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Verfahren und Maschiie zum Schneiden von Werkstücken.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden der verschiedenartigsten Gegenstände und des weiteren eine Maschine zur Ausführung dieses Verfahrens. Verwendung findet die Erfindung zum Zerschneiden von Stangen, Schienen, Rohren u. dgl. in verschieden grosse Längen. Allerdings ist die Erfindung keineswegs nur auf eine Verwendung, wie eben angegeben, beschränkt. Die Erfindung kann vielmehr für Schneidoperationen der verschiedensten Art benutzt werden.
Eine der Aufgaben der Erfindung liegt in der Schaffung eines Verfahrens sowie in der Schaffung geeigneter Mittel zum Schneiden der verschiedensten Gegenstände, u. zw. zum Schneiden der jeweils gegebenen Gegenstände so, dass der Schnitt viel besser zur Ausführung kommt, als es bisher überhaupt möglich war, der Schnitt vor allen Dingen gerade und sauber zur Ausführung gelangt und auch Gegenstände geschnitten werden können, deren Schnitt früher mit besonderen Schwierigkeiten verbunden war, in manchen Fällen sogar unmöglich so ausgeführt werden konnte, dass das Schnittende gerade und eben ausfiel.
Eines der Hauptmerkmal der Erfindung liegt darin, dass das Werkstück mit einer dünnen Schleifscheibe geschnitten wird und dabei das Werkstück in einer Flüssigkeit untergetaucht gehalten wird. In Betracht kommt Wasser oder irgendeine andre Flüssigkeit. Indessen hat sich Wasser als sehr zweckmässig erwiesen. Auch wurde gefunden, dass, wenn Metalle mit einer dünnen Schleif-oder Sehmirgelscheibe geschnitten und während des Schnittes ganz unter Wasser bzw. in einer Flüssigkeit untergetaucht gehalten werden, ein glatter, sauberer Schnitt erzielt wird, an den Rändern der Schnittstellen sich praktisch keinerlei Grat bildet und das Metall nicht verbrennt wird und auch nicht in unzulässigem Masse warm werden kann. Des weiteren wurde gefunden, dass verschiedene andere Dinge, z. B.
Glas, entweder in Stangen oder Rohrform, auch Porzellan und andere ähnliche Stoffe, bei denen man es bis jetzt für vollkommen unmöglich hielt, einen glatten, geraden und einwandfreien Schnitt auszuführen, nach der Erfindung leicht und schnell geschnitten werden können, u. zw. so geschnitten werden können, dass der Schnitt gerade ausfällt, die Schnittflächen vollkommen glatt werden und an den Rändern der Schnitt- flächen sich überhaupt keine oder nur ganz winzige Aussprünge zeigen.
Im folgenden soll nun die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben werden.
Es sei hier ausdrücklich gesagt, dass die Erfindung keineswegs auf die besondere hier dargestellte Ausführungsform beschränkt ist und das Verfahren als solches mit noch verschiedenen andern Konstruktionen zur Ausführung gelangen kann.
In der Zeichnung stellen dar :
Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt im wesentlichen nach Linie 1-1 der Fig. 2, Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung von oben gesehen, Fig. 3 in schematischer Darstellung das eigentliche Prinzip der Erfindung, Fig. 4 eine Einspannvorrichtung für die Werkstücke von oben gesehen, Fig. 5 die Schutzvorrichtung für die Schneidscheibe von der Seite gesehen, teils abgebrochen und teils im Schnitt, Fig. 6 die Schutzvorrichtung für die Sehneidseheibe in einem Schnitt ungefähr nach Linie 6-6 der Fig. 5, Fig. 7 einen vertikalen Längsschnitt einer Ausführungsform mit Anordnung des Werkstückhalters und der Schneidscheibe so, dass lange Schienen und Stangen geschnitten werden können, ohne einen übermässig grossen Flüssigkeitsbehälter zu benötigen.
