AT124890B - Hartverbandschneidegerät für therapeutische Zwecke. - Google Patents

Hartverbandschneidegerät für therapeutische Zwecke.

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AT124890B
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AT
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hard
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milling cutter
hard bandage
cutter
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Max Pietza
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Max Pietza
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Description


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    Hartverbandsclmeidegeriit fiir therapeutische Zwecke.   



   Die Erfindung betrifft ein   Hartverbandsehneidegerät   für therapeutische Zwecke und besteht darin, dass ein zylindrischer Fräser mit geeignet geformten auf dem Zylindermantel bis zur Stirnfläche durchgezogenen und auf der letzteren vorgesehenen Schneiden ausgerüstet ist.

   Ein zweckmässig auswechselbar am Lagerungsbügel angeordneter Sicherungssteg hinter dem   Fräser-also auf   der von der Fräsrichtung abgewendeten   Zylinderseite-verläuft   mit seinem Fortsatz unter die   Stirnfläche   des Fräsers nach vorn und ist an der vorderen Spitze etwas   aufgekrümmt   ; infolgedessen bleibt die Stirnwand des Fräsers geschützt und eine Behinderung des Arbeitens durch Einklemmen von Hartmasse zwischen Stirnfläche des Fräsers und Fortsatz des   Sicherungssteges   wird vermieden. Der Sieherungssteg erhält auf seiner dem Fräser zugewendeten Seite messer-oder zahnartige Teilungen in beliebiger Anzahl und Richtung, entweder vertikal, horizontal oder schräg nach einer oder beiden Richtungen.

   Ferner erhält dieser Teil des Sicherungssteges Hohlschliff entsprechend dem Durchmesser des Fräsers, damit letzterer in Einfassung läuft. Hiedurch wird praktisch erreicht, dass durch die abseherende Wirkung dieser Anordnung die sich verfangenden Weichteile des Hartverbandes am Fräser ohne Hemmung zerschnitten werden. 



   Ferner ist am Sicherungssteg zwecks Vermeidens der sich beim Schneidevorgang zwischen Hartmasse und Fräser entwickelnden Hitze eine Wasserkühlanlage vorgesehen, bei der das   Kühlwasser   aus einem Druckball durch eine Zuleitung in einen am unteren Teil vorgesehenen Hohlraum geleitet und von dort durch eine geeignete Ableitung fortgeführt wird. Am Stativ des   Sehneidegerätes   kann an Stelle des Druckballs ein Wasserbehälter angeordnet werden, mit welchem die Zuleitung in Verbindung steht. 



  Die Zuleitung wird mittels Klammern parallel am Schutzschlauch der biegsamen Welle beliebig befestigt. 



  Ein Absperrhahn dient zum Öffnen und   Schliessen   der Zuleitung. Die Ableitung erhält am Auslaufende ein beschwerendes Auslaufstück, damit ein Herausgleiten der Ableitung aus einem beliebigen Auffangebehälter vermieden wird. Der Sieherungssteg ist zwecks Vermeidens zu grosser Erhitzung aus schlechten Wärmeleiterstoffen entweder ganz hergestellt oder von solchen Stoffen ummantelt. Weiterhin ist im Lagerungsbügel auf Kugeln eine mit ihrem einen Ende an eine biegsame   Kraftübertragungswelle ansehliess-   bare Antriebswelle gelagert, deren anderes Ende zur Aufnahme des auswechselbaren Fräsers geeignetist. Die Antriebswelle   durchläuft   einen Hohlraum im Lagerungsbiigel, der sich nach Lösen einer Ver-   schlussschraube   mit Schmiermitteln für die Kugellager füllen lässt. 



   Ein Spezialfräser zur Herstellung von   Bohrlöchern   für Fenstersehnitte besteht aus einem Schaft mit Massteilung und einer Schneidkrone mit radial oder beliebig angeordneten Messern. Den Fortsatz der Schneidkrone bildet ein Zentrierdorn mit Diamantschliff. Am Schaft ist ein   EinsteIIrin mit   einer Feststellschraube angeordnet. Man stellt an Hand der ungefähren Stärke des Hartverbandes den Tiefstellring am Schaft ein und kann den Hartverband durchbohren, ohne den Patienten zu verletzen, da der Tiefstellring oberhalb des Hartverbandes aufsetzt. Bei dem Zentrierdorn von geringer Länge besteht vermöge seines Spezialschliff nicht die   Möglichkeit   den Patienten zu verletzen, da er sich äusserstenfalls in der Polsterung des Hartverbandes bewegt.

