AT135693B - Verfahren zur Herstellung von orthochromatischen Collodium-Emulsions-Trockenplatten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von orthochromatischen Collodium-Emulsions-Trockenplatten.

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AT135693B
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Sillib & Brueckmann
Freundorfer G M B H Geb
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung von orthochromatisclen Collodium-Emulsions-Trocienplatten.   



   Collodiumemulsionen wurden bisher in der Reproduktionsphotographie nur im nassen Zustand verarbeitet. Die vielen Versuche, die Collodiumemulsionssehichten trocken zu verarbeiten, waren ohne Erfolg, u. zw. selbst dann, wenn man mit Zusätzen von porenoffenhaltenden Präservativen, z. B. Glyzerin, und Schleierbildung verhindernden Schutzcolloiden, z. B. Gelatine, gearbeitet hat. 



   Es ist auch bereits bekannt, einem wässrigen Bad, in welches zur Herstellung eines Farbgusses vor dem Eintauchen der Schichten alkoholische Farbstofflösung, z. B.   Isocyaninfarbstoffe   gegeben werden, geringe   Mengen (yiooo%)   Glyzerin oder Gelatine zuzusetzen, in der Absicht, Ausfällungen des Farbstoffes beim Eingiessen in die wässrige Lösung zu verhindern. Diese geringen Zusätze von Glyzerin oder Gelatine können nicht als porenoffenhaltende oder   Schleierbildung   verhindernde Schutzcolloide angesehen werden, da sie infolge der geringen vorhandenen Menge niemals als solche wirken können. Man hat auch, um alle vorhandene Säure zu neutralisieren, den wässrigen Bädern Alkalien zugesetzt. 



   Auch mit auf diese Weise hergestellten Farbgiissen lassen sich einwandfrei arbeitende Collodium-   Emulsions-Trockenplatten nicht   erhalten. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, welches einwandfrei wirkende Collodium-   Emulsions-Trockenplatten   herzustellen gestattet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kennzeichnet sich dadurch, dass man die lichtempfindliche, an sich schon Silbersalz enthaltende   Collodiumemulsionssehieht   mit stark alkalischer, Präservative, z. B. Glyzerin, und Schutzkolloide. z. B. Gelatine, enthaltender Silbersalzlösung (Silbernitrat) behandelt. 



  Falls die Collodiumemulsionsschicht noch nicht mit sensibilisierenden Farbstoffen, z. B. Fluorescein, angefärbt ist, kann man silberhaltige, stark alkalische Farbgüsse, z. B.   Fluoresceinsilber,   aufbringen. 



   Beispiel 1. Die Collodiumrohemulsion wird mit einer   1   igen Lösung von   Fluoresceinnatrium,   
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 zum Anfärben auch eine alkoholische Lösung von   Isocyaninfarbstoffen   verwenden, z. B.   Pinaeyanol.   Ebenso können zum Anfärben Gemische der beiden Farbstoffe verwendet werden. Mit der angefärbten Emulsion werden die Platten begossen und mit einer 1-5%igen, stark alkalischen Silberlösung (Silber- 
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Beispiel 2. Ist die Collodiumemulsionssehicht noch nicht mit Farbstoff angefärbt, so bringt man auf die Schicht eine   starken Alkaliüberschuss   aufweisende Lösung der Silbersalze von Fluoresceinnatrium,   Dijodfluoresceinnatrium   oder dgl. auf. Die Lösung enthält auch hier wiederum   5"o oder   mehr Glyzerin bzw. Gelatine. 



   Das   Fluoresceinsilber   wird durch Ausfällen des gelösten Fluoresceins mit Silbernitrat hergestellt. 



   Als Präservativ kann man an Stelle von Glyzerin auch Zucker und als   Schutzeolloid   an Stelle von Gelatine auch Gummi   arabicum   oder auch Harze verwenden. 



   Beispeil 3. Übergiesst man eine gewöhnliche Collodiumemulsionssehieht oder eine Emulsionsschicht, welche mit einem Farbstoff ans der Chinolingruppe, z. B. Pinacyanol, angefärbt ist, mit einer Mischung stark alkalihaltiger Lösung eines Silbersalzes von einem Farbstoff aus der Phtaleingruppe, z. B.   Fluoresceinsilber,   und einer alkoholischen   Lösung.   z. B. Farbstoffen aus der Chinolingruppe, z. B. Pinacyanol oder Äthylviolett, unter Zusatz von Glyzerin und eventuell eines Schutzcolloides, so erhält man nach dem Trocknen in reiner Luft eine Schicht von hervorragender panchromatischer Wirkung, welche die für die Reproduktionsphotographie nötigen Eigenschaften besitzt. 

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   Die Fluoreseeinsilberlösung ist in diesem Falle   y-l% ig.   Auf einen Liter dieser Silbersalzlösung gibt man   zirka 30 cm3   einer Lösung von 1 : 1000 Pinacyanol. 
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 aufweist. 



   Beispeil 4. Zur Herstellung eines Silberfarbstoffes verfährt man folgendermassen :
10 g Dijodfluoreseeinnatrium werden bei   500 C   in destilliertem Wasser gelöst ; nach erfolgter Lösung wird eine verdünnte Silbernitratlösung so lange zugegossen, bis sich der Farbstoff vollständig mit dem Silber umgesetzt hat. Es wird filtriert, der Rückstand wird in Ammoniak und Alkohol gelost. In diese Lösung werden schliesslich die Sehutzeolloide und Präservative gegeben. Die   Lösung   wird, den Erfordernissen entsprechend, verdünnt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von orthochromatischen Collodium-Emulsions-Trockenplatten, dadurch gekennz eichnet, dass man die lichtempfindliche, an sieh schon Halogensilber enthaltende Collodiumemulsionsschicht mit stark alkalischer, porenoffenhaltende Präservative, z. B. Glyzerin, und Schleierbildung verhindernde Sehutzeolloide, z. B. Gelatine, enthaltender   Silberlösung   (Silbernitrat) behandelt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man bei nicht gefärbten Collodium- emulsionssehiehten silberhaltige, stark alkalische, Präservative und Sehntzeolloide enthaltende Farb- güsse aufbringt.
AT135693D 1931-03-28 1932-02-17 Verfahren zur Herstellung von orthochromatischen Collodium-Emulsions-Trockenplatten. AT135693B (de)

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