Das Hauptmerkmal der Erfindung liegt in der Tatsache, dass das Werkstück mit Hilfe einer dünnen Schnürgelscheibe geschnitten und hiebei der zu schneidende Teil des Werkstückes in einer Flüssig-
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keit, z. B. in Wasser, untergetaucht gehalten wird. Gefunden wurde, dass, um befriedigende Resultate zu erzielen, das zu schneidende Material während des Schneidvorganges vorteilhaft ganz in der Flüssigkeit untergetaucht gehalten werden sollte. So wurde z. B. gefunden, dass schwere Stahlschienen oder dünne Metallrohre, wenn sie in der Flüssigkeit untergetaucht gehalten werden, sehr schnell geschnitten werden können, ohne das Metall zu verbrennen und ohne dass am Rande der Schnittstelle praktisch sich irgendein Grat zeigt.
Das ist ein Resultat, welches mit dem bis jetzt bekannten Sehneidverfahren nicht zu erzielen war. Auch wurde gefunden, dass nach dem neuen Verfahren dünnwandige Glasrohre, wenn sie während des Schnittes in der Flüssigkeit untergetaucht gehalten werden, leicht und schnell geschnitten werden können, der Schnitt sauber und gerade ausgeführt wird und an den Rändern der Schnittstelle sich praktisch irgendwelcher Grat nicht bildet bzw. Aussprünge an den Rändern der Schnittstelle sich nicht ergeben. Das ist ebenfalls ein Resultat, welches man zu erreichen bisher für unmöglich gehalten hat.
Der Grund für die Erzielung derartiger aussergewöhnlicher Resultate ist nicht vollständig geklärt, jedoch wird angenommen, dass beim Schneiden von Glas z. B. die Flüssigkeit Vibrationen im Glas sowie auch in der Schneidscheibe praktisch vollständig oder doch nahezu vollständig vermeiden hilft. Auch wirkt die Schneidscheibe als Umlaufpumpe, indem sie grosse Mengen der Flüssigkeit während des Schneidvorganges durch und über die Schnittstelle hinwegbefördert-wobei die Flüssigkeit die Schnittstelle und auch die Schneidscheibe schnell und aufs sorgfältigste von allen Rückständen freimacht und das nicht nur allein, sondern auch eine Überhitzung des zu schneidenden Materials bzw. der Schneidscheibe verhindert.
Beim Trockenschneiden wird sehr viel Wärme entwickelt und wahrscheinlich auch Teilchen geschmolzenen Metalls abgeschleudert, während nach dem neuen Verfahren, gemäss welchem das zu schneidende Werkstück in einer Flüssigkeit untergetaucht gehalten wird, der Arbeitsvorgang ein reiner Schneidvorgang ist.
Gefunden wurde, dass die Temperatur der Flüssigkeit auf die erzielten Resultate wesentlichen Einfluss hat. Wenn z. B. die Temperatur des Wassers unter 7 C gelangt bzw. gehalten wird, fallen die Resultate unbefriedigend aus. Die Wirkung verbessert sich, wenn die Temperatur der Flüssigkeit gesteigert wird. Hienach müsste man annehmen, dass die Wirkung um so besser ausfällt, je höher die Temperatur gehalten wird. Vorzugsweise sollte die Temperatur der Flüssigkeit über der normalen Raumtemperatur
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werden, dass die an der Maschine arbeitende Person mit der Hand ohne weiteres in die Flüssigkeit hineingreifen kann.
Es wurde des weiteren gefunden, dass dünne Sehmirgelscheiben scheinbar am ehesten befriedigende Resultate liefern, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen wäre, dass je dünner die Scheibe, um so sehmaler der Schnitt und um so geringer die während des Schnittes zu leistende Arbeit ausfällt. Die bei einer Schneidvorrichtung gemäss der Erfindung benötigte Kraft für den Schnitt eines in einer Flüssigkeit untergetaucht gehaltenen Werkstückes ist weit geringer als jene Kraft, welche man unter sonst gleichen Umständen beim Troekenschneiden benötigt. Gefunden wurde, dass Scheiben in einer Stärke von ungefähr 0'02"bis ungefähr %/'durchaus befriedigende Arbeit leisten.
