AT135660B - Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen.

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    Verfahren zur IlerstelluMg von Klebstoffen.   



   Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Klebstoffen aus Gummilatex. Wie bekannt, können Klebstoffe durch Zerreiben von Platten-oder Kreppgummi und Mahlen desselben mit kon- zentrierter Schwefelsäure, organischen Sulfonsäuren u. dgl., bis eine homogene Masse entsteht, und darauf- folgendes Backen der so hergestellten Mischung erhalten werden. 



  Dieses Arbeitsverfahren besitzt jedoch verschiedene schwerwiegende Nachteile. Die Stahlwalzen der Mühle werden durch die starke Säure, welche dabei verwendet wird, sehr stark angegriffen und der
Ersatz dieser Walzen ist sehr teuer. Weiterhin ist die Verarbeitung der Masse sehr umständlich und so gar äusserst gefährlich für die Arbeiter, da nämlich die Haut, Augen und Kleidungsstücke derselben leicht durch Spritzer der stark sauren Masse angegriffen und zerstört werden. 



  Es ist bisher unmöglich gewesen, diese schwerwiegenden Nachteile aufzuheben, und das oben erwähnte Arbeitsverfahren ist das beste bisher bekannte Verfahren zur Herstellung solcher Klebemittel. 



   Durch das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung werden die meisten der erwähnten Nach- teile vollkommen vermieden und ein vollkommen gleichwertige Klebestoff erhalten. Die Verwendung von Stahlwalzen zum Mahlen der Masse wird   überflüssig.   Gleichfalls braucht keine starke Säure mehr verwendet zu werden, die grosse Nachteile für die Arbeiter und die Maschine mit sich bringt. Ausserdem wird durch dieses Verfahren eine grosse Einfachheit der mechanischen Vorrichtungen gewährleistet. 



   Das Wesen der Erfindung besteht nämlich darin, dass als Ausgangsstoffe Gummilatex anstatt bereits koagulierter Platten-oder Kreppgummi verwendet wird und ausserdem verdünnte Schwefelsäure oder andere saure Substanzen an Stelle von konzentrierter Schwefelsäure. Ein weiteres wesentliches
Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die Hinzufügung der Schwefelsäure oder einer anderen Säure derart zu geschehen hat, dass der Latex noch koaguliert, selbst wenn die Verteilung durch die ganze Masse hindurch erfolgt. Dies ist eine Massnahme, die bisher nicht für ausführbar gehalten wurde, da bekannt- lich durch die   Hinzufügung   von Mineralsäure oder einer   ähnlichen   starken Säure zu Latex eine augen- blickliche Koagulierung der Masse stattfindet. 



   Gemäss der Erfindung wird der   Latex abgerahmt", ohne   den Latex zu koagulieren, u. zw. in
Gegenwart oder Abwesenheit eines Schutzkolloids, wobei man zunächst eine schwache organische Säure und alsdann eine starke organische Säure oder eine säurebildende Substanz   hinzufügt. Unter Abrahmen"   im Sinne der vorliegenden Erfindung wird die Trennung der Gummiteilchen von Latex ohne   Koagulierung   verstanden, etwa in der gleichen Weise, wie man die Sahne von der Milch trennt. 



   Die Mischung des Latex mit der Säure wird so lange erhitzt, bis die ganzen flüchtigen Stoffe ent- fernt sind. Der Rückstand wird trocken erhitzt gebacken", bis eine chemische Reaktion zwischen den nicht wässerigen Bestandteilen des Latex und der starken Säure oder der säurebildenden Substanz statt- gefunden hat. 



   Der gemäss der Erfindung gebrauchte Latex kann das Rohprodukt der Kautschukpflanze sein, oder er kann auch in   künstlich   konzentrierter Gestalt sein, wie man ihn unter den   Handelsnamen Re-     vertex", Jatex"   (siehe Hauser, Latex, its   Occurence   etc., New York   1930)   kennt. 



   Wenn die Menge Wasser im Latex gross ist, kann es notwendig werden, den abgerahmten Latex einem
Konzentrationsverfahren unter weiter unten beschriebenen Bedingungen zu unterwerfen, so dass eine
Koagulation nicht stattfindet. Dies kann durch einen geeignet geregelten Verdampfungsprozess bewirkt werden, beispielsweise durch Verdampfen bei einer niedrigen Temperatur. Man kann auch ein Schutzkolloid, wie Casein, Leim oder Kieselsäure, einführen. 

