrer Herstellung muss ganz besondere Sorgfalt gewidmet werden, da von der exakten Ausführung der einzelnen Einführungen die Betriebssieherheit der Gefässe zum Gutteil abhängt. Ganz besonders hohe Anforderungen an die Genauigkeit der Herstellung ergeben sich bei den heutigen modernen Gasentladungsgefässen, bei denen oft unmittelbar nebeneinander verschiedenen Elektroden vorgesehen sind.
In solchen Fällen ist es heute üblich, die räumlich nebeneinander angeordneten Einführungen bekannter Konstruktionen bei der Herstellung zeitlich nacheinander mit den Entladungsgefässen zu verbinden ; derartige Anordnungen sind sowohl hinsichtlich des Aufbaues, als auch in bezug auf die Schwierigkeiten der Herstellung recht unvorteilhaft.
Die geschilderten Schwierigkeiten nahmen dann noch besonders zu, wenn es sich darum handelt, einzelne
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sondern für richtige Starkströme von hunderten ja eventuell tausenden Ampère zu bemessen.
Diese technologischen Schwierigkeiten bei der Herstellung, insbesondere auch die räumliche Behinderung beim Aufbau der Gefässe, können sehr weitgehend vermindert werden, wenn es gelingt, mehrere unmittelbar benachbarte Zuleitungen zu einer gemeinsamen Einführungsgruppe zusammen zu fassen, die dann als solche in einem einzigen Prozess in das Entladungsgefäss eingesetzt wird. Die Herstellung derartiger Einführungsgruppen ist bereits für kleinere bis mittlere Stromstärken bekannt, z. B. mehrere Platin-oder Platinmanteldrähte in einem Qnetsehfuss oder mehrere übereinander und vonein- ander isolierte Metallhülsen in einem Rohrstutzen.
Erfindungsgemäss lassen sieh nun die grossen Vorteile von Einführungsgruppen auch für grössere Stromstärken ausnützen dadurch, dass man topf-oder scheibenförmige Einsehmelzungskörper, die an und für sieh bekannt sind, zusätzlich mit einem oder mehreren rohrförmigen Ansätzen versieht, die ihrerseits wieder je eine Einführung bekannter Konstruktion erhalten. Dabei erfolgt die Herstellung der zusätzlichen Einschmelzungen zuerst und nachträglich wird der ganze Einführungsteil an das Entlandungs- gefäss angebracht.
Ein Ausführungsbeispiel für den Fall als es sich darum handelt, zwei Zuleitungen in einer Einführungsgruppe zu vereinigen, veranschaulicht Fig. 1. Darin stellt 1 den topfförmigen Grundkörper, mit dem zusätzlichen rohrförmigen Ansatz 2 dar. An das in bekannter Weise zugeschärfte Ende 3 des Rohrteiles 2 ist ein Glasrohr 5 angeschmolzen, welches bei 6 mit einer Stabeinschmelzung versehen ist.
Bei der geschilderten Anordnung nach Fig. 1 wird zweckmässig der Grundkörper als Einführung für den Hauptstromkreis, also z. B. die Emissionsstromzuleitung zur Glühkathode 8, hingegen der innere Teil als Heizstromzuleitung Verwendung findet und bei 9 mit dem Heizorgan verbunden ist.
Die beschriebene Einführungsgruppe lässt sieh auch zweckmässig noch zur Fixierung der Kathode selbst verwenden. Hiezu kann in den Grundkörper ein Ring 10 eingeschraubt und an den Träger 11 angesehweisst werden.
Die Anwendung des Erfindungsgedankens auf einen komplizierten Fall zeigt Fig. 2. Hier sind an dem Grundkörper 12 vier rohrförmige Ansätze 13, 14, 15, 16 vorgesehen, so dass sieh insgesamt mit einer solehen Einführungsgruppe fünf Anschlüsse erzielen lassen. Mit Rücksicht auf den Herstellungs- gang werden zweckmässigerweise die inneren rohrförmigen Ansätze in axialer Richtung grösser gemacht als der äussere, den Grundkörper begrenzende Zylindermantel. Sofern an einem Grundkörper mehrere Rohrfortsätze vorgesehen sind, wird es sich empfehlen, auch diese untereinander in ihrer Länge zu variieren.
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Die Ausführungen nach Fig. 1 oder 2 ergeben wohl technologisch einfache Einführungsgruppen, weisen jedoch den Nachteil auf, dass nur die Einschmelzstelle des Grundkörpers mit dem Gefäss vom durchgehenden Strom weitgehend unabhängig ist, wohingegen die übrigen Zuführungsstellen infolge der Verwendung direkt stromführender Stäbe diese Bedingung nicht erfüllen.
Handelt es sich nun darum, für spezielle Ausführungen mehrere Stromzuleitungen vom Strom unabhängig zu machen, was mit Rücksicht auf betriebsmässig auftretende Stromstösse häufig der Fall ist, so lässt sich der Erfindungsgedanke im Sinne der Fig. 3 weiterbilden. Bei einer derartigen Anordnung erhält man insgesamt drei Strom zuleitungen 17, 18, 19, von denen zwei 17, 18 an der Einsehmelzungsstelle zwischen Glas und Metall stromentlastet und demgemäss für höhere Strombeanspruchungen besser geeignet sind. Die Verbindung mehrerer stromentlasteter Einführungen mit dem Grundkörper ist selbstverständlich ohneweiters möglich.
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, einen oder mehrere rohrförmige Ansätze aus dem Grundkörper nach aussen zu führen, wie dies in Fig. 4 für eine Einführungsgruppe für zwei Zuleitungen angedeutet ist.
Die Anwendung des Erfindungsgedankens auf einen scheibenförmigen Grundkörper zeigt Fig. 5.
Hier ist der in bekannter Weise am äusseren Umfang zugesehärfte Grundkörper 20 mit zwei nach innen ragenden rohrförmigen Ansätzen 21 und zwei nach aussen ragenden rohrförmigen Ansätzen 22 versehen. Die Verwendung derselben zur Aufnahme von Einschmelzungen ist genau so wie vorher bei den Fig. l-4 angegeben.
Im Vorangegangenen ist die Anwendung des Erfindungsgedankens nur für Entladungsgefässe aus Isoliermaterial geschildert. Es liegt aber im Rahmen der Erfindung, dass dieselben auch für metallische Entladungsgefässe zu verwenden sind. In diesem Fall erweitert sieh die Anordnung lediglieh dadurch, dass zwischen das metallische Gefäss und den mit einer oder mehreren Einführungen versehenen Grundkörper noch ein isolierendes Zwischenstück tritt, das dann in bekannter Weise mit dem Entladungsgefäss verbunden wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Einführungskörper, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführungskörper mit einem oder mehreren, an beiden Enden offenen, rohrförmigen, metallenen Ansätzen versehen ist, durch die je eine weitere Stromeinführung isoliert durchgeführt ist.