Beste Resultate wurden erzielt mit einer im Durchmesser 12"grossen und ungefähr 0'03"starken Scheibe. Diese Masse bzw. Stärken werden hier lediglich nur beispielsweise angeführt und sind im übrigen sehr von der Art der zu leistenden Arbeit abhängig. Für gewisse Arbeiten mögen sich wohl Scheiben grösserer Stärke empfehlen. Auch wurde gefunden, dass die Drehgeschwindigkeit der Scheibe nicht übermässig gross werden darf und dass, wenn die Drehgeschwindigkeit gar zu gross gehalten wird, die Scheibe einen einwandfreien Schnitt nicht zu liefern vermag. Befriedigende Resultate wurden erzielt mit einer Scheibe, die ungefähr 1200 bis 1400 Touren pro Minute macht. Geschwindigkeiten von 1800 bis 2000 Touren pro Minute dürften aber noch besser sein.
Wurde die Geschwindigkeit über 2800 Touren pro Minute hinaus vergrössert, erwies sieh die Sehneidwirkung nicht mehr als befriedigend, da bei dieser grossen Geschwindigkeit die Schneid- scheibe oftenbar Luft in den Schnitt mit hineinreisst und die betreffende Luft dann nicht mehr genügend Flüssigkeit in den Schnitt hineingelangen lässt. Die Folge war ein Verbrennen sowohl des Materials als tuch der Schneidscheibe. Hieraus geht offenbar hervor, dass die Geschwindigkeit der Scheibe nach Mög- ichkeit hoch gewählt werden soll, aber keineswegs so gross gewählt werden soll, dass dann die Oberfläche der Scheibe mit Flüssigkeit nicht mehr genügend angefeuchtet werden kann.
Es wurde gefunden, dass, wenn, wie angegeben, der Schnitt ausgeführt wird, während das zu schneilende Werkstück in einer Flüssigkeit untergetaucht gehalten wird, die Schneidscheibe sich weniger schnell zbnutzt als beim Troekenschneiden und demnach mit einer gegebenen Schneidscheibe eine viel grössere Zahl Schnitte als früher beim Trockenschneiden ausgeführt werden kann. Das Schneidverfahren hat ach als besonders zweckmässig zum Schneiden von Rohren, entweder solchen aus Metall oder solchen ius Glas bzw. andern ähnliehen Materialien, erwiesen, u. zw. auch in Fällen, in denen die Wandungen ler betreffenden Rohre sehr schwach bzw. dünn waren.
Die Begrünung ergibt sich zum Teil wohl aus der Tatsache, dass, wenn der zu schneidende Gegenstand in einer Flüssigkeit untergetaucht gehalten wird, die Flüssigkeit mit allen Oberflächen sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Rohres in Berührung gelangt und dass die Flüssigkeit innerhalb des Rohres ; sowie rings des Rohres und innerhalb des Schnittes sehr geschwind zirkuliert. Durch die Flüssigkeit wird
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scheinbar jede Vibration sowohl im Rohr als auch in der Scheibe unmöglich gemacht. Die sehnelle Zirku- lation der Flüssigkeit sorgt dafür, dass beim Schneiden sich ergebende Rückstände aus der Schnittstelle schnell und sorgfältig herausgebracht werden, also die Schnittstelle völlig sauber gehalten wird.
Die schnelle Zirkulation der Flüssigkeit sorgt auch dafür, dass die durch das Schneiden sieh ergebenden Rückstände auf dem Boden des Flüssigkeitsbehälters gleichmässig verteilt werden und sich nicht unterhalb der Schneidscheibe ansammeln.