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Methylsulfat, Benzolsulfonchlorid sind Beispiele von gegebenenfalls zu verwendenden säurebildenden
Substanzen. Das nach scharfem Trocknen in der Wärme gemäss der Erfindung erhaltene Produkt ist nach dem Erkalten eine harte, schwarze Masse, welche gemahlen werden kann, und vorzugsweise mit
Wasser säurefrei gewaschen wird.

   Sie bildet dann eine braune, homogene Masse, die bei   Zimmertemperatur   hart und zähe ist, welche bei 70-100  C sintert, bei   250-300    C schmilzt und wertvolle Eigenschaften als ein Klebstoff zur Vereinigung von Kautschuk und metallischen Oberflächen besitzt. 



   Die folgenden Beispiele erläutern die Methode der   Ausführung   des Verfahrens, ohne sich darauf zu   beschränken.   Die Teile sind Gewichtsteile. 



   Beispiel 1. 100 Teile ammoniakalischer Latex, der annähernd   40% Gummi   und   0#8% Ammoniak   
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 dampfen bei 40-50  C konzentriert, bis es eine pastenartige Konsistenz erlangt. Dann setzt man unter   langsamem Umrühren 156-5   Teile   10% iger Schwefelsäure   hinzu und lässt die angesäuerte Paste langsam bei einer Temperatur von 40 bis 50  C verdampfen, bis sie steif wird. Diese steife Paste wird in ein geeignetes flaches Gefäss übergeführt und wird erst auf etwa 90-120  C erhitzt, bis sie schwarz, homogen und wasser- frei ist. Sie wird weiter auf eine etwas höhere Temperatur, z. B. 150  C, erhitzt, bis die gewünschte
Reaktion beendigt ist. 



  Das erhaltene Produkt ist eine harte, schwarze Masse, welche beim   Erwärmen weich   wird. Sie wird gewaschen und, wie beschrieben, auf irgendeine geeignete Weise homogenisiert. 



   Beispiel 2. Zu mit Wasser   verdünntem Revertex",   der einen Gummigehalt von   20% hat, werden   unter Umrühren 20 Teile käufliches, wässeriges Natriumsilikat vom spez. Gewicht 1'42 zugesetzt. Das
Gemisch wird durch Zusatz von 15 Teilen 16%iger Essigsäure angesäuert. Unter kontinuierlichem Um- rühren werden alsdann 250 Teile piger wässeriger Schwefelsäure zugefügt. Das Gemisch wird in ein geeignetes Gefäss   übergeführt   und bei etwa   1100 C getrocknet,   bis es schwarz und homogen ist, und schliess-   lich   bei etwa   1500 C gebacken,   bis es nach dem Abkühlen hart und zähe ist. Das abgekühlte Produkt wird in einer Reibmühle gemahlen und mit Wasser säurefrei gewaschen. 



   Beispiel 3. Zu 250   Teilen"Revertex",   die mit Wasser auf einen Gummigehalt von   20% verdünnt   wurden, werden unter Umriihren 55 Teile einer   12% igen   wässerigen Lösung von Natriumsilikat hinzu- gesetzt. Das   Umrühren     wird 15   Minuten fortgesetzt, und das Gemisch auf Zimmertemperatur erhalten.
Zum Gemisch werden alsdann vorsichtig 20 Teile einer   10% igen wässerigen Essigsäure zugesetzt.   Die
Masse ist dann sauer gegen Lakmus. Nach Zusatz von 16 Teilen Benzolsulfosäure wird das Gemisch zu einer dicken Paste bei 40-60  C verdampft, bei 100  C 12 Stunden hindurch getrocknet und bei   150 C   
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 wird.

   Nach dem Mahlen in einer   Reibmühle   und   Säurefreiwaschen erhält   man eine leicht braune homogene Masse, die im Gefüge dem Leder ähnlich ist. Beim Erhitzen auf 70  C wird sie weich und klebrig.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen durch Erhitzen von Kautschuk in Mischung mit starken Säuren, wie Schwefelsäure, Benzolsulfosäure, p-ToluolsuIfosäure usw., auf Temperaturen bis etwa 150 C, dadurch gekennzeichnet, dass Kautschuk in Form von unkoaguliertem Latex, der gegebenenfalls in bekannter Weise mit einem Sehutzkolloid versetzt ist. mit den starken Säuren vermischt und aus dieser Mischung vor Eintreten der Reaktion zwischen Kautschuksubstanz und den starken Säuren die flüchtigen Anteile durch Erhitzen entfernt werden.
AT135660D 1931-07-27 1931-07-27 Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen. AT135660B (de)

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