   Das   Schneidegerät   kann nun mit dem Fräser und dem Sicherungssteg versehen, im Bohrloch gegen die Hartmasse angesetzt und der Fensterschnitt ausgeführt werden. 



   Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel, u. zw. zeigt Fig. 1 das Gerät in der Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht des Sicherungssteges mit Zu-und Ableitung für   Wasserkühlanlage   und Messer- oder Zahnteilung, Fig. 3 einen Schnitt 1-2 des Sicherungssteges, Fig. 4 einen   Grundriss   des   Siel. elungssteges,   Fig. 5 eine Teilansieht des Gerätes mit 

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 dem Spezialfräser für Bohrlöcher zur Herstellung von Fensterschnitten, Fig.   G   eine Gesamtansicht des Gerätes mit Stativ, Antriebsmotor   und Wasserkühlanlage, Fig.   7 eine RÜckansicht des Gerätes mit Ableitung und Auslaufstüek. 



   Die Hartmasse wird mit einem zylindrischen Fräser in vertikaler Stellung beliebig tief oder lang, gerade oder in Kurven aufgeschnitten. Der Fräser   a   ist auf dem Zylindermantel mit geeignet geformten, in beliebiger Windung bis zur Stirnfläche durchgezogenen Schneiden versehen, damit auch die Stirnfläche fräst ; der Fräser a ist in einer auf Kugeln n gelagerten Welle   rl   in einem Lagerungsbügel c auswechselbar befestigt, während am andern Ende der Welle d eine bewegliche 
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 ein unter die   Stirnfläche   des Fräsers nach vorn verlaufender Sicherungssteg b angebracht, der gegebenenfalls ausgewechselt oder entfernt werden kann.

   Der Sicherungssteg b erhält auf seiner dem Fräser   f ;   zugewendeten Seite messer-oder zahnartige Teilungen in beliebiger Anzahl und Richtung entweder vertikal, horizontal oder schräg nach einer oder beiden Richtungen. Ferner erhält dieser Teil des Sicherungssteges b Hohlschliff entsprechend dem Durchmesser des Fräsers a, damit letzterer in Einfassung läuft. Hiedurch wird praktisch erreicht, dass durch die abscherende Wirkung dieser Anordnung die sieh verfangenden Weichteile des Hartverbandes am Fräser a ohne Hemmung zerschnitten werden. Man kann nunmehr ohne Gefahr das Gerät gegen die Hartmasse führen und   Längsschnitte   im Hartverband vornehmen, ganz gleich in welcher Stärke und Kurve zu schneiden ist. 



   Um die beim Schneidevorgang sich zwischen Hartverband und Fräser entwickelnde und auf den Sicherungssteg b übertragende Hitze zwecks Vermeidung von Hautverbrennungen abzuleiten, besitzt der Sicherungssteg b eine besondere Wasserkühlanlage, welche den Sicherungssteg b ständig abkühlt. 
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 befestigt ist, mündet in den unteren Hohlraum   i   des Sieherungssteges b, während ein vom Hohlraum i ausgehendes Ableitungsrohr k einen   Ableitungssehlaueh     l   besitzt, um das Kühlwasser ableiten zu können. 



  Am Stativ des   Schneidegerätes   kann an Stelle des Druckballs g ein Wasserbehälter angeordnet werden, mit welchem Zuleitung   A   in Verbindung steht. Zuleitung h wird mittels Klammern p parallel am Schutzschlauch q der biegsamen Welle beliebig befestigt. Ein Absperrhahn !'dient zum Öffnen und Schliessen der Zuleitung h. Ableitung   I   erhält am Auslaufende ein beschwerendes   Auslaufstück   s, damit ein Herausgleiten der Ableitung ! aus einem beliebigen Auffangebehälter vermieden wird. 



   An Stelle dieser Kühlanlage kann aus Billigkeitsgründen der Sicherungssteg b aus schlechten Wärmeleiterstoffen hergestellt sein oder ein metallener Kern desselben mittels solcher Stoffe isoliert werden. Das ganze Gerät lässt sich mittels des Handgriffes   c     führen.   