Es soll nunmehr auf die Zeichnungen des näheren eingegangen werden. Dargestellt ist eine Maschine in einer Ausführung, die sich zum Schneiden von aus den verschiedensten Materialien bestehenden Stangen, Schienen und Rohren als besonders geeignet und zweckmässig erwiesen hat. Die Konstruktion sieht ein Bett bzw. einen Behälter 10 vor, der zum Zwecke, die bei 12 angedeutete Flüssigkeit, z. B. Wasser, aufnehmen zu können, rings seines Umfanges mit hochstehenden Wänden 11 versehen ist. Das zu sehnei- dende Werkstück, in der vorliegenden Darstellung ein Rohr 13, wird während des Schneidvorganges in der Flüssigkeit untergetaucht gehalten. Das Bett bzw. der Behälter 10 wird auf eine Unterlage gesetzt, z. B. auf ein Untergestell 14.
Am Behälter sind nach hinten gerichtete Haltearme 15 vorgesehen. An den Haltearmen 15 ist mit Hilfe einer Stange 16 ein Rahmen 17 schwenkbar, d. h. auf-und abbeweglich, gelagert. Der Rahmen 17 trägt die mit 18 bezeichnete Schneidscheibe und den hier beispielsweise mit einem Elektromotor 19 gegebenen Antrieb für die eben erwähnte Schneidscheibe. Im vorliegenden Falle ist die Schneidscheibe auswechselbar auf einer Welle 20 montiert, die ihm Rahmen 17 drehbar gelagert ist, u. zw. in besonderen Antifriktionslagern 21. Der Antrieb wird von der Antriebsmaschine aus auf die Schneidscheibe, beispielsweise mittels eines Keilriemen 22, übertragen. Eigens zu diesem Zwecke ist auf der Welle 20 der Schneidscheibe eine Riemenscheibe 23 und auf der Ankerwelle des Antriebsmotors eine Riemenscheibe 24 vorgesehen.
Im vorliegenden Falle hängt der Motor in einem Rahmen 25, der an einem hochstehenden im Rahmen 17 zwischen dessen Armen 28 bei 27 schwenkbar gelagerten Träger 26 befestigt ist. Der Träger 26 ist mit einer Nase bzw. einem Fortsatz 29 und in dem Fortsatz 29 mit einem bogenförmigen Schlitz 80 versehen. Der Krümmungsmittelpunkt des Schlitzes 30 deckt sich mit dem
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des Rahmens 17, ermöglicht es, den Träger 26 in der jeweils gegebenen Einstellung festzustellen.
Zu beachten wäre, dass die Scheibe 18 mit allen zu ihrer Montage benötigten Mitteln und der Motor 19 mit Bezug auf die Drehachse 16 des Rahmens 17 auf entgegengesetzten Seiten angeordnet sind und auf Grund dieser Anordnung die eben erwähnten Teile sich einander das Gleichgewicht halten können, so dass ein nur ganz geringer Kraftaufwand notwendig ist, um den Rahmen auf-und abzuschwingen bzw. die Schleifscheibe gegenüber dem Werkstück vor-und zurückzubewegen. Der Motor sollte vorteilhaft ein wenig Übergewicht besitzen, damit er die Schneidscheibe zwischen den einzelnen Schneidvorgängen für gewöhnlich immer nach oben hält.
Am Rahmen 17 ist ein verstellbarer Anschlag vorgesehen, um die Bewegung der Schneidscheibe in Richtung nach unten zu begrenzen und zu verhüten, dass die Scheibe zu weit nach unten gedrückt werden kann. In der hier dargestellten Ausführung besteht der Anschlag aus einer Stange 83, die ein besonderes Auge. 34 des Rahmens 17 eingeschraubt und zum Drehen bzw.
