<Desc/Clms Page number 1>
Registriervorriehtung fiir Messgeräte, insbesondere für Zeigerwaagen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Registriervorrichtung für Messgeräte, insbesondere für Zeigerwaagen. Von bekannten Registriervorrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand vorteilhaft dadurch, dass keine Rückwirkung auf das bewegliche System des Messgerätes selbst möglich ist und deshalb erhöhte Sicherheit gegen Fehlregistrierungen erreicht wird. Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Hilfszeiger, der ohne Beeinflussung des Messergebnisses entsprechend dem Zeiger des Messgerätes (Hauptzeiger) bewegt und dessen, der Messlage des Hauptzeigers zugeordnete Stellung mit Hilfe von Strahlen bestimmt wird. Entsprechend dieser Stellung des Hilfszeigers werden die Registrierorgane eingestellt. Zu diesem Zweck ist zwischen dem Hilfszeiger und den Registrierorganen in an sich bekannter Weise eine mechanische oder elektrische Übertragung angeordnet.
Dabei kann die Einstellung der Registrierorgane mit der Bewegung des Hilfszeigers oder in de-der Messlage des Messgerätzeigers zugeordneten Haltestellung des Hilfszeigers oder beim Durchgang des Hilfszeigers durch diese Stellung bewirkt werden.
Im folgenden wird beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes mit elektrischer Übertragung zwischen Hilfszeiger und Registrierorganen beschrieben. Hiezu sind in an sich bekannter
EMI1.1
Registrierorgane entsprechend dem Messwert bewirken.
Die Zeichnung zeigt schematisch im Schnitt eine Registriervorrichtung für eine Zeigerwaage mit einer kreisförmigen Skala.
Der Zeiger ist mit 2 und die Skala mit 1 bezeichnet. Die Registrierorgane, die beliebiger Art sein können, sind nicht dargestellt ; es sind nur die drei dazugehörigen Gruppen zu je zehn Relais 17^angedeutet, welche die Einstellung der Registrierorgane bewirken, u. zw. ist je eine Gruppe dem Stellenwert der Einer, Zehner und Hunderter zugeordnet. Jedes der zehn Relais einer Gruppe ist einer der Ziffern 0-9 zugeordnet. Zur Einschaltung einer bestimmten Ziffer wird entweder nur das dieser Ziffer zugeordnete Relais zum Ansprechen gebracht, oder es kann die Schaltung so getroffen werden, dass von jeder Relaisgruppe mehrere Relais zum Ansprechen gebracht werden und durch die Summierung der Impulse die zu registrierende Ziffer eingestellt wird.
Die Relais werden in bekannter Weise durch das Zusammenwirken der Geber und Übertrager betätigt, welche in dem Ausführungsbeispiel als metallische Kontakte angenommen sind. Die'Cbertragerkontakte A', B', Cz für die Einer, Zehner und Hunderter entsprechen den Teilstrichen der Instrumentenskala ; sie sind wie diese im Kreise angeordnet. Die Übertrager A2 für die Einer befinden sich auf dem Lagerbock 33, die Übertrager B2 und 02 für die Zehner und Hunderter auf dem Lagerbock 32 auf zur Zeigerachse konzentrischen Kreisen. Der Skalenteilstrich 0 und die ihm zugeordnete Nullinie der Kontaktreihen liegen in der gleichen Radialebene. In der gleichen Radialebene liegt auch die Ausgangstellung des Geberkontaktes ce für die Hunderter.
In bekannter Weise ist die Zahl der Übertrager gegenüber der Zahl der Skalenteilstriche durch Vermehrung der Zahl der Geber verringert, u. zw. sind für die Zehner und Einer je 10 Geber b2 bzw. a2 vorgesehen. Dadurch wird die Zahl der Übertrager B2 für die Zehner von 100 auf 10 und die Zahl der Übertrager A2 für die Einer zunächst von 1000 auf 100 herabgesetzt ; letztere erfährt aber eine weitere Verringerung auf 10 dadurch, dass die Drehzahl der zehn Geber a2 für die Einer durch Einschaltung einer
<Desc/Clms Page number 2>
Räderübersetzung auf das Zehnfache der Drehzahl der Geber b2 und c2 für die Zehner und Hunderter erhöht wird.
Die erhöhte Drehzahl der Geber a2 bringt noch den weiteren Vorteil, dass die Länge- der Übertragerkontakte A2 zehnmal so gross wird, als sie ohne Drehzahlerhöhung wäre. Die längeren Übertragerkontakte gewährleisten eine verlässliche Registrierung.
Die Geber b2 und c2 sind auf dem Zahnrad 30, die Geber a2 four die Einer auf der Scheibe 34 befestigt.