   Ein Spezialfräser zur Herstellung von Bohrlöchern für Fenstersehnitte besteht aus dem Schaft t mit   Massteilung   und einer Schneidkrone M mit radial oder beliebig angeordneten Messern. Den Fortsatz der Schneidkrone   M   bildet ein Zentrierdorn v mit   Diamantsehliff.   Am Schaft t ist ein Tiefstellring   11'   mit   Feststellschraube a ;   angeordnet. Man stellt an Hand der ungefähren Stärke des Hartverbandes den Tiefstellring   11J   am Schaft t ein und kann den Hartverband durchbohren, ohne den Patienten zu verletzen, da der Tiefstellring   10   oberhalb des Hartverbandes aufsetzt. Bei dem Zentrierdorn   v von   
 EMI2.3 
 schnitt ausgeführt werden. 



   Bemerkt sei noch, dass bei bekannten Geräten zum Aufschneiden von Hartverbänden durch das   Auswerfen der Späne Staub erzeugt wird. Wenn auch Absaugevorrichtungen für den Staub angesetzt werden können, so behindert er doch die Arbeit und Übersicht.   



   Bei der Erfindung ist eine solche Hilfseinrichtung nicht nötig, da die Späne nicht herausgeschleudert werden, sondern sich im Schnitt fangen und liegen bleiben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Hartverbandschneidegerät   für therapeutische Zwecke, gekennzeichnet durch einen zylindrischen Fräser (a) mit geeignet geformten, auf dem Zylindermantel bis zur   Stirnfläche   durchgezogenen und auch auf der letzteren vorgesehenen Schneiden.

Claims (1)

  1. 2. Hartverbandsehneidegerät nach Anspruch l, gekennzeichnet durch einen zweckmässig auswechselbar am Lagerungsbügel (e) angeordneten Sicherungssteg (b) hinter dem Fräser (a), also auf der von der Fräsrichtung abgewendeten Zylinderseite, der mit seinem Fortsatz unter die Stirnfläche des Fräsers nach vorn verläuft und an der vorderen Spitze etwas aufwärts gekrümmt ist, so dass der Stirn- EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3>
    3. Hartverbandsehneidegerät nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch geeignete messer-oder zahnartige Teilungen am Sicherungssteg b auf der dem Fräser a zugewendeten Seite in beliebiger Anzahl und Anordnung, entweder vertikal, horizontal oder schräg nach einer oder beiden Richtungen, mit Hohlschliff entsprechend dem Durchmesser des Fräsers (a), damit letzterer in Einfassung läuft.
    4. Hartverbandsehneidegerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am EMI3.1 entwickelnden Hitze, eine Wasserkühlanlage vorgesehen ist, bei der das Kühlwasser aus einem Druckball (g) durch eine Zuleitung in einen am unteren Teil vorgesehenen Hohlraum (i) geleitet und von dort durch eine geeignete Ableitung fortgeführt wird.
    5. Hartverbandschneidegerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen Wasserbehälter (o) an Stelle des Druckballs (g), angeordnet am Stativ des Gerätes oder an sonstiger Aufhängeeinrichtung, in Verbindung mit Zuleitung , welche, mit Klammern (7)) parallel am Schutzschlauch (q) der biegsamen Welle beliebig befestigt, über Absperrhahn (r) Verbindung mit dem Hohlraum (i) des Sicherungssteges (b) hat, während die Ableitung (1) am Auslaufende ein AuslaufstÜck (8) aufweist.
    6. Hartverbandschneidegerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherungssteg (b) zwecks Vermeidens zu grosser Erhitzung aus schlechten Wärmeleiterstoffen entweder ganz hergestellt oder von solchen Stoffen ummantelt ist.
    7. Hartverbandsehneidegerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen zum Schneidegerät gehörenden Spezialfräser für Fensterschnitte, bestehend aus einem Schaft (t) mit Millimeter-oder sonstiger Massteilung und Schneidekrone (u) mit radial oder beliebig angeordneten Messern, während in der Mitte der Schneidekrone ein Zentrierdorn (1') von geringer Länge mit Diamantschliff den Fortsatz bildet und ein Tiefstellring (11') mit Feststellschraube um den Schaft (t) die Einstellung entsprechend der Stärke des Hartverbandes ermöglicht.
    8. Hartverbandschneidegerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Lagerungsbügel (c) auf Kugeln eine mit ihrem einen Ende an eine biegsame Kraftübertragungswelle EMI3.2
AT124890D 1930-05-30 1930-05-30 Hartverbandschneidegerät für therapeutische Zwecke. AT124890B (de)

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