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schlag gegen einen hochstehenden Gegenanschlag 36 stossen. Der Gegenanschlag 36 sitzt am Behälter 10 und begrenzt die Abwärtsbewegung der Schneidscheibe jeweils entsprechend der Einstellung der Stange 33.
Da der Motor im allgemeinen wesentlich schwerer ist als die Schneid-oder Sehmirgelseheibe und die zur Montage derselben benötigten Teile, wird am Rahmen an der mit 39 bezeichneten Stelle und mit Hilfe einer Stange 38 ein Gegengewicht 37 aufgehängt. Die Stange 38 ist durch einen Schlitz 40 des Behälters 10 hindurchgeführt. Der Schlitz 40 ist rings seines Umfanges mit hochstehenden Wandungen umgeben, damit die Flüssigkeit aus dem Behälter 10 nicht durch den Schlitz 40 herauslaufen kann. Um den Rahmen 17 um seine Schwenkachse auf-und abbewegen und die Schneidscheibe gegenüber dem Werkstück vor-und zurückstellen zu können, ist am Rahmen bei 17 b ein besonderer Handgriff 17 a angebracht.
Die Schneidscheibe ist mit einem zweckentsprechenden Schutzgehäuse umgeben, damit von der Scheibe etwa abfliegende Teile die an der Maschine arbeitende Person nicht verletzen können.
Das hier dargestellte Schutzgehäuse besteht aus einem Metallbleehstüek 42, welches die Schneidscheibe umschliesst und dieselbe auf der einen Seite mit einer Wand 43 abdeckt. Auf der entgegengesetzten Seite ist eine im Durchmesser genügend grosse Öffnung 44 vorgesehen, um die auf der Welle 20 sitzende auswechselbare Sehneidscheibe bequem herausnehmen und ebenso bequem auch wieder einsetzen zu können. Nach der Montage der Schneidscheibe wird die Öffnung J4 mit einem Deckel 45 verschlossen.
Der Deckel 45 wird mit irgendwelchen Mitteln lösbar festgelegt, beispielsweise mit Flügelschrauben 46.
In der Rückwand 43 ist ein bogenförmiger Schlitz 47 vorgesehen, durch welchen die Welle 20 hindurchragt und in welchem sieh die eben erwähnte Welle mitsamt der Schneidscheibe auf-und abbewegen lässt.
Im vorliegenden Falle ist das Schutzgehäuse auf dem Behälter 10 mit Schrauben 42 a befestigt.
Da die Scheibe 18 während des Schneidvorganges sich mit ihrem unteren Abschnitt in der Flüssigkeit bewegt, ist es wohl offenbar, dass die Scheibe bestrebt ist, Flüssigkeit mit in das Schutzgehäuse hinein- zurpissen. Um das zu verhindern, ist oberhalb des Niveaus der Flüssigkeit 12 eine, Abstreifplatte 4S
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vorgesehen, die die Schleifscheibe hinten an beiden Seiten umschliesst. Die Abstreifplatte 48 kann, wie bei 49 angedeutet, am Schutzgehäuse befestigt werden und mag aus einem einzigen Stück bzw. aus einer einzigen Platte 48 bestehen, die einen schmalen Schlitz 50 enthält. Der Schlitz 50 muss so gross bzw. so breit sein, dass die Schneidseheibe sieh darin frei drehen kann.
Durch die erwähnte Abstreifplatte wird die von der Schneidscheibe mit hochgenommene Flüssigkeit effektiv abgestreift. Es wird auf diese
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gehäuse hineingerissen wird.
Auch ist es wohl offenbar, dass infolge der Drehung der Schmirgel-oder Schneidscheibe in der Flüssigkeit letztere in heftige Zirkulation versetzt wird und um und hinter der Schnittstelle in kräftiger Bewegung gehalten wird. Um zu verhindern, dass die Flüssigkeit aus dem Behälter über dessen hinteren Rand hinausgetrieben wird, sind weitere Ablenkplatten 51 vorgesehen, die sieh von den Seitenwänden des Schutzgehäuses seitwärts erstrecken und die Flüssigkeit in den Behälter zurückfluten lassen.
Selbstverständlich muss das zu schneidende Werkstück in der Flüssigkeit im Behälter in richtiger Lage untergetaucht gehalten werden. Gefunden wurde, dass Klötze 52, 53, die um der Schmirgel-bzw.
Schneidscheibe 18 den erforderlichen Raum zu geben, durch einen schmalen Spalt 54 voneinander getrennt sind, zum angegebenen Zwecke durchaus geeignet sind. Die Klötze 52, 53 werden zwecks Aufnahme des Werkstückes, welches im vorliegenden Falle beispielsweise in Gestalt eines Rohres 13 gegeben ist, mit Ausschnitten 55 versehen. Die Ausschnitte 55 können verschiedenartig gestaltet werden, um dem Werkstück einen festen Halt zu geben. Vorzugsweise werden die Ausschnitte V-förmig gestaltet. Auch empfiehlt es sieh, von Hand einstellbare Mittel vorzusehen, um das Werkstück fest einspannen bzw. es auf den Stützklötzen 52, 53 genügend fest halten zu können.
Im vorliegenden Falle besteht diese Einspannvorrichtung aus einem Hebel 56, der den mit 58 bezeichneten an der Vorderwand des Behälters 10 vorgesehenen Fortsätzen bei J ? gelenkig angeschlossen ist. Der Hebel 56 ist mit zwei Armen 59, 60 versehen, die mit Bezug aufeinander in einem gewissen Abstande angeordnet sind und mit ihren freien Enden über die Klötze 52 und 53 greifen. Die Arme müssen genügend weit auseinandergesetzt werden, damit sie die Scheibe 18 frei durchgehen lassen. Die erwähnten Arme liefern zusammen mit den Klötzen 52, - 53 das Mittel zum festen Einspannen und Niederhalten des Werkstückes auf beiden Seiten der Schneidseheibe.
Mit Hilfe des Handgriffes 61 lassen sich die Arme 59 und 60 zur Freigabe des Werkstückes hochstellen und umgekehrt nach unten bewegen, wenn es gilt, das Werkstück einzuspannen und niederzuhalten. Im übrigen empfiehlt es sieh, für diese Einspannvorrichtung Mittel vorzusehen, durch die das Werkstück nachgiebig niedergehalten werden kann. Eine derartige Einrichtung hat sich in der Praxis als sehr zweckmässig erwiesen. Der Hebel 56 ist demzufolge mit einem Arm 62 und des weiteren am Arm 62 mit einer Stellschraube 63 versehen. Die Stellschraube 63 ist in den Arm 62 eingeschraubt und mit ihrem einen Ende gegen das Ende eines in einer besonderen Bohrung des Behälters 10 untergebrachten Kolbens 64 gesetzt.
Eine in der eben erwähnten Bohrung vorgesehene Feder 65 ist immer bestrebt, den Kolben 64 nach aussen gegen die Schraube 63 zu drücken und somit die Arme 59 und 60 nach unten gegen das Werkstück zu halten. Nach geschehener Einstellung kann die Schraube 63 in der jeweils gegebenen Einstellung mit einer Gegenmutter 66 festgestellt werden. Es ist wohl offenbar, dass mit dieser Konstruktion die Spannung der Feder und somit der auf das Werkstück ausgeübte Druck sich regulieren lassen.
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nachgiebigen Polstern von oben her auf das Werkstück zu drücken, zumal beim Schneiden von Glasrohren. Deshalb sind mit 67 bezeichnete Kissen, vorteilhaft solche aus nachgiebigem Gummi, vorgesehen.
Solche Kissen haben im übrigen noch den Vorteil, dass sie Vibrationen des Werkstückes vermeiden helfen.