Das Zahnrad 30 und die Scheibe 34 sind auf der hohlen Achse 31 drehbar. Das Zahnrad 30 wird unabhängig vom Messgerät durch das Zahnrad 45 angetrieben. Die Drehung der Scheibe 34 wird mittels der Zahnräder 35, 36 und 37 durch das Zahnrad 30 bewirkt. Bei der Drehung schleifen die Geberkontakte über den Übertragerkontakten. Die Relais 17 werden aber trotz der Berührung von Geber-und Übertrager- kontakten solange nicht beeinflusst, als ihre Stromkreise bei Schalter 44 unterbrochen sind. Der Schalter 44 wird erst geschlossen, wenn der umlaufende Geber die der Messlage des Hauptzeigers zugeordnete Stellung erreicht ; dies ist der Fall, wenn der Geber c2 für die Hunderter die durch die Messlage des Messgerätezeigers gehende Radialebene erreicht.
In dieser Stellung haben der Geber c2 und der Messgerätezeiger gegenüber ihrer gemeinsamen Nullage den gleichen Aussehlagswinkel. Zum Herstellen dieser Stellung dienen ein Hilfszeiger, der eine Blende 28 mit einem Schlitz 40 trägt, und ein durch den Schlitz tretender Lichtstrahl. Die Blende hat die Form eines zylindrischen Ringes, welcher an der Scheibe 29 befestigt ist. Die Scheibe 29 ist mit dem Zahnrad 30 verbunden und dreht sich daher mit dem Geber. Der Schlitz 40
EMI2.1
Blende befestigte Lampe 38 angeordnet ist. Innerhalb der Blende 29 befindet sich eine liehtelektrische Zelle 41 gleichfalls in der erwähnten Radialebene, so dass ein durch den Schlitz 40 tretender Lichtstrahl die Zelle treffen kann.
Mit dem Messgerätezeiger 2, u. zw. gleichachsig mit diesem, ist ein zweiter zylindrischer Ring 27 verbunden, welcher in der Radialebene des Zeigers einen Schlitz 39 aufweist. Es kann daher nur wenn bei der Drehung des Gebers und des mit ihm verbundenen Ringes 28 die Schlitze 39 und 40 zur Deckung kommen, d.. h. wenn der Hilfszeiger sich in einer der Stellung des Hauptzeigers zugeordneten Stellung befindet, ein Lichtstrahl der Lampe 38 auf die Zelle 41 fallen und einen Impuls auslösen.
Die Registrierung geht nun folgendermassen vor sich : Nach Einstellung des Messgerätezeigers in der Messlage wird der Geber durch das Rad 45 in Bewegung gesetzt. Erreicht dabei der Geber den Winkelausschlag, der der Stellung des Messgerätezeigers entspricht, so kommen die Schlitze 39 und 40 zur Deckung und es fällt Licht auf die Zelle 41. per dadurch ausgelöste Impuls wirkt über den Verstärker 42 auf das Relais 43 und dieses schliesst den Schalter 44. Es erhalten daher jene Relais j ? ?, deren Übertragerkontakte mit den Geberkontakten in diesem Augenblick in Berührung stehen, Stromimpulse, welche die Registrierorgane dem Messwert entsprechend einstellen.
Mit dem Zeiger 2 kann statt des Schlitzes 39 auch eine Blende verbunden werden, welche den
EMI2.2
abblendet, wenn der Schlitz und der mit ihm wandernde Lichtstrahl in die durch die Messlage des Messgerätezeigers gehende Radialebene gelangen. Durch die Abblendung des Lichtstrahles wird die Belichtung der Zelle 41 verändert und ein Impuls mit der gleichen Wirkung wie vorher beschrieben, ausgelöst.
Wenn Registrierungen in rascher Folge durchgeführt werden sollen und dementsprechend die Drehzahl des Gebers eine höhere ist, so ist es zweckmässig, den Geber. in der Messlage stillzusetzen. Dies kann in beliebiger Weise geschehen, z. B. mit Hilfe eines gleich dem Relais 43 von der Zelle 41 betätigten Relais, welches beispielsweise den Geber nach Ausrücken einer Kupplung zwischen dem Antrieb und dem Zahnrad 30 abbremst oder einen Sperrzahn zum Eingriff mit einem mit dem Geber umlaufenden
Sperrad bringt. Die Einstellung der Registrierorgane kann aber auch dadurch bewirkt werden, dass während der Bewegung des Hilfszeigers entsprechend seiner, der Messlage des Messgerätes zugeordneten Einstellung elektrische Impulse abgegeben werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Registriervorrichtung für Messgeräte, insbesondere für Zeigerwaagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Registrierorgane durch einen Hilfszeiger erfolgt, dessen der Messlage des Messgerätezeigers (Hauptzeigers) zugeordnete Stellung durch von einer Strahlungsquelle ausgesandte Strahlen bestimmt wird.