Da die Flüssigkeit während des Schneidvorganges in schnellem Umlauf und heftiger Bewegung gehalten wird, kann auf der Oberfläche sich eine gewisse Menge Schaum entwickeln, die die Sicht auf das Werkstück natürlich beeinträchtigen würde. Da der Schaum infolge der Drehung der Schneidscheibe im Behälter 10 nach hinten geschoben wird, werden zu beiden Seiten der Schneidscheibe eine Wenigkeit hinter dem Werkstück 13 hochstehende Siebe 68 angeordnet. Wie aus der Darstellung ersichtlich, ist den Sieben eine genügend grosse Höhe gegeben, um sie vom Boden des Behälters 10 aus noch ein gewisses Mass über das Niveau der Flüssigkeit hinausstehen zu lassen. Zum bequemen Einsetzen und Herausnehmen mögen die Siebe in hochstehenden an den Wandungen des Behälters 10 vorgesehenen Führungen 69 gehalten werden.
Aus obigem geht nun hervor, dass, wenn die Flüssigkeit infolge der Drehung der Sehneidseheibe im Behälter 10 nach hinten verdrängt wird, sie in entgegengesetzten Richtungen seitwärts nach den einander entgegengesetzten Enden des Behälters ab-und dann nach vorn strömen muss. In der Strömung nach vorn muss die Flüssigkeit die Siebe passieren, so dass der Schaum von den Sieben abgefangen bzw. zurückgehalten und gesammelt wird. Der Schaum hält zum Teil auch die beim Schneiden des Werkstückes sich ergebenden Rückstände fest-hilft also auf diese Weise die Flüssigkeit zu klären. Des weiteren sammeln oder halten die Siebe einen grossen Teil Schmutz zurück sowie auch von der Schneidscheibe und dem Werkstück stammende Staub-und Schmirgelteilehen.
Das
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hat nun den besonderen Vorzug, dass die von der Schneidscheibe in die Schnittstelle mit hineingerissene Flüssigkeit von Fremdstoffen, wie z. B. Schmirgelteilchen und sonstigen Unreinigkeiten, verhältnismässig freigehalten wird.
Um Werkstücke in gegebene Längen zu zerschneiden, wird in der Regel ein verstellbarer Anschlag vorgesehen, gegen welchen das Ende der Schiene oder des Rohres bzw. jenes Werkstückes zu stossen ist, von welchem jeweils bestimmte Längen abgeschnitten werden sollen. Im vorliegenden Falle ist die eine Endwand des Behälters 10 mit einer Verdickung 70 und in dieser Verdickung mit einer Stange 71 versehen, die verstellt und in der jeweils gegebenen Einstellung mit einer Klemmschraube 72 festgestellt werden kann. Ein an der Stange 71 angebrachter Anschlag 73 ragt nach unten in die Flüssigkeit hinein, kommt in die Bahn des Werkstückes zu liegen und liefert so einen verstellbaren Endanschlag für das zu schneidende Werkstück.
Beim Schneiden langer Rohre oder Schienen ist ein entsprechend langer Behälter 10 erforderlich, sofern das Rohr oder die Schiene auf seiner ganzen Länge in die Flüssigkeit untergetaucht gehalten werden soll. Übermässig lange Behälter sind jedoch nicht gerade vorteilhaft, weshalb Vorkehrungen getroffen sind, um die wirksame Länge eines kleinen Behälters im Bedarfsfalle vergrössern zu können.
Zum angegebenen Zwecke sind die einander entgegengesetzten Endwände des Behälters 10 mit Ausschnitten 74 versehen. Mit Bezug auf den Werkstückhalter müssen diese Ausschnitte in einer Richtung liegen. Wenn das zu schneidende Werkstück kurz ist, müssen die eben erwähnten Ausschnitte mit Platten 75 verschlossen gehalten werden. Die Platten 75 müssen abnehmbar sein und könnten z. B. mit Klemmschrauben 76 festgelegt werden.
Wenn Werkstücke grösserer Länge zu schneiden sind, werden die Platten 75 abgenommen und Tröge 77 von zweckentsprechender Länge mit ihrem einen offenen Ende an den Endwänden des Behälters 10 gegenüber den erwähnten Ausschnitten befestigt so, wie das beispielsweise in der Fig. 2 links dargestellt ist. Die Tröge können kurz bzw. verschieden lang sein und untereinander zusammengeschlossen werden, um jeweils irgendeine gewünschte Länge herauszubekommen.
Am äusseren Ende des Troges bzw. mehrerer zusammengeschlossener Tröge wird der Abschluss mit der vom Ausschnitt 74 des Behälters 10 abgenommenen Platte 75 bewirkt. Mit einer solchen Einrichtung ist es also möglich, die ganze Stange oder Schiene in der Flüssigkeit untergetaucht zu halten. Eine Einrichtung, z. B. ein bei 78 vorgesehener Stopfen, gibt die Möglichkeit, die Flüssigkeit aus dem Behälter herauszulassen.
Für den Fall, dass ansetzbare Verlängerungströge nicht erwünscht sind, könnte die Werkstück- Einspannvorrichtung schräg, d. h. wie in Fig. 7 angedeutet, zur Horizontalen geneigt angeordnet werden.
Eine solche Anordnung gibt die Möglichkeit, das Werkstück, z. B. eine Schiene 13, über den Rand des Behälters 10 einzuführen und so ebenfalls die zu schneidende Stelle des Werkstückes in der Flüssigkeit untergetaucht zu halten. Wenn natürlich bei einer solchen Anordnung rechtwinklige Schnitte erwünscht sind, müsste auch die Schneidscheibe. M, wie dargestellt, gekantet bzw. schräg angeordnet werden so, dass sie sich in einer Ebene dreht, die zur Längsachse des Werkstückes rechtwinklig gerichtet ist. Es genügt in diesem Falle ein Behälter gewöhnlicher Grösse, um Werkstücke irgendeiner beliebigen Länge zu schneiden.
Die Einspannvorrichtung bzw. die Werkstückhalter werden vorteilhaft auf einer besonderen Stütze montiert. Der Flüssigkeitsbehälter oder Tank kann alsdann tief gestellt werden, solange das Werkstück eingerichtet und eingespannt wird. Danach wird der Behälter hochgestellt, um vor Beginn des Schneidvorganges das Werkstück in die Flüssigkeit eintauchen zu lassen. Bei einer Ausführung, wie eben beschrieben, ist die Sicht auf das Werkstück beim Einspannen desselben in jeder Weise gewährleistet, da das Einspannen ja nicht zu erfolgen braucht, während das Werkstück sich in der Flüssigkeit befindet.
Für die Schneidscheibe können die verschiedenartigsten Materialien verwendet werden. Gefunden wurde, dass jede aus irgendeinem geeigneten Stoff, beispielsweise aus Karborundschmirgel od. dgl., hergestellte Scheibe verwendet werden kann. Des weiteren liegen in bezug auf Verwendung irgendeines bestimmten Bindemittels für das zur Herstellung der Scheibe verwendete Material keinerlei Beschränkungen vor. Als Bindemittel kann sowohl eine Gummimasse als auch Schellack bzw. irgendein künstliches Harz od. dgl. verwendet werden. Gefunden wurde, dass die mit der Oberfläche der Scheibe in Berührung kommende und die in der Schnittstelle befindliche Flüssigkeit eine Überhitzung der Schneidscheibe nicht zulässt und somit Bindemittel, wie z. B. Gummilösungen u. dgl., nicht wie beim Trockenschneiden verbrennen können.
Die Schneidscheiben halten viel länger als beim Trockenschneiden, d. h. jetzt kann mit einer und derselben Scheibe eine viel grössere Arbeit geleistet